Dichtheit & Wahrung. Hervorgegangen aus Der Kutter. Verdrängung ist, was uns über Wasser hält. http://kutter.antville.org/
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» LUX Luxemburg
Beitrag von Luxpark Luxemburg | 23.10.18 21:35
» P3 Parkplatz Flughafen Weeze
Beitrag von Parkplatzvergleich | 22.09.18 11:55
» kein Hund erwähnt
Beitrag von bubo | 15.08.18 16:31
» im grunde isses skandalös
Beitrag von kleinzwolferl | 28.02.17 21:11
» Ich denke, dass das Bloggen...
Beitrag von gHack | 28.02.17 20:39
» Das stimmt. Ich habe es...
Beitrag von kutter | 27.02.17 17:57
» Hm.
Beitrag von gHack | 27.02.17 15:48
» Yay, das sieht sehr fein...
Beitrag von kutter | 11.04.16 08:16
» Very fab, Mr. Tobi, Sir.
Beitrag von gHack | 09.04.16 14:07
» Das mit den Zeilenlängen war...
Beitrag von tobi | 09.04.16 14:04

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Super-Tuesday-Selbstkritik

New Mexico, immer wieder New Mexico. In New Mexico zählen sie immer noch, und bei den Demokraten ist das Rennen so knapp, dass sich noch immer kein Sieger feststellen lässt. Ansonsten aber ist die Super-Tuesday-Bilanz klar, und damit wir auch hier einen Schlusstrich ziehen können, gebe ich NM - dank des aktuellen, vorwiegend im 2. Congressional District herausgefahrenen 1.100-Stimmen-Vorsprungs, jetzt einfach an Hillary. So wird das gemacht, CNN!

40 Rennen wurden hier getippt: 21 demokratische und 19 republikanische Vorwahlen und Caucuses. Exakt 30 Prognosen waren richtig, 10 waren falsch. Das bedeutet eine Trefferquote von 75 Prozent - kein schlechtes, aber auch kein besonders gutes Ergebnis. Mehr Mittelmaß als wir hier zu akzeptieren bereit sind. Womöglich muss also weitergetippt werden, um die Quote aufzuhübschen. Wie konnte das passieren? 3 Gründe:

(1) Sechs demokratische Rennen wurden falsch getippt. Fünf davon hatte ich Hillary zugeschlagen, gingen aber am Ende zugunsten von Obama aus. Schwacher Trost: Drei davon hatte ich zuvor als äußerst knapp eingeschätzt, eines nur geraten - aber dennoch. Ich habe Obama nach Iowa nicht über- und nach New Hampshire nicht unterschätzt. Aber vor dem Super Tuesday habe ich ihn deutlich unterschätzt, insbesondere seine Fähigkeit, in allen Ecken des Landes Mehrheiten zu gewinnen. Ich war mir sicher, dass er aufgrund der proportionalen Delegiertenverteilung mit einer Reihe achtbarer zweiter Plätze im Rennen bleiben würde. Gleiches gilt nun für Hillary. In einem wichtigen Punkt habe ich Obama aber überschätzt:

(2) In Kalifornien hatte ich ein knappes Rennen vorhergesehen und auf Obama gesetzt, obwohl ich es irgendwie besser wusste. Alle Erfahrung sprach eigentlich für Hillary, aber ich witterte eine Sensation. Eine Bauchentscheidung, aber nicht nur: Fast überall war ein knappes Rennen prognostiziert worden, nur war es am Ende alles andere als das. Hier ging wohl das Wunschdenken mit mir durch. Nun könnte man sagen: War ja nur ein Staat, einer von 21. Aber es war der wichtigste Staat, den man gewinnen oder verlieren konnte. Schmerzlich für Obama, so wie der Sieg Hillarys in Massachusetts süß war. Da lag ich wenigstens mal richtig.

(3) Bei den Republikanern habe ich - analog zu Obama - Mike Huckabee unterschätzt. Mehr als Arkansas hatte ich ihm nicht zugetraut. Drei meiner vier falsch prognostizierten republikanischen Rennen waren Huckabee-Siege gegen den von mir gesetzten McCain.

Was das Rennen um die Delegierten angeht, liegt Hillary knapp, aber nicht uneinholbar vorn. Es gibt unterschiedliche Zählweisen, was grob gesagt auf komplizierte Verteilungsschlüssel und sogenannte Superdelegierte zurückzuführen ist, die dem Wählervotum nicht unterworfen sind. Trotz der Schlappe in Kalifornien steht Obama besser denn je im Rennen. Während er Fundraising-Rekorde aufstellt (und ausposaunen lässt), schießt Hillary nun privates Geld in ihre Kampagne. Ich hätte eigentlich erwartet, dass das Privatvermögen der Eheleute Clinton für Anwälte draufgegangen ist, aber wer weiß. Die Staaten, die jetzt in die Verlosung kommen, sind offen in beide Richtungen, in einigen finden Caucusses statt, was Obama liegt. Es wird spannend zu beobachten, welche Dynamik das Rennen nimmt. Momentum, diesen großen Fetisch und Götzen der amerikanischen Politik, können beide, Obama wie Clinton, für sich beanspruchen. Gewinner des Expectation Games ist aber eindeutig Obama. Er ist der Mann für die Überraschungen im Rennen und hat nun auch seine Electability unter Beweis gestellt.

Delegate
Count
Clinton
Obama
CNN
823
741
CQ Politics
872
793
New York Times
892
716
Los Angeles Times
1045
960
ABC
1069
988
CBS
1066
996

Bei den Republikanern liegt die Spannung im Rennen um Platz 2. Romney würde ich noch nicht abschreiben, aber nach meinen Erfahrungen mit Huckabee wäre ich jetzt mittlerweile vorsichtig, überhaupt noch irgendwen abzuschreiben. Wer weiß, vielleicht kommt ja noch Ron Paul? Scherz. << Nachtrag: Und schon schmeißt Romney die Brocken hin. >> Spannender ist da schon eher die Frage, wen McCain als Running Mate auswählt. Die Entscheidung wird noch eine Weile auf sich warten lassen, und inwiefern er sich dabei am Ausgang der Primaries orientieren wird, ist offen. Ich würde den Einfluss nicht überschätzen. Allerdings hat er nach der Convention auch noch eine Partei zu einen.

Weiteres Ergebnis der Wahlnacht: Twitter saugt. Ich kann damit nichts anfangen. Ich find ja schon Bloggen seltsam, immer noch nach all den Jahren. Aber twittern? Liegt mir nicht.














Quelle: http://Kutter.dev.antville.org/

 
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