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Ich erinnere mich, dass ich vor vielen Jahren einmal in der Lokalpresse gelesen habe, dass ein weitgereister Mensch, den ich nicht kannte und an den ich mich heute nicht mehr erinnere, auf die Frage, was ihm denn an Hannover Besonderes aufgefallen sei und was diese Stadt wohl von allen anderen Städten unterscheide, sinngemäß geantwortet hatte: "Dass die Menschen in der U-Bahn selbst dann noch angestrengt aus dem Fenster starren, wenn sie schon seit zehn Minuten durch den Tunnel fahren."
Und genau das, verehrte Entitäten, liebe Mitlesende und Nahverkehrsteilnehmer, mag ich an Hannover. merkste was?
das netz sieht dich nicht als hundehaber, und das netz will dich nicht als hannoverlober. (ich bin allerdings ohnehin der meinung, dass wir hier von einem sog. vergifteten kompliment sprechen.)
ich warte außerdem nur auf eine gelegenheit, an dieser stelle greifswald zu preisen. diese woche liegt ja nichts besonderes an, also werde ich das wohl hinkriegen. kutter | Montag, 21. September 2009, 11:28
was ich merke, ist
dass ich es immer für lobenswert halte, wenn leute lieber so tun, als gäbe es irgendwo in den 30 cm zwischen u-bahn-haut und tunnelwand irgendetwas erfreulicheres zu entdecken als es ein gespräch mit mir versprechen würde. was erstens stimmt und mich zweitens davor bewahrt, mir privatmeinungen anhören zu müssen wie z.B. darüber, dass die oben ja doch bloß machten, was sie wollen, oder wie toll greifswald wohl sei.
boecker | Montag, 21. September 2009, 11:35
na denn:
kutter | Montag, 21. September 2009, 16:58
"Wir freuen uns, dass wir euch einige der vorgetragenen Texte im Ostseeblog präsentieren können – sofern sie bei uns eintreffen."
schmerles | Montag, 21. September 2009, 20:26
Ich interessier mich schon, was er für 1 Kleiner Hund hat.
kutter | Montag, 21. September 2009, 23:15
Problem ist: sooo klein ist das Tier gar nicht mehr. Müsste ihn wohl langsam mal umbenennen in Mittlerer Hund
boecker | Dienstag, 22. September 2009, 16:35
'ere we go, 'ere we go, 'ere we go:
www.uni-greifswald.de (vor allem auch wegen des cafes und dessen draußen-matten).
boecker | Mittwoch, 23. September 2009, 10:12 ...und jetzt aufs wasser:
www.webmoritz.de
der hit ist ein harry rowohlt-lookalike, der sich sommers gern längelang in seine jolle legt, um - mit dem kopf im bug - mit dem fuß das ruder so zu bedienen, dass er stundenlang (wenn ich sage "stundenlang", meine ich nicht "mehrereminutenlang") im kreis zu segeln. eine form von buddhismus, denke ich. boecker | Freitag, 2. Oktober 2009, 13:13
ich weiß, wie "pommersches landesmuseum" klingt, aber:
kutter | Freitag, 2. Oktober 2009, 13:44
ich weiß, ich bin nicht der erste, der dir das sagt, und ich werde auch nicht der letzte sein, aber: du brauchst endlich dein eigenes blog! willst du nicht endlich mal auf eigenen füßen stehen? boecker vs. die leere. die leere da oben und die leere überhaupt.
boecker | Freitag, 2. Oktober 2009, 18:37
klingt nach trickserei, ist aber gerechtfertigt:
das restaurant im pommerschen landesmuseum, "le croy" mit namen, ist eine eigene erwähnung wert:
www.pommersches-landesmuseum.de/information/cafe-restaurant.html ("leere" muss ein fachbegriff sein, sollte ich mal nachschlagen.) boecker | Montag, 5. Oktober 2009, 12:45
jedes zimmer von einem künstler gestaltet (die bilder gibt es in einer galerie am markt), sehr nettes personal, noch netterer frühstücksraum.
boecker | Freitag, 9. Oktober 2009, 14:33
"atlas der abgelegenen inseln: fünfzig inseln, auf denen ich nie war und niemals sein werde", von judith schalansky
großartiges novemberbuch (von "mare")...was das alles mit greifswald zu tun hat? na, wo kommt judith schalansky denn wohl her? (s.a.: zeit-mag von heute, letzte seite.)
boecker | Montag, 12. Oktober 2009, 08:58
"fundgrube": jawohl, SO müssen musikantiquariate heißen!
schräg gegenüber dem eingang des ponmmerschen landesmuseums gelegen, lädt es zur zeitreise. hier gibt es in ton und schrift so ziemlich alles, was in der ddr wichtig war.
und was war in der ddr besonders wichtig? genau: "emerson, lake & palmer". im ernst: wer sich für diese längst versunkene epoche der muskgeschichte interessiert - elp, yes, grobschnitt - ist in "neue-länder"-läden wie der "fundgrube" genau richtig (s. auch: der rockmusik-laden am fuß des warnemünder leuchtturms, dessen besitzer ein leider unlesbares fan-buch geschrieben hat). boecker | Mittwoch, 21. Oktober 2009, 13:17
krupp, alfried krupp:
so heißt der mann, nach dem in greifswald ein wissenschaftskolleg benannt ist. es ist aus zwei gründen besuchenswert:
+ wegen des extrem interessanten programms, vor allem des schwerpunkts "ostsee" + wegen der hinreißenden lage mitten in dieser - ich weiß nicht, ob ich's schon erwähnt habe: - wunderschönen stadt. mein aktueller tip heißt so: Montag 30. November 2009 19:30 UhrAlfried Krupp Fellow Lecture Von der Wunde, dem Begehren und der Kunst. Schreiben bei Franz Kafka Dr. Bettina von Jagow (Fellow des Alfried Krupp Wissenschaftskollegs) ...mehr unter: www.wiko-greifswald.de. kutter | Mittwoch, 28. Oktober 2009, 08:14
Ich bin mir nicht sicher, aber versuchst du mir vielleicht zu sagen, dass Greifswald evtl. 1 Reise wert ist?
kutter | Mittwoch, 28. Oktober 2009, 08:16
w/ judith schalansky: stine hat den atlas gekauft und rüstet seither ihr schiff auf, glaube ich. ich mochte das fraktur-buch, konnte mich aber nicht überwinden es zu kaufen, da ich mir ein typographiebuch-kaufverbot selbst ausgesprochen habe.
boecker | Mittwoch, 28. Oktober 2009, 14:12
"schicht c - eine stadt und die energie"
ist ein wirklich hervorragendes stück, das am theater vorpommern/greifswald läuft. es geht um den "schneewinter" 1978/1979, der u.a. das atomkraftwerk "bruno leuschner" in lubmin (bei greifswald) tagelang lahmgelegt und von der außenwelt abgeschnitten hat. diese (fast-)katastrophe ist "zwischen ostsee und erzgebirge" zu einem mythos herangewuchert, ähnlich wie bei "uns" die hamburger sturmflut (nur eben ohne helmut schmidt).
ja, deine vermutung geht in die richtige richtung. und weil ich finde, dass weblogs genauso serviceorientiert denken sollten wie richtige medien, hier noch ein tip: ihr müsst nur von hannover aus irgendwie auf die ostsee, dann segelt ihr nach osten - kurz hinter der rügenbrücke seid ihr da. kutter | Mittwoch, 28. Oktober 2009, 15:18
(nur eben ohne helmut schmidt) - das, mein lieber, klingt nun wirklich verheissungsvoll!
boecker | Donnerstag, 29. Oktober 2009, 08:47
„Gebürtig vom Strande der Ostsee, eine recht scharf gezeichnete norddeutsche Natur, mit blondem Haar und Backenbart, einem bedeutenden Kopfbau und von hagerem, stark knochigen Körper, trug er einen eigenen melancholischen Ausdruck in seinem meist bleichem Gesicht, dessen blaues Augenpaar so tief unter dem stark vorspringenden Orbitalrande und buschigen, ebenfalls blonden Augenbraunen verborgen lag, dass darin der Blick des die Lichtwirkung im höchsten Grade konzentrierenden Malers sehr charakteristisch sich erklärt fand“ (Carl Gustav Carus über Caspar David Friedrich, Greifswalds Größten)
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boecker | Montag, 21. September 2009, 08:56