Dichtheit & Wahrung. Hervorgegangen aus Der Kutter. Verdrängung ist, was uns über Wasser hält. http://kutter.antville.org/
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» im grunde isses skandalös
Beitrag von kleinzwolferl | 28.02.17 21:11
» Ich denke, dass das Bloggen...
Beitrag von gHack | 28.02.17 20:39
» Das stimmt. Ich habe es...
Beitrag von kutter | 27.02.17 17:57
» Hm.
Beitrag von gHack | 27.02.17 15:48
» Yay, das sieht sehr fein...
Beitrag von kutter | 11.04.16 08:16
» Very fab, Mr. Tobi, Sir.
Beitrag von gHack | 09.04.16 14:07
» Das mit den Zeilenlängen war...
Beitrag von tobi | 09.04.16 14:04
» OK, ich seh’s. Werd’s mir...
Beitrag von tobi | 08.04.16 23:35
» Teils, teils. Die Mac-Browser sind...
Beitrag von kutter | 08.04.16 11:39
» jeweils neueste Versionen von FF...
Beitrag von tobi | 04.04.16 15:35

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Dichtheit & Wahrung,
XXXIV. Lieferung

Als ich auf dem Zürcher Flughafen durch die Handgepäckkontrolle hastete, weil ich wegen winterbedingter Verspätungen meinen Anschlussflug nach Luxemburg zu verpassen drohte, hätte ich fast einen Zwischenfall ausgelöst, gegen den sich das Münchner Laptopgate wie die Brandschutzübung einer Dorfgrundschule ausgenommen hätte. Und das alles wegen eines Einmachglases Foies Gras (120g). Dass ich meine Haut- und Haarpflegeprodukte, die ich statt in einem schönen Reisenecessaire nun in Ziploc-Beuteln durch die Gegend transportiere, seit einiger Zeit präzise nach ml-Volumina durchrechnen und gelegentlich in kleinere Einheiten umfüllen muss, um der weltweit gültigen 1-Liter-Doktrin genüge zu tun, ist das eine. Aber wenn jetzt auch noch der schöne Brauch des Reisens mit Pasteten in Frage gestellt wird, haben die Terroristen gewonnen.

[¶]
Sätze für einen schlechten Roman: »Sie nannten ihn den C4-Professor, und das nicht wegen seiner Besoldungsstufe. Streng genommen war er nicht mal Professor, und von der einzigen Universität, die er je von innen gesehen hatte, war vier Stunden später nur noch ein Haufen rauchender Trümmer übrig gewesen.« Muss ich jedesmal beim Einchecken dran denken.

[¶]
Apropos C4: Die Herstellerfirma von Semtex, Semtin, führt heute den schönen Namen Explosia a.s., und man kann Aktien von ihr kaufen. Laut Selbstdarstellung beschäftigt sie sich mit »energetic materials«. Ich wittere wahre Kursexplosionen.

[¶]
(Puh! Ich bin der Bürgermeister von Kalau.)

[¶]
Als ich mich in den letzten Wochen, wie jedes Jahr zur Jahreswende, mal wieder an der Spitze des längsten Haares am Arsch der Welt befand, wurde mir im Keller des Lanthandels plötzlich klar: Sie sind überall. Crocs und die unzähligen Crocs-Nachbauten sind die Monoblockstühle des 21. Jahrhunderts. Crocs sind Monoblockstühle für die Füße.

[¶]
Im gleichen Keller des Lanthandels habe ich mir übrigens ein Paar Tretorn-Gummistiefel der Baureihe »Bore« gekauft (»Frost« war in meiner Größe vergriffen). Sie sind innen gefüttert und sehr bequem. Sie sind auch sehr praktisch, wenn man am frühen Morgen rausfahren muss, um da draußen im Schnee den Zaun zu reparieren, oder wenn man mit dem Hund durch Tiefschnee stapft, für den der Hund viel zu kurze Beine hat. Viele Menschen wissen gar nicht, wie gern ich Gummistiefel mag.

[¶]
Wenn man wissen möchte, wo wir herkommen und was aus uns geworden ist, dieser Generation Hamburg, von denen die meisten nie in Hamburg gelebt haben, aber doch einige, dann höre man bloß nacheinander das upliftende Duett von Tilman Rossmy und Dirk von Lotzow »Dieses gute wilde Leben« vom 1997er Rossmy-Album »Selbst«, und direkt im Anschluss das resignative Duett von Marcus Wiebusch und Niels Frevert »Am Tisch« vom 2009er Kettcar-Album »Sylt«. Diese beiden Songs beschreiben eine zwölfjährige Reise, die mit Sätzen beginnt wie »Kannst Du Dich erinnern, wie Du kämpfen musstest, um diese sinnlose Prüfung zu bestehen? / Kannst Du Dir vorstellen, was alles möglich wär, würdest Du so kämpfen / für Dein Leben?« oder »Ich glaube an den Satz: Ich will das und ich kann das«. Und die nun angelangt ist bei Einsichten wie: »Wir haben uns entschieden, so wie die meisten, für’s Rattenrennen und für’s Eigenheim leisten« und schließlich »Ich bin kein Verräter und fühl mich wie einer«. Darauf lässt sich anstoßen: »Ein Toast auf das Leben / seine Lügen / und wie wir uns zeitlebens abmühen / für nichts / und gar nichts.«

[¶]
Wenn man diese zwei Songs auf einer Mix-CD hintereinander packt (was hervorragend passt und außerordentlich sensibel wirkt), kann man auch noch Gunter Gabriels »Ich bin ein Nichts« dahintertun. Ich weiß, ich bin für meine Gunter-Gabriel-Schwäche schon hier und anderswo gehänselt worden. Jaja, ich weiß, der Mann ist kein Style-Gott. Aber dass Gabriel nicht das fragwürdige Privileg hat, aus einer abgefuckt-abgeklärten Thirtysomething-Exstudenten- und indieinformierten Pavement-Hörer-Perspektive auf seine Lebensruine blicken zu können, sollten wir nicht gegen ihn wenden. Wenn Sie mir nicht glauben, dann glauben Sie halt Dietmar Dath, dem wir doch immer gerne glauben und der über Gabriel schrieb: »Linke Popanalytiker, die sozial meistens nicht mehr ausrichten können, als den Leuten ihre ›Sting‹-Platten madig zu machen, sollten ihn nicht belächeln oder verachten, sondern begreifen, was er zeigt: So klobig, uneben und kaputt also ist das Emanzipierteste, was die Popkultur aus Angehörigen der sogenannten Unterschicht herausholen kann, so seltsam auch und manchmal, wider Erwarten, gegen alle Wahrscheinlichkeit, gegen alle Mächte dieser Welt: sturheil und brummelig schön.« Und schließlich: »Wenn er dereinst in den Himmel kommt, wird Gott wissen, wen er vor sich hat.« Das ist mehr, als die meisten von uns über sich sagen können.

[¶]
Ich habe mich übrigens festgelegt: Das schönste Cover (und ich bin ein Freund des judgens by cover) des zuende gegangenen Bücherjahres 2009 kleidet Simon Goddards gar nicht üble »Mozipedia«.

[¶]
Und jetzt geht's gleich zum 96-Heimspiel gegen Nürnberg. Ich hab Angst.

[¶]
Nachtrag 22:11 Uhr: Mit Hannover 96 ist es ja so: Wir neigen dazu, Mannschaften aufzubauen, die in der Tabelle hinter uns liegen, schlagen uns aber ganz gut gegen Teams, die über uns stehen. Insofern haben wir uns jetzt eine außerordentlich erfolgversprechende Ausgangslage erarbeitet.

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Wieder zurück von da, wo einem, fünf Sekunden nachdem man die Hütte verlassen hat, die Nasenhaare festgefroren sind, so dass sie mit einem kleinen Stups auf die Nase einfach abbrechen und herausfallen. So geht da draußen in den Wäldern Metrosexualität. Web 2.0 erledigt da noch der Briefträger mit dem XC70. (Wie bitte? Hier lag auch Schnee? Pah! Schnickschnack!)

Ich wünsche bis auf weiteres ein schönes neues Jahr.

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