Dichtheit & Wahrung. Hervorgegangen aus Der Kutter. Verdrängung ist, was uns über Wasser hält. http://kutter.antville.org/
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Das große Glitschen

Früher, als ich noch ein Weblog führte, war ich glücklich, wusste es aber noch nicht. Heute, wenn ich mal Gedankengang habe oder etwas passiert, glimmt da gelegentlich dieser Impuls auf: Wenn ich jetzt ein Weblog hätte, ich würde das aufschreiben.

Jedoch: Versuchen Sie mal einen klaren Gedanken zu fassen oder gar zu formulieren, wenn Ihnen morgens um 7 Uhr einer den großen Absaugschlauch ans Hinterkopfgewinde anschließt und mit Verweis auf gewisse vertragliche Vereinbarungen damit anfängt, alles, was da so sprudelt und gluckert, abzupumpen, so dass Ihnen abends um 23 Uhr, wenn der Schlauch wieder abgeschraubt und eingerollt wird, nichts anderes übrig bleibt, als vom Nachhall des Pumpenaggregats betäubt in einen unruhigen Schlaf zu schrammen.

Das ist wahrlich kein Spaß, denke ich mir, es ist mir aber eigentlich gleich, weil ich hier natürlich nicht aus eigener Erfahrung sprechen kann. Ich lebe ja insgesamt und insbesondere ein arg beschauliches Leben und beschäftige mich vornehmlich mit Dingen, von denen meine Mutter einst sehr zutreffend sagte, dass das ja nun wahrlich keine richtige Arbeit sei. Vor allem wenn man bedenkt, dass Arbeit heute ganz offensichtlich darin besteht, sich mit einem Notebook in einer Kaffeebrutzelbude einzurichten und den Studentinnen hinterherzugucken. Wahlweise nennt man das auch Projekt, habe ich mir sagen lassen. Ich hingegen habe mein Notebook das letzte Mal im Frühjahr 2005 vom Schreibtisch weggenommen, als ich damals umgezogen bin.

Kürzlich bin ich mit ausgewählten Teilen der Anverwandtschaft für einige Tage in ein Hotel verschwunden. Es war empfohlen, im Internet hinreichend beschaut und anschließend gebucht worden. Die Route war geplant, ein Stapel Stullen geschmiert und die Reise begonnen worden. Dann bogen wir am Zielort um die Ecke, ich sah das Hotel von weitem, und da wurde mir schlaggleich klar: Ich war hier schon mal. Drei Jahre vorher. Ich hatte keine Erinnerung mehr daran gehabt, diesen Landstrich, diesen Ort, dieses Hotel je betreten zu haben. Bis zu diesem Zeitpunkt des neuerlichen Eintreffens, als mir einfiel, dass ich mir damals ein Prospekt eingesteckt hatte, weil ich dachte: Dies ist der perfekte Ort, um mit Teilen der Anverwandtschaft mal für einige Tage zu verschwinden. Nach der Rückkehr fand ich das Prospekt wie erwartet im Hängeregister "Reisen".

Was will ich damit sagen? Was ich damit sagen will, ist dies: Es glitscht uns alles zwischen den Fingern weg. Wir können zwar versuchen, das irgendwie aufzuhalten. Es gibt Gemüse, das die Soße vom Teller aufnimmt, damit das Fett nicht über die Spülmaschine ins Grundwasser gelangt. Die Menschen werden immer dicker, weil so viel Fett im Grundwasser ist. Und es gibt Weblogs, in die wir Dinge schreiben, damit diese Dinge kein anderweitiges Eigenleben entwickeln, von dem keiner sagen kann, wo es hinführt. Denn die Dinge, und das ist das einzige von Belang, was ich (neben dem Begriff Wupptizität) je gelernt habe, sind unberechenbar in jeder außer in dieser einen Hinsicht: Letztlich glitscht einem immer alles weg. Nehmen Sie's nicht zu persönlich, es hat nichts mit Ihnen zu tun. Wie Sie dazu stehen, ist dingperspektivisch betrachtet vollkommen wumpe.

Das ist es, verehrte Entitäten, geschätzte Umstehende, liebe Mitlesende, was ich Ihnen in all den Jahren mit auf den Weg geben wollte. Es wird Ihnen nicht immer klar gewesen sein. Das lag dann an meinem eigenen beträchtlichen Unvermögen, mich hier begreiflich zu machen. Es ist auch mir nicht immer klar gewesen, und das würde ich dann im Gegenzug gern Ihrem Unvermögen anlasten. Machen Sie sich nichts daraus: Auch das ist dingperspektivisch gesehen letztlich vollumfänglich wumpe. Verdrängung ist, was uns über Wasser hält. Sagen Sie nicht, ich hätte es Ihnen nicht gesagt.




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tobi  |  8. Januar 2008 19:15:36 MEZ

Ich versteh nich ganz: Sie haben kein Weblog mehr?


 
kutter  |  11. Januar 2008 20:25:14 MEZ

Kann man ein Weblog haben, oder hat das Weblog nicht eher einen?





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schmerles  |  8. Januar 2008 19:24:49 MEZ

Von allen, die mit dem Anspruch ins blog zu schreiben antreten, sind Sie der Beste, obwohl Sie ja nicht mal eines haben.


 
kutter  |  11. Januar 2008 20:26:10 MEZ

Die gesellschaftlichen Konventionen sehen vor, dass ich Ihnen an dieser Stelle voll falscher Bescheidenheit widerspreche.





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annakarin  |  9. Januar 2008 04:01:38 MEZ

Hey, come back!!!


 
kutter  |  11. Januar 2008 20:31:43 MEZ

New Hampshire made Kutter the Comeback Kid





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josator  |  11. Januar 2008 08:34:24 MEZ

geruehrt und nicht ...

So ein schøner Text. Sogar ein paar kleine Trænchen hatte ich vor Ruehrung im Augenwinkel zerdrueckt - schliesslich weint man ja nicht auf Arbeit.


 
kutter  |  11. Januar 2008 20:34:33 MEZ

Deutsche singen bei der Arbeit. Herzliche Grüße, und danke. Und wir wollen Eure Gastfreundschaft bald wieder in Anspruch nehmen.















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