Dichtheit & Wahrung. Hervorgegangen aus Der Kutter. Verdrängung ist, was uns über Wasser hält. http://kutter.antville.org/
Seit 16. Dezember 2001 und 5553 Tagen täglich fangfrisch. Außer manchmal.

Quelle: http://Kutter.dev.antville.org/
» Herzlich willkommen! Sie sind nicht eingeloggt.
» Um weitere Funktionen nutzen und Kommentare veröffentlichen zu können, müssen Sie sich zuerst mit Ihrem Benutzer-Namen hier einloggen.
» Falls Sie noch keinen Benutzer-Namen und kein Passwort haben, können Sie sich hier registrieren.


Quelle: http://Kutter.dev.antville.org/
» Yay, das sieht sehr fein...
Beitrag von kutter | 11.04.16 08:16
» Very fab, Mr. Tobi, Sir.
Beitrag von gHack | 09.04.16 14:07
» Das mit den Zeilenlängen war...
Beitrag von tobi | 09.04.16 14:04
» OK, ich seh’s. Werd’s mir...
Beitrag von tobi | 08.04.16 23:35
» Teils, teils. Die Mac-Browser sind...
Beitrag von kutter | 08.04.16 11:39
» jeweils neueste Versionen von FF...
Beitrag von tobi | 04.04.16 15:35
» Entschuldigung, dass ich mich erst...
Beitrag von kutter | 04.04.16 06:57
» Ich hab eh nur an...
Beitrag von tobi | 29.03.16 20:31
» Oh, das ware natürlich großartig...
Beitrag von kutter | 29.03.16 14:27
» Ich denke, ich kann ein...
Beitrag von tobi | 29.03.16 13:59

Quelle: http://Kutter.dev.antville.org/

» 0000ff
» 15:00 Taktikbesprechung
» 2 oder 3 dinge
» abb.
» achnaja
» affectionista
» allee der spackonauten
» allesaußersport
» alles wird gut
» anke gröner
» argh!
» außerlomografische opposition
» batzlog
» belle de jour
» bildblog
» blogbar
» [bov] eier erbsen schleim und zeug
» camp catatonia
» chuzpe
» clairvoyance
» coffee and tv
» cursor
» Das Fanmagazin (Hannover 96)
» das hermetische café
» dekaf
» die welt erklärt in lustigen grafiken
» dem herr paulsen sein kiosk
» dienstraum
» digital ist besser
» dogfood
» domino | cover by cover
» drum und dran
» e621
» elektrosmog
» elementarteilchen
» elephäntville
» elfengleich
» emily's beatbox
» enlarge*
» enlarge your pen
» erratika
» etc.pp
» euroranch
» everything's gone green
» existenzielles besserwissen
» fernsehratgeber
» filmtagebuch
» fischlog
» flagr.ant
» fontblog
» fotok
» frafuchs
» fragmente
» frappantville
» freakshow
» freememes
» frontbumpersticker
» funkenfeuer
» funktionale gruppe
» gesprächsfetzen
» gigantville
» goncourt's blog
» googleschmoogle
» haboglabobloggin'
» heimchen
» henso
» high north
» hirn&verbrannt
» hoffentlich kann man das später noch ändern
» hunkabutta
» i hate music
» i love charts
» ilovethatphoto
» (i think) he was a journalist
» indirekter freistoß
» industrial technology & witchcraft
» insects are all around us
» instant nirvana
» interieur
» ipod
» irgendwas ist ja immer
» iso800
» jump cut
» kaffeetanten
» katjaberlin
» knipser
» kommunikationsguerilla
» kompetenzteam
» kollektiv, das
» krit
» le grande bouffe
» le lounge electronique
» letters from rungholt
» ligne claire
» logladies
» malorama
» medienrauschen
» mediumflow
» mehrzweckbeutel
» melancholie modeste
» meow
» meine kleine stadt
» metal machine music
» miagolare
» minusvisionen
» miss.understood
» mlrm
» nanoblogg
» neuronale emergenzen
» new filmkritik
» new filmkritik für lange texte
» newsdesigner
» nichts. es ist nichts
» ofterdingen and kropotkin
» ohne punkt
» ohrensause
» ohrensessel
» ortsanfang
» pan-o-rama
» paranews
» photoranch
» pixnotes
» passe.par.tout
» pop-log
» psycholog
» qfladen
» rebellen ohne markt
» relatin' dudes to jazz
» robot
» romblog
» ronsens
» savoy truffle
» schiffsmeldungen
» schriftstellwerk
» selbr
» sexblog | was von der hitze übrig bleibt
» sickster
» siebenviertel
» social fairy dust
» sofa. rites de passage
» spindoktor
» stattgeschichten / picture edition
» stefan niggemeier
» street art
» supatyp
» supernova express
» synchron./monochron
» taberna kritika
» the modern gentleman
» the new joerg times
» the smorgasbord
» this wasteland
» tomte weblog
» too posh to push
» txt
» ubique
» uku
» unrund
» vague
» verflixt und zugenewst
» wasted comments dump
» wildcard
» wörterberg
» worldwideklein
» zirbel
» ziboy
» zwitscherdiele





resident of antville.org #347//D-5553
Helma Object Publisher

RSS Feed


 
pixel

Rat Line

»vermutlich nach Südamerika«

Link   |   unkommentiert   |   jetzt kommentieren





pixel

Ist man eigentlich schon ein Snob, bloß weil man sich bei Peek & Cloppenburg an der Kasse die Tüte auf links drehen lässt?

Link   |   unkommentiert   |   jetzt kommentieren





pixel

Now Playing: Lost In Translation Original Motion Picture Soundtrack. Mind the hidden track!

Note to self: Sofia Coppola heiraten. Wg. Plattensammlung.

Link   |   unkommentiert   |   jetzt kommentieren





pixel

Heute nacht erstmals seit langem wieder diesen Traum gehabt. Ich bin Undercover-Feuerwehrmann. Ich stehe vor einem brennenden Haus, Flammen schlagen aus den Fenstern, Menschen schreien. Neben mir steht dieser junge und unerfahrene, noch sehr idealistische Kollege und fragt: »Ähm, sollen wir nicht langsam mal anfangen zu löschen?« Und ich sage: »Bist Du wahnsinnig? Dann fliegt doch unsere ganze Tarnung auf!«

Link   |   2 Kommentare   |   jetzt kommentieren





pixel

Schlagerrallye

hießt die Radiosendung, die mich musiksozialisiert hat über lange Jahre. WDR 2. Montagabend.

Gab damals immer so Freaks, die die Punkte addiert und Jahresbestenlisten aufgestellt haben. Einer von denen, Heinz Schulz, hat mir jetzt die Ewige Bestenliste der Schlagerrallye zugeschickt. Word up, Heinz Schulz!

Eine sehr persönliche Auswahl:

Platz 63: Hello - New York Groove (I'm back, back in the...)
Platz 56: La Düsseldorf - Rheinita (Das war der USP der Schlagerrallye: Immer mal wieder deutsche, manchmal sogar regionale Musiker)
Platz 37: John Miles - Music (...and it will be the last)
Platz 31: Frank Zander: Ich bin der Ur-Urenkel von Frankenstein
Platz 28: Grobschnitt: Wie der Wind (Dedicated to: Mirja)
Platz 24: Abba - Eagle & Supertramp - School (So don't do this! And don't do that!)
Platz 6: Queen - Bohemian Rhapsody (Scaramouche! Scaramouche! Will you do the fandango? Thunderbolt and lightning, very, very frightning - me!)
Platz 4: Electric Light Orchestra - Don't bring me down (Suche seit Jahren nach einer gelungenen Umschreibung dieses sinnfreien Kunstwortes, das ELO nach der Titelzeile singen, klingt wie: "Bruusch!")

Wer mir einen der drei ersten Plätze nennen kann, gewinnt eine Rundfahrt mit der Weißen Flotte auf dem Schweriner See (Saisonbeginn: April).

Link   |   9 Kommentare   |   jetzt kommentieren





pixel

Kurz nochmal zum Mr. Digidoof:

Das heißt ja nicht, daß ich nicht großartig finde, wenn sich Chez Praschl Männerdererstenstunde darüber die Wangen rot reden, wie das war, als der erste Computer vor der Haustür fiepte. Die Dialoge in den Kaffeepausen auf der Fachtagung In-solvent '04 im Warnemünder Hotel Neptun schlägt das allerdings dann doch nicht, neinnein.

Link   |   1 Kommentar   |   jetzt kommentieren





pixel

Coming up:

Alles über »Franz Ferdinand«, ohne je einen Ton von denen gehört zu haben.

Link   |   unkommentiert   |   jetzt kommentieren





pixel

Nur ein einziges Mal noch

muß ich auf dem Klappentext eines skandinavischen Krimis lesen, daß der Autor so wie Mankell schreibe oder in der Tradition stehe von Sjöwahlöö, dann werde ich jungen mecklenburger oder pommerschen Schriftstellern Grund geben, künftig mit Verweis auf meine Verbrechen die blutrünstigsten Krimis aller Zeiten zu schreiben.

Link   |   unkommentiert   |   jetzt kommentieren





pixel

Manche Menschen

räumen Kugelschreiber mit der Aufschrift »Peine bringt's« NICHT vom Küchentisch, wenn frecher Frühstücksbesuch kommt. Sowas nenne ich selbstbewußt.

Link   |   3 Kommentare   |   jetzt kommentieren





pixel

Mr. Digitaldoofmann

Ich bin ja nicht unbeträchtlich stolz darauf, keine Ahnung zu haben. Aber was mir neulich passiert ist...

Ich habe auf meinem Dienst-PC einen 08/15-Flipper. Mitten im Spiel rutsche ich auf dem Schreibtischstuhl so runter, daß die Tastatur schräg auf der Tischkante liegt. Erschrocken rücke ich sie sofort gerade: Sonst läuft ja die Kugel schief! Heilige Simplicitas! (Fasziniert bin ich folgerichtig von der »Rüttel«-Taste am Comp-Flipp, in etwa so wie von der Zahnrad-Ästhetik in den zentralbescheuerten »Matrix«-Filmen.)

Link   |   unkommentiert   |   jetzt kommentieren





pixel

Sekundenglück

darf man dazu sagen, wenn man im »School Of Rock«-Abspann den Titel eines Stevie-Nicks-Stückes nachliest, sich das Teil besorgt und so lernt, was »Bootylicious« (von meiner künftigen Ehefrau - wenn sie denn nach Schwerin zieht) so ohrwürmerisch hat werden lassen.

Link   |   unkommentiert   |   jetzt kommentieren





pixel

2 Fragen:

  1. Welches Buch lese ich von Thomas Bernhard als erstes? (Kommentare, die mit »Was?!-Du-hast-noch-nicht-EIN...« beginnen, werden gelöscht - nachdem ich den Schreiber mit seiner Nichtkenntnis von Friedrich Spielhagen beschämt habe.)

  2. Gibt es Weblogs, die dezidiert mit Ostdeutschland zu tun haben? Oder noch besser: ...mit Mecklenburg-Vorpommern?

Link   |   7 Kommentare   |   jetzt kommentieren





pixel

Funny van Dannen spricht wahr:

Gutes tun ist gar nicht schwer/nicht bei Rot über die Straße laufen/keinen Fredi Bobic kaufen.

Link   |   unkommentiert   |   jetzt kommentieren





pixel

Von den Staben II

Der KulturSPIEGEL ist so eine Art Premiere für Spiegel-Leser: strictly for subscribers. In die neueste Ausgabe lassen sie die Juli Zeh reinschreiben, daß Porno doof sei.

Ein Zwischentitel lautet: »Warum soll ich Modehefte kaufen, die aussehen wie Pornohefte?« Die Geschichte ist illustriert mit Nacktfotos, allerdings irgendwie überblendet, also: Kunscht.

Oder: »Warum soll ich mich von gespreizten Beinen ins Theater locken lassen?« Zeh spielt an auf ein aktuelles Plakat, das Fritzi Haberlandt als »Lulu« in dieser Pose zeigt. Im unverschlüsselten Montags-Spiegel, dem der KulturSPIEGEL beiliegt, wird eine Notiz über Fritzi »Lulu« Haberlandt mit welchem Foto aufgepeppt? You name it.

In diesem Zusammenhang: Halt durch, kleine Sibil!

Link   |   unkommentiert   |   jetzt kommentieren





pixel

Von den Staben I

Hörzu-Chefredakteur Thomas Garms sagt im Tagesspiegel in eigenlobender Absicht, daß »unsere Rentengeschichte keinen Deut schlechter« gewesen sei als die vom Stern.

Eben.

Link   |   unkommentiert   |   jetzt kommentieren





pixel

Herzlich willkommen in der Mitte der Woche, in der nichts klappt.

Link   |   2 Kommentare   |   jetzt kommentieren





pixel

Von Bären

Ich freue mich für Fatih Akin, der, wenn man sich so umhört, allerdings nicht nur einen neuen Film gedreht, sondern vor allem die Ehre Mütterchen Deutschlands gerettet zu haben scheint, nach all den Jahren der Entbehrungen. Egal. Ich freue mich für Fatih Akin, und ich freue mich auf seinen neuen Film. Ich hab's ja auf der Berlinale nur auf einen Empfang und danach für den Rest der Nacht in die Hotelbar geschafft, am nächsten Morgen musste ich gleich wieder los, keine Chance, auch nur einen einzigen Film zu gucken, was bei Licht betrachtet natürlich recht peinlich, zumindest aber reichlich kulturlos ist. (Obwohl ich mir jetzt ausmale, dass Jack Nicholson vielleicht mit einem ganz ähnlichen Berlinale-Ansatz unterwegs war.) Ach so, auf dem Empfang war übrigens auch Fatih Akin, für den ich mich, wie ich nochmals betonen möchte, sehr freue.

Yeah, ich und Jack im gleichen Satz...

Link   |   unkommentiert   |   jetzt kommentieren





pixel

Erratum

Hiermit möchte ich mich bei allen aufrichtig entschuldigen, denen ich gewohnt glaubhaft und anschaulich dargelegt habe, man könne die Abgehalftertheit John Kerrys schon daran erkennen, dass und wie er bereits bei den 1992er Primaries auf die Nase gefallen sei. Das war Bob Kerrey.

Link   |   unkommentiert   |   jetzt kommentieren





pixel

Rendezvous mit Rick O'Rosum

Kann mir jemand erklären, warum eine gewisse Norma Beach mir ausgerechnet jetzt Spam-Mails zum Thema »Bachelor's Diploma, Master's, or PhD - No Classes Necessary, marathon dartmouth saratoga banjo« zu schicken beginnt, seit ich zum ersten mal seit sechs Jahren wieder an meiner Dissertation arbeite? Mir ist dieses Internetz unheimlich.

Ein wesentlich coolerer Absender wäre übrigens Rick O'Rosum gewesen.

Marathon dartmouth saratoga banjo? Hallo??

Link   |   6 Kommentare   |   jetzt kommentieren





pixel

Lesefolgen

Manchmal liest man zwei Bücher nacheinander, ohne besondere Absicht, weil sie gerade dran sind, weil sie so in den Stapel geraten sind, und dann stellt man fest, wie wunderbar das alles zusammenpasst. Wie letztes Jahr, als ich erst mal wieder Joseph Conrads »Herz der Finsternis« durchschipperte und danach ohne Hintergedanken Christian Krachts »1979« anlegte, von dem ich mir eigentlich nichts erwartet hatte. Und alles machte auf einmal perfectly sense.

Gerade hatte ich Peter Stamms »Ungefähre Landschaft« ausgelesen, eine wunderschöne karge, lakonische Erzählung, um mich im Nachgang eher zufällig an Adam Thirlwells munter vor sich hinschwätzenden, seine sexuelle Explizitäten bisweilen allzu prätentiös ausstellenden Roman »Strategie« heranzumachen. Dass mir mein schweriner Lieblingsbuchhändler, als ich das Buch kaufen wollte, sein Leseexemplar mit den Worten schenkte: »Das lesen wir bestimmt nicht mehr zuende«, spätestens aber der vollkommen sinnlose Klappentext (»Ein raffinierter Roman … in der Tradition von Milan Kundera und Woody Allen. Die erste Liebesgeschichte des 21. Jahrhunderts«) hätten eigentlich Warnung genug sein müssen. Und doch werden die Wirren und Pannen, die das ambitionierte sexuelle Spiel hervorbringen kann, von der Liebe ganz zu schweigen, mit einiger Komik beschrieben: die Verunsicherungen und Zweifel, die Ungeschicklichkeiten und Missverständnisse und letztlich das Scheitern einer Beziehung an der mangelnden Vereinbarkeit der Scheinbilder, die die Liebenden einander vorzugeben suchen. Der affektierte, selbstgefällige Ton, den der eifrige Ich-Erzähler anschlägt, um die Leser direkt anzuquatschen und ihnen fortwährend die Konstruktion seiner Erzählung zu erklären, konterkariert und ergänzt zugleich das zarte aneinander-vor-sich-hin-Scheitern der Beziehungskonstruktionen der drei Liebenden.

In der kleinen Erzählung »Reich der Sinne, Welt der Wörter« bereitet Robert Gernhardt minutiös einen durch und durch gescheiterten Liebesakt (das hässliche Wort passt hier präzis) bis zur anschließenden nicht minder gescheiterten Verabschiedung an der Bushaltestelle auf (in R.G., »Kippfigur«). »Welch ein restringierter Code« sei die Körpersprache, wundert sich der Erzähler. »Keinen Konjunktiv vermochten diese Körper zu bilden, zu keinerlei uneigentlichem Sprechen waren sie fähig. War eine ironische Erektion denkbar, ein ironischer Orgasmus?« Thirlwells Helden arbeiten vielleicht nicht am ironischen Orgasmus (das wäre allenfalls etwas für den vorlauten Ich-Erzähler), aber dem uneigentlichen Sex sind sie schon recht nahe.

Peter Stamms »Ungefähre Landschaft« wiederum beschreibt in strenger Komposition und einer Sprache, die ihre Poesie aus der Kühle und Knappheit gewinnt, ein nahezu uneigentliches Leben. Hier geht es um Lieblosigkeit und Lüge, um Einsamkeit in der Verwurzelung, um Trübnis und Trotz, Eintönigkeit und leidenschaftslose Sehnsucht. »Ihr werdet mich nicht finden«, schreibt die norwegische Zollbeamtin Katherine vor ihrem Ausbruch aus der ewigen Dunkelheit des polaren Winters und der Kälte ihrer gescheiterten Ehe. Erstmals in ihrem Leben überquert sie den Polarkreis nach Süden, doch statt Liebe oder zumindest Wärme findet sie die Erkenntnis, dass sie vor allem deshalb niemand finden wird, weil niemand sie gesucht hat. In einem Internetcafé ruft sie die Homepage ihres Dorfes auf. Eine Webcam zeigt den Dorfplatz, in der Dunkelheit kommen grob gepixelte Menschen aus dem Dorfkrug, Menschen, die sie kennen müsste, aber nicht erkennen kann. Ihr Leben ist eine ungefähre Landschaft.

Gibt es einen vernünftigen Grund, beide Bücher im gleichen Text abzuhandeln, bloß weil man sie nacheinander gelesen hat? Es sind zwei äußerst ungleiche Bücher, die sich, zufällig aneinandergeraten, trotzdem gut vertragen, weil es ihnen gelingt, der ewigen Unwägbarkeit der Liebe ihre eigene Sprache zu geben.

Bonustracks: Der perfekte ungefähre Ort, um das eine Buch zu beenden, das andere zu beginnen, war das kleine, billige Hotel Monopol auf der penetrant blinkenden Pornostubenmeile der Reeperbahn. Hier hatte ich ein Zimmer angemietet, weil ich ein Konzert in der Großen Freiheit besuchen wollte, das aber ausfiel, weil der feine Herr Künstler, dessen letzte Platten passenderweise die Hölle der Liebe im Titel führen, bei einem vorherigen Konzert von der Bühne gestürzt war und sich die Hand gebrochen hatte. Rock'n'Roll! +++ »1979« wird in der Hörbuch-Version übrigens beängstigend gut vom Autor selbst gelesen, der dem Ich-Erzähler eine vollkommen selbstlose Stimme gibt, und zwar selbstlos in mehrerlei Sinne. So könnte man mit Fug und Recht auch Gregor Samsa lesen.

Link   |   unkommentiert   |   jetzt kommentieren





pixel

Raunen

Dieses Raunen. Dieses Eifern. Diese absurde Obsession mit der Gedankenpolizei. Diese tiefe Sehnsucht nach dem untersten Urschleim der niederen Instinkte: Neu! Jetzt mit Nazis UND Sex!! Dass der Nazi-Terror immer mehr zum crazy Bad-Taste-Kostümfilmfundus für naturtrübe Wirrköpfe wird, ist eklig genug. Ob Thor Kunkels »Endstufe« deshalb aber wirklich zum Aufmacher der Feuilletons geadelt werden muss, bloß ein Verleger sich vorbehält, über sein Programm selbst zu entscheiden, ist eine andere Frage. Wer Alexander Fest Haltungsnoten verteilen will, kann das ja tun. Ich möchte lieber Thor Kunkel, der anscheinend einen wirklich passenden Namen abbekommen hat, auf einen entscheidenden Konstruktionsfehler seines unterdrückten Werkes hinweisen: mit seinen rund 700 bis 1000 Seiten (so they say), und das kann ich auch sagen, ohne sie gelesen zu haben, ist das Werk als Wichsvorlage für Hohmännchen und Militariasammler einfach zu unhandlich.

Link   |   1 Kommentar   |   jetzt kommentieren





pixel

Now Playing: Lambchop Aw Cmon / No You Cmon

Zwingend. Volle Naht.

Link   |   6 Kommentare   |   jetzt kommentieren





pixel

Blogs. 15 Blogger über Text und Form im Internet


Einige Worte über Weblogs, noch mehr Worte aus Weblogs, und das ganze als hübsches, buntes Buch: Im Frühjahr 2004 erscheint »Blogs! Fünfzehn Blogger über Text und Form im Internet«, herausgegeben von Kai Pahl und Don Alphonso, mit den sorgsam zusammengestellten Kompendien der funkelndsten Texte aus den folgenden Weblogs: @LLes Wird Gut | Anke Gröner | Argh! | DeKaF | Elfengleich | EmilyBeat | Freakshow | Gig.Antville | Jetzt.de | Der Kutter | Ligne Claire | Luna Lu | miss.understood | Siebenviertel | Die Spackonauten | Wo+Man | dogfood | dotcomtod.

Don Alphonso, Kai Pahl (Hg.): »Blogs! Fünfzehn Blogger über Text und Form im Internet«.
Berlin: Schwarzkopf & Schwarzkopf, ca. 350 Seiten, Softcover, Fadenheftung, Kunstdruckpapier, durchgehend farbig.
Erscheint im August 2004.
24,90 Euro (D) / 43,70 sFr
ISBN 3-89602-600-3

>>> Online-Vorbestellung
>>> Verlagsinfo
>>> Blogs!-Blog. Das Blog zum Blogs!-Buch

Update: Das Buch wird im August an Buchhandlungen und Besteller ausgeliefert und erscheint mit einem Umfang von rund 350 (statt der zunächst geplanten 250 Seiten). Das Buch wird in erster Linie ein Lese- und Anschaubuch. Also: wenig theoretischer Überbau, viel schöne Texte. Ein Eindruck davon, was Weblogs hervorbringen können.

Link   |   3 Kommentare   |   jetzt kommentieren





pixel

Man sieht ihn jetzt wieder öfter mit diesem irren "Mein-Name-ist-Schröder-und-gleich-knallt's"-Blick unterwegs

Link   |   unkommentiert   |   jetzt kommentieren





pixel

Die einfache Wahrheit über Magen-Darm-Infektionen ist diese: Sie wären ein Picknick, beschränkten sie sich allein auf jene Bereiche des Körpers, mit denen sie bezeichnet werden.

Link   |   unkommentiert   |   jetzt kommentieren












Quelle: http://Kutter.dev.antville.org/

 
Quelle: http://Kutter.dev.antville.org/
Februar 2017
MoDiMiDoFrSaSo
12345
6789101112
13141516171819
20212223242526
2728
Juni

Quelle: http://Kutter.dev.antville.org/

2015
» Juni 2015

2014
» November 2014
» Juni 2014

2013
» November 2013
» August 2013
» Januar 2013

2012
» November 2012
» Oktober 2012
» April 2012
» Februar 2012
» Januar 2012

2011
» Dezember 2011
» November 2011
» Oktober 2011
» September 2011
» Juli 2011
» Juni 2011
» Mai 2011
» April 2011
» März 2011
» Februar 2011
» Januar 2011

2010
» Dezember 2010
» November 2010
» Oktober 2010
» September 2010
» August2010
» Juli 2010
» Juni 2010
» Mai 2010
» April 2010
» März2010
» Februar 2010
» Januar 2010

2009
» Dezember 2009
» November 2009
» Oktober 2009
» September 2009
» August 2009
» Juli 2009
» Juni 2009
» Mai 2009
» April 2009
» März 2009
» Februar 2009
» Januar 2009

2008
» Dezember 2008
» November 2008
» Oktober 2008
» September 2008
» August 2008
» Juli 2008
» Juni 2008
» Mai 2008
» April 2008
» Februar 2008
» Januar 2008

2007
» September 2007
» August 2007
» Juli 2007
» Juni 2007
» Mai 2007
» April 2007
» Februar 2007
» Januar 2007

2006
» Oktober 2006
» September 2006
» Juni 2006
» Mai 2006
» April 2006
» Februar 2006
» Januar 2006

2005
» Dezember 2005
» November 2005
» Oktober 2005
» September 2005
» Juni 2005
» Mai 2005
» April 2005
» März 2005
» Februar 2005
» Januar 2005

2004
» Dezember 2004
» November 2004
» Oktober 2004
» September 2004
» August 2004
» Juli 2004
» Juni 2004
» Mai 2004
» April 2004
» März 2004
» Februar 2004
» Januar 2004

2003
» Dezember 2003
» November 2003
» Oktober 2003
» September 2003
» August 2003
» Juli 2003
» Juni 2003
» Mai 2003
» April 2003
» März 2003
» Februar 2003
» Januar 2003

2002
» Dezember 2002
» November 2002
» Oktober 2002
» September 2002
» August 2002
» Juli 2002
» Juni 2002
» Mai 2002
» April 2002
» März 2002
» Februar 2002

2001
» Dezember 2001







pixel

© 2001-2016 Der Kutter.