Dichtheit & Wahrung. Hervorgegangen aus Der Kutter. Verdrängung ist, was uns über Wasser hält. http://kutter.antville.org/
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»El Mariachi«

Robert Rodriguez' El Mariachi

und »Desperado« verbieten? Angesichts aktueller Ereignisse verblüfft der Fernsehratgeber (er ist wieder da!) mit einer prägnanten Schlussfolgerung.




Quelle: http://Kutter.dev.antville.org/

Irene  |  14. Juli 2002 20:18:23 MESZ

(Das sagte er schon mal.)

Ich habe manchmal den Eindruck, daß über all dem regelmäßigen Spott über eventuelle Zensurforderungen und die ständige Beteuerung, gewaltverherrlichende Spiele führten in keinem Fall zu realer Gewalt, die Frage nach den Ursachen für extreme Gewalt untergeht. Will überhaupt jemand wissen, was in den Familien der jeweiligen Täter los war, in der Kindheit und in der Gegenwart? Will jemand wissen, warum die Täter fast immer Männer sind, und was das eventuell mit dem "normalen" Bild von Männlichkeit (Stärke, Dominanz, Kontrolle...) in unserer Gesellschaft zu tun haben könnte? Will jemand wirklich wissen, ob manche Tötungsspiele nicht vielleicht doch gewisse nachteilige Veränderungen bei den Spielern bewirken (oder umgekehrt ein Symptom dafür sind), auch wenn sie wohl kein unmittelbares Trainingsprogramm für Attentäter sind? Welcher Zusammenhang besteht z.B. zur Fähigkeit zu Empathie?

Im Internet entdecke ich da meist nur zwei Pole: die alles-sofort-verbieten-Konservativen und die garantiert-alles-hamlos-Männer, die sich gegenseitig beschuldigen. Dazwischen meist gähnende Leere. Dinge zu hinterfragen und dabei in mehrere Richtungen zu denken, und es auszuhalten, daß man dabei keine schnelle und griffige Erklärung findet, ist wohl einfach zu mühsam und macht nichts her....


 
fernsehratgeber  |  14. Juli 2002 21:45:53 MESZ

die lösung:

einfach "desperado" verbieten und statt dessen die urversion "el mariachi" gucken. bringt zwar keine lösung, widerspricht auch meiner freiheitsliebenden grundhaltung und bietet keine lösung in der gewalt-debatte - eröffnet aber ein neues streit-terrain, über das sich ebenso effektivlos debattieren lässt (wie verhält sich die ästhetik der cover-version mit der des originals).
also: solange sich keine lösung finden lässt, gebe ich mich vorerst damit zufrieden, die monokausalen argumentier-krieger zu entwaffnen. macht auch spaß.





Quelle: http://Kutter.dev.antville.org/

kutter  |  14. Juli 2002 22:30:14 MESZ

Die Nebenwirkungen der Freiheit

Ja, es ist in der Tat mühsam, und ich räume gerne ein: mir ist es auch zu mühsam. Ich bin weder kompetent noch zuständig dafür, Gewaltursachenforschung zu betreiben. Das sind nicht meine Fanggründe.

Die reflexhaft erhobenen Verbotsforderungen halte ich aber für sehr bedenklich. Ich finde, Daniel hat das schön karikiert, und ich finde, er trifft damit einen wichtigen Punkt. Auch wenn es keine originelle, sondern eine mittlerweile ziemlich abgeschabte Auffassung ist, so abgeschabt wie mein altes Cord-Sakko: Verbote ändern wirklich nichts. Und fehlende Verbote - gleich ob nun von Büchern, Filmen, Spielen - sind für sich noch kein Auslöser für Gewalt, jedenfalls kein alleiniger oder entscheidender, noch sind sie eine Rechtfertigung. (Ich habe hier ja vor kurzem über "Fahrenheit 451" geschrieben, und vielleicht lesen wir uns noch einmal den Vortrag durch, den Montag von seinem Feuerwehrhauptmann gehalten bekommt. Da erkennt man manches wieder.)

Wer eine Gewalttat begeht, hat sie selbst zu rechtfertigen, und ich bin ja sehr dafür, die verschiedensten Ursachen dafür zu beleuchten und zu berücksichtigen, gar keine Frage. Aber der Gesellschaft alles vorzuenthalten - und sei es nur vorsichtshalber und mit den besten Absichten -, was irgendeinen Einfluss auf irgendeinen verwirrten Kopf haben könnte, halte ich für gefährlich. Nicht nur deshalb, weil ich grundsätzlich den Leuten nicht traue, die sich dann sofort für zuständig und kompetent erklären, die Grenzen zu ziehen, sondern aus ganz prinzipiellen, banalen Gründen, die etwas mit Freiheit zu tun haben (die sich schwer mit solchen Grenzen verträgt). Es ist noch nicht so lange her, dass in Deutschland "Katz und Maus" von Günter Grass verboten werden sollte, weil eine darin enhaltene Masturbationsbeschreibung die deutsche Jugend sittlich verderben würde. Joyce war verboten, Buñuel war verboten. Ich erinnere mich auch an eine Zeit, als der Computer noch nicht weit in unser alltägliches Leben eingedrungen war und die vielen elterlichen Außenstehenden bereits das bloße Vor-dieser-Kiste-Sitzen für eine Gefahr für die jungen Leute und die Gesellschaft hielten. Und erst die Disco!

Ich habe "El Mariachi" sehr gemocht. Ich fand "Desperado" einen missglückten Abklatsch. Auch das ist nicht originell, aber wenn einer mit Verboten mich und andere daran hindern will, hier ein künstlerisches (oder auch vollkommen inkompetentes oder sinnloses) Urteil zu fällen oder mich einfach nur zu unterhalten, weil niemand weiß, wer die Filme noch alles gucken könnte, dann ist er nicht auf meiner Seite. Und komme mir keiner mit: "Das ist aber Unterhaltung, die über Leichen geht!" Ich weiß ja nicht, was den Mörder von John Lennon getrieben hat, aber ich will nicht ausschließen, dass es Beatles-Musik war. Wir sollten einfach die Menschen ein bisschen ernster nehmen und nicht die Kultur dämonisieren, die uns umgibt, die wir uns selbst schaffen und die zu uns von unserer Welt spricht.

Ich weiß selbst, dass es dagegen ungefähr 732 gute Einwände gibt. Menschen, die ich sehr schätze, vertreten sie sehr ernsthaft. Aber eine Lösung unserer Probleme, das wage ich zu behaupten, finden wir in dieser Debatte jedenfalls nicht.

(Mein Gott, habe ich gerade diese ganze Predigt aufgeschrieben? Tut mir leid, mir fehlte die Zeit, mich kurz zu fassen.)


 
katatonik  |  14. Juli 2002 23:38:22 MESZ

Nobelpreisträger

brauchen sich nicht kurz zu fassen. Bitte noch flugs drei Absätze anhängen.


 
kutter  |  14. Juli 2002 23:43:57 MESZ

Gnaaaaade!


(stolz herzeig)

Auch Träger der Nobelpreissocken brauchen Schlaf.


 
Irene  |  14. Juli 2002 23:55:47 MESZ

Wiedergefunden:

tvmut.antville.org

Und noch ein anderer Link, eben gefunden:
www.heise.de

Die Verbotsfoderung halte ich in vielen Fällen für eine Ausdruck von Hilflosigkeit. Man will das Gefühl haben, etwas gegen eine Sache zu unternehmen, was irgendwie mit der Tat in Zusammenhang steht, und das finde ich bis zu einem gewissen Grad durchaus verständlich. Auch wenn ich selbst der Ansicht bin, daß das der falsche Weg ist (mit ähnlichen Argumenten wie Du) und erwarte, daß Fachleute das ebenfalls kritisch sehen. (Manchmal erfolgt ja im Internet schon fast eine soziale Ächtung, wenn sich jemand für ein Verbot von irgendwas ausgesprochen hat - das ist mir zu selbstgerecht.)

Was die Ironisierung angeht, bin ich wohl heute nicht in Form dafür, aber ich verstehe inzwischen, was gemeint ist. Und so ausführliche Predigten mit Argumenten sind gar nicht schlecht , da gut verständlich. Predige also ruhig weiter, ich tu mir auch keinen Zwang an ;-)


 
kutter  |  14. Juli 2002 23:59:17 MESZ

Den Kutter auf Grund gesetzt

Ich weiß nicht, ob die soziale Ächtung von Verboten ein besonderes Phänomen im Internet (was immer das ist) ist. Ich berufe mich da gern auf's Grundgesetz, das sagt: Eine Zensur findet nicht statt. Dieser schlichte klare unmissverständliche Indikativ hat mir allein schon stilistisch immer imponiert - und ist so viel klarer als manche lange Predigt.


 
fernsehratgeber  |  15. Juli 2002 09:53:43 MESZ

hmm, ich hatte eigentlich gar nicht vor, diese diskussion neu zu entfachen. die pauschalforderung nach verbot ist sicherlich ebenso negativ zu bewerten, wie die pauschalforderung nach ignoranz des fraglichen medienmaterials.
was ich mit meinem (karikierenden) beitrag auszudrücken versuche, ist vielmehr folgendes: wenn sich schon mediale auslöser für irgendwelche taten verantwortlich machen ließen, so können wir nicht davon ausgehen, dass wir den medialen auslöser auch eindeutig benennen können:
entweder kennen wir ihn nicht (viele medien kennen "el mariachi" nicht ;-), oder wir stellen ihn nicht in den gewalttätigen zusammenhang. oder, wie nobelpreisträger kutter zu sagen pflegte: der mörder von john lennen könnte auch beatles-musik gehört haben.


 
kutter  |  15. Juli 2002 10:33:19 MESZ

Ach,

ich weiß doch auch nicht, was mich gestern zu dieser Suada gereizt hat. Eigentlich langweilt mich diese ganze Gewaltursachen-/Verbote-Diskussion wie keine andere. Ich fand nur die "El Mariachi"-Verbotsforderung so schön auf den Punkt gebracht, dass ich sie zum Anlass nehmen wollte, auf das Wiedererscheinen des geschätzten Fernsehratgebers hinzuweisen. Packen wir unsere Pamphlete wieder in den Gitarrenkoffer und ziehen weiter.


 
Irene  |  15. Juli 2002 12:16:48 MESZ

Och,

ich fand es ganz interessant, weil es ja gar keine pro-und-kontra-Zensur-Diskussion oder Diskussion über die Ursachen selbst war (die langweilt mich auch), sondern einfach ein paar Gedanken, wie man mit dem Thema umgeht. Drum entschuldige ich mich jetzt nicht für die Kommentare ;-)















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