Dichtheit & Wahrung. Hervorgegangen aus Der Kutter. Verdrängung ist, was uns über Wasser hält. http://kutter.antville.org/
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» im grunde isses skandalös
Beitrag von kleinzwolferl | 28.02.17 21:11
» Ich denke, dass das Bloggen...
Beitrag von gHack | 28.02.17 20:39
» Das stimmt. Ich habe es...
Beitrag von kutter | 27.02.17 17:57
» Hm.
Beitrag von gHack | 27.02.17 15:48
» Yay, das sieht sehr fein...
Beitrag von kutter | 11.04.16 08:16
» Very fab, Mr. Tobi, Sir.
Beitrag von gHack | 09.04.16 14:07
» Das mit den Zeilenlängen war...
Beitrag von tobi | 09.04.16 14:04
» OK, ich seh’s. Werd’s mir...
Beitrag von tobi | 08.04.16 23:35
» Teils, teils. Die Mac-Browser sind...
Beitrag von kutter | 08.04.16 11:39
» jeweils neueste Versionen von FF...
Beitrag von tobi | 04.04.16 15:35

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Ein Jahr danach: Die Nordischen Filmtage Lübeck 2009

[Disclaimer aus der Zukunft: Das ist mir auch noch nicht passiert. Wie in jedem Jahr habe ich mir auch während der Nordischen Filmtage Lübeck 2009 (4.-8. November) wieder einige Notizen gemacht, dann aber schlichtweg vergessen, sie zu einem Blogbeitrag auszuformulieren. Dank meines ausgezeichneten Archivs bin ich heute aber in der Lage, meine damaligen Notizen zu rekonstruieren und hiermit nachträglich, aber rückdatiert zu veröffentlichen. Nachträglich heißt: Während ich dies schreibe, schreiben wir den 13.11.2010, aber ich datiere alles zurück auf den 15.12.2009, ein Datum, an dem eine Veröffentlichung angemessen gewesen wäre. Lesen Sie nun also prämortem aus meinem Nachlass mein Sichtunsprotokoll der Nordischen Filmtage 2009.]

Wenn man etwas gutes über den Eröffnungsfilm, »Appelsinpiken« (»Das Orangenmädchen«, Norwegen 2009 von Eva Dahr), sagen möchte, dann vielleicht dies: Das norwegische Kino schafft es, selbst einer Geschichte auf Degeto-Schmonz-Niveau noch so etwas wie eine Andeutung von Wahrhaftigkeit und Tiefenschärfe zu geben. Aber der Film basiert auf einer Erzählung des unerträglichen Schmalzschädels Jostein Gaarder, die örtliche Presse preist etwas ratlos die »vortrefflichen Landschaftsaufnahmen«, und dabei sollten wir es auch belassen. Sollte dieser Film in die deutschen Kinos kommen, und das steht zu befürchten, wählen Sie bitte den Saal links daneben.

Eine düstere Zukunftsvision über das Europa im Jahre 2024 bringt der schwedische Animationsfilm »Metropia« (Schweden 2009 von Tarik Saleh), ein beherztes Plädoyer gegen die Privatisierung des öffentlichen Personennahverkehrs sowie eine kritische Auseinandersetzung mit der Wirkung von Anti-Schuppen-Shampoo. Ich bin kein Freund dieser Science-Fiction-Szenarien, aber visuell ist dieser Film ein Ereignis: ausgewaschene Farben, großartige Bilder, eine etwas gewöhnungsbedürftige Animation der Charaktere. Mir gefallen vor allem, wie meistens, die Stadtansichten. Und so erfahren wir auch, dass auch im Jahr 2024 die Bahnsteigüberdachung am Berliner Hauptbahnhof immer noch in der von Hartwig Mehdorn gekappten Stummel- und Sparversion weiterbesteht, obwohl Meinhard von Gerkan die restlichen Materialien bekanntlich in seiner Garage lagert.

»Headhunter« (Dänemark 2009 von Nils Malmros) ist wieder einer dieser unglaublich routinierten, unglaublich kühl konstruierten und unglaublich effizient erzählten dänischen Politthriller, in diesem Falle eher ein Wirtschaftsthriller, der sich um ein Containerlogistikunternehmen dreht, das stark an Mærsk erinnert. Dankenswerterweise mal ohne Anders W. Berthelsen, statt dessen mit Lars Mikkelsen in der Hauptrolle (ja genau, dem Bruder von Mads). Die genretypische Verknüpfung von privater und Verschwörungsebene ist mir ein wenig zu grobschlächtig ausgeführt. Aber ansonsten ein einwandfreier, packender Wirtschaftskrimi.

»Broderskab« (»Bruderschaft«, Dänemark 2009 von Nicolo Donato) ist ein Film, der sich zwar etwas schwer damit tut, zu erklären, wieso ausgerechnet seine nicht ganz dumme und eher unangepasste Hauptfigur ausgerechnet in die Neonazi-Szene eintaucht, der dafür aber umso genauer zeigt, welchen Reiz diese Szene auf ihn ausübt, nachdem er sich dort erst einmal etabliert hat. Nachdem er sich allerdings in einen »Kameraden« verliebt, fällt es nicht schwer sich vorzustellen, in welche Richtung das Unheil seinen Lauf nimmt. Nicht sehr überraschendes, aber intensives dänisches Filmhandwerk, bei dem man auch nicht auf den obligatorischen Nicolas Bro verzichten muss. Nach dem Screening besteht Regisseur Nicolo Donato darauf, einen Liebes- und keinen politischen Film gedreht zu haben, junge Damen aus dem Publikum versuchen, ihm das Gegenteil nachzuweisen. Bekenntnishunger überall.

In »Upperdog« (Norwegen 2009 von Sara Johnsen) trifft ein armes Migrantenmädchen auf den schnöseligen Adoptivsohn einer reichen Osloer Familie, in deren Haus sie putzt - und der sich bald als ihr Bruder herausstellt. Dass sich aus dieser verqueren Kombination dennoch eine gute Filmerzählung entwickelt, liegt an der Zeichnung der Charaktere, die insbesondere dem »verlorenen Bruder« eine atemberaubende Schamlosigkeit erlaubt. Dass nebenbei auch noch die Afghanistan-Traumata eines norwegischen Soldaten verarbeitet werden müssen, kann dem Film erstaunlicherweise auch nichts anhaben.

»Goryachiye Nvosti« (»Die Nachrichtenmacher«, Russland 2009 von Anders Banke) ist ein krachender Sondereinheits-Action-Reisser aus Russland mit einer interessanten kleinen Abweichung vom Klischee: »Heldin« ist eine PR-Beraterin, die den Endkampf der Polizei gegen eine Verbrecherbande in einen inszenierten Fernsehkrieg verwandelt. Doch Story und Machart sind derart plump und hölzern, dass das ganze eher an Massenware aus dem Hong Kong-Kino erinnert.

Der Dokumentarfilm »Aldi - Die Mutter aller Discounter« (Deutschland 2009 von Rasmus Gerlach) vergibt gleich mehrere Chancen, sich kritisch mit dem Supermarkt-Riesen auseinanderzusetzen. Keine stringente Erzählung, eine ebenso unergiebige wie inkonsequente Erzählperspektive, keine klare Argumentation, statt dessen viel zielloses Gerede etwas unfokussierter Gewerkschaftssenioren, allerhand Ressentiments und wohl eher assoziativ, um nicht zu sagen: wahllos montierte Eindrücke und Exkurse, zwischen denen die wenigen starken Interviewszenen mit Beschäftigten leider untergehen. Nach der Vorführung erzählt der sichtlich von sich selbst und seinem »bislang professionellsten« Film angetane Regisseur Rasmus Gerlach, dass er mal Tür an Tür mit Günter Wallraff gewohnt habe, der ja »sehr reich« sei. Dass der Theo Albrecht sehr reich sei, wird im Film ungefähr 148mal erwähnt. Kraut und Rüben, mal nicht in Cellophan verschweisst, sondern auf Celluloid begraben.

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[Für's Protokoll: Mein Sichtungsplan verzeichnet außerdem meine Teilnahme am Eröffnungsempfang, am Nordischen Empfang, an der Filmschuppen-Party und an der Filmpreisnacht sowie am Drehbuch-Workshop u.a. mit den äußerst sümphatischen Arne Sommer und Steen Bille.]














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