Dichtheit & Wahrung. Hervorgegangen aus Der Kutter. Verdrängung ist, was uns über Wasser hält. http://kutter.antville.org/
Seit 16. Dezember 2001 und 5553 Tagen täglich fangfrisch. Außer manchmal.

Quelle: http://Kutter.dev.antville.org/
» Herzlich willkommen! Sie sind nicht eingeloggt.
» Um weitere Funktionen nutzen und Kommentare veröffentlichen zu können, müssen Sie sich zuerst mit Ihrem Benutzer-Namen hier einloggen.
» Falls Sie noch keinen Benutzer-Namen und kein Passwort haben, können Sie sich hier registrieren.


Quelle: http://Kutter.dev.antville.org/
» Yay, das sieht sehr fein...
Beitrag von kutter | 11.04.16 08:16
» Very fab, Mr. Tobi, Sir.
Beitrag von gHack | 09.04.16 14:07
» Das mit den Zeilenlängen war...
Beitrag von tobi | 09.04.16 14:04
» OK, ich seh’s. Werd’s mir...
Beitrag von tobi | 08.04.16 23:35
» Teils, teils. Die Mac-Browser sind...
Beitrag von kutter | 08.04.16 11:39
» jeweils neueste Versionen von FF...
Beitrag von tobi | 04.04.16 15:35
» Entschuldigung, dass ich mich erst...
Beitrag von kutter | 04.04.16 06:57
» Ich hab eh nur an...
Beitrag von tobi | 29.03.16 20:31
» Oh, das ware natürlich großartig...
Beitrag von kutter | 29.03.16 14:27
» Ich denke, ich kann ein...
Beitrag von tobi | 29.03.16 13:59

Quelle: http://Kutter.dev.antville.org/

» 0000ff
» 15:00 Taktikbesprechung
» 2 oder 3 dinge
» abb.
» achnaja
» affectionista
» allee der spackonauten
» allesaußersport
» alles wird gut
» anke gröner
» argh!
» außerlomografische opposition
» batzlog
» belle de jour
» bildblog
» blogbar
» [bov] eier erbsen schleim und zeug
» camp catatonia
» chuzpe
» clairvoyance
» coffee and tv
» cursor
» Das Fanmagazin (Hannover 96)
» das hermetische café
» dekaf
» die welt erklärt in lustigen grafiken
» dem herr paulsen sein kiosk
» dienstraum
» digital ist besser
» dogfood
» domino | cover by cover
» drum und dran
» e621
» elektrosmog
» elementarteilchen
» elephäntville
» elfengleich
» emily's beatbox
» enlarge*
» enlarge your pen
» erratika
» etc.pp
» euroranch
» everything's gone green
» existenzielles besserwissen
» fernsehratgeber
» filmtagebuch
» fischlog
» flagr.ant
» fontblog
» fotok
» frafuchs
» fragmente
» frappantville
» freakshow
» freememes
» frontbumpersticker
» funkenfeuer
» funktionale gruppe
» gesprächsfetzen
» gigantville
» goncourt's blog
» googleschmoogle
» haboglabobloggin'
» heimchen
» henso
» high north
» hirn&verbrannt
» hoffentlich kann man das später noch ändern
» hunkabutta
» i hate music
» i love charts
» ilovethatphoto
» (i think) he was a journalist
» indirekter freistoß
» industrial technology & witchcraft
» insects are all around us
» instant nirvana
» interieur
» ipod
» irgendwas ist ja immer
» iso800
» jump cut
» kaffeetanten
» katjaberlin
» knipser
» kommunikationsguerilla
» kompetenzteam
» kollektiv, das
» krit
» le grande bouffe
» le lounge electronique
» letters from rungholt
» ligne claire
» logladies
» malorama
» medienrauschen
» mediumflow
» mehrzweckbeutel
» melancholie modeste
» meow
» meine kleine stadt
» metal machine music
» miagolare
» minusvisionen
» miss.understood
» mlrm
» nanoblogg
» neuronale emergenzen
» new filmkritik
» new filmkritik für lange texte
» newsdesigner
» nichts. es ist nichts
» ofterdingen and kropotkin
» ohne punkt
» ohrensause
» ohrensessel
» ortsanfang
» pan-o-rama
» paranews
» photoranch
» pixnotes
» passe.par.tout
» pop-log
» psycholog
» qfladen
» rebellen ohne markt
» relatin' dudes to jazz
» robot
» romblog
» ronsens
» savoy truffle
» schiffsmeldungen
» schriftstellwerk
» selbr
» sexblog | was von der hitze übrig bleibt
» sickster
» siebenviertel
» social fairy dust
» sofa. rites de passage
» spindoktor
» stattgeschichten / picture edition
» stefan niggemeier
» street art
» supatyp
» supernova express
» synchron./monochron
» taberna kritika
» the modern gentleman
» the new joerg times
» the smorgasbord
» this wasteland
» tomte weblog
» too posh to push
» txt
» ubique
» uku
» unrund
» vague
» verflixt und zugenewst
» wasted comments dump
» wildcard
» wörterberg
» worldwideklein
» zirbel
» ziboy
» zwitscherdiele





resident of antville.org #347//D-5553
Helma Object Publisher

RSS Feed


 
pixel

Klare Verhältnisse

Du bist in Berlin, wenn der Taxifahrer nach Vereinbarung des Fahrtziels blafft: »Geht klar! Aber quatsch mir nich die Ohren voll!« Du bist in Berlin, wenn Du nur kleinlaut zurückgibst, »Nene. Und ich dachte schon, Du würdest vielleicht...«, und, nachdem ein undefinierbar finsterer Blick Dich trifft, in dankbares Schweigen verfällst. Niemals in dieser Stadt, jedoch in diesem Taxi bist Du für die nächsten zwanzig Minuten zuhause.

Link   |   1 Kommentar   |   jetzt kommentieren





pixel

Stine hat heute festgestellt, dass sie die gleichen Hosen hat wie die Ratiopharm-Zwillinge.

Link   |   2 Kommentare   |   jetzt kommentieren





pixel

»Lost in Translation« trifft die Stimmung schon ganz gut, in die man gerät, wenn man so mir nichts, dir nichts plötzlich in Schwerin andockt.

Minus die Lichter.

Link   |   3 Kommentare   |   jetzt kommentieren





pixel

»Der Winter aber war ein langes Warten.« — Peter Stamm, Ungefähre Landschaft.

Link   |   unkommentiert   |   jetzt kommentieren





pixel

Ich Bin Bei BAP! Holt Mich Hier Raus!

Hiermit schreibe ich den ersten blogweiten »Unsinnigstes-featuring-aller-Zeiten«-Award aus. Der Vorschlag, den ich zum Sieger erkläre, gewinnt die Maxi-Ceedee »It's so easy« von

Sehrverehrtedamenundherrenschnallensiesichanjetztgehtsrund
jetztgehtslosjadasmachtspaßdasmachtfreude

Sheryl Crow featuring Wolfgang Niedecken.

Der Titel ist komplett unglaublich und jeden seiner 549 Cent wert. Wenn der Südstadtler zu singen anfängt, liegt man nach drei Sekunden auf dem Boden.

Ihr da draußen dürft euch irgendeine Featuring-Kombi ausdenken. Wer eine findet, die Crow/Niedecken toppt, gewinnt den Preis.

Wenn sich gewisse Kutterkapitäne samt ihrer Ein-Frauen-Krew nicht zu fein wären, im März zum BAP-Konzert in Schwerin mitzukommen, könnte ich an dem Abend wahrscheinlich Schwerinensien sammeln, die für fünf Jahre halten. (Alleine traue ich mich nicht.) Niedecken war gerade für Interviews in Schwerin und hat unter anderem angekündigt, BAP würden »jetzt wieder härter« daherkommen, die Phase des experimentierfreudigen Art Rocks sei quasi vorbei, weswegen man auch keinen Keyboarder mehr brauche, nur Gitarre, Bass, Schlagzeug, wie die Stones, wie der Boss. Im übrigen fände er auch nicht alles gut, was die Regierung macht, aber da müsse Deutschland jetzt durch. Oder so.

Wer mir übrigens sagen kann, mit welchem topunsympathischen Spritzen-Sportler Sheryl Crow derzeit »zusammen« ist, der gewinnt auch noch eine Maxi von Christina Aguilera. Und wer mir sagen kann, von welchem Christina-Aguilera-Hit ich eine Maxi besitze, der kriegt auch noch "Cry me a river" von Justin Timberlake drauf. (Is ja wie auffem Fischmarkt hier!)

Einsendeschluß: Sonntag, 25.1.04, 24 Uhr.

Link   |   13 Kommentare   |   jetzt kommentieren





pixel

Schwerinensien V

Wenn man seit mehreren Jahrzehnten Sportseiten frisst, gibt es keine Formulierung, die man nicht schon von weitem am Geruch erkennt.

Meint man. Dann zieht man nach Schwerin und lernt den Sportteil der »Schweriner Volkszeitung« kennen.

Dort gibt es einen Redakteur, der in das Verb »scharf nachwaschen« verliebt ist. Wenn ein Handballer von Post Schwerin ein Tor wirft und gleich danach noch eines, dann hat er »scharf nachgewaschen«.

Manchmal wird Lyrik draus. Beim Hallenfußballturnier schuf unser Mann kürzlich den Satz: »Tjikuzu wusch scharf nach.« Man beachte das virtuos angewandte u/a-Schema!

Link   |   7 Kommentare   |   jetzt kommentieren





pixel

The Campaign Desk, Weblog der Columbia Journalism Review zur Berichterstattung über den Präsidentschaftswahlkampf in den USA.

Link   |   unkommentiert   |   jetzt kommentieren





pixel

The Return Of Flank Sinatla & Rogel Moole

Hat irgendwer von euch da draussen vielleicht die Handynummer der Hauptdarstellerin?

Link   |   12 Kommentare   |   jetzt kommentieren





pixel

Flank Sinatla & Rogel Moole

...and the Oscar for

Die-witzigste-Szene-an-der-eine-Prostituierte-beteiligt ist,

geht an: »Rost In Transration«.

Link   |   unkommentiert   |   jetzt kommentieren





pixel

Gefechtserfahrung

Seit Tagen sind die Feuilletons voll von den Zivi-Erinnerungen ehemals zivildienstleistender Redakteure, und wie immer möchte ich mich, wenngleich kein Redakteur, den Feuilletons anschließen: Ja, auch ich habe während meines Zivildienstes wertvolle Erfahrungen gesammelt, die ich nicht missen möchte!

Auf einmal ging alles sehr schnell. Kollege Bessmann hatte gerade den Wagen an der roten Ampel gestoppt, als sich plötzlich die Türen des vor uns stehenden Golfs öffneten. Zwei junge Männer sprangen heraus. Ich wusste, was passieren würde. »Los, Zentralverriegelung!«, rief ich. Hektisch griff ich nach hinten und kramte im Rückraum des Wagens. Die Männer standen bereits vor uns. Sie holten aus und —platsch!— zerplatzten zwei Yoghurt-Packungen auf unserer Windschutzscheibe. »Die Arschlöcher«, schrie Bessmann und schaltete den Scheibenwischer ein, der den Kleister kreuz und quer über die Scheibe schmierte, bis wir schließlich erkennen konnten, dass die Angreifer wieder in ihren Wagen gesprungen waren und losfuhren. Die Ampel stand auf grün. Alle fuhren, bloß wir nicht. Ich hatte derweil gefunden, wonach ich gesucht hatte. »Hab' einen«, rief ich, »Bessmann, gib Gas!«

Bessmann ließ die Reifen quitschen. Es ging rauf auf die Hochstraße, und jetzt zahlte sich endlich einmal aus, dass wir die Überlandtour fuhren: Die Tour war unbeliebt, weil sie länger war als alle anderen, aber dafür hatten wir den Turbo-Diesel. Bessmann überholte spielend, während ich das Beifahrerfenster herunterkurbelte. Nur einen Augenblick später zerbarst ein Schoko-Pudding von Puddis, einer Marke, die wir seltsamerweise immer in kyrilischer Beschriftung geliefert bekamen, oben links auf der Windschutzscheibe des gegnerischen Golfs. Ein zweiter klatschte auf die Essen auf Rädern-Werbetafel. »Ja, noch einen!«, rief Bessmann, dessen Laune sich augenblicklich gebessert hatte. »Nix, wir hauen ab«, beschied ich, zufrieden mein Werk im Rückspiegel betrachtend. Schließlich wurde ich gern als Stimme der Vernunft den eher unverlässigen Fahrern zugeteilt. Aufgrund meines gesetzten Alters und eines abgeschlossenen Universitätsstudiums galt ich als Respektsperson. Die Kollegen im Golf hatten genug, entschied ich.

Wegen eines angeblichen Nierenschadens, den außer dem Kreiswehrersatzamt niemand (und später auch dieses selbst nicht mehr) wiederfinden konnte, gelangte ich erst mit etlichen Jahren Verspätung zu Essen auf Rädern. Was ich nicht wusste: Diese ruhmreiche Einrichtung, die sich den konsequenten Vitaminentzug unserer greisen Bevölkerung mittels Lieferung erkalteter Speisen auf die Fahnen geschrieben hat, ist die erste Anlaufstelle für die Autonarren (vulgo: die Bekloppten) unter den Kasernatsverweigerern. Was die einschlägigen Gewissensgründe betrifft, beweisen die Essenausfahrer jeden Tag auf's neue, dass sie keine Probleme damit hätten, mit einem Panzer ganze Dörfer plattzuwalzen, und seien es bewohnte. Eine These, die sich durch die innerbetriebliche Unfallstatistik jederzeit eindrucksvoll belegen ließe. Von den Yoghurt-Schlachten auf offener Straße ganz zu schweigen.

Vom Dienststellenleiter wurde ich nicht nur schnell als dufte Respektsperson, sondern auch als Intellektueller ausgemacht, was bedeutete, dass ich gelegentlich die festangestellten Kolleginnen im Büro unterstützen durfte. Dort beruhigte ich nicht nur alte Damen am Telefon, die sich Sorgen wegen der kyrillischen Zeichen auf dem Nachtisch machten (»Nein, Frau W., der Russe ist nicht da. Noch nicht«), sondern nahm auch die regelmäßigen Beschwerden aufgebrachter Verkehrsteilnehmer entgegen und versprach, die gemeldeten Übeltäter einer gerechten und vor allem harten Strafe zuzuführen. Erst der fortgesetzte Verzicht hierauf freilich begründete meinen Status als Respektsperson — dies und die Tatsache, dass ich den Schlüssel für die Kühlkammer verwaltete, in der verbotene Extraportionen lockten sowie streng wissenschaftliche Panik-Experimente durchgeführt werden konnten.

Meinen Zivildienst hatte ich fast vergessen, bis ich kürzlich von einem Offizier der Reserve, der sich außerhalb der Kriegszeiten als hohes Mitglied der deutschen Rechtsprechung durchschlagen muss, schneidig gefragt wurde, ob ich denn wohl jedient hätte. »Natürlich«, antwortete ich ihm zackig, »bei Essen auf Rädern!« Ich bezweifle, dass seine Gefechtserfahrung nennenswert an meine heranreicht.

Wie kann man das alles bloß kommenden Generationen vorenthalten wollen?

Link   |   5 Kommentare   |   jetzt kommentieren





pixel

Schwerinensien IV

Der Expertentipp »Medizin & Gesundheit« in der Schweriner Volkszeitung: »Gönnen Sie Ihrer Leber öfter alkoholfreie Phasen«. So ist das hier in Schwerin, Schlafes Schwester!

Link   |   1 Kommentar   |   jetzt kommentieren





pixel

Hinter allem da draußen steckt Christoph Schlingensief. Das ist die einzig verbliebene logische Erklärung. Schaut Euch nur um. Der ganze Unfug, eine klare krakelige Handschrift. Christoph Schlingensief.

Und das ist bei weitem kein Trost.

Link   |   6 Kommentare   |   jetzt kommentieren





pixel

Die Leaugique der Blumento-Pferde

In dem Krimi »Süden und der Luftgitarrist« (Friedrich Ani) findet sich der folgende Dialog:

Ich zog meinen kleinen karierten Spiralblock aus der Hemdtasche und notierte den Namen.
»The Knightfish.«
»Bitte?«, sagte ich.
»Unter Knightfish tret ich auf.«
»Nachtfisch?«
Jemand gab einen kehligen Laut der Belustigung von sich, ohne dass das Gesicht davon profitierte. Ich hatte nicht aufgepasst, wer es war.
»Night heißt Ritter«, sagte Ingo.

Aussterbende Berufe: Scherenschleifer, Glasmacher, Lektor.

Ich finde übrigens die Tabor-Süden-Reihe von Friedrich Ani a weng überschätzt. Zwei Einschränkungen: Das Milieu der Luftgitarristen, das Ani im vorliegenden Fall mit höchstem Respekt und beachtlicher Detailkenntnis vorführt, war schon lange mal eine Würdigung wert. Wie die Polizisten zu Beginn im dunklen Münchner "Substanz" einen Trupp bleicher Luftgitarristen verhören, ohne daß deren Gesichter auch nur im mindesten davon profitieren - das ist schön. Ich, jedenfalls, will jetzt nach Oulu. Außerdem: Das Liebespaar heißt Tabor Süden & Sonja Feyerabend.

•••••

Aus einem anderen Krimi (irgendwas Skandinavisches):

»Wenn Sie in Singapur ankommen, wird sich ein Sergeant Ng - das spricht man Endschi - mit Ihnen in Verbindung setzen.«

Gebe zu: Man muß ein bißchen drüber nachdenken, bis man es lustig findet.

•••••

In einer der 4 765 212 Geschichten, mit denen sich die Seriöspresse - zweifellos ein schwarzer Schimmel - über "Ich bin ein Star - holt mich hier raus!" mokiert, findet sich das Wort "Urinstinkte", das ich als "Urin-Stinkte" las. Mußte dann auch sehr schnell an Susan Stahnkes Darmspiegelungsdramolett denken.

Link   |   2 Kommentare   |   jetzt kommentieren





pixel

Also doch: Ölvorkommen auf dem Mars. Oder zählt der Mars jetzt zur Achse des Bösen?

Haha, sehr lustig: Witze über George Bush. Das Öl. Die Achse. Sehr originell, Herr Kutter. Geht's noch berechenbarer? Wird das jetzt ein Michael-Moore-Blogalike-Contest oder was?

Link   |   3 Kommentare   |   jetzt kommentieren





pixel

Ausführliches, allerdings vier Jahre altes Porträt über den »Simpsons«-Autor George Meyer im New Yorker.

Link   |   unkommentiert   |   jetzt kommentieren





pixel

Metallwand, allerneu

An diesem Montag verdanken wir dem Spiegel den dümmsten Vorspann und der Bild die schönste Bildunterschrift seit langem.

Der Vorspann geht so:

»Die Glasgower Band Franz Ferdinand wird von Musikkritikern als allerneueste Rock-Sensation gefeiert.«

»Neueste« hat nicht gereicht, weil der Spiegel-Schreiber dieses Attribut schon beim letzten Mal verbraucht hat. (Coming up: »meganeueste«.) Richtig eklig: Im Text macht er sich über den Hype in Großbritannien lustig...

Die Bildunterschrift steht unter einem Bild-Foto, das die Frau eines Fußballprofis zeigt, die sich nackt an eine Metallwand krallt:

»Katerina Ujfalusi (23) krallt sich nackt an eine Metallwand.«

Wenn man den dazugehörigen Text liest, ahnt man, warum selbst dem Bild-Bildunterschriftenklempner zu der jungen Dame nichts mehr eingefallen ist.

Link   |   9 Kommentare   |   jetzt kommentieren





pixel

»Die Bundesliga hat Angst vor mir«,

tönt es heute per Überschrift aus dem Sportteil der Bild, und hinter dem »mir« versteckt sich nicht etwa Uli Hoeneß oder das rätselhafte Erschöpfungssyndrom, sondern: Lothar Matthäus. Wieso Angst?, mag man sich augenreibend fragen, ist ihm eine teuflische Geheimwaffe in die Hände gefallen, eine Bundesliga-Vernichtungsmaschine vielleicht, von der wir alle nichts ahnten? Und so ähnlich verhält es sich tatsächlich: »Ich habe ihn während meines Dubai-Urlaubs getroffen«, erzählt Matthäus mit bemerkenswerter Freimütigkeit, wobei sich hinter dem »ihn« nicht etwa Osama Bin Laden verbirgt oder Günther »Ich hab' die Rechte« Netzer, auch nicht Stefan Effenberg, was eigentlich nahe gelegen hätte, sondern: Berti Vogts. »Er hat mir sogar seine Hilfe angeboten. Ich kann ihn anrufen und er schickt mir seine Konzepte.«

Link   |   unkommentiert   |   jetzt kommentieren





pixel

Schwerinensien III

Im Rahmen meiner Innovations....quatsch!: Informationsoffensive über Schwerin, die ich förmlich starten MUSSTE, weil der Kutter doch noch zu frisch in Schwerin ist, um das alles hier in seiner Komplexität zu durchdringen, möchte ich heute schier Unmögliches versuchen: zu erklären nämlich, was mich an ein paar Klängen fasziniert.

Ich wohne auf dem sogenannten Ostorfer Hals. Hinter dem Schweriner Schloß, das so spektakulär ist, wie man immer hört, gibt es eine Art Halbinsel, ebenjenen Ostorfer Hals. Die einzige Straße, die Schloßgartenallee, wird auf der einen Seite vom riesigen Schweriner See gerahmt und auf der anderen Seite vom kleineren Faulen See. Sie endet im Nichts, das heißt: eigentlich am NDR-Landesfunkhaus, was aus Gründen, die ich irgendwann mal aufzeigen werde, ziemlich dasselbe ist. Dahinter kommen der Zoo und der Zippendorfer Strand, worunter man sich getrost eine Art Schweriner Nizza vorstellen darf. Die Taxifahrer sagen, der Hals sei das bevorzugte Wohnviertel der SED-Bonzen gewesen.

Der Ostorfer Hals ist das einzige zwei Kilometer lange Stück urbanen Deutschlands, in dem man nichts kaufen kann. Nichts. Nada. Niente. Nullo. Nada. Kein Tchibo-Stehkaffee, keine Bäckerei. (Kundige werden Sponi's Schnitzelbude am Franzosenweg als Gegenargument einführen wollen, aber das können sie nicht ernst meinen.) Das bedeutet: Für jeden Liter Milch, jedes Brötchen muß ich mindestens halb um den Faulen See rum zur Esso. Die Folge: Im ersten halben Jahr meines Hierseins habe ich mir auf Jahre meine Hüftregion ruiniert, weil die fiesen Essos eine gutsortierte Weingummibar führen. (Außerdem glaube ich, daß Joey's/Deutschland die Hälfte seines Umsatzes auf dem Ostorfer Hals generiert.)

Ende der Vorrede.

Twice a week rollt ein Frischwarenkombi durch. Das klingt doch schon nach siebziger Jahre, oder? Könnt ihr euch an diese Dinger erinnern, die über die Dörfer tingelten, die mit den Fahrern, die immer ein bißchen aussahen wie Kinderfänger?

Meiner macht auf sich aufmerksam mit einer Fanfare. Die ist soooo schön: Eine aufsteigende Melodie, springbrunnig & sekundenkurz, die mich an das Glockenspiel in der Fußgängerzone Obernkirchens erinnert, der anderen großen deutschen Kapitale in meinem Leben. Jetzt das Besondere: Die Töne klingen, als seien sie von einem Siebziger-Jahre-Synthesizer mit Wolle umwickelt worden. (Ich respektiere jeden Einzelnen, der an dieser Stelle nicht mehr weiterliest.) Jedenfalls: Ich bin mir sicher, daß die Fanfare — anständig remixt und von Mousse T. mit einem Bumsbeat unterlegt — eine sichere Nr. 1 in Deutschland, Belgien und Estland gäbe. Wenn ich auf dem Sofa liege, um meinem Broterwerb nachzugehen, freue ich mich immer auf diese zauberische Hymne. Ich muß nicht erwähnen, daß ich noch nie was gekauft habe, weil ich immer zu spät in die Puschen komme, um den rollenden Laden zu erwischen, oder?

Der Kutter hat ja mit dem ihm eigenen Understatement freundlicherweise angedeutet, daß ich mit Kommpjutern eigentlich nicht so viel am Hut habe. Aber er stellt sich bestimmt irgendwann mal für mich an die Schloßgartenallee, bannt den Sirenengesang auf eines der ungezählten Speichermedien, die ihm zur Verfügung stellen und läßt euch über emm-pie-ßrie mithören. Sollten euch dann sehr blonde Frauen und sehr waschbrettbäuchige Männer zuhauf zulaufen, sagt nicht, ich hätte euch nicht gewarnt.

Link   |   1 Kommentar   |   jetzt kommentieren





pixel

[aus der To-Do-List:] Von »Hör mal, wer da hämmert« über »Do It Yourself — SOS« zum »Texas Chainsaw Massacre«: Studien zum Heimwerker-Sujet in Kunst und Unterhaltung.

Link   |   1 Kommentar   |   jetzt kommentieren





pixel

Schwerinensien II

Heidi Gesierich und DJ Hannes bei Absprachen für das Nikolausfest (und wir sprechen hier vom Nikolausfest der Dorfgemeinschaft Göhren in der dortigen Bushalle!)
Quelle: Schweriner Volkszeitung (Löser)


Hyper, hyper!

Link   |   6 Kommentare   |   jetzt kommentieren





pixel

Eine Klimaanlage, die sich nicht ausschalten lässt, in Einheit mit einem Fenster, das sich nicht öffnen lässt, sind eigentlich gute Gründe, die Begleichung der Hotel-Rechnung zu verweigern.

Insbesondere dann, wenn das Hotelpersonal durch Anweisung darin gehindert ist, den Misstand zu beseitigen. Ich verreise nicht mehr ohne mein kleines schweizer Klappwerkzeugwunder, um notwendige Anpassungen des Zimmers gleich selbst vornehmen zu können. Schiere Notwehr.

Link   |   unkommentiert   |   jetzt kommentieren





pixel

3 Links

»The ›Stop Motion Studies‹ are a series of experimental documentaries that chronicle my interaction with subway passengers in cities around the world. The aim of the project is to create an international character study based on the aspects of identity that emerge.« David Crawford, Stop Motion Studies.

*

Karen Lehrman, »The Decline of Fashion Photography. An Argument in Pictures«.

*

Drum Machine, Flash aus der Tokyoplastic-Schmiede.

Link   |   2 Kommentare   |   jetzt kommentieren





pixel

Geister abschütteln. Feiner Zug, das.

Link   |   6 Kommentare   |   jetzt kommentieren





pixel

It started with a Brudermord

Nu sagt doch mal selbst, liebe Leute, die ihr da in Beibooten rund um den Kutter paddelt: Was soll ich denn DAVON halten?!

Da bedrängt mich der Kutterkapitän - ein Mann übrigens, von dem einige schmutzigste Geheimnisse zu enthüllen ich künftig nicht hintanstehen werde - über Jahre, so Sachen in sein Logbuch reinzuschreiben...und dann das:

Von Borussia MönchengladbUch! , schreibt er. Man möchte es fast ein Versehen nennen, wüsste man nicht genau, daß zwischen seinem Verein und meinem Verein der dritte Absteiger ausgeschossen werden wird und er deswegen keine Gelegenheit auslässt, den Samen der Verunsicherung zu pflanzen.

Link   |   7 Kommentare   |   jetzt kommentieren





pixel

Schwerinensien I

Wenn man nach langen Jahren des Weichekontaktlinsentragens die Dinger nicht mehr verträgt und auf dem Weg zu seinem Optiker durch die Puschkinstraße schlurft, nachdenklich und ein wenig erschrocken, weil: was wollen mir meine Augen DAMIT sagen?, mag man dann einen Werbereiter vor dem Optiker lesen, der sagt: 70 Prozent weniger Hornhaut in 21 Tagen!?

Neinnein, mag man nicht.

Aber gottseidank merkt man beim Näherkommen, daß der Werbereiter zum benachbarten Orthopädiefachgeschäft gehört.

Link   |   1 Kommentar   |   jetzt kommentieren












Quelle: http://Kutter.dev.antville.org/

 
Quelle: http://Kutter.dev.antville.org/
Februar 2017
MoDiMiDoFrSaSo
12345
6789101112
13141516171819
20212223242526
2728
Juni

Quelle: http://Kutter.dev.antville.org/

2015
» Juni 2015

2014
» November 2014
» Juni 2014

2013
» November 2013
» August 2013
» Januar 2013

2012
» November 2012
» Oktober 2012
» April 2012
» Februar 2012
» Januar 2012

2011
» Dezember 2011
» November 2011
» Oktober 2011
» September 2011
» Juli 2011
» Juni 2011
» Mai 2011
» April 2011
» März 2011
» Februar 2011
» Januar 2011

2010
» Dezember 2010
» November 2010
» Oktober 2010
» September 2010
» August2010
» Juli 2010
» Juni 2010
» Mai 2010
» April 2010
» März2010
» Februar 2010
» Januar 2010

2009
» Dezember 2009
» November 2009
» Oktober 2009
» September 2009
» August 2009
» Juli 2009
» Juni 2009
» Mai 2009
» April 2009
» März 2009
» Februar 2009
» Januar 2009

2008
» Dezember 2008
» November 2008
» Oktober 2008
» September 2008
» August 2008
» Juli 2008
» Juni 2008
» Mai 2008
» April 2008
» Februar 2008
» Januar 2008

2007
» September 2007
» August 2007
» Juli 2007
» Juni 2007
» Mai 2007
» April 2007
» Februar 2007
» Januar 2007

2006
» Oktober 2006
» September 2006
» Juni 2006
» Mai 2006
» April 2006
» Februar 2006
» Januar 2006

2005
» Dezember 2005
» November 2005
» Oktober 2005
» September 2005
» Juni 2005
» Mai 2005
» April 2005
» März 2005
» Februar 2005
» Januar 2005

2004
» Dezember 2004
» November 2004
» Oktober 2004
» September 2004
» August 2004
» Juli 2004
» Juni 2004
» Mai 2004
» April 2004
» März 2004
» Februar 2004
» Januar 2004

2003
» Dezember 2003
» November 2003
» Oktober 2003
» September 2003
» August 2003
» Juli 2003
» Juni 2003
» Mai 2003
» April 2003
» März 2003
» Februar 2003
» Januar 2003

2002
» Dezember 2002
» November 2002
» Oktober 2002
» September 2002
» August 2002
» Juli 2002
» Juni 2002
» Mai 2002
» April 2002
» März 2002
» Februar 2002

2001
» Dezember 2001







pixel

© 2001-2016 Der Kutter.