Dichtheit & Wahrung. Hervorgegangen aus Der Kutter. Verdrängung ist, was uns über Wasser hält. http://kutter.antville.org/
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Lübeck, ich bin Dein

Im Jahr 2003 fuhr ich zum ersten Mal zu den Nordischen Filmtagen nach Lübeck, für einen Tag und zwei Filme. Im folgenden Jahr dann wieder. Und seitdem komme ich jedes Jahr von woher auch gerade immer für die volle Distanz von fünf Tagen angereist, um Filme zu sehen und reiheweise Drinks zu nehmen, und das nicht unbedingt immer in dieser Reihenfolge. Auf Filmfestivals kann man einige der trinkfestesten Menschen kennenlernen, und dann verabredet man sich fürs nächste Jahr wieder.

Von 2003 bis 2009 bloggte ich mal mehr, mal weniger intensiv über diese Ausflüge, im Jahr 2010 bin ich dann aufs Filmtage-Twittern umgestiegen. Damals war ich der einzige Twitterer auf weiter Flur, nicht einmal die Filmtage selbst hatten einen Account. Das hatte etwas seltsam autoerotisches, und es hat sich mittlerweile geändert, glücklicherweise.

Nordische Filmtage Lübeck 2013 in 77x140 Zeichen

Lesen Sie hier in nahezu chronologischer Reihenfolge meine gesammelten diesjährigen NFL-Tweets, die ich streckenweise wie mit einem Laubbläser rausgepustet habe (was manchen Follower verweht hat...):

Würde ich in Lübeck leben, würde ich jeden Abend den Hawaii-Toast bei Bei Ulla verzehren.

Es hilft alles nichts, sie zwingen mich heute abend dazu, einen isländischen Pferdefilm zu sehen. #NordicFilmDays

Eröffnungsfilm: "Hross í oss" aus Island. Pferde, Menschen, Landschaften (und ein Kutter) in verschiedenen Konstellationen. #NordicFilmDays

"Hross": Der Film ist erzählerisch eher spröde, bringt aber das Kunststück fertig, ein unsentimentaler Pferdefilm zu sein. #NordicFilmDays

meine Begleiterin zu "Hross": "Man sieht, dass der Isländer zum Islandpferd steht wie der Holländer zum Hollandrad." #NordicFilmDays

"Hross": Regisseur Benedikt Erlingsson wollte einen Feel-good-Film drehen. Für isländische Verhältnisse ist das gelungen. #NordicFilmDays

Der Eröffnungsempfang ist diesmal im Dom. Keine Gewaltexzesse mehr am Buffet. Peace! #NordicFilmDays

Den halben Tag im Kinofoyer gesessen und in einem Rutsch Leander Haußmanns "Buh" gelesen.

Bei keiner kulturellen Sause, die ich kenne, ist der Anteil der Funktionskleidungsträger so hoch wie bei den #NordicFilmDays.

Mein gestriger Festivaltag stand ganz im Zeichen des Öls. Des Erdöls, um allen Missverständnissen vorzubeugen. #NordicFilmDays

"Pionér" von Erik Skjoldbjærg ist ein Verschwörungsthriller um die erste norwegische Erdöl-Hochseepipeline. #NordicFilmDays

"Pionér": Pipelines wie diese machten in 80ern die eher arme Fischfangnation Norwegen zum wohlhabendsten Land der Welt. #NordicFilmDays

"Pionér": Die Geschichte ist an wahre Ereignisse angelehnt. Ich habe noch nie so großartige Unterwasser-Szenen gesehen. #NordicFilmDays

"Pionér": Taucher riskieren ihr Leben bei diesem Projekt und werden Spielball politisch-wirtschaftlicher Verstrickungen. #NordicFilmDays

"Pionér": Eine klassische Thrillerhandlung um den Kampf eines Einzelnen für die Wahrheit, exzellent in Szene gesetzt. #NordicFilmDays

Ich mag Skjoldbjærg sehr für "Insomnia" und seine Ibsen-Adaption "En Folkefiende". "Pionér" ist packend und dicht erzählt. #NordicFilmDays

Der zweite Öl-Film des gestrigen Tages war der dänische Thriller "Skytten" von Annette K. Olesen. #NordicFilmDays

In "Skytten" ("Der Scharfschütze") geht es um die Erschließung eines grönländischen Ölvorkommens durch die Dänen. #NordicFilmDays

"Skytten": Journalistin (Trine Dyrhom) deckt politische Verwicklungen auf, gleichzeitig tritt ein "Ökoterrorist" auf. #NordicFilmDays

Leider verirrt sich "Skytten" etwas zwischen Investigativer-Journalismus-Thriller und Attentatverhinderungs-Suspense. #NordicFilmDays

"Skytten" wirkt daher leider etwas unentschlossen, obwohl Kim Bodnia als still entschlossener Normalo-Attentäter überzeugt. #NordicFilmDays

Man sieht "Skytten" an, dass Olesen auch einige "Borgen"-Folgen inszeniert bzw. produziert hat (nicht zuletzt am Cast). #NordicFilmDays

"Skytten": Das Politik-Medien-Wechselspiel ist sehr "Borgen"-inspiriert. Auch ähnlich simplifiziert und glatt. #NordicFilmDays

Von "Skytten"-Regisseurin Annete K. Olesen ist übrigens auch das hervorragende Sozialdrama "1:1" (lief bei den #NordicFilmDays 2006).

"Pionér" geht mehr in die Tiefe (klar, Taucherfilm...), "Skytten" bleibt eher an der Oberfläche, auch bei den Figuren. #NordicFilmDays

Ich mag Politthriller. Ich bin halt ein leicht zufriedenzustellender Mensch. Besonders nach dem Pferdefilm vom Mittwoch. #NordicFilmDays

Die fortschreitende Mainstreamisierung meines Filmgeschmacks mit ansehen zu müssen (und die dazugehörigen Filme erst!), ist kein Vergnügen.

Im Pferdefilm sterben übrigens zwei Pferde und zwei Menschen. Raten Sie, was bei einigen Zuschauerinnen auf Kritik stießt. #NordicFilmDays

Heute morgen um 9:45 dann: "The Act of Killing" - der 160minütige Director's Cut, gleich nach dem Frühstück. #NordicFilmDays

"The Act of Killing": Ich war nach dem ganzen Besprechungshype überrascht, wie ruhig und präzise dieser Film erzählt. #NordicFilmDays

"The Act...": Ich hatte mehr Effekthascherei befüchtet, doch die Reenactment-Szenen ordnen sich ganz der Erzählung unter. #NordicFilmDays

"The Act...": In verstörender Offenheit erzählen die Täter von ihren Taten, die Montage des Materials ist meisterhaft. #NordicFilmDays

In "The Act..." geht es darum, Zeugnis abzulegen, auf ganz verschiedene Weisen, auf ganz verschiedenen Ebenen. #NordicFilmDays

"The Act..." ist ein in jeder Hinsicht unwahrscheinliches Projekt, Oppenheimer eine beeindruckend auftretende Person #NordicFilmDays

"The Act..."-Regisseur Joshua Oppenheimer erzählte hinterher von der fast zehnjährigen (Vor-) Arbeit und ihrer Wirkung. #NordicFilmDays

Was ich mir noch vorgenommen habe: "Jeg är din" (NOR), "Vi är best" (SVE), "Nordvest" (DK). Und dann muss auch mal gut sein #NordicFilmDays

Im Zuge meiner neuen Reisen-mit-leichtem-Gepäck-Politik keine Hautpflegeprodukte mitgenommen. Nach drei Tagen sehe ich verheerend aus.

Diese chronisch lebensfrohen "Stadteilzentrum Gute Aussicht"-Rhythmen, die im Frühstücksraum des Hotels aus den Boxen suppen, machen mich wa

Frühmorgens, wenn man noch wehrlos ist

Drinnen Ritmo, draußen Regen.

"Jeg er din": Ein sehr starker norwegischer Film über Verzweiflung und das Alleinsein inmitten der anderen #NordicFilmDays

"Jeg er din" erzählt von einer jungen Frau, die Liebe sucht und Halt, aber letztlich immer nur Zurückweisung findet #NordicFilmDays

"Jeg är din" heißt "Ich bin dein". Das ist das Problem von Mina (Amrita Acharia): Sie sucht sich selbst immer in den anderen #NordicFilmDays

"Jeg er din": Familie, Beziehungen, Mutterschaft - Mina sucht eine Rolle für sich und bleibt doch immer außen vor. #NordicFilmDays

"Jeg er din" ist ein leiser, bewegender Film, klar und präzise erzählt und inszeniert von Iram Haq. #NordicFilmDays @iramhaq

"Jeg er din" setzt ganz auf die Zeichnung der Charaktere und ihrer Sehnsüchte, Enttäuschungen, Verlorenheit. #NordicFilmDays

Mich fasziniert und beängstigt immer wieder, auf welch hohem Niveau oft bereits die Debütfilme aus Skandinavien sind. #NordicFilmDays

Meine Begleiterin schreibt mir gerade: "Arne Feldhusen sieht aus wie Nick Brody". War er letzte Woche wohl noch in Caracas? #NordicFilmDays

Warum ist der skandinavische Film eigentlich (oft) so wenig Dialog-hörig? Weil man hier im Norden eh weniger Worte macht? #NordicFilmDays

Der skandinavische Film bebildert nicht alles erklärende Dialoge, sondert hat eine hohe filmsprachliche Intelligenz. #NordicFilmDays

"I lissens time" (Stunde des Luchses): routiniert-emotionales, von Rückblenden zerteiltes Psychiatrie-Kammerspiel aus DK #NordicFilmDays

"I lissens time": von #NordicFilmDays-"Hausregisseur" Søren Kragh-Jacobsen inszenierte Adaption eines Theaterstücks von Per Olov Enquist.

"I lissens time" ist übrigens der erste Film mit Schnee (jedenfalls ein bisschen), den ich hier dieses Jahr gesehen habe. #NordicFilmDays

Ich will mehr Schnee-Filme! #NordicFilmDays

Ha! Nordische Filmtage werben mit meinem Gesicht! #NordicFilmDays pic.twitter.com/ivxn7YFMJV

Meist gewinnt hier immer ein Film den Hauptpreis, den ich nicht gesehen habe. Diesmal habe ich das Gefühl, dass es anders ist #NordicFilmDays

"Vi är bäst": Ein lustiger, schneller, schwedischer Teenage-Girls-Form-Punk-Band-Film mit Herz von Lukas Moodysson #NordicFilmDays

Ich bin kein Fan von Moodysson und immer noch schwer genervt von seinem Plattenbau-Porno-Plärrer "Ett håll i mitt hjärta" #NordicFilmDays

"Vi är bäst" hat aber schöne Jugendzentrums-Probenraum-Szenen, die mir sehr vertraut vorkommen #NordicFilmDays

"Vi är bäst": Ich liebe den Refrain "Hata Västerås" (hasse Västerås), mit dem Kaff hab ich nämlich auch so meine Erfahrungen #NordicFilmDays

"Vi är bäst": Und wie könnte man wohl eine Band, deren erstes Lied gleich ein Anti-Sportunterrichts-Song ist, nicht lieben? #NordicFilmDays

"Vi är bäst" kann man auch deshalb empfehlen, weil es einige schwedische Punk-Klassiker von Ebba Grön und KSMB zu hören gibt #NordicFilmDays

So. Filmpreisnacht lasse ich sausen, eventuell heute abend noch "Nordvest" von Michael Noer ("R"). Und dann ist mal gut. #NordicFilmDays

Wenn ich Preise zu vergeben hätte: "Jeg er din" (bester Film), "Pionér" (beste Unterwasserszenen), "Vi är bäst"(Soundtrack) #NordicFilmDays

weitere Preise für: "Der Luchs der Stunde" für die meisten Flashbacks, "Skytten" für die meisten "Borgen"-Stars #NordicFilmDays

Jetzt mal ohne Quatsch: "Jeg er din" (Spielfilm) und "The Act of Killing" (Doku) fand ich wirklich außergewöhnlich gut. #NordicFilmDays

Und die Gewinner sind: www.luebeck.de … #NordicFilmDays

Congratulations @iramhaq!

Außer dem Eröffnungsempfang habe ich diesmal alle Parties und Empfänge ausgelassen. Meine protestantische Erziehung holt mich endlich ein.

Die gefürchtete Buffetfräse, der passionierte Freibierschwenker und Gintonicstocherer ist von uns gegangen.

Zuguterletzt zum letzten Film von gestern Nacht: "Nordvest" von Michael Noer (Dänemark) #NordicFilmDays

"Nordvest": um zwei junge Brüder, die sich mit kleinen Einbrüchen über Wasser halten, eskaliert eine Gang-Auseinandersetzung #NordicFilmDays

"Nordvest" spielt im gleichnamigen Kopenhagener Problemviertel, ohne ihn jedoch in den Mittelpunkt zu rücken #NordicFilmDays

"Nordvest" ist direkt, schroff, unsentimental, die Charaktere sind aber leider auch recht konventionell gestrickt #NordicFilmDays

"Nordvest" teilt sich den diesjährigen NDR-Filmpreis mit "Jeg er din", fällt dagegen aber doch etwas ab. #NordicFilmDays

Und damit beenden wir die diesjährige Filmtage-Berichterstattung. Sie können aufatmen: 360 Tage lang kein NFL-Spam mehr in Ihrer Timeline!

Tag 1 nach den Nordischen Filmtagen, Tag 10 vor Helsinki: in dieses Zeitfenster habe ich den Ausbruch meiner Erkältung geplant.

* * *

FLASHBACK!
DIE NORDISCHEN FILMTAGE AUF DEM KUTTER:


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Follow me

Folgen Sie Dichtheit & Wahrung auf Twitter: @derkutter

Als ich vor über zehn Jahren anfing, hier zu bloggen, hatte ich keine Ahnung, was für eine zentrale Rolle dieses Blog in meinem Leben einmal spielen würde. Als das Schreiben für dieses Blog dann ein ganz wesentlicher Teil meines Lebens war, konnte ich mir kaum vorstellen, dass dieses Blog jemals wieder einschlafen könnte, so lange ich nur irgendwie wach und am Leben wäre.

Und doch ist es irgendwann eingeschlafen. Zwischendurch wacht es immer wieder mal kurz auf, sagt ein paar weise Dinge und nickt dann wieder ein. So ist das. Die Gründe dafür sind unspektakulär.

Wenn Sie meinen weisen Worten weiter folgen wollen, dann folgen Sie mir am besten auf Twitter. Dort bin ich derzeit eher zuhause. Mit der dort vorherrschenden 140-Zeichen-Kurzatmigkeit kam ich anfangs überhaupt nicht zurecht, aber mittlerweile merke ich, dass mir das gut tut. Manchmal bin ich da sogar fast wieder so gut in Form wie zu den besten Zeiten dieses Blogs (die leider auch schon eine ganze Weile zurückliegen). Und wann immer dieses Blog mal kurz aufwachen und etwas von sich geben sollte, erfahren Sie es selbstverständlich auch auf Twitter.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich niemals wieder bloggen werde. Ich bin mir ziemlich sicher, dass es mich irgendwann wieder packt. Vielleicht dann wieder hier oder ganz woanders, aber wahrscheinlich eher hier, denn Antville ist meine Heimat, hier wurde ich geboren und hier werde ich dereinst begraben. Und wann immer es wieder losgeht: auf Twitter erfahren Sie es zuerst.

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Die Erben, revisited

Politische Erben, die im Verlauf einer Legislaturperiode in das Amt des Ministerpräsidenten rutschen, haben bei der nächsten Wahl oft mit einer Art "Amtsmalus" zu kämpfen, schrieb ich letztes Jahr im März und sagte deshalb u.a. dem niedersächsischen Wulff-Erben David McAllister einige Probleme beim Amtserhalt voraus. Nach der gestrigen Landtagswahl scheint sich diese Einschätzung nun bestätigt zu haben. Allerdings scheint sie das nur. Denn nicht nur haben zwischenzeitlich mit Annegret Kramp-Karrenbauer und Erwin Sellering zwei andere Legislatur-Erben jeweils ihren ersten eigenen Wahlkampf gewonnen. Auch die niedersächsische CDU mit David McAllister als Spitzenkandidat ist bei der gestrigen Landtagswahl stärkste Kraft geworden. Dies zwar mit deutlichen Einbußen, aber wenn man bedenkt, dass vielen CDU-Anhängern die Fortsetzung der schwarz-gelben Koalition offenbar so wichtig war, dass sie McAllisters wenig subtilen Signalen gefolgt sind und die FDP in den Landtag gehievt haben, spricht das nicht gerade für einen Mangel an Autorität des Ministerpräsidenten im eigenen Lager. McAllister hat es als Machterbe in seiner vergleichsweise kurzen Amtszeit zu beachtlicher Popularität im Land gebracht und hätte ohne FDP-Leihstimmen ein Ergebnis von über 40 Prozent für seine Partei einfahren können. Dass das nicht so kam und dass es für sein Lager letztlich nicht zur Mehrheit gereicht hat, hat verschiedene Gründe, eine Bestätigung meiner Erben-These kann man daraus aber nur bedingt ableiten. Nach den Wahlen im Saarland, in Mecklenburg-Vorpommern und nun in Niedersachsen motte ich die schöne Theorie deshalb erst einmal ein ― und warte die Performance von Volker Bouffier in Hessen und Malu Dreyer in Rheinland-Pfalz ab...

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Naheliegendes zum hannoverschen Nahverkehr

Ob die beinahe schon beängstigende Präzision des Taktverkehrs, in dessen Rhythmus die U-Bahnzüge verschiedener Linien des hannoverschen öffentlichen Personennahverkehrs synchronschwimmerinnenartig nahezu zeitgleich in eine Zentralstation mit Mittelbahnsteig wie „Aegidientorplatz“ hinein- und wieder hinausgleiten und so den gleichwohl mürrischen Fahrgästen ein nahezu verspätungs- und wartezeitenfreies Umsteigen gewährleisten, letztlich nur in einer Gesellschaft denk- und organisierbar ist, die die Erfahrung einer brutalen faschistischen Gleichschaltungsdiktatur durchlaufen hat?

Ich denke ja.

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Eher zäh als knapp:
Zum Ausgang der
US-Präsidentschaftswahlen

Bei den amerikanischen Präsidentschaftswahlen sind die Stimmen in 50 von 51 Staaten1 bereits so weit ausgezählt, dass jeweils ein Sieger feststeht. Diese 50 Staaten habe ich in meiner Wahlprognose allesamt richtig prognostiziert. "50 out of 50 ain't bad", könnte man sagen - aber ein wichtiger Punkt ist noch offen.

In meiner Prognose hatte ich zwei Szenarien für den wahrscheinlichsten Wahlausgang erklärt, die von einer Ausnahme abgesehen identisch sind. Diese Ausnahme war der Staat Florida. Das ist jetzt auch genau der Staat, in dem der Wahlausgang offiziell noch immer offen ist. In meinem "konservativen" Szenario fällt Florida an Romney, der Wahlausgang beträgt dann 303:235 Electoral Votes für Obama. Im "aggressiveren" Szenario verteidigt Obama Florida. Dann beträgt der Wahlausgang 332:206 Electoral Votes für Obama. Genau zwischen diesen beiden von mir in Aussicht gestellten Szenarien hängt derzeit auch der tatsächliche finale Wahlausgang in der Schwebe, so lange in Miami-Dade County nach teilweise chaotischen Wahlbedingungen noch gezählt wird.

Wie steht's denn jetzt in Florida?

Eine Entscheidung zwischen diesen beiden Szenarien fiel mir im Vorfeld schwer, weil die Kandidaten in den floridanischen Umfragen auch bei verschiedenen Betrachtungsweisen zuletzt immer gleichauf lagen. Einer Entscheidung auszuweichen und einfach "Toss-up" zu tippen, empfand ich allerdings als uncool. Aus einem Bauchgefühl heraus hatte ich mich deshalb schließlich für das konservative Szenario (303:235) entschieden, damit dann wieder gehadert, kurz mit einer Korrektur geliebäugelt, es dann aber schließlich dabei belassen.

Auch wenn es in Florida noch keinen offiziellen Sieger gibt, scheint aber mittlerweile klar zu sein, wohin die Reise geht. Der Staat ist praktisch ausgezählt, ein knapper Obama-Vorsprung ist seit etlichen Stunden stabil, Gründe für größere Wahlbeschwerden und Recounts gibt es eigentlich nicht, weil das Gesamtergebnis eh nicht mehr gedreht werden kann. Sollten Floridas Wahlmänner also an Obama gehen, wovon man derzeit ausgehen kann, hätte ich in diesem einen Fall aufs falsche Pferd gesetzt. "50 out of 51" wäre zwar immer noch eine ziemlich gute Quote - zumal die Kandidaten in Florida derzeit nur um rund 46.000 Stimmen oder einen halben Prozentpunkt auseinanderliegen. Aber natürlich wäre eine Punktlandung grandios gewesen.

Wie eng war denn nun das Kopf-an-Kopf-Rennen?

Wie auch immer der endgültige Wahlausgang aussehen wird: Der Abstand zwischen Obama und Romney beträgt mindestens 68, wahrscheinlich sogar 126 Wahlmännerstimmen. Das ist kein knappes Ergebnis, das ist auch kein Kopf-an-Kopf-Rennen. Diesem im Gegenteil sehr deutlichen Ergebnis liegen zwar mehrere knappe Rennen in den Einzelstaaten zugrunde, aber bei aller Knappheit waren die Mehrheiten dort über einen längeren Zeitraum durchgehend stabil. Das Ergebnis ist also nicht so überraschend, wie man es nach Zeitungslektüre und Fernsehkonsum in den letzten Wochen hätte vermuten können.

Deshalb möchte ich auch die Bedeutung einer "50 out of 51"-Trefferquote in der Prognose etwas relativieren: Bei diesen 50 richtig getippten Rennen war es nicht so irrsinnig schwierig, 49mal richtig zu liegen, wenn man rechnen kann, auf die heute öffentlich zugänglichen Umfrage- und Prognosedaten zugreift und sich die Mühe gibt, ein wenig in die Zahlen (und das Wahlrecht) einzusteigen. Arbeitsweisen, die im klassischen Journalismus allerdings weitgehend verpönt zu sein scheinen: Dort greift man sich lieber einfach die letzte US-weite Popular-Vote-Umfrage, die gerade über den Ticker kommt (Aktualitäts-Gebot!), ignoriert alle methodischen Besonderheiten der Umfrange sowie das Wahlsystem (Nerd-Kram!) und ruft auf dieser Grundlage einfach fröhlich-fahrlässig einen nationalen Trend aus (Relevanz-Gebot!). So entstehen dann Kopf-an-Kopf-Rennen. Genauso spielt man übrigens auch Fußball-Toto.

Spannend wurde es neben Florida eigentlich nur in Virginia (und für etwa ein halbes Stündchen originellerweise auch noch einmal in Ohio). In Virginia werden die Wahlergebnisse aus den traditionell demokratisch geprägten, bevölkerungsstarken nördlichen Wahlkreisen für gewöhnlich deutlich später gemeldet als die aus den republikanischn geprägten ländlichen Bezirken. Deshalb war klar, dass Romney hier lange in Führung liegen und die tatsächliche Entscheidung erst spät kommen würde. Dass Romney aber soo lange vorne liegen würde wie es gestern Abend der Fall war, hatte mich zwischendurch dann doch beunruhigt. Am Ende betrug der Vorsprung Obamas aber auch hier recht komfortable drei Prozentpunkte.

Beachtlich ist, dass es Obama gestern letztlich gelungen ist, seine historische Wahlmänner-Koalition, die er bei seinem Erdrutschsieg im Jahr 2008 geschmiedet hatte, weitgehend zusammenzuhalten. Nur zwei Staaten, die er vor vier Jahren erobern konnte, musste er in diesem Jahr wieder abgeben: Indiana und North Carolina (mit insgesamt 26 Electoral Votes, die hier auch entsprechend prognostiziert wurden2). Von einem "Denkzettel" also keine Spur.

Es war durchaus unterhaltsam, in der Wahlnacht die Entwicklungen in einzelnen Staaten wie Florida, Virginia, Ohio oder Colorado zu verfolgen und sich etwa von CNNs John King die einzelnen Wahlbezirke auf der Magic Wall erklären zu lassen - gerade weil die Ergebnisse in diesen Staaten lange auf sich warten ließen. Überraschungen gab es unterm Strich jedoch keine, und eine große Spannung, was den endgültigen Wahlausgang betrifft, kam ebenfalls zu keinem Zeitpunkt auf. Dass das Rennen ausgehen würde, wie man es erwarten durfte, zeichnete sich zudem bereits relativ früh ab, auch wenn offizielle Bestätigungen lange auf sich warten ließ. Es war eher ein zähes als ein enges Rennen mit einigen durchaus knappen, aber stabilen Mehrheiten. Ein Rennen ohne Ausreisser, ohne Sensationen - und wenn ich darauf noch einmal herumreiten darf: kein Kopf-an-Kopf-Rennen.

Und wie steht's beim Popular Vote?

Auch beim Popular Vote liegt Obama mittlerweile mit 2,5 Millionen Stimmen oder rund zwei Prozentpunkten vor Romney. Dass das in der Wahlnacht zunächst lange Zeit anders aussah, war ebenfalls abzusehen. Diese Dynamik hat etwas mit den verschiedenen Zeitzonen, verschiedenen Öffnungszeiten von Wahllokalen und der geographischen Lage bestimmter "sicherer" Staaten zu tun. Aus dem gleichen Grund lag Romney in der Wahlnacht auch in der Wahlmänner-Zählung zunächst längere Zeit vorn, ohne dass das irgendeine Aussagekraft über den endgültigen Wahlausgang hatte.

Der Vorsprung Obamas beim Popular Vote dürfte sogar noch ganz leicht zunehmen, weil insbesondere an der Westküste, wo die Demokraten traditionell die Nase vorn haben, noch nicht alle Bezirke ausgezählt sind. Das Popular Vote-Ergebnis wird zwar sicherlich kein Erdrutschsieg mehr werden, aber es gibt Obama bereits jetzt die Legitimation, die Wahl nicht nur aufrund wahlrechtssystematischer Besonderheiten, sondern durch ein (knappes) Wählervotum gewonnen zu haben. Wer allerdings den Anspruch hatte oder hat, Aussagen über die Wahrscheinlichkeit bzw. nun über das Ausmaß des Wahlausgangs zu treffen, für den sind diese Zahlen allenfalls indirekt relevant.

Wie geht's weiter im gespaltenen Amerika?

Man sollte aus dem knappen Popular-Vote-Ergebnis auch nicht reflexhaft eine tiefe Spaltung der USA ableiten. Anders als die zuspitzungs- und erregungsfreudige Inszenierung der Medienwirklichklichkeit durch die von durchpartisanisierten Pundit-Panels geprägten Cable News-Sendern nahelegt, ist nicht jeder Romney-Wähler ein Obama-Hasser, und nicht jeder Obama-Anhänger ist ein Romney-Verächter. Solche Radikalisierungen gibt es zwar durchaus, aber die Mitte Amerikas tickt nicht wie das politische Washington.

Das bringt Obama allerdings wenig. Die Republikaner haben ihre Mehrheit im Repräsentantenhaus verteidigt, die Demokraten die ihre im Senat. Für den Präsidenten werden die nächsten zwei Jahre also nicht schöner werden als es die letzten beiden Jahre waren. Auch wenn Amerika nicht so tief gespalten ist wie es den Anschein hat - der Kongress ist es durchaus. Anlass zur Hoffnung gibt hier allerdings der Umstand, dass die fundamentalistische Tea Party-Bewegung innerhalb der Republikaner bei den Kongresswahlen geschwächt wurde. Sollte dadurch ihr Einfluss innerhalb der Mehrheitsfraktion im Repräsentantenhaus schwinden, wäre wieder - trotz aller Gräben - ein etwas konstruktiverer Umgang zwischen den politischen Lagern denkbar.

Was haben wir aus dieser Wahlnacht gelernt?

IT'S THE DATA, STUPID! Es war richtig, im Vorfeld der Wahlnacht wie die Demokraten nüchtern auf "cold, hard data" (David Axelrod) zu setzen und sich vom Gerede der "Experten" und Pundits nicht verrückt machen zu lassen. Es lohnt sich, sich mit dem Wahlrecht und mit der Logik und Qualität von Umfragen zu beschäftigen. Es ist sinnvoll, sich ein Bild davon zu machen, welche Daten einem helfen, die Wahl und ihren Ausgang zu verstehen - und welche nicht. Das gilt auch und insbesondere für Menschen, die sich aufgrund ihres Berufsbilds eigentlich nicht als Zahlenknechte, sondern als Männer und Frauen des Wortes verstehen.

HOPE BY NUMBERS: Wir haben in dieser Wahl so deutlich wie vielleicht nie zuvor gesehen, dass Wahlkampf heute nicht mehr nur bedeutet, die Interpretationshoheit über Themen und politische Gegner zu erlangen, sondern auch über die Prognosen. Wer heute im Wahlkampf ein Hoffnungsträger sein will, muss diesen Anspruch mit Daten unterfüttern können. Als die Datenlage einen klaren und konsistenten Trend zugunsten Obamas ergab, beklagten die Republikaner und viele konservative Websites eine angeblich "liberal Verzerrung" der Umfrage- und Prognosemodelle und entwarfen ein Paralleluniversium, in dem sie sich sogar eine Chance in Pennsylvania ausrechneten. Das hat zwar viele professionelle Beobachter wunschgemäß verunsichert, aber in der Wahlnacht erwies sich die Mär vom "liberal bias" der Daten als Pfeifen im Walde - und wohl auch als Selbstbetrug, der manche strategische Entscheidung im Nachhinein als zweifelhaft erscheinen lässt.

GET OUT THE VOTE! Obamas Wahlsieg ist das Ergebnis eines präzisen, planvollen, datengestützten Mobilisierungsprozesses. Mit einer intelligenten, zielgerichteten Allokation der finanziellen und personellen Kampagnen-Ressourcen konnte deshalb die "Firewall" in allen entscheidenen Swing States kontinuierlich aufrecht erhalten werden. Wahlkampf ist damit heute deutlich mehr als das Buchen von Werbezeiten im Fernsehmärkten. Wie erfolgreiche Kampagnen heute ihre "Get-out-the-vote"-Bemühungen steuern, ist aber ein Thema für sich.

PINCH AND DRAG: Öffentlich-rechtliche Fernsehmacher konnten in dieser Wahlnacht wieder einmal lernen, wie man Touchscreen-Wände im Wahlstudio nicht nur als modisches Gimmick, sondern auch als mächtiges Instrument zum Verständnis der politischen Prozesse einsetzen kann. Stattdessen wird sich aber vermutlich in den Redaktionen die Erkenntnis durchsetzen, dass man eine solche Analysetiefe einem deutschen Gebührenzahler leider nicht zumuten kann. Allerdings ist das US-Wahlsystem auch deutlich komplexer als das hiesige und braucht deshalb andere Vermittlungsformen.

Man muss das amerikanische Wahlsystem nicht mögen, und man kann die Parteien und Politiker, die sich in USA zur Wahl stellen, ablehnen. Dass in jedem Wahlkampf neue Rekordsummen an Spendengeldern verbrannt werden und aufwendiges Data-Mining betrieben wird, sind bedenkliche Entwicklungen. Mir fällt es aber dennoch schwer, dem aufgeregten Pathos, mit dem die Amerikaner ihr durchaus verknöchertes, anachronistisches Wahlrecht pflegen und leben, nicht mit einer gewissen Rührung und Sympathie zu begegnen.

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1 Der sprachlichen Einfachheit halber zählen wir das District of Columbia zu den Staaten.

2 Interessanterweise sind dies auch exakt jene beiden Staaten, bei denen ich mich vor vier Jahren geirrt und diese für McCain getippt hatte.


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Die QTR Electoral Vote Prognose 2012

Dem US-Politikberater und demokratischen Wahlkampfmanager James Carville habe ich diese ganze US-Wahl-Obsession überhaupt nur zu verdanken. Und James Carville, der sonst nie um eine knackige Meinung oder Behauptung verlegen ist, hat jetzt seine Wahlprognose abgegeben. Er sieht Obama als Sieger, traut sich aber eine Prognose für Colorado, Iowa und Florida nicht zu.

Ich schon. Am Ende muss man sich halt entscheiden, auch auf die Gefahr hin, kräftig daneben zu langen. Wobei ich mich bei Florida auch besonders schwer tue. Gestern noch deuteten sich dort hauchdünne Vorteile für Romney an, heute könnte Obama ganz leicht vorne liegen - wenn man ehrlich ist, ist hier keine seriöse Prognose zu treffen. Man kann raten oder eine Münze werfen oder nach dem Bauchgefühl gehen. Aber wie Chicken James die Festlegung einfach zu verweigern ist uncool.

Hier ist deshalb QTR Electoral Vote Prediction für die US-Präsidentschaftswahlen 2012:

US-Wahlprognose 2012: Wieviele Wahlmänner gehen an Obama und Romney?

Ich habe meinem Gefühl nachgegeben und Florida an Romney gegeben. Damit sehe ich Obama bei 303 Electoral Votes in 25 Staaten sowie dem District of Columbia und Romney bei 235 EVs in ebenfalls 25 Staaten. Das bedeutet mithin einen Vorsprung von 68 Wahlmännern und damit nicht gerade ein knappes Ergebnis. Das wäre der von mir gewählte konservative Ansatz. In einem etwas aggressiveren Szenario könnte auch Florida an Obama fallen. Dann würde das Wahlmänner-Verhältnis 332 zu 206 und der Abstand 126 EVs betragen. Diese beiden Szenarien halte ich für die wahrscheinlichsten.

Aber auch Colorado sieht wahnsinnig knapp aus, New Hampshire und Iowa ebenfalls, und Karl Rove hält sogar Pennsylvania für ebenso eng wie Florida - aber das muss man wohl nicht so ernst nehmen. Die Romney-Kampagne hat viel in Pennsylvania investiert, scheint dort aber nicht wirklich vorangekommen zu sein - ähnliche wie Obamas Leute in Arizona.

Mit meiner Prognose bin ich aus zwei Gründen unglücklich: Zum einen fußt sie diesmal weitgehend auf den veröffentlichten Prognosen anderer und kaum auf eigenen Annahmen und Berechnungen. Das macht nur wenig Spaß. Es fühlt sich nicht an wie etwas eigenes. (Vor vier Jahren habe ich mit Notebook und Notizblock bei den Nordischen Filmtagen in Lübeck im Kino gesessen und zwischen den Filmen gerechnet wie ein Teufel.)

Und das führt direkt zum zweiten Grund: Das Ergebnis ist wie befürchtet ziemlich unoriginell. Obama bei 303 EVs ist eine Prognose, die man derzeit an vielen Orten gratis nachgeschmissen bekommt. Ich habe deshalb kurz überlegt, Florida doch noch bei Obama einzusortieren und damit mutig voran zu schreiten. Aber irgendetwas in mir sträubt sich dagegen. (Das letzte Mal, als ich gegen mein Gefühl getippt habe, war beim Super Tuesday 2008, als ich Kalifornien an Obama gegeben habe. Hillary hat's dann gemacht. Diesmal bleibe ich lieber bei meinem Gefühl.)

Ein anständiges Ergebnis wäre, nicht mehr als zwei von 51 Staaten falsch vorhergesagt zu haben. (Also nicht schlechter als vor vier Jahren abzuschneiden.) Hoffen wir, dass es nicht eine allzu lange Nacht werden wird. Vieles spricht dafür allerdings nicht. Und am morgigen Mittwoch dürfen Sie dann schon herzlich über meine Annahmen und Vorhersagen lachen, während ich noch im Bett liege und ausschlafe. Na, ist das ein Deal?
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State-by-State-Prognose: QTR 2012 EV Spreadsheet (application/pdf, 58 KB)
Swing States-Auszug: QTR 2012 EV Watchlist (application/pdf, 44 KB)
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Der Kutter zur Wahl, live bei Twitter: https://twitter.com/derkutter

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Neues aus den Rasierklingenstaaten

Relativierende Anmerkungen zur US-Präsidentschaftswahl

Beim Fußball war ich nie besonders gut am Ball (lange Schlakse bewegen sich selten elegant). Also spielte ich an der rechten Außenlinie, wo ich mir den Ball weit vorlegen und mich dann darauf verlassen konnte, dass ich meistens schneller war als meine Gegenspieler. Ich stratzte also los, hängte den Gegner ab, erwischte den Ball kurz vor der Grundlinie und flakte ihn irgendwie rein. Niemand kann sich meine Genugtuung vorstellen, als ein Spieler namens David Odonkor 2006 plötzlich in den WM-Kader rückte. Ich fühlte mich im Nachhinein bestätigt und sah meinen als technisch limitiert belächelten Spielstil rehabilitiert.

Genauso wie beim Fußball halte ich es mit Prognosen: Man muss sich den Ball weit vorlegen. Prognosen müssen klar und scharfkantig sein, egal wie unübersichtlich die Lage ist. Prognosen müssen sich weit aus dem Fenster lehnen, selbst bei Absturzgefahr. Und gerade dann: Eine gute Prognose braucht Fallhöhe. Vorsichtige Prognosen minimieren das Irrtumsrisiko, vor allem aber minimieren sie den Spaß bei der Sache. Vorsichtige Einerseits-Andererseits-Abwägungen braucht kein Mensch. Gestern habe ich dem Affen mal wieder Zucker gegeben und das Kopf-an-Kopf-Rennen im US-Präsidentschafts-Wahlkampf abgesagt.

Dabei bleibe ich auch. Aber einige relativierende Anmerkungen können nicht schaden. Ich glaube nach wie vor, dass das Wahlergebnis schlussendlich nicht sonderlich knapp sein und ein relativ klarer Vorsprung für "Brack Bamma", wie ein einzelner Herr aus der kleinen, verbliebenen Restleserschaft dieses Blogs ihn gerne nennt, herausspringen wird.

Diesem Endergebnis werden aber in den Schwingstaaten (wie der gleiche Herr die ausgeweideten Kampfzonen nennt) eine Menge sehr knapper Wahlausgänge zu Grunde liegen, von denen Obama die Mehrzahl zwar für sich entscheiden können dürfte - dies zum Teil aber eben sehr knapp. Das ist meine Annahme.

Knappe Wahlausgänge in einigen Staaten (oder Wahlbezirken) können zu langen Auszählungszeiten führen. Knappe Auszählungsergebnisse können angefochten werden und Neuzählungen zur Folge haben. In manchen Staaten führen bestimmte Schwellen automatisch zu Recounts. Das bedeutet: Bis ein Wahlsieger einigermaßen verlässlich ausgerufen werden kann, kann es sehr, sehr spät respektive sehr, sehr früh werden. Es könnte auch passieren, dass es am Mittwoch noch keinen Wahlsieger gibt. Es könnte sogar passieren, dass wir - wie 2000 - einige Wochen auf ein endgültiges Wahlergebnis werden warten müssen. Dieses Wahlergebnis würde dann - daran glaube ich weiterhin - zwar nicht allzu knapp sein. Die Art und Weise, wie dieses Ergebnis zustande kommt, punktuell allerdings schon.

Ich glaube nicht, dass am Ende die Wahlmännerstimmen eines einzigen Staates den Unterschied ausmachen werden wie 2000 im Rennen Bush vs. Gore. Und wenn beispielsweise ein eher EV-schwacher Staat wie New Hampshire oder Colorado nachgezählt werden sollte, muss das nicht bedeuten, das damit die ganze Wahl in der Schwebe hängt. Wenn anderswo bereits genug Wahlmännerstimmen für eine Seite verteilt wurden, kann ein Sieger ausgerufen werden, auch wenn irgendwo noch gezählt wird.

Malen wir also den Teufel nicht an die Wand. Mittwoch morgen sollten wir zumindest grob wissen, wohin die Reise geht. Ein Kopf dürfte dann hängen und einer hoch erhoben sein. Wie früher beim Fußball.

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Was geht ab beim Schwingstaaten-Sextett?

Vorläufige Anmerkungen zur US-Präsidentschaftswahl

Es gibt kein Kopf-an-Kopf-Rennen, es gibt keinen knappen Vorsprung: Barack Obama wird die Präsidentschaftswahlen in den USA voraussichtlich mit einem relativ deutlichen Wahlmänner-Vorsprung gewinnen. Ungeachtet der US-weiten Meinungsumfragen zum so genannten „Popular Vote“, die immer wieder die Berichterstattung der Medien bestimmen, zeichnet sich dieses Ergebnis bereits seit Monaten nahezu unverändert ab. Fraglich war hierbei immer nur der Abstand der beiden Kandidaten – oder deutlicher gesagt: das Ausmaß von Obamas Vorsprung.

Dass die Umfragen nach der ersten Fernsehdebatte in Denver kurzzeitig nahelegten, dass der denkbare Vorsprung auf bis zu dreißig Electoral Votes zusammendampfen könnte, hat dem Rennen kurzzeitig etwas Würze verliehen: Was könnte passieren, wenn dieser Trend womöglich anhält? Doch das Zwischenhoch von Romneys Umfragewerten war nur von kurzer Dauer, wenn man sich die Auswirkungen auf mögliche Wahlmänner-Verteilungen anschaut. Und das Wahlmänner-System ist nun mal die Grundlage des amerikanischen Präsidentschafts-Wahlrechts. Die Nase vorn hatte Romney dabei nie.

Dass die Entwicklungen von Popular Vote und Electoral Vote sich zeitweilig zu entkoppeln schienen, ist ein durchaus interessantes und diskussionswürdiges Phänomen – hätte vor allem aber ein Anlass für Vorsicht sein sollen für alle jene, die plötzlich einen nachhaltigen Romney-Aufschwung beobachtet haben wollen. Grundsätzlich gilt in diesem wie in jedem Wahljahr die goldene Faustregel: Ein Korrespondenten-Bericht, der Aussagen zum möglichen Wahlausgang auf der Grundlage einer oder mehrerer nationaler Popular-Vote-Umfragen trifft, kann getrost ignoriert werden. 1

Vom Sandy-Boost zum Denkzettel?

Mittlerweile stellen sich auch die Medien, die bislang immer von einem knappen Rennen ausgegangen waren, darauf ein, dass das tatsächliche Wahlergebnis nicht allzu knapp ausfallen wird. Das ist blöderweise erklärungsbedürftig, und als Erklärung wird nun (beispielsweise im Aufmacher der heutigen SZ) deshalb gerne „Sandy“ angeführt: Der Hurrikan habe Obama gewissermaßen auf den letzten Metern kräftigen Rückenwind gegeben. Die Auswirkungen, die der Sturm und Obamas Krisenmanagement auf das Wählerverhalten haben könnten, lassen sich heute allerdings kaum valide bewerten. Zudem war der Vorsprung Obamas auch vor Ausbruch des Sturms zwar nicht übermäßig komfortabel, aber zumindest deutlich.

Auch wenn der Wahlausgang diesmal etwas enger werden wird, ist der Wahlkampf 2012 langweiliger als der vor vier Jahren. Im September twitterte ich in der mir eigenen selbstherrlichen Art: "Obama vs. Romney ist kein Kopf-an-Kopf-Rennen, ist es seit Monaten nicht, und wird es voraussichtlich auch nicht mehr werden." Bereits Anfang August posaunte ich: „Falls kein unvorhersehbarer crazy shit mehr passiert, sehe ich derzeit kein Szenario, bei dem Mitt auf über 255 EVs kommt. Eher drunter.“ Wie ich nun genau auf 255 gekommen bin (krude Zahl eigentlich!), erschließt sich mir heute nicht mehr, aber auch das war schon als theoretisches Maximalszenario gedacht.

Aus meiner heutigen Sicht liegt ein realistischer Wahlausgang für Mitt Romney zwischen 206 und 244 Electoral Votes. Um die Wahl zu gewinnen, benötigt Romney allerdings mindestens 270 EVs. Dementsprechend sehe ich Obamas EV-Range bei 294 bis 332 EVs. Im schlechtesten Fall besteht sein Vorsprung damit aus 50 Wahlmännern. Selbst das wäre zwar nicht gerade ein Erdrutschsieg, aber alles andere als ein knapper Ausgang. Möglich wäre aber auch ein Vorsprung von bis zu 126 Wahlmännern. Selbst dann werden es sich die deutschen Medien aber vermutlich nicht nehmen lassen, das Ergebnis als einen Dämpfer für Obama auszulegen, weil er die historische 364-Wahlmänner-Marke von vor vier Jahren nicht wiederholt haben wird. Das könnte dann der berühmte „Denkzettel“ sein, ein Bild, das deutsche Journalisten über alles lieben.

Prognose-Profis greifen an

Ich habe in diesem Jahr kein eigenes Prognose-Modell mehr aufgesetzt. Nate Silver von Fivethirtyeight/NYT, Drew Linzer von Votamatic oder Sam Wang vom Princeton Election Consortium haben das Prognose-Geschäft sowohl methodologisch als auch von der Datengrundlage her mittlerweile so weit verfeinert und professionalisiert, dass es ein sinnloses Unterfangen geworden ist, mit den bescheidenen eigenen Mitteln hier noch mithalten zu wollen.

Deshalb – und aus profanen Zeitgründen – habe ich in diesem Wahlkampf keine Primärdaten (insbesondere Einzelstaaten-Umfragen) mehr ausgewertet und gewichtet, sondern schaue mir nur noch die verschiedenen Prognose-Modelle (und nur noch in Zweifelsfällen einzelne, allgemein zugängliche Umfragen) an und bilde mir eine mittelmäßig informierte Meinung. Ein Abweichen von Mainstream oder gar Originalität darf man von meiner Wahlprognose in diesem Jahr also nicht erwarten.

Trotz deutlich höheren Aufwands in den Vorjahren ist mir eine originelle, abweichende Prognose aber eh nur im Jahr 2000 gelungen, mit der ich dann auch kräftig falsch gelegen habe. 2004 lag ich um einen Staat oder fünf EVs neben dem Endergebnis (wegen eines hauchzarten 8.400-Stimmen-Vorsprungs von Bush in New Mexico). 2008 verfehlte ich das offizielle Endergebnis um zwei Staaten oder 26 EVs (Indiana und North Carolina hatte ich McCain zugeschlagen).

Was passiert in der Wahlnacht?

Für dieses Jahr nun hat die New York Times eine schöne interaktive If-Then-Graphik veröffentlicht, die alle 512 halbwegs realistischen Wahlmänner-Konstellationen durchspielt. 431 davon bedeuten einen Sieg für Obama, nur auf 76 dieser Wege kommt Romney ins Ziel.

Um das das Wirrwarr etwas übersichtlicher zu machen, gehen wir mal systematisch an die Sache heran: Bei 39 Staaten steht bereits lange fest, wie die Wahl ausgeht. 382 Wahlmänner sind somit bereits aus der Verlosung. Bei dieser ersten Betrachtung führt Obama mit 201 EVs knapp vor Romney (181).

Bei den verbleibenden zwölf Staaten mit insgesamt 156 Wahlmännern lohnt sich ein näheres Hinsehen. Diese zwölf Staaten lassen sich noch einmal aufteilen: In sechs Staaten zeichnet sich bereits eine einigermaßen deutliche Tendenz ab, wie es jeweils ausgehen dürfte (Pennsylvania, Michigan, Wisconsin und Nevada gehen an Obama, North Carolina und Missouri gehen an Romney). Bei dieser Betrachtung führt Obama mit 253 EVs vor Romney (206).2 Gewonnen hat damit noch keiner.

Die verbleibenden Staaten, in denen der Wahlausgang voraussichtlich sehr knapp ausfallen wird, sind Colorado, Florida, Iowa, New Hampshire, Ohio und Virginia. 3 Diese Staaten bringen gemeinsam 79 Wahlmänner auf die Waage. Von diesen braucht Obama voraussichtlich nur noch 17, um seine Wiederwahl zu sichern. Damit Romney Präsident werden kann, müsste er schon 64 der 79 Wahlmännerstimmen gewinnen. Oder anders gerechnet: Romney muss in mindestens vier der sechs Staaten gewinnen, Obama reichen bestenfalls schon ein Staat (Florida oder Ohio) oder zwei (falls er Virginia gewinnt). In keinem Szenario benötigt er mehr als drei der sechs Staaten.

Geht man nach den gängigen Prognose-Modellen, scheinen fünf dieser sechs Staaten ganz leicht zu Obama zu neigen (Colorado, Iowa, New Hampshire, Ohio und Virginia). In Florida ist der Ausgang völlig offen, hier deuten sich derzeit minimale Vorteile für Romney an. Mit 29 Wahlmännern ist Florida allerdings auch der gewichtigste Brocken in diesem Schwingstaaten-Sextett. Wenn das Gerede und Geschreibe über den angeblichen Romney-Aufschwung jemals einen Sinn ergeben hat, dann vermutlich überhaupt nur hier in Florida, wo Obama einmal knapp die Nase vorn hatte.

Auf dieses Schwingstaaten-Sextett wird in der Wahlnacht also zu achten sein – und das erst recht, wenn es in dem vorgelagerten Tendenzstaaten-Sextett noch zu einer Überraschung kommen sollte. Sollte es Obama beispielsweise überraschend gelingen, in North Carolina oder Missouri zu gewinnen, zeichnet sich für Romney ein Desaster ab. Ein überraschender Romney-Sieg in Pennsylvania, Michigan und/oder Wisconsin hingegen könnte für Obama doch noch ein böses Erwachen bedeuten. Denn wenn Romney das gelingt, könnte er unter Umständen sogar eine Niederlage in Ohio verschmerzen.

Der Kongress tanzt

Zurück zur „Dämpfer“-These. Man kann eine selbst relativ klare Wiederwahl Obamas als Ohrfeige oder zumindest Denkzettel werten, weil Obama die Staaten-Koalition von 2008 nicht zusammengehalten hat – aufgrund der vielen Erwartungen, die er zunächst geweckt hatte, dann aber nicht erfüllen konnte. Wenn man die bisherige Bilanz Obamas bewerten möchte, kommt man nicht umhin, einen Schnitt in der Mitte seiner Präsidentschaft zu machen. In den ersten beiden Jahren hat er zwar nicht alle Wahrversprechen einlösen, aber einige beachtliche Erfolge erzielen können. In den letzten beiden Jahren fehlte Obama eine Mehrheit im Repräsentantenhaus, seitdem ist das politische Washington mehr oder weniger blockiert. 4

Mindestens genauso spannend werden daher auch die aktuellen Kongresswahlen, von deren Ausgang die Handlungsfähigkeit des neuen Präsidenten maßgeblich abhängen wird. Im Repräsentantenhaus scheinen die Republikaner die Nase relativ deutlich vorn zu haben. Etwas unübersichtlicher ist die Lage im Senat, wo es nicht sicher ist, ob die Demokraten ihre aktuelle knappe Mehrheit werden verteidigen können. Mit anderen Worten: Mit klaren Mehrheitsverhältnissen braucht man für die nächsten zwei Jahre eher nicht zu rechnen. Voraussichtlich wird ein demokratischer Präsident erneut einem gespaltenen Kongress gegenüberstehen. 5

Morgen veröffentliche ich hier meine Electoral Vote-Prognose. Wie ich mich bei Florida entscheiden werde, ist mir selbst noch völlig unklar. Und falls dann Mittwoch morgen alles ganz anders aussieht und wir in Romneyworld aufwachen, freue ich mich schon auf das Gelächter über diese allzu selbstgewissen Ausführungen...

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1 So schrieb etwa die Welt am Sonntag in ihrem gestrigen Aufmacher: „Die amerikanische Internetseite Real Clear Politics kommt bei einer Auswertung der zehn wichtigsten Umfragen der vergangenen Tage auf einen Vorsprung Obamas von nur 0,1 Prozentpunkten – 47,4 zu 47,3 Prozent.“ Etwas später folgt noch ein wenig weiterführender Verweis auf eine Studie über Wetterfühligkeit und Parteipräferenz.

2 Wer zu übermäßiger Vorsicht neigt, kann auch noch auf Maine, Minnesota, New Mexico und Arizona acht geben.

3 Die New York Times zählt beispielsweise auch Wisconsin dazu, das wir hier aber bereits in die Obama-Spalte einsortiert haben. Auch, weil die 6-plus-6-Staaten-Logik einfach schöner aussieht.

4 Einen spannenden Einblick in diese Zeit bietet beispielsweise David Corns gut informiertes, zugegebenermaßen aber etwas parteiisches Buch "Showdown".)

5 Wer sich auf die Kongresswahlen vorbereiten möchte, für den gibt es einen schönen One-Pager von Rothenberg Political Report.


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Kutter lässt einen twittern:
Die NFL 2012 Sonderedition

Seit 2003 blogge oder twittere ich über die Nordischen Filmtage Lübeck. Im Gegensatz zu einigen Vorjahren ist es mir in diesem Jahr sogar gelungen, wieder den einen oder anderen Film zu sehen. Lesen Sie hier in chronologischer Reihenfolge meine gewohnt geschmackssichere Bestandsaufnahme in twitteresk hingeschluderter Kurzatmigkeit.

Oh mein Gott, was soll ich bloß anziehen?

Bin noch nie so unvorbereitet zu den Nordischen Filmtagen Lübeck gefahren. Habe aber vorsichtshalber mal jede Menge Serien aufs iPad gepackt

Die Nordische Filmtage Lübeck-Bilanz: Eröffnungsfilm am Mittwoch war die norwegische Thor-Heyerdahl-Saga "Kon-Tiki". #NordicFilmDays

"Kon-Tiki": Angenehm altmodischer Abenteuerfilm, dessen Hanldung allerdings nur so auf den Pazifikwellen dahinplätschert. #NordicFilmDays

"Kon-Tiki" wurde tatsächlich zweimal gedreht: Einmal auf norwegisch, einmal auf englisch. Fast volle Besetzung war anwesend. #NordicFilmDays

"Kon-Tiki" profitiert vom Hai-Grusel-Reflex, den Spielberg uns eingepflanzt hat. Gut gebaute, gut gebräunte Männerkörper #NordicFilmDays

Falls Sie auf dem Eröffnungsempfang waren: Ich war der, der alle 20 Sek den Liveticker des #H96 Pokalspiels aktualisiert hat #NordicFilmDays

"Dom över död man" (Das letzte Urteil): Schwedisches Ehedrama in unheildräuenden Schwarz-weiß-Bildern #NordicFilmDays

"...död man" wurde in Farbe gedreht und in S/W umgewandelt. Verleihe, die S/W-Version nicht wollen, bekommen die Farbversion #NordicFilmDays

"...död man": Ein arg langsam auserzählter Film über Torgny Segerstedt, einen Journalisten, der gegen Hitler anschrieb. #NordicFilmDays

"...död man": Vor allem geht es aber um Segerstedts Unfähigkeit, die Liebe der Frauen zu erwidern. #NordicFilmDays

"...död man": Jesper Christensen spielt Segerstedt mit dänischem Akzent. Regisseur Troell und Autor "Rif" Rifbjerg waren da. #NordicFilmDays

"Hungry Minds": Ein sehr toller Dokumentarfilm von Beatrix Schwehm über mobile Bibliotheken in Bangladesh, Kenia u. Mongolei #NordicFilmDays

"Hungry Minds": Bibliotheken auf Booten oder Kamelen - und die Menschen, die damit Bücher in die Peripherien bringen. #NordicFilmDays

"Kompani Orheim": Nach "Mannen som elsket Yngve" und "Jeg reiser alene" der dritte Teil der Jarle-Klepp-Saga aus Norwegen. #NordicFilmDays

"Kompani...": Ein Prequel. Jarle ist hier 16, leidet unter seinem alkoholkranken Vater, entdeckt die Musik, Politik, Mädchen #NordicFilmDays

"Kompani...": Kristoffer Joner als Vater Terje ist gewohnt großartig, und Vebjørn Enger als der junge Jarle eine Entdeckung #NordicFilmDays

"Vuosaari" (Naked Harbour): Ein neuer Großstadt-Episoden-Film aus Helsinki von Aku Louhimies im Stil von Frozen Land/City. #NordicFilmDays

"Vuosaari": Zurückweisungen, Demütigung, Verachtung, Einsamkeit, die vergebliche Sehnsucht nach Liebe und Anerkennung #NordicFilmDays

"Vuosaari": Ich verehre Aku Louhimies sehr, aber nach dem Film wollte ich mir spontan die Pulsadern aufschneiden #NordicFilmDays

"Vuosaari": Dreht Aku eigentlich auch mal nicht im Winter? Hell-sinki ist jedenfalls auch diesmal wieder mal die kalte Hölle #NordicFilmDays

"Fraktus": Die Drei von Studio Braun in einem überraschenden, unerwartet ernsthaften, leisen, ja zärtlichen Film. #NordicFilmDays #fraktus

"Fraktus" ist eine gefühlvolle Meditation über das Scheitern und die alle Hindernisse überwindende Macht der Musik. #NordicFilmDays #fraktus

"Fraktus": Hintergründige Gesellschaftskritik, komplexe Musik, opulente Bilder, Gewalt mit Dönerspießen. #NordicFilmDays #fraktus

"Fraktus": Eine Hymne auf die Freundschaft und die Kraft der Musik. Nichts für das vergnügungssüchtige NFL-Publikum #NordicFilmDays #Fraktus

"Fraktus": Außerdem tolle Landschaftsaufnahmen von Madeira und Brunsbüttel. Oder irgendwo jedenfalls. #NordicFilmDays #fraktus

In "Fraktus" kann man R. Schamoni, H. Strunk, J. Palminger als unerwartet ernsthafte Charakterdarsteller entdecken. #NordicFilmDays #fraktus

"Fraktus": Devid Striesow treibt sein Spiel dann aber doch manchmal etwas zu sehr in Richtung Kunstfilm. #NordicFilmDays #fraktus #taube

"Fraktus" ist ein echter Autorenfilm, was man schon daran erkennt, dass gleich sechs (!) Autoren mitgewirkt haben. #NordicFilmDays #Fraktus

Studio Braun, Regisseur Jessen &al waren anwesend. Sehr introvertierter, nachdenklicher Auftritt. Strunk war stramm #NordicFilmDays #fraktus

Gestern abend Filmschuppen-Party. War nach "Fraktus" aber zu sehr in Gedanken, um zu richtig zu feiern. Trotzdem viel Bier. #NordicFilmDays

Wie geht's heute weiter? Gleich Olof-Palme-Doku, später vlcht noch "People Out There" (Lettland) u./o. "Uskyld" (Schweden). #NordicFilmDays

Heute abend dann planvoll herbeigeführter Filmriss auf der Filmpreisnacht. Danach das Hotelzimmer verwüsten, wie jedes Jahr. #NordicFilmDays

Nordische Filmtage ist jedes mal wieder harte Arbeit. Und nächste Woche ist dann schon US-Wahl. Habe seit 3 Wochen keine EVs mehr gerechnet.

Der Kutter wurde auf den #NordicFilmDays auch dieses Jahr wieder ausgestattet von: Boardrider, maKULaTUR und Galenus-Apotheke

Wie ich es schaffe, auf den #NordicFilmDays ohne Kater aufzuwachen? Vor dem Schlafengehen immer eine hiervon nehmen: pic.twitter.com/f2d7cf2j

Hotels ohne Wasserkocher auf den Zimmern sind grundsätzlich immer abzulehnen.

Wer ist dein Freund bei Nacht und Tag? / Das Glutamat, das Glutamat.

"Palme": Solide und informative Bio-Doku über Olof Palme - weniger über seine Ermordung als seinen politischen Werdegang. #NordicFilmDays

"Palme": Warum müssen heute eigentlich selbst Dokus mit eigener Filmmusik zugebreit und hochdramatisiert werden? #NordicFilmDays

"Palme": Sind historische Filmdokumente heute etwa musikalisch erklärungsbedürftig durch Leute wie Benny Andersson? C'mon! #NordicFilmDays

("Palme") Benny Andersson: Thank you for the music. Not. #NordicFilmDays

"Palme" Fun Fact: Der Onkel der Freundin des Cousins meiner Lebensrestlaufzeitpartnerin wurde übrigens auch interviewt. #NordicFilmDays

"Fraktus"/"Palme": Eines hab ich bei den diesjährigen NFL gelernt: Devid Striesow MUSS Olof Palme spielen! #NordicFilmDays

Das Problem mit der Filmpreisnacht ist jedes Jahr der Kollege Carlsberg, der mir irgendwann immer einen über die Rübe zieht #NordicFilmDays

Thomas Vinterberg hat mit "Jagten" drei Preise abgeräumt, und ich habe wie jedes Jahr den Gewinnerfilm wieder nicht gesehen. #NordicFilmDays

Orr, Kollege Carlsberg, die Sau!

Orr, Kollege Carlsberg ist ein echt hinterhältiger Hund!

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FRÜHERE NFL-BERICHTERSTATTUNG BEI DICHTHEIT & WAHRUNG:

2011 | 2010 | 2009 | 2008 | 2006/2007 | 2005 | 2004 | 2003


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Als ich als junger Mann Arno Schmidt, Flann O'Brien, Albert Camus entdeckte und darauf mein weiteres Leben zwar nicht ganz, aber doch weithin der Literatur zuwendetete, verdankte ich das nicht meinen Lehrern und nicht meinem Elternhaus, sondern dem Malibu Plattenversand aus Hamburg.

#zulangfürtwitter


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Aber, ach...

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Kutter lässt einen twittern,
XVI. Lieferung

Lesen Sie hier, was sich (in der gewohnten umgekehrten chronologischen Reihenfolge) in den letzten Wochen auf meinem Twitter-Account ereignet hat, oder besser noch: lassen Sie es bleiben.

Es ist ja doch auch ein wenig frisch geworden in den letzten Tagen, isn't it?

Alteingesessene griechische Gastronomen möchten mit mir über David Jarolim sprechen. #ichkanndochauchnichtsdafür

Mit @ankegroener im Volksparkstadion #HSV - #FCB gesehen. Und langsam spüre ich auch meine Zehen wieder.

"0,1 Prozent Finanztransaktionssteuer? Da ist ja meine Hausfinanzierung teurer!" #HierLachtBellevue

Habe in diesem Jahr bislang nur Filme mit Ryan Gosling im Kino gesehen. War in diesem Jahr bislang nur zweimal im Kino. Komisches Jahr.

"Driver": Ein Michael-Mann/Abel-Ferrara-Hybrid. Brutale Lakonie, lakonische Brutalität? Famose Musik. Typographie aus der Hölle.

2012 ist irgendwie 'n komisches Jahr. Ich bin irgendwie immer noch in 2009.
"0,1 Prozent Finanztransaktions-Steuer? Da ist ja meine Hausfinanzierung teurer!" (Hier lacht Bellevue)
Paul McCartney sieht auch immer mehr aus wie Angela Merkel

Der schmale Grat zwischen Gin und Wahnsinn

Seit 1.1.2012 sind Saxophon-Soli wieder erlaubt.

Manche Präsidenten stürzen über eine "Ruby", andere stolpern über ihren Rubikon.

Das von Stefan Raab erfundene revolutionäre Echtzeit-Voting habe ich erstmals 2008 bei den Präsidentschaftsdebatten auf CNN gesehen. #USFB

Das "ingenious draughtflow system" in der Murphy's Stout 3.5% Lättöl-Dose ist tatsächlich ziemlich ausgefuchst.

Überall Schnee, aber ich bin nicht in New Hampshire. #früherwarmehrlametta

Mehrere Menschen haben mir in den letzten Tagen auf meiner Mailbox Krieg angedroht. #wulffunddiefolgen
Paul McCartney sieht auch immer mehr aus wie Angela Merkel
Der Service in "Ufo's Pizza Palace Butik och Kebap" ist nicht sehr aufmerksam.

Der Sturm ist vorbei. Rund ums Haus liegen entwurzelte Bäume. Eindrucksvoll. Immerhin ist diesmal der Strom nicht ausgefallen.

Ich bin ein Fan von Sebastian Kölzow-Isaksen. Ich nenne ihn auch gerne "Dr. Bob" Kölzow. #HalmstadHammers

Zurück aus der Halmstad Arena. Die Halmstad Hammers haben 1:3 gegen Helsingborg HC verloren. Die Wurst hat auch mies geschmeckt.

Ich weiß nicht warum, aber ich mag gerade Jahreszahlen einfach lieber als ungerade.

Dieses Jahr gibt's voll was auf die 2012!

Dass sie bei Gränsbygdens Köpcentrum in Råstorp zu blöd oder zu faul sind, nen Durchbruch zu machen, bewerben sie stolz mit "2 butiker!"

Die aktuellen popkulturellen Zumutungen, von denen meine jungen Hipsterfreunde vorgeben, sie nicht zu kennen, kenne ich wirklich nicht.
Der schmale Grat zwischen Gin und Wahnsinn
Reger Sylvesteranreiseverkehr vor dem Haus. Schweden, Dänen, sogar Holländer. Ist das jetzt etwa ein internationaler Tourismushotspot hier?

Kann das wirklich sein, dass wirklich niemand auf meiner Timeline das Auftaktspringen der Vierschanzentournee gesehen hat? #barbaren

Die Prä-Raphaeliten bei Michel Houellebecq und Wolfgang Müller

Ich verstehe gar nicht, wie ich mein bisheriges Leben ohne Tempomat leben konnte...

Ausgerechnet Sigmar Gabriel will jetzt Christian Wulff "im Amt halten": Sigmar Gabriel hat offenbar noch eine Rechnung offen... #2003

Eigentlich etwas beunruhigend, wie routiniert und flink ich mittlerweile mit Einwegspritzen hantiere.

Zeit, Bilanz zu ziehen: 2011 war ein durchschnittliches Jahr. Schlechter als 2010, aber besser als 2012.

Alle Weihnachtsaktivitäten hinter mich gebracht. Call me survivor!
Gleichgültigkeit ist mir egal.
Immer wenn ich meinen Pari Compact Inhalationskompressor anwerfe, denke ich an das "seltsam Rauchgerät", von dem Element of Crime einst sangen

Ich schaue nicht viele Musikvideos, deshalb war es ein leichtes für mich, mein Musikvideo des Jahres zu wählen: vimeo.com/24306741

Das Gute an Weihnachten: dass es mit der gleichen bösen Unausweichlichkeit, mit der es jedes Jahr aufs Neue kommt, auch wieder verschwindet.

Eben rief wieder dieser Typ an, der glaubt, er sei ein Hacker, weil er Captchas "lösen" könne...

Wow, scary! Wulff hat sich heute selbst seine linke Gehirnhälfte rausoperiert. #glaeseker

Sollte heute schon wieder einem das "System Hannover" erklären. Leute, wenn ich es verstanden hätte, wäre aus mir auch was geworden!

Gleichgültigkeit ist mir egal.

Nachdem mein Nachbar sich vorhin meinen Werkzeugkasten ausgeliehen hat, dürfte er nun seine Weihnachtsgeschenke zusammen haben.

Hätte der Wulff seinen Privatkredit beim Guttenberg genommen, hätte der den gleich abschreiben können. #HierlachtderBanker

Ach, so sind sie, die Liberalen. Der letzte Außenspiegel, den ICH abgefahren habe, war wenigstens mein eigener!

Lindner versucht, möglichst viel Abstand zwischen sich und die Bundestagswahl zu bringen. Das wird im Rückblick mal sehr schlau gewesen sein

Pünktlichkeit ist die Rebellion der Chaoten.

Ich habe übrigens den coolsten Klingelton der Welt: "Bellbottoms" von Jon Spencer Blues Explosion. Perfekte Ringtone-Dramaturgie!

85% der befragten West Wing-Fans finden, Jed Bartlet wäre ein besserer Präsident als Barack Obama. thewestwing.tv/who-would-be-t… #westwing

Auf dem Weg ins Büro höre ich immer "Größenwahn" von Andreas Dorau. (Strategien der Selbstmäßigung)

Einen quälen ist Mobbing. Mehrere quälen ist Teambuilding.

"Wer sind Sie überhaupt?" - "Ich bin der, der seinen Job beherrscht. Dann müssen Sie wohl der andere sein." (Mark Wahlberg in "The Departed")

♫ How much shit a good man can eat / before he becomes shit himself? ♫ (Bobby meets de Selby meets moi)

Vom Suizid-Versuch Babak Rafatis hörte ich, als ich gerade den FAZ-Leitartikel zu Heinrich von Kleists 200. Todestag zu Ende gelesen hatte.

Und wieder einer dieser Tage, dessen Probleme man am liebsten mit einem beherzten "Frischfisch macht frisch!" aus der Welt schaffen würde.

Immer, wenn wir bei Kalle auf den Hof fahren, ruft er: "Hannooover!" Aber nur, wenn 96 verloren hat.

Ich glaube, mein Oberschenkel macht dicht.

Gestern abend: Die lange Nacht der grünen Kugeln - Show-down auf der Bundeskegelbahn

Ich glaube, ich bin Aggroleptiker.

Ich will zurück, ich will zurück, ich will zurück nach Nacka Strand...

Ich muss es ja mal sagen (weil's sonst keiner tut): Diese Woche war ich mal wieder auf der Höhe meiner Kunst!

BILD heute: "Nazis! Sie benutzen sogar Bettdecken!" (Oder so ähnlich.)

Habe soeben das Wort "stringentieren" erfunden. Vergessen Sie nie, wo Sie es zuerst gelesen haben! (Hier.)

I put the "latte" in Schallplatte.

Schreibblockade. Beim Twittern. Das weiße Eingabefeld verhöhnt mich. Unmöglich, es zu füllen. Mehr Alkohol.
Pünktlichkeit ist die Rebellion der Chaoten.
Ich bin der Elder Statesman des Punkrock.

Immer bei solchen Rückenschmerzen sorge ich mich, den richtigen Zeitpunkt für eine Berufsunfähigkeitsversicherung bereits verpasst zu haben

Nie war ich so alt wie heute.

Drei Stunden für drei Entscheidungen. Warum sind Abendsitzungen immer viel zäher als alle anderen Sitzungen?

Ich bin ein analoger Hacker. Ich verstehe nichts von Technik, mein Spezialgebiet ist: ich hacke Organisationen.

Hier knie nun nieder, küsse den Ring und lass Dich mit dem Krückstock zum Kanzlerkandidaten schlagen. #Sozialdemokratie_anno_2011

Mozart und wie er das heutige Fernsehen sah: "Singt dem großen Buzzer Lieder"

"Die Moderne, Freundchen, kommt gerade erst auf uns zu": Jetzt dreht der Dath völlig durch. faz.net/aktuell/feuill…

Soll einer Kanzler werden, der im Handgepäck eines grummeligen alten Sacks reist, um sich von diesem brav den Kopf tätscheln zu lassen? #steinbrück

Dieser Steinbrück schawenzelt um diesen schlecht gelaunten alten Schmidt herum wie ein Erbschleicher, der ins Testament will.

Ihr dürft mich jetzt übrigens auch gerne mit "Herr Fabrikant" ansprechen.

Da, wo der Deutsche "Herz" auf "Schmerz" reimt, fügen sich beim Briten "pills" zu "thrills". Heute: Songwriter Stevie Jackson (Schottland)

"Sehenswürdigkeiten" sind die "Prominenten" unter den Orten.
Einen quälen ist Mobbing. Mehrere quälen ist Teambuilding.
"Shine on you crazy diamond" in einer Todesanzeige, das ist nicht ohne Stil. #Kittler #RIP

Hey, Internet! Wieso erfahre ich erst heute, dass es eine neue Tommy-Keene-Platte gibt? Und zwar aussem Print?! Schwach, ganz schwach!

Heute morgen roch es in meinem Bad, als hätte heute nacht dort jemand Fischstäbchen gebraten, und zwar in Butter. Europa am Abgrund.

Wenn ich Karl Bruckmaier gestern richtig verstanden habe, klingen Neil-Young-Kassetten viel besser, wenn man sie in der Sonne liegen lässt.

Dan Mangan versucht und gelingt zu viel auf dem neuen Album.

Eben erst bemerkt, dass ich auch einen lettischen Fernsehsender empfange. Kāpēc neviens man saka?

Nicht dass ich meine Freikarten für Roxette habe verfallen lassen, ist verwunderlich, sondern dass ich es bedauere.

"Literaturdekorateur" gelesen statt "Literaturredakteur". Ein mutmaßlich unnützer Job, in dem ich aber gar nicht schlecht wäre.

Dass sich die Kanzlerin aus Ho-Chi-Minh-Stadt zu der verworrenenen Situation meldet, entbehrt nicht einer gewissen Ironie.

Wie gut das ist, dass Praschl wieder da ist. Wie sehr er gefehlt hat. vague.antville.org

Diese These von der Anal- bzw. Fäkalfixierung der Deutschen halte ich ja immer noch für 'ne Scheißargumentation: vanityfair.com/business/featu…

Das Internet, das ich hier empfange, nachdem die Sicherheitsfilter unserer IT damit fertig sind, sieht anders aus als jedes andere Internet.
Ich glaube, ich bin Aggroleptiker.
Wieder kein Friedensnobelpreis für Dr. Kohl, obwohl er die Wiedervereinigung erzwungen hat, ohne dass ein einziger Schuss abgebeben wurde.

Oh mein Gott, schrecklicher Gedanke gerade: Was, wenn mein Lieblings-Sakko nicht so alt wird wie ich? #alleinsterben

Wieder kein Friedensnobelpreis für Kohl. Dabei war er der letzte Kanzler, unter dem Deutschland Kriege nur finanziert und nicht geführt hat.

Schon wieder kein Friedensnobelpreis für Philip Roth!

Krass! "Die Vorhänge in dem Bungalow waren zugezogen, vor einigen Fenstern waren gar die Rollläden heruntergelassen." #journalismus

Im Gegensatz zu Steve Jobs läuft mein alter Macintosh SE (Baujahr 1988) immer noch einwandfrei. Mal sehen, ob er älter wird.

Gibt es so etwas wie U-Bahn-Trainspotter? Wenn ja, dann sehe ich regelmäßig einen. Aus der U-Bahn.

Konnte Noel und Liam noch nie auseinanderhalten. Musste ich aber auch noch nie.

Laut Suchanfragen, die zu meinem Blog führen, bin ich die Schwester von Mousse T., die gerade an der Fortsetzung von "The Wire" arbeitet.

Von Mao zu Moa, von Pol Pot nach Poltawa (Bildungsroman eines linken Fußballfans)
Wieder kein Friedensnobelpreis für Dr. Kohl, obwohl er die Wiedervereinigung erzwungen hat, ohne dass ein einziger Schuss abgebeben wurde.
Seit es "Zwobot" nicht mehr gibt, habe ich den Fernseher nicht mehr angemacht. (file under: Dinge, von denen ich wünschte, sie wären wahr)

Die neue #faz.net-Startseite: Ist das jetzt retro oder vintage?

Die neue #faz.net-Seite: etwa nach dem ersten Drittel abwärts wird's eher unschön (wenn alle Spalten gleich breit werden). Aber oben: Schön!

Ich mag das Wort "lillebror". Liegt vermutlich daran, dass ich Einzelkind bin.

Dass das neue Ryan-Adams-Album dann nicht doch mindestens eine Elektroclash-Extravaganza geworden ist, ist schon eine große Überraschung.

Hey, Internet, wo krieg ich denn hier in Mitte (Hannover-Mitte) am Einheiztag eigentlich ein okayes No-Bullshit-Frühstück?

Erst der Sommer, der keiner war, und jetzt werden wir auch noch um einen anständigen Herbst beschissen. Das Wetter dreht durch.

Besser noch als Gunter Gabriel: @Kulturfolger He is a Creep: youtube.com/watch?v=hXlzci…

Und auf alles gleißt eine unbarmherzig aus allen Rohren feuernde Sonne, deren Licht noch in die letzten Ritzen und Winkel kriecht. Gelbe Sau!

Werfe Ibuprops ab wie ein Bomber seine tödliche Fracht. Ich werde diesen Schmerz dem Erdboden gleichmachen!
Oh mein Gott, schrecklicher Gedanke gerade: Was, wenn mein Lieblings-Sakko nicht so alt wird wie ich? #alleinsterben
Auf jeder Zigarettenpackung steht, wie tödlich Rauchen ist. Aber auf keinem Gin Tonic-Glas steht, dass einem davon der Kopf platzen kann!

In einer Stadt zu leben, die von ihren auswärtigen Besuchern bloß "Hangover" genannt wird, hätte mir Warnung genug sein müssen.

Mein Kopf fühlt sich an wie eine Schrottpresse. Nein, falsch: wie eine Schrottpresse IN einer Schrottpresse.

Ich glaube, dass Deutschland ein Land ist, dass nur noch mit den Retro-Filtern der Smartphone-Photographie angemessen abgebildet werden kann

Hey, Twitter, nur mal für's Protokoll: Solange ich noch meinen eigenen Hüften vertrauen kann, werde ich Shakira NICHT folgen.

Dass meine Rechtschreibprüfung das Wort "Dienstleister" einfach und einfach nicht akzeptieren will, macht sie mir ja sympathisch.

Arbeite gerade an einer Richtlinie, die mir künftig ermöglichen wird, in bestimmten Fällen zu sagen: "Das ist ein klarer 3.4.2.b!"

Heute schon zum zweiten Mal mit einem jovialen "Mensch, Kutter, Sie hier und nicht in Poltawa!" begrüßt worden.

Gelernt, was die russische Redewendung "Wie ein Schwede bei Poltawa" bedeutet: haz.de/Nachrichten/Sp…. Schluck.
Und auf alles gleißt eine unbarmherzig aus allen Rohren feuernde Sonne, deren Licht noch in die letzten Ritzen und Winkel kriecht. Gelbe Sau!
Redwood Plank Deck von Tunnel, 4President Wheels von Orangatan und Holey Trucks - oder: Mobil durch die Midlife Crisis

Seit ich dazu übergegangen bin, #o2 nicht mehr als Netzanbieter, sondern als Firewall zu betrachten, bin ich eigentlich recht zufrieden.

Es gibt diesen Kollegen, immer wenn ich ihn auf dem Gang sehe, höre ich den "Imperial March" aus "The Empire Strikes Back" in meinem Kopf

Allgegenwärtigkeit: Ray-Ban-Hornbrillen, Wellensteyn-Jacken. Darauf kann dieses Land sich, scheint's, einigen.

Niedersächsische Landesregierung bereitet Meeresstrategie für die Nordsee vor. Endlich angemessene Reaktion auf den Wahlerfolg der Piraten!

Die niedersächsische Landesregierung arbeitet an einer Meeresstrategie für die Nordsee. Recht so. Das Thema plätscherte bisher eher so dahin

Statt "gelbwürdiges Foul" eben "glaubwürdiges Foul" gelesen. Machte im Zusammenhang irgendwie auch Sinn.

Heute zum ersten Mal seit langem wieder eine Schrift gekauft. Privat. Sie heißt "Fidel Black". lttl.co/pnXniF

Ganz Twitterberlin beschäftigt sich nur noch mit Piraten oder aber mit Artikeln über Piraten. Die ham Probleme da!

Ich bin jetzt in einem Alter, in dem ich für Abwesenheit keinen Assistenten mehr brauche.

Zurück aus dem #Heidepark in Soltau. Die größte Attraktion war wider Erwarten nicht "Die Krake", sondern "Die Schlange".

Vorteil "GNARR": Heiða Kristín Helgadóttir sieht besser aus als George Stephanopoulos.

Vorteil "The War Room": wird in der Mitte nicht allzu sehr vom Spitzenkandidaten zugelabert wie "GNARR" von Gnarr

"GNARR" (2011) ist die komischste Wahlkampf-Doku seit "The War Room" (1993).
Ich glaube, dass Deutschland ein Land ist, dass nur noch mit den Retro-Filtern der Smartphone-Photographie angemessen abgebildet werden kann.
Gestern fühlte ich mich wie ein Viehtreiber. Aber jetzt stehen alle Rinder wieder brav auf der Weide. Bzw. sind alle Schäfchen trocken.

Helmut Kruhl, Meister von 1954, ist tot: bit.ly/rfU7s7 #h96

Noch heute rufe ich bei jedem Freistoß 20m vorm Tor: "Krupi-Entfernung!" Block W17 kann es bezeugen.

Vielleicht muss man es immer wieder laut aussprechen: "Nicht die Dinge selbst, sondern die Meinungen über dieselben beunruhigen die Menschen."

Es ist eine pädagogisch äußerst bedenkliche Lektion, dass man nach einer halben Stunde rumtouretten offenbar alles bekommt, was man wollte.

Bin seit 15 Minuten im verschärften Meltdown- und Tourette-Modus.

Ich gebe ihnen und mir noch 11 Minuten. Dann schalte ich um in den Tourette-Modus und greife zum Telefon.

Ich kann problemlos schlechte Laune haben, auch wenn es keinen Grund dafür gibt. Warum verdammt geht das nicht auch mit guter Laune?

Alle hacken auf dem #Papst rum, aber fashion-wise ist #Ratze der bestgekleidete Mann seit Hamid Karzai. Eine Ikone der Metrosexualität!

Habt Ihr Euch nicht auch schon immer gefragt, warum Band 2 von "Das Kapital" viel dünner ist als Band 1 und Band 3? Sieht doch scheiße aus!

Morgen große Entscheidungsschlacht in meinem Mehrfronten-Abnutzungskampf um Das Große Projekt: Clusterfuck oder Grandezza?

Kleiner Hund trat in letzter Zeit tatsächlich ein wenig ungehobelt auf.

Philipp Rösler (lt. SZ): "Es ist unbestritten vielleicht (...)" [aufgehört zu lesen]

Ehrlich! Ich hab auch keine Ahnung, warum Facebook glaubt, Ralf Stegner sei eine Person, die ich vielleicht kenne!
Ich bin jetzt in einem Alter, in dem ich für Abwesenheit keinen Assistenten mehr brauche.
Ach, Ihr Teilzeit-Aphoristiker da draußen!

Sie sagt, Kleiner Hund habe eben "sehr bestimmte Vorstellungen von Symmetrie und Ordnung". Die er auch sehr konsequent durchsetzt.

2011 brachte neue Alben von Richard Buckner, Richmond Fontaine & Dan Mangan sowie Hannover96 in die EuroLeague. Scheißjahre sehen anders aus

Bislang haben wir alle Spiele gewonnen, bei denen alkoholfreies Bier im Stadion vorgeschrieben war. Empirie, Baby! #h96

Mein Leben zwischen Standard & Poor's und Standard Lüttich (möglicher Titel für Autobiographie) #h96

"Lüttich" klingt für mich wie ein Adjektiv, das "klein" oder "unbedeutend" meint. As in: "Mann, diese Portion ist echt lüttich!" #h96

Sollte es das Ziel von o2 sein, seine Kunden von den Zumutungen mobilen Netzzugangs abzuschotten, wäre es ein sehr erfolgreiches Unternehmen

Dieses Internet ist mir irgendwie zu groß und unübersichtlich geworden. Gibt's hier nicht irgendwo eine Executive Summary?

Ob ich bei Facebook wohl jemals den Unterschied zwischen "Hauptmeldungen" und "Neueste Meldungen" begreife? Andererseits: wen juckt's?
Habt Ihr Euch nicht auch schon immer gefragt, warum Band 2 von "Das Kapital" viel dünner ist als Band 1 und Band 3? Sieht doch scheiße aus!
Kopf hoch, Günther #Jauch! Auch wenn's bei diesen waaaahnsinnig interessanten Karteikarten sicher schwer fällt.

Hallo ARD! Ihr könntet noch mehr Einstellungen mit Dieter Moor in die Sendezeit packen, wenn Ihr mit Split Screen arbeiten würdet! #ttt

Heute braucht es im Kapitalismus keine Terroristen mehr, um seine Symbole zu zerstören. Heute tut dies der Kapitalismus von ganz allein.

Kommunalwahl in Niedersachsen. Kleiner Hund war heute zum ersten Mal wählen.

Mein Eleven, dein Eleven... Nein Eleven!

Meine Bilanz des Lindener Schützenfests: 5 Bier, 8 Lütje Lagen, 6mal Autoscooter, sowie 1 handgefertigtes Longboard in Kalifornien bestellt.

Auch schon wieder zwei Jahre her, dass ich in Berlin war. Sollte für nächstes Jahr vielleicht mal wieder einen Besuch einplanen.

Heute hatte ich wieder so einen "Ich-muss-Frank-Drebin-töten!"-Tag.

Prominenten Twitterern folge ich grundsätzlich nur, wenn sie mir zuerst folgen.
Mein Leben zwischen Standard & Poor's und Standard Lüttich (möglicher Titel für Autobiographie)
Weil ich an der Kasse stand und darauf wartete, dass jemand kommt, um zu kassieren. (Zugegeben: sehr verdächtiges Verhalten, das!)

Bin heute verdächtigt worden, ein Brötchen aus der Kantine klauen zu wollen. Wie ich aufgeflogen bin?

Menschen, die von "Ground Zero" reden, als hätten sie die schon gekannt, als sie noch in kleinen finnischen Clubs auftraten.

Menschen, die von "Ground Zero" reden, als wären sie dort aufgewachsen.


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Wulff und ich

Es gibt etwas, das Christian Wulff und ich gemeinsam haben. Man hält uns beide für Hannoveraner. Allerdings fälschlicherweise: Auch wenn ich seit langem und nur mit kurzen Unterbrechungen in Hannover lebe und von hier aus meine weltumspannenden Aktivitäten koordiniere, so stamme ich doch ursprünglich aus den unendlichen, menschenleeren Weiten Südskandinaviens. Und besagter Christian Wulff kommt aus Oldenburg oder Osnabrück oder Oldeslohe oder irgendeinem anderen dieser Orte mit „O“, die kein Mensch auseinanderhalten kann. Er hatte aber immerhin für einige Jahre ein Büro in Hannover und soll sich sich überdies im Speckgürtel der Landeshauptstadt eine beklinkerte Einfamilienwohneinheit zugelegt haben, auch wenn man im Falle Hannovers wohl eher vom „Graubrotgürtel“ sprechen sollte. Es kam in dieser Stadt sogar einmal zu einem Zusammentreffen zwischen uns, in dessen Verlauf wir Hände schüttelten, und zwar gegenseitig, wie es in diesen Breiten guter Brauch ist. Wir hatten uns dabei allerdings wenig zu sagen, und auch dies ist hier guter Brauch.

Die vermeintliche gemeinsame Herkunft des Herrn Wulff und meiner Person führt nun aber langsam zu unangenehmen Verwicklungen. Mehrere Menschen aus verschiedenen Teilen des Bundesgebiets haben mir in den letzten Wochen auf die Mailbox gesprochen. Sie hielten es für originell, mir mitzuteilen, sie seien gerade auf dem Weg zu irgendjemand, und drohten mir überdies mit „Krieg“. Auch solche Verhaltensweisen scheinen manche offenkundig mittlerweile als einen üblichen Brauch in unseren Breiten zu erachten. Dass ich mich wie jedes Jahr dereit in meinem ausgedehnten schwedischen Winterexil befinde, führte wiederum zu Nachfragen, ob a) auch Herr Wulff schon in unserer Unterkunft genächtigt habe oder ob b) wir auf Kosten eines Herrn Maschmeyer hier logierten, bekocht womöglich von einer gewissen „Veronika“.

Ich bezweifle, dass solche Nachrichten oder Nachfragen an mich gerichtet würden, käme ich aus Oberhausen, Offenburg oder Obernkirchen oder einem anderen dieser Orte mit „O“, die kein Mensch auseinanderhalten kann. Und ich muss sagen, dass auch für mich der Rubikon des Zumutbaren nun langsam überschritten ist. Deshalb sage ich: Auch ich habe Menschenrechte! Herr Bundespräsident, beenden Sie diese unwürdigen Verwicklungen, die längst nicht mehr nur Ihre eigene Person und die Würde Ihres Amtes belasten. Dies ist der Augenblick, da es zwischen uns zum Bruch kommen muss. Herr Bundespräsident, Sie wissen, was zu tun ist!

____________________________

DISCLAIMER 1: DIES IST KEINE OFFENE RÜCKTRITTSFORDERUNG, WEIL ICH NICHT IN DEN VERDACHT GERATEN MÖCHTE, "POLITISCHES KAPITAL" AUS DIESEN VERWICKLUNGEN "SCHLAGEN" ZU WOLLEN.

DISCLAIMER 2: ANFRAGEN IN DIESER ANGELEGENHEIT RICHTEN SIE BITTE AN MEINEN ANWALT. ICH KOMMUNIZIERE MIT DER DEUTSCHEN ÖFFENTLICHKEIT NUR NOCH ÜBER MEINE ANWÄLTE.


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10 Jahre Kutter

Huch! Wenn ich heute morgen nicht einen improvisierten Geburtstagskuchen aus Milky Way-Riegeln mit zehn Partykerzen erhalten erhalten hätte, hätte ich vollkommen verpennt, dass ich heute mein zehnjähriges Blogger-Jubiläum habe!

Heute vor zehn Jahren war ich einem Hinweis des verehrten Sofa-Bloggers Peter Praschl gefolgt, hatte bei Antville einen Account eröffnet und meinen ersten Post veröffentlicht, der eher Testcharakter hatte (und den ich dann etwas später mit dem heutigen Motto dieses Blogs überschrieben habe). Im Januar ging's dann mit der regelmäßigen Befüllung los. Ich bin Antville-Blogger Nummer 347. Ich bin ein Veteran der zweiten Generation.

Im Laufe der Jahre wurde das Blog für mich ein überaus wichtiges Ausdrucks- und Austauschmittel. Es gab Jahre, in denen hat es mich vor dem Wahnsinn bewahrt. Es gab Jahre, da hatten meine Beiträge nicht nur eine ansehnliche Erscheinensdichte (es gab da mal den Claim "täglich fangfrisch, außer manchmal"), sondern durchaus auch ein ganz ansehnliches Niveau. Nicht unbedingt zu Beginn, und auch nicht unbedingt in den letzten zwei Jahren, in denen ich kaum noch dazu gekommen bin, etwas zu "kuttern" (dieser Begriff war durchaus mal ein sehr wichtiger in meinem aktiven Wortschatz).

Ich habe durch das Blog ganz erstaunliche und wunderbare Menschen kennengelernt, und einige von diesen sogar persönlich. Das beste am "Kutter" waren oft die Kommentare - und ich sage das nicht aus falscher Bescheidenheit, denn solche Kommentare bekommt man nicht einfach so. Dieses Blog war für mich immer ein Geschenk: als Ausdrucksform, deren technische Grundlagen die fabelhaften Antville-Boys einfach so für uns hingestellt hatten, aber auch als Möglichkeit, mit Menschen ins Gespräch oder ins Herumalbern zu kommen, die man sonst nie getroffen hätte.

Ich habe das Blog immer anonym betrieben, wofür es eine Weile lang gute Gründe gab, heute vermutlich eher weniger. Es gab gelegentlich Spekulationen und Recherchen, wer ich wohl sei, aber die Antwort "Niemand, den Ihr kennt" war nie kokett und nie falsch. Im Grunde bin ich die langweiligste Sau vom ganzen Internet.

Heute komme ich fast gar nicht mehr zum kuttern. Es ist nicht nur, aber auch ein Zeitproblem. Es ist vor allem aber ein Ermüdungsproblem: Muss man immer wieder die Beschissenheit der Dinge kommentieren, muss man immer wieder verspielt um die eigenen Befindlichkeiten herumtänzeln?

Das "Your Disco Needs You"-Gefühl ist auch nicht mehr so emergent. Bloggen ist heute anders als früher, und ich will gar nicht sagen, dass es früher besser war. Früher konnte ich nur mehr damit anfangen, und das liegt vermutlich mehr an mir als am Zustand der sog. Blogosphäre. Vielleicht aber auch nicht. Ich würde darüber schreiben, wenn es mich interessieren würde.

Manchmal denke ich mir, ich müsste mal wieder. Mal wieder etwas kuttern. Dann flammt hier wieder kurz was auf, und vielleicht wird es irgendwann auch wieder dauerhaft und regelmäßig sein.

Durch den Kutter gab es freundliche Angebote, anderswo attraktive Dinge zu tun. Dafür bin ich dankbar, obwohl ich die meisten Gelegenheiten habe verstreichen lassen. Auch aus einer gewissen Kraftlosigkeit heraus. Bloggen macht müde. Ich bin unendlich müde. Für's gelegentliche Twittern reicht's noch, das schafft ein halbwegs intelligenter Mensch auch im Halbschlaf oder beim Zähneputzen. Aber dieses Blog nehme ich ernster als das, was ich heute darin beitragen könnte.

In Geburtstagsansprachen kommt irgendwann immer der Ausruf: "Auf die nächsten xx Jahre!" Wird es in zehn Jahren den "Kutter" noch geben? Vielleicht nicht, vielleicht aber auch kraftvoller und schöner als je zuvor. Man weiß es nicht. Man weiß so wenig. Bis hierhin sage ich: Dankeschön. Das sollte man sowieso viel öfter sagen.

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In Joghurtgewittern —
Gefechtserfahrung im Golf-Krieg

Millionen männlicher Mitmenschen haben seit 1961 während ihres Zivildiensts sog. »wertvolle Erfahrungen« gesammelt, die sie »auf keinen Fall missen« möchten. Den meisten von ihnen wurde das allerdings erst hinterher klar. Heute nun werden in Deutschland die letzten Ersatzdienstleistenden in die Freiheit entlassen. Wie es sich für alte Zausel gehört, erzähle ich deshalb ein weiteres Mal von meinen schönsten Gefechtserlebnissen im zivilen Alltag, und aus Ermangelung eigener Enkel (oder gar Zivis!) müssen Sie nun als Publikum herhalten. Das mag Ihnen ungerecht erscheinen, aber meine damalige Kundschaft konnte sich mich auch nicht aussuchen.

Auf einmal ging alles sehr schnell. Der junge Kollege Bessmann hatte gerade den Wagen an der roten Ampel gestoppt, als sich plötzlich die Türen des vor uns stehenden Golfs öffneten. Zwei junge Männer sprangen heraus. Ich wusste gleich, was passieren würde.
   »Los, Zentralverriegelung!«, rief ich. Hektisch griff ich nach hinten und kramte im Rückraum des Wagens. Die Männer standen bereits vor uns. Sie holten aus und warfen zwei Yoghurt-Packungen auf unsere Windschutzscheibe, die sogleich zerplatzten.
   »Die Arschlöcher«, schrie Bessmann und schaltete den Scheibenwischer ein, der den Kleister kreuz und quer über die Scheibe schmierte. Als wir endlich wieder etwas erkennen konnten, waren die Angreifer längst wieder in ihren Wagen gesprungen und losgefahren. Die Ampel stand auf grün. Alle fuhren, bloß wir nicht. Ich hatte derweil gefunden, wonach ich gesucht hatte.
   »Hab' einen«, rief ich, »Bessmann, gib Gas!«

Bessmann ließ die Reifen quitschen. Es ging rauf auf die Hochstraße, und jetzt zahlte sich endlich einmal aus, dass wir die Überlandtour fuhren: Die Tour war unbeliebt, weil sie länger war als alle anderen, aber dafür hatten wir den Turbo-Diesel. Bessmann überholte spielend, während ich das Beifahrerfenster herunterkurbelte. Nur einen Augenblick später zerbarst ein Schoko-Pudding von Puddis, einer Marke, die wir seltsamerweise immer in kyrilischer Beschriftung geliefert bekamen, oben links auf der Windschutzscheibe des gegnerischen Golfs. Ein zweiter klatschte auf die Essen auf Rädern-Werbetafel.
   »Ja, noch einen!«, rief Bessmann, dessen Laune sich augenblicklich gebessert hatte.
   »Nix, wir hauen ab«, beschied ich, zufrieden mein Werk im Rückspiegel betrachtend. Schließlich wurde ich gern als Stimme der Vernunft den eher unverlässigen Fahrern zugeteilt. Aufgrund meines gesetzten Alters und eines abgeschlossenen Universitätsstudiums galt ich als Respektsperson. Die Kollegen im Golf hatten genug, entschied ich.

Wegen eines angeblichen Nierenschadens, den außer dem Kreiswehrersatzamt niemand (und später auch dieses selbst nicht mehr) wiederfinden konnte, gelangte ich erst mit etlichen Jahren Verspätung als Zivildienstleistender zu Essen auf Rädern. Was ich nicht wusste: Diese ruhmreiche Einrichtung, die sich den konsequenten Vitaminentzug unserer greisen Bevölkerung mittels Lieferung erkalteter Speisen auf die Fahnen geschrieben hat, ist die erste Anlaufstelle für die Autonarren (vulgo: die Bekloppten) unter den Kasernatsverweigerern. Was die einschlägigen, gewissen Gewissensgründe betrifft, die glaubhaft herangeführt werden mussten, um die Berechtigung für das Privileg eines extralangen Zwangsdienstes bescheinigt zu bekommen, bewiesen die Essenausfahrer jeden Tag aufs neue, dass sie keine moralischen Probleme damit hätten, mit einem Panzer ganze Dörfer plattzuwalzen, und seien es bewohnte. Eine These, die sich durch die eindrucksvolle innerbetriebliche Unfallstatistik jederzeit belegen ließ, von den Yoghurt-Schlachten auf offener Straße ganz zu schweigen. Diese wurden meist mit der kommerziellen Konkurrenz ausgetragen, doch manch ein Kollege geriet auch schon mal in »friendly fire«.

Vom Dienststellenleiter wurde ich nicht nur schnell als dufte Respektsperson, sondern auch als Intellektueller ausgemacht, was bedeutete, dass ich gelegentlich die festangestellten Kolleginnen im Büro unterstützen durfte. Dort beruhigte ich nicht nur alte Damen am Telefon, die sich Sorgen wegen der kyrillischen Zeichen auf dem Nachtisch machten (»Nein, Frau Wöhler, der Russe ist nicht da. Noch nicht!«), sondern nahm auch die regelmäßigen Beschwerden aufgebrachter Verkehrsteilnehmer entgegen und versprach, die gemeldeten Übeltäter (»ich wiederhole noch einmal das Kennzeichen, das Sie mir genannt haben, damit wir auch ja den richtigen erwischen!«) einer gerechten und vor allem harten Strafe zuzuführen. Erst der fortgesetzte Verzicht hierauf freilich begründete meinen Status als Respektsperson — dies und die Tatsache, dass ich den Schlüssel für die Tiefkühlkammer verwaltete, in der verbotene Extraportionen lockten sowie streng wissenschaftliche Panik-Experimente durchgeführt werden konnten.

Meine Golf-Kriegserlebnisse hatte ich beinahe vergessen, als ich vor einiger Zeit bei einem gesellschaftlichen Ereignis mittlerer Tragweite von einem Offizier der Reserve, der sich außerhalb der Kriegszeiten als hochrangiges Mitglied der deutschen Rechtsprechung durchschlagen muss, schneidig gefragt wurde, ob ich denn wohl jedient hätte. »Selbstverständlich«, antwortete ich zackig, »bei Essen auf Rädern!« Der damalige OLG-Präsident machte auf dem Absatz kehrt und würdigte mich keines weiteren Blickes. Ich bezweifle allerdings, dass seine Gefechtserfahrung nennenswert an meine heranreicht.

Heute nun werden in Deutschland die letzten Zivildienstleistenden in die Freiheit entlassen. Und die Frage muss erlaubt sein: Wie kann man das alles kommenden Generationen bloß vorenthalten?

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Kutter lässt einen twittern:
NFL 2011 Sonderedition

Während der Nordischen Filmtage 2011 trat Hannover 96 zu einem Europapokal-Spiel im Parken-Stadion beim FC Kopenhagen an. Besucht werden musste beides.

Nächste Woche wieder Nordische Filmtage Lübeck. Werde kaum zum Filmegucken kommen. Kenne diesmal auch fast nix vorab. Bleibt nur der Alkohol

Ob dieses Jahr vielleicht noch ein zweiter Twitterer auf den Nordischen Filmtagen ist? Dann könnten wir einen Hashtag verabreden: #nfl11

Auf dem Weg zu den Nordischen Filmtagen mit a) Erkältung, b) Rückenschmerzen, c) Nackenverspannung. Hallo Galenus-Apotheke, bis nachher!

Werde wegen Reise- und Partytätigkeit bei den diesjährigen Nordischen Filmtagen höchstens vier Slots schaffen. Minimalismus, Baby! #nfl11

Es heißt ja, im Kino schlafen hieße dem Film vertrauen. Gar nicht erst ins Kino zu gehen wäre demnach die reinste Form des Vertrauens #nfl11

Ich vertraue dem skandinavischen Film. Notgedrungen. #nfl11

Ach so, Filmtage: Der Eröffnungsfilm war "Happy, happy" aus Norwegen. Eine Zwei-Ehen-Komplikations/Konstellations-Klamotte. #nfl11

"Happy, happy" könnte aber auf meinen eigenen Filmfestival laufen, das ich gerade plane. Es heißt: "Filme mit Schnee". #nfl11

"Happy, happy" hatte einige Lacher, insbesondere wenn deutsch gesprochen wurde. Nett, leider nicht mehr. Einer sagte: Bergmann light. #nfl11

C-Tribüne ruft "Westtribüne". D-Tribüne antwortet. Gestern im Parken-Stadion war es wie zuhause. Nur lauter. #h96

Das 2:1 gegen Kopenhagen war mit einem Mal ein Spiel mit schönster Wham bam, thank you mam-Dramaturgie. #h96

Kopenhagen: Den Drei-Punkte-Plan "Hinfahren, weghauen, zurückfahren" erfolgreich umgesetzt. Die Stadion-Ordner hinterher: "Please go." #h96

Nur wenig tue ich lieber als im Cafe Norden im 1. Stock ganz hinten links im Fenster zu sitzen. #københavn

Ich gebe zu, das Norden mag ich lieber als das Europa. #københavn

"Im Zweifel für den Zweifel" hören und dabei drei Punkte nach Hause fahren. #h96

Filmtage: Tue jetzt so, als würde ich "Jeg reiser alene" gucken. In Wirklichkeit schwänze ich aber & gehe zu Bei Ulla. Dann Schuppen. #nfl11

"Jeg reiser alene": ein harmloser Mix aus "Drei Männer + 1 Baby", "Hangover" und "Coq au vin" auf Norwegisch. #nfl11

"Jeg reiser alene": Als Quasi-Nachfolger von "Der Mann, der Yngve liebte" enttäuschend, weil Sturm, Drang und Verzweiflung fehlen. #nfl11

Sorry, hier gehen die Fußball- und Filmtage-Tweets gerade munter durcheinander. Keine Sorge, schon Montag herrscht wieder normale Tristesse.

Wie die Filmschuppenparty war? Ich habe heute morgen wieder meine Barry-White-Stimme. #nfl11

Sie haben mich gezwungen, zu Roxette zu tanzen. Ich fühle mich so benutzt. #nfl11

Schuppenparty: Die ganze Nacht haben mir Menschen Getränke in die Hand gedrückt, und jetzt hab ICH die Last damit! Unfair. #hangover #nfl11

Der Film, den ich jetzt sehe, trägt den schönen Titel Pussikaljaelokuva. Deutscher Titel: Tütenbierfilm. Damit kriegt man mich immer. #nfl11

Das (deutsche) Publikum finnischer Filme sieht immer besonders furchterregend aus. Hartgekochte Eier Halleluja! #nfl11

Pussikaljaelokuva: ich mag Slackerfilme, in denen viel und ziellos vor sich hingeredet wird. Dieser ist leider so lame wie seine Protagonisten. #nfl11


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Abstimmungsberechtigte griechische Marktteilnehmer

Die Aufregung »der Märkte« über den erstaunlichen Umstand, dass in einem demokratischen Staat inmitten der Europäischen Union das Volk über eine Angelegenheit von zentraler Bedeutung abstimmen soll, ja, dass man es abstimmen lässt, zeigt nicht nur, dass der Primat des Politischen gegen den Primat des Ökonomischen ins Hintertreffen gerät, wie Frank Schirrmacher heute in der FAZ schreibt. Die Aufregung zeigt auch, dass »die Märkte« das Vertrauen in ihre eigenen Glaubenslehren verloren zu haben scheinen. Jene, die schon immer meinten, das ganze soziale Leben lasse sich letztlich immer auch als ein Geflecht von Marktkonstellationen beschreiben, die sich durch bloße Interaktion konstituierten und sich letztlich alle vernünftig selbst regelten, gehen - das scheinen die Kurse abzubilden - derzeit davon aus, dass eine Ablehung des für die Griechen geschnürten Rettungspakets durch eben jene Griechen zumindest denkbar, womöglich wahrscheinlich ist. Aber auch die abstimmungsberechtigten griechischen Staatsbürger sind nach der reinen Lehre letztlich homines oeconomici, handelnde Menschen und damit Marktteilnehmer, die informierte, rationale Entscheidungen treffen. Und wenn denn die Lehre der effizienten Märkte stimmt, nach der alle Marktteilnehmer immer rational und auf der Basis gleicher Informationen agieren, dann sollte man sich eigentlich sehr entspannt zurücklehnen können und darauf vertrauen, dass die Millionen griechischen Marktteilnehmer letztlich eine informierte und rationale, ja man könnte direkt sagen: richtige Entscheidung treffen werden. Die mythenumrankte, vielberaunte »unsichtbare Hand« wird's schon richten. Welche Entscheidung dies sein wird, werden wir dann ja sehen. Eigentlich unzumutbar ― für all jene, die meinen, sie wüssten es besser.

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Lübeck-Visite mit Lücken

Auch in diesem Jahr treffen Sie mich in der ersten Novemberwoche bei den Nordischen Filmtagen Lübeck (außer zwischen Donnerstag mittag und Freitag nachmittag, da bin ich mal kurz rüber nach Kopenhagen; wieso, können Sie Donnerstag abend ab 19 Uhr auf Sat.1 verfolgen).

Wenn ich wieder so in Stimmung sein sollte wie letztes Jahr, werde ich unter @derkutter ein wenig über die Filmtage twittern. Realistisch betrachtet werde ich dieses Jahr allerdings wahrscheinlich an fünf Tagen höchstens vier Vorstellungen schaffen. (Das ist ein historischer Tiefstwert, nur unterboten von meiner Berlinale-Visite 2004: null Filme, eine Party, ein Absturz in der Hotelbar, eine Beinahe-Abmahung wegen der Kostenabrechnung für die Suite im Mandala (damals Madison) am Potsdamer Platz.) Die sehr lückenhafte Lübeckpräsenz ist schade, denn das NFL-Programm finde ich in diesem Jahr besonders vielversprechend. Deshalb wäre es schön, wenn ich in diesem Jahr nicht wieder der einzige Twitterer auf den Filmtagen wäre. Wir treffen uns unter dem Hashtag #nfl11!

FRÜHERE NFL-BERICHTERSTATTUNG BEI DICHTHEIT & WAHRUNG:

2010 | 2009 | 2008 | 2006/2007 | 2005 | 2004 | 2003


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instant entities, vol. 7



Wie die etablierte Politik auf den überraschenden Wahlerfolg der Piratenpartei reagiert, zeigte die CDU-geführte niedersächsische Landesregierung, die gestern »die Vorbereitung einer Meeresstrategie für die Nordsee beschlossen« hat.

Wäre ja wohl noch schöner, wenn man als langjähriges Küstenland die Seehoheit über den Stammtischen ausgerechnet irgendwelchen nautischen Newcomern überlassen würde, die den ganzen Tag lang bloß über See-LAN Schiffeversenken spielen!

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instant entities, vol. 6



Er schloss die Augen, und sogleich huschte ein zufriedenes Lächeln über sein Gesicht.

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instant entities, vol. 5



Zwei Dinge braucht es laut Lenin zum Kommunismus: »Kommunismus ist Sowjetmacht plus Elektrifizierung des ganzen Landes.« Demzufolge hätte man das ganze Land auch ebenso gut Elektro-Union nennen können, hatte sich dann aber doch für Sowjetunion entschieden. Wir wollen das hier nicht weiter hinterfragen.

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instant entities, vol. 4



»Es fährt ein Zug nach Nirgendwo« (Chr. Anders). Man kann aber auch die Autobahn nach Lübeck nehmen.

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instant entities, vol. 3



Verdrängung ist, was uns über Wasser hält. Die Schraube ist's, die uns nach vorne treibt.

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instant entities, vol. 2



Die Sicherheit Deutschlands wird weiterhin am Hindukusch verteidigt. Deutsche Leben rettet die dazugehörige Gesellschaft derweil an den heimischen Küstenlinien.

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instant entities, vol. 1



Die Rettung der Seelen ist eine zu ernste Angelegenheit, als dass sie auf die Standstreifen der Autobahnen begrenzt bleiben dürfte.

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Das Trümmerkleid des Kapitalismus

Klicken zum Vergrößern: Don Rosa, Attack of the Hideous Space Varmints / Reisende durch die Ewigkeit. In: Onkel Dagobert, Bd. 20. Stuttgart: Ehapa, 1999. (Erst-VÖ 1997)
(klicken zum vergrößern)

Don Rosa, Attack of the Hideous Space Varmints / Reisende durch die Ewigkeit. In: Onkel Dagobert, Bd. 20. Stuttgart: Ehapa, 1999. (Erst-VÖ 1997) (Bildquelle)

Vor der Finanzkrise brauchte es noch Terroristen, um ein unerschütterlich erscheinendes Symbol des weltweiten Finanzkapitalismus wie das World Trade Center zu zerstören. Mittlerweile schafft der Kapitalismus das auch selbst. Das fiktive Geld aus Derivaten und Leveraging hat die alten Geldspeicher, die die Banken einmal waren, mit einem Energiefeld umgeben, das sie unkontrollierbar gemacht hat. Dass die Geldspeicher verrückt spielen, das zeigen uns die Lehman-Brüder, diverse Rettungsschirme und Schuldenkrisen. Ob die Kunst gut beraten wäre, nun das Trümmerkleid des Kapitalismus aufzutragen, wäre eine ganz andere Frage.

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Im Zentrum des Textes ist es ruhig.

Über eine statistische Anomalie an einem 11. September vor zehn Jahren

Es war der Tag, vor dem alles so gewesen war, wie es war.

Ich saß, vermutlich wie üblich etwas vornübergebeugt, an meinem Schreibtisch. Es waren fünf wichtige oder zumindest dringende Texte zu schreiben, am Abend hatten sie fertig zu sein, es gab nichts, was diese Deadline verschieben konnte. Es war ruhig im Büro, niemand rief an, weil niemand sich traute. Der muss jetzt erstmal die Texte fertig machen. Wenn der seine Texte fertig hat, kann man wieder mit ihm reden.

Als mein Telefon klingelte, waren noch vier Texte zu schreiben. Eine Kollegin sagte, ich müsse sofort den Fernseher einschalten, ein Flugzeug sei in das World Trade Center geflogen. Sie klang nicht aufgeregt, eher erstaunt.

Warum sie mich anrief, war natürlich klar. Der einzige Fernseher im Gebäude stand in meinem Büro. Ein Privileg, das nicht immer nur ein Vorteil war und das mir gewährt wurde, weil man dachte, es wäre gut, wenn ich mitbekäme, was in der Welt so los ist. Es stand sogar ein Videorekorder daneben, den ich noch nie eingeschaltet hatte. Die einzige Videokassette in meinem Büro hatte mein Vorgänger aufgenommen.

Ein Flugzeug, das in das World Trade Center geflogen war. Das versprach Bilder, die mir in den Abendnachrichten bestimmt auffallen würden, falls ich bis dahin mit den Texten fertig sein sollte. Ich bin kein mitleidloser Mensch, ich weine sogar gelegentlich im Kino. Aber immerzu gab es diese Zugunglücke und Flugzeugsabstürze und Seilbahnrisse und Wirbelstürme und Tunnelbrände und Hochwasser und Attentate. Das Flugzeug, das in das World Trade Center geflogen war, würde nun in diesen nie versiegenden Strom von Katastrophenbildern, den wir Zeitgeschichte nennen, einfließen. Aber das Leben wird nicht besser und die Schrecken, die das Leben bereitet, werden nicht kleiner, wenn man sich diese verwackelten grobkörnigen Ereignisse auch noch live anschaut. Nach den Abendnachrichten würde es bestimmt eine Sondersendung geben, die mich über alles notwendige in Kenntnis setzen würde, und am Jahresende würde ich mich bei einem der zahllosen Jahresrückblicke vielleicht sogar an sie erinnern.

Die letzte große Live-Katastrophe, die mir in den Sinn kam, war das Zugunglück von Eschede. Der deutsche Lokalreporter, der die Hubschrauberbilder für CNN per Telefon kommentiert hatte, hieß Michael Ende. Jemand erklärte, Eschede würde »das Vietnam-Trauma des deutschen Rettungswesens« werden. Am Tag nach dem Unglück wurden mir auf einem Supermarkt-Parkplatz in Schleswig seltsame Betroffenheitsbekundungen entgegengebracht, weil ich aus einem Auto mit Celler Kennzeichen stieg, das mir nicht einmal gehörte. Mitgefühl schien eine beliebig abrufbare Ressource zu sein, die sich mehr auf das eigene Sensationsempfinden als auf das eigentliche Unglück zu richten schien.

Ich erinnerte mich daran, dass vor ein paar Jahren in den Niederlanden ein Flugzeug in einen Vorort gestürzt war. Nach dem »heute journal« mit spektakulären Bildern vom blaulichtblinkenden Chaos am Unglücksort zeigte das ZDF programmgemäß einen mittelmäßigen Zeitreise-Film. Er beginnt mit einem Flugzeugabsturz in ein Wohngebiet. »Wer war der erste am Unfallort?«, fragte ein Ermittler. »Der Pilot«, antwortete ein anderer. In diesem Moment wussten mindestens zwei Bedienstete des ZDF, dass sie am nächsten Morgen ein unangenehmes Gespräch miteinander führen würden.

Um am nächsten Morgen nicht selbst ein unangenehmes Gespräch führen zu müssen, schaltete ich den Fernseher nicht ein, sondern begann die Arbeit am nächsten Text. Die Institution, für die ich regelmäßig arbeitete und gelegentlich schrieb, hatte mich mit der Leitung einer kleinen Entität betraut, die im Organigramm etwas abseits vom Rest der lotrecht aufgehängten Kästchen schwebte und etwas mysteriös mit einem einzelnen Buchstaben aus der zweiten Hälfte des Alphabets bezeichnet war. Wenn mich jemand fragte, was ich beruflich trieb, sagte ich, ich arbeitete für die Regierung. In gewisser Weise war das nicht falsch. Ich hatte mir abgewöhnt, die Wahrheit zu sagen, und ich hatte mir abgewöhnt zu lügen. Ich sprach überhaupt nicht allzu viel, und ich benutzte viele Worte, um darüber hinwegzutäuschen.

Die Kollegin rief wieder an. Ob ich meinen Fernseher endlich eingeschaltet hätte. Es sei gerade noch ein zweites Flugzeug eingeschlagen. In den anderen Turm. Ich rief mir das World Trade Center vor Augen. Richtig, zwei Türme. In »Die drei Tage des Condors« hatten sie geschimmert wie eine Kathedrale. Ich dachte an khlav kalash.

Das zweite Flugzeug. Dies ist der Moment, von dem jeder meiner Kollegen, meiner Freunde, all der klugen Menschen, mit denen ich zur Interaktion verdammt bin, sagt, da habe er gleich gewusst, was die Stunde geschlagen hat: Das bedeutet Krieg. Eine neue Weltordnung. Clash der Zivilisationen. Christen gegen Muslime. Asymmetrische Bedrohungslagen, Erschütterungen der geostrategischen Tiefentektonik. Krieg gegen den Terror, der neue heiße kalte Krieg. So sind sie, die Menschen, mit denen ich zu tun habe. Sie sind nicht doof. Sie wissen sofort Bescheid, und sie finden für alles einen Kontext.

Alles, was ich in diesem Moment dachte, war: »Mein Gott, zwei Flugzeuge, zwei Türme, wie statistisch unwahrscheinlich ist das denn bitte?« Mit Unwillen registrierte ich, wie meine Neugier wuchs. Dieser Vorfall war nicht nur als statistische Anomalie auffällig. Das hatte emblematisches Potential. Ich könnte das vielleicht in den Texten verwenden.

Menschen standen in meiner Tür und fragten, ob sie den Fernseher einschalten dürften. Ich kannte das schon, einige von ihnen schauten sich auch ausgewählte Sportereignisse in meinem Büro an. Mich störte das nicht. Solange ich nicht reden muss, kann ich auch schreiben. Offenbar liefen nun auf allen Kanälen Live-Bilder vom Unglücksort, die sich endlos mit Aufzeichnungsschnippseln der Flugzeugeinschläge abwechselten und mit staunendem Entsetzen von den Umstehenden kommentiert wurden. Gelegentlich schwoll abrupt ein Raunen an und ab wie im Stadion. Das Büro wurde immer voller, verschiedene Gesprächsfetzen krallten sich aneinander. Es wurde lauter. Ich arbeitete im Text. Im Zentrum des Textes ist es immer ruhig.

Zwischen den Schultern und Köpfen der anderen flimmerte der Fernsehschirm, und als ich kurz aufschaute, erkannte ich einen dunklen Punkt, der aus dem Hochhaus stürzte und dabei seinen Umriss veränderte. Einige Kollegen stöhnten wie unter Schmerzen auf. Wir wussten noch nicht, dass dies der Tag vor dem Tag war, an dem die Redewendung »jemand in den Türmen verloren haben« in unseren Sprachschatz einging. Ich schrieb den letzten Text fertig und ging nach Hause. Ich verpasse keine Deadlines.

Am Abend erreichte mich meine Mutter am Telefon. Sie hatte sich Sorgen gemacht und war froh, mich zu hören. Ich war verwirrt. Was hätte mir passieren sollen? Im Fernsehen hörte ich verschiedene Variationen des Satzes, nichts würde nach diesem Tag mehr so sein wie es war. Aber wie war es eigentlich? Wie war es bis zu diesem Tag gewesen? Ich versuchte, mir darüber klar zu werden. Ich wusste es nicht. So war es immer, und ich befürchtete, dass es auch nach diesem Tag so bleiben würde.

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Kutter lässt einen twittern,
XV. Lieferung

Lesen Sie hier, was sich (in der gewohnten umgekehrten chronologischen Reihenfolge) in den letzten Wochen auf meinem Twitter-Account ereignet hat, oder besser noch: lassen Sie es bleiben.

enge Mütze

Danke für die Klarstellung: "Zukunftsgerichtete Aussagen sind Aussagen, die nicht Tatsachen der Vergangenheit beschreiben." #disclaimerland

"Essential Killing" gesehen. Fühle mich in meiner Abneigung gegen Wanderurlaube bestätigt.

Dieses Jahr muss ich bei den Nordischen Filmtagen zwischen Lübeck und Kopenhagen hin- und herpendeln. Wie soll ich so in den Rhythmus kommen

Wenn der Tag so weitergeht wie er angefangen hat, wird er nicht weitergehen.

Ich bin kein Donaldist, aber wenn ich in der einen Hand das Bier halte und in deren die Bratwurst, rufe ich im Stadion "Klatsch, Klatsch!"

Ich arbeite derzeit an der Neuentwicklung eines Wortes, dass sowohl "verflixt!" und "oho!" als auch "Prost!" bedeuten kann.

Gut fürs Budget: Früher, als ich noch jung war, musste ich doppelt so viel trinken, um SO betrunken zu sein...

Falls Ihr 'ne Überraschungsparty für mich plant: Dan Mangan (Vorgruppe: Golden Kanine) im Schrebergarten von Feinkost Laube wär voll dufte!

Und schon wieder: breit wie'n Schifferklavier

Alter, so teuer, wie die Drinks vorne sind, verlange ich hier hinten aber was anderes als Ideal-Standard-Becken!

Und hier noch ein schöner Disclaimer für den kleinen Mann: "Ich habe Rechtschutzversicherung!"

Nach einem Tag haben sie bemerkt, dass es ihnen schmeichelt. Seither rechne ich mir Chancen aus, dass es umgesetzt wird.

Habe Legal Department vorgeschlagen, den Disclaimer von zwei Seiten auf einen Satz herunterzukürzen: "Unsere Anwälte sind besser als Eure Anwälte!"

Sigmar Gabriel wirft Westerwelle Orientierungslosigkeit vor. Das muss man ernstnehmen, denn niemand kennt sich besser damit aus.

Die Bento-Box, der Setzkasten der asiatischen Küche

Konsumkritik: Ketchup-Pringles. Upside: schmecken ein bisschen wie Salt & Vinegar. Downside: habe jetzt Pickel wie ein Fünfzehnjähriger.

Superzelle über Hannover. Das Ende scheint nah. Keine Ahnung, ob wir's schaffen. Falls wir uns nicht mehr hören: Es war schön mit Euch.

Sehe ich das richtig: Rummenigge vergleicht Blatter mit Mubarak? Vielleicht sollte er ein kleines Revolutionsgedicht schreiben! #killerkalle

Wusste gar nicht, dass THE RUM DIARY mit Johnny Depp verfilmt wird/wurde! (Weder das eine noch das andere.)

Sagt man heute noch "Mitschnitt"? Ich glaube, "Aufnahme" hat sich durchgesetzt.

Leider ist mein Mitschnitt des fulminanten Dominik-Graf-Polizeirufs nur von sehr erbärmlicher Qualität. Nie habe ich so einen Krimi gesehen!

Die Aeronauten hatten schon recht: "Da ist immer ein Tunnel am Ende des Lichts."

Ich muss damit aufhören, jedesmal ein Problem zu wittern, wenn sich Legal Department meldet. Ich muss unbedingt damit aufhören, jedes mal…

@goncourt Regen ist die Zärtlichkeit der Wolken.

@goncourt "Gewitter ist Niederschlach plus Elektrifizierung des ganzen Himmels."

Die Kritik des Wetters kann das Wetter der Kritik nicht ersetzen.

Die Meteorologen haben das Wetter nur verschieden interpretiert, es kommt drauf an, es zu verändern.

Fuck Yeah!!! #H96 mit FC Kopenhagen in einer Gruppe! Das heißt: vier Heimspiele für mich! (Schade, dass Malmö nicht noch dazugekommen ist.)

Gestern Abend nach dem Spiel habe ich mehr Glückwunsch-SMS bekommen als damals, als ich... naja, egal, Schwamm drüber.

Sevilla war stärker, aber: Sie haben kein Tor geschafft und ihnen blieb ein Elfer erspart. #H96 nach Kraftakt und Hinspiel verdient weiter.

Emanuel Pogatetz sieht mehr und mehr aus wie Konstantin Neven DuMont.

Vierschanzentournee! #H96

Zwei Tore geschossen. "Und gut ist." #Slomka #H96

Danke, liebe libyschen Freiheitskämpfer, dass Ihr meine gesammelten bit.ly-Kurzlinks aus den Klauen dieses irren Diktators befreit habt!

Der Arzt rät mir zu Sport ("wäre eine gute Idee"). Und dafür brauchte er all diese Tests und das teure Studium?

Seien Sie live dabei, wenn ich heute Abend um 22:55 Uhr twittere: "und gut ist." #H96 #Slomka

"Die Großen fallen am schönsten." (H. Stanislawski)

Die Frau, die ich liebe, reist an und bringt "Gnarr" und "Jeg reiser alene" mit! Ich hüpaventiliere! Ich kreische wie ein Beatles-Mädchen!

Als ich heute morgen in den Spiegel schaute, sah ich aus wie Max Goldt. Ich muss dringend irgendetwas tun! #moppel-ich

Warnhinweis: Stehe kurz davor, ein öffentliches Personennahverkehrsmittel zu benutzen und meine Laune ist miserabel.

Deshalb bellt mein Hund auch immer den Hund von Uli Hoeneß an, wenn der im Fernsehen einen Hund im Fernsehen anbellt. Mir wird schwindlig.

Mein Hund bellt auch immer Hunde im Fernsehen an so wie der Hund von Uli Hoeneß.

Was auch immer geschehen wird, für mich wird Mario Gomez auf ewig der Riestermeister bleiben!

Und wieso fordert mich mein Fernseher bei der Sat1-Übertragung des Spiels Zürich-Bayern dazu auf, meine Jugendschutz-PIN einzugeben?

Hey Twitter, versuchst Du mir etwa seit einer halben Stunde mitzuteilen, dass gerade Fußi läuft?

Loriot ist tot, aber wir haben immer noch Mario Barth.

Ein trauriger Tag für Freunde des Qualitätshumors. #loriot

"Der Thrilla von Sevilla" (Neue Presse) #H96

Oh. Es ist wirklich mein Magen!

Sie sagt, draußen sei es tüchtig am Gewittern. Und ich dachte, dieses tiefe Grollen wäre mein Magen.

Hey, 96: Nichts für ungut, aber "We Will Rock You" als Auflaufmusik nervt. Nichts ist abgenudelter und phantasieloser als das.

Ich lebe in einem Paralleluniversum, in dem Berlin nicht existiert. Heute Heimspiel gegen ein Team aus einer Stadt namens "Hertha". #H96

Nichts kann mich darüber hinwegtäuschen, dass das Wochenende auch schon wieder zu drei Vierteln durch ist.

Nachdem ich ein Jahr lang auf Gatsby Moving Rubber Air Rise gesetzt habe, entdecke ich gerade Crude Clay von Sebastian wieder. #hairstyling

Seit Jahren hängt in meinen Büros das „The Revolution starts here“-Plakat der Tagung Marxism '95 in London. Jetzt lächelt niemand mehr darüber

"fútbol vertical, ajeno a todo artificio, y su defensa de acero": Marca über "del equipo de Mirko Slomka" #H96

Bin breit wie ein Schifferklavier.

Die Spielqualität von Jan Schlaudraff wächst umgekehrt proportional zur Dichte seines Haarkranzes. #H96 #Vierschanzentournee

Siehst Du, Jogi, so wird das gemacht! #H96

Wah? UEFA schreibt vor: im Stadion nur alkoholfreies Bier? Fehlt bloß noch Zwang zur vegetarischen Bratwurst! #WTF! #Temperenzler-League

Kleiner Hund hat vermutlich eine einseitige Blockade am Kreuzdarmbeingelenk. Typisch, dass sie sich mal wieder so nen fancy stuff aussucht!

Kleiner Hund hinkt wie Rosa Luxemburg.

Ich lebe in einer Parallelwelt, in der Berlin gar nicht existiert. Und ich muss sagen, wir kommen hier eigentlich ganz gut über die Runden!

In 26 Stunden wird schon 10 Minuten gespielt worden sein. #H96

Oft, wenn ich nicht mehr weiter weiß, frage ich mich: Was würde Dr. Theo Zwanziger an meiner Stelle tun?

Was will mein Körper mir sagen, wenn er mich unentwegt dazu auffordert, ihm beachtliche Mengen Nahrung zuzuführen? Bin ich schwanger?

Warst Du mal auf einer Panda-Safari? Irrsinniges Rumgeballer, aber das Fleisch schmeckt nur so mittel.

Dieses knuspernde Geräusch, das die Festplatte heute morgen macht, lässt nur einen Schluss zu: Es gibt Kekse zum Frühstück!

Bei @Antville war ich noch User #347, bei Twitter bin ich nur noch #13052442. Irgendwo dazwischen habe ich den Early Mover Advantage verloren

Seltsam: Jedesmal, wenn ich über die umständliche SAP-Software schimpfe, kommt aus dem Rechner plötzlich so ein fieser schriller Pfeifton!

Ich befinde mich in einem Zustand, in dem ich meine Müdigkeit nicht mehr empirisch aus der Menge oder einem Mangel an Schlaf herleiten kann.

Tickets für #H96-Sevilla endlich eingetroffen! Werde bis Do., 20:30 sämtliche Vitalfunktionen einstellen. Bloß keine Karmaschäden riskieren

Keiner kommt hier lesend raus.

Die Renaissance des Aphoristischen als Folge der Beschränkung auf 140 Zeichen. #WhyTwitterSucksExactly

Nur wenn man groß denkt, macht das Scheitern Spaß!

Oh mein Gott, ich muss hier RAUS!!! (Damit meine ich jetzt vor allem und insbesondere meine Schuhe.)

Schön, dass jemand die gute alte K-Gruppen-Tradition des gegenseitigen Ausschließens und Abspaltens fortführt... #CCC #OpenLeaks

Zurück in dem Land, in dem man kostbaren freien WLANs nachspürt wie ein Wünschelrutengänger.

Der Adler ist gelandet.

Ich reise mit einer Frau, die ihr Steak rare done bestellt. #liebe

Nur noch gute zwei Stunden bis zum Wiedereintritt in die Euro-Zone.

Ist das jetzt ein gutes Omen, dass mein Flug von Gate C4 geht? #kastrup #semtex

Deutsche Touristen erkennt man daran, dass sie ihr Gespräch mitten im Satz abbrechen, sobald man ihnen auf Hörweite entgegengekommen ist.

Ich bin so sozialisiert, dass ich alles, was in Microgramma beschriftet ist, automatisch für eine Raumstation aus der Zukunft halte.

Die Boote der Konkurrenz sind in Microgramma beschriftet, unseres in Centurion Old.

Und dann macht er sogar das 2:0 gegen Djurgården, der Sack: Valdet Rama, ex- #h96

Ne halbe Stunde hab ich gebraucht, bis ich gemerkt hab, wer da im Trikot von Örebro SK vor meiner Nase hin- und herläuft: Valdet Rama! #h96

Jag är här: Stockholms Stadion, sektion E vänster, rad 5, plads 37+38, Allsvenskan match Djurgårdens IF - Örebro SK

"Von Vegesack bis Titisee" (F. Asmussen)

Ich könnte den ganzen Tag hier sitzen und den Schiffen hinterhergucken. Und genau genommen tue ich das ja auch. twitpic.com

Diese Landschaft zu ignorieren ist eine Form der Arroganz der Natur gegenüber, die ich mir gerne herausnehme. #skärgården

Ich bin einer der weltbesten Landschaftsverschläfer.

Er kann nicht wirklich gut singen, hat aber eine spielfreudige Band: Bedroom Eyes im Debaser Slussen, STHLM. twitpic.com/65ndkb

F90-Brandschutzanstriche für Stahlträger #DingeUmDieIchMichKümmernMuss

Ich so: "Wir *müssen* nicht shoppen." -- Sie so: -- "Doch." -- Ich so: "..." Sie so: "Wir müssen shoppen." -- [gehen jetzt shoppen.]

Eben meinen ersten clooney-style kapselgebrühten Espresso getrunken. Ging sogar!

Hotelpersonal mag mich für etwas wunderlich halten, aber ich verreise selbstverständlich nie ohne mein Morrissey-Bild! twitpic.com/65a74n

So angenehm wechgetütert war ich auch schon lange nicht mehr, nech!

Zimmer mit Aussicht. Saltsjön. twitpic.com/64ygha

Auf dem Weg nach Stockholm: Bedroom Eyes-Konzert im Debaser Slussen, Klara Lidén im Moderna Museet, Djurgårdens IF vs Örebro BK im Stadion.

Das Taumeln der Märkte lässt mich eher kalt, da ich einen sehr konservativen Anlagestil pflege (Bücher, CDs, warme Mahlzeiten, Longdrinks)

Ein Antizykliker ist eigentlich auch nichts anderes als ein antizipierender Prozykliker.

Melde mich aus dem Büro. Die Stimmung ist, naja... ganz gut.

Ich melde mich aus der U-Bahn. Die Stimmung ist gut!

Ich melde mich aus der kleinen italienischen Strehfresse hier bei mir um die Ecke. Die Stimmung ist gut!

Ich habe noch nie so oft Tweet-Anzüge im Hochsommer getragen wie in diesem Jahr. Traumhaft!

Das Internet ist schuld, dass ich so bin.

Hallo Frau Kramp-Karrenbauer, willkommen im Mappus-Club! Genießen Sie die drei Jahre: kutter.antville.org/stories/205304… (kleiner Vanity-Link aufs Blog)

Jürgen Bergener (ARD Sport) erinnert mich sehr an Ted McGinley ("Eine schrecklich nette Familie")

Deutschland mit Tempofußball wie Hannover 96 - und das, obwohl gar kein 96er auf dem Platz steht! #GER #H96

"Und die nächste Nacht steht London erst bevor." Tom Buhrow, am Abend

"Quelle: Fremdmaterial." Danke, ARD!

Bemerke gerade, dass ich mich nicht rasiert hab. Tag ist so hektisch, dass ich erst jetzt (17:00) dazu gekommen bin, mich am Kinn zu kratzen

Das letzte mal, als ich den Blackberry Messenger benutzte, lautete die Message übrigens "Test". Es kam keine Antwort.

Besuche übrigens am Wochenende die Stockholm Riots.

#LondonRiots, pah! In Hannover hatten wir sowas früher jedes Jahr! #Chaostage

Huch! Und Golden Kanine kommen ja aus Helsingborg! Gewissermaßen mein home ground. Ich verliere echt den Anschluss. #einaltersackerzählt

Hätte schwören können, dass The Robot Heart aus Reykjavik kommen.

"Hach, was für ein liebenswerter Chaot ich doch bin!"

"Narr, du prahlst, ich befried'ge dich nicht! Am Mindervollkommnen sich erfreuen zeigt Geist, nicht am Vortrefflichen, an!" #Kleist

Don't worry, people, markets are just having a little tea party!

Arbeite an einem Roman, der die Sujets Typographie, Finanzmärkte, Internetpr0n und Eishockey verbindet. Klassische Liebesgeschichte halt.

Jetzt weist sich, wessen Nerven stark genug sind für den Kapitalismus. Die der Investoren sind es nicht. #ChickenRun

Klarnamenzwang bei E-Mail-Adressen: damit würde die Hemmschwelle für Spammer gleich viel höher! Nie mehr Post von pinky69@hotmail.com!

Ich hätte da ein neues, lohnendes Projekt für Innenminister #Friedrich: Klarnamenzwang bei E-Mail-Adressen! Überfällig!! #politikberatung

Hey, tea party! Happy now?

"Geht die Welt bankrott?", fragt nicht nur der Spiegel, und als Self-made-Marxist kann ich nicht so tun, als wäre ich von alledem überrascht.

Ich freu mich immer, wenn mir einer sagt, mein Deutsch sei ja nahezu akzentfrei.

Mein Hund ist übrigens ein Befürworter der Klarnamen-Politik. Hab ich eben auf seiner Facebook-Seite gelesen.

Und dann dieses anonyme Einkaufen von Leuten, die im Supermarkt bar bezahlen. Der Supermarkt ist kein rechtsfreier Raum! Namenschildpflicht!

Bin gespannt, wie mir #Friedrich erklärt, dass ich unter Pseudonym Romane und Zeitungsartikel veröffentlichen, aber nicht bloggen darf.

Eben an einer Firma vorbeigefahren, die "Blähton Bausysteme" heißt. Hießen vorher wahrscheinlich FurzTrockenbau. #Baubranche im Abwind.

Willkommen im Internet, wo Enden geboren werden.

@supatyp @goncourt The Times They Are New Roman

@goncourt @supatyp Times New Roman (fett, zentriert, unterstrichen): die Schrift für patzige Aushänge von Hausmeistern und -verwaltungen.

@supatyp Ich finde Times New Roman, diesen hingeschluderten Mist, sogar noch unentschuldbarer als Comic Sans!

Verleser: eben Font- statt Foht-Affäre gelesen.Wäre eine Welt nicht schön, in der unsachgemäßer Gebrauch von Schrift einen Skandal auslöste?

[Ich hoffe, ich verharmlose nicht den Sprachgebrauch der Nazis, wenn ich sage:] Heute kommt Kleiner Hund wieder in die Hundelandverschickung

Konzipiere eine TV-Show. Tragende Elemente: "Lustige" Straßeninterviews mit Passanten; Prominente, die hektisch auf sogenannte Buzzer hauen.

Mann, Mann, Mann, Mann, Mann! Diese Saison geht auch schon wieder genauso los wie die letzte!!! #H96

Bundesliga geht los, ich muss ins Stadion, und nennt mich ruhig ein Mädchen, aber ich bin schon ganz aufgeregt: Was soll ich bloß anziehen?

Gelernt: Wer wie ich zwischenzeitlich kurz auf Champions League spekuliert und gehofft hatte, muss nun auch mit Sevilla zufrieden sein. #H96

Und endlich kehrt die Bundesliga zurück in die Stadt. Rejoice, rejoice!

Aus einem Zeitungsimpressum kann ich Dinge herauslesen, die selbst einem langgedienten Redakteur nicht klar waren (vermutlich alles Quatsch)

Bei Zeitungen bin ich auch ein geradezu leidenschaftlicher und gründlicher Leser des Impressums.

Ich lese ja im Kino nicht nur gerne den ganzen Abspann, obwohl die Wahrscheinlichkeit, dass jemand dabei ist, den ich kenne, eher gering ist

Weil das Trinkgeld angeblich zu hoch war, wurden wir genötigt, weitere Drinks aufs Haus anzunehmen. Na gut, man will ja nicht unhöflich sein

Nach dem dritten Gin Tonic sagte sie: "Hauptsache die Frisur sitzt und das Bad ist gefliest."

Muss ich jetzt für das Auswärtsspiel in und gegen Sevilla den Termin für mein Belastungs-EKG am 25.8. verschieben? #vierschanzentournee #H96

Kollegen berichten, gegen 14 Uhr seien "Fuck, fuck, fuck!"-Rufe durch die Etage gegellt. Ich: "Ach ja?" #vierschanzentournee #H96 #losglueck

Uffz. Ausgerechnet Sevilla. Was, bitte schön, wäre denn gegen ein schönes Städtchen wie Brügge oder Stoke einzuwenden gewesen? #H96

The Revolution may not be televised, but the Europa League Play-off draws will: morgen, 13:30 auf Eurosport. #H96 #Vierschanzentournee

Ein Vorschlag zur Güte: Sarrazin unterirdisch in Stuttgart verlegen und S21 mitten auf den Kreuzberger Gemüsemarkt stellen.

Ob ich den totalen Krieg will, tut hier nichts zur Sache. Was ich ganz bestimmt will: mit Eurem #%§$ß! Bahnhof nicht weiter behelligt werden

Obwohl im ICE von Hannover nach Berlin Schokolade (!) verteilt wurde, ist er pünktlich (!) eingetroffen. Die Bahn wird immer unberechenbarer

Dank moderner Kommunikationsmittel erfahre ich soeben, dass im ICE von Hannover nach Berlin gerade Schokolade verteilt wird.

Fein gegeben: »Wer sind viele Leute, wer ist das?« — »Zum Beispiel Hörer des Deutschlandfunks.« — »Ach so. Das sind aber nicht viele Leute.«

"Tack, tack, tacktacktack": Wenn man beim Einkaufen in Schweden die Augen schließt, mag man glauben, man stehe in einem Wald voller Spechte.

Zum ersten Mal seit dem Zwischenfall am Ketchup-Spender habe ich heute wieder meinen dunkelblauen Anzug an.

Ein Zeichen! Aber wofür? Habe heute meinen Knax-Club-Ausweis wiedergefunden.

A message by our sponsors: @derkutter vertraut den Haarstylingprodukten von Gatsby.

Das wollt Ihr doch alles gar nicht wissen.

Flucht ins 20. Jahrhundert: Ich bin sooo kurz davor, einen STEMPEL in Auftrag zu geben. #FrüherWarAllesBesser #Papierkriegsveteran

Hitzefrei. Oder wie man heute sagt: Sommergrippe.

Hannover 96 scheidet nicht in der ersten Runde des DFB-Pokals aus. Oder wie die BILD diesen Umstand überschreibt: "Pokal-Sensation!" #H96

HEY! THE TWEETS ARE COMING FROM INSIDE THE BUILDING!

Bei mir stehen demnächst wieder drakonische Abo-Kündigungen an. Anleger sollten Verlagsaktien schon mal vorsorglich auf Talfahrt schicken.

Weimer wollte den Focus in Richtung Atlantic Monthly entwickeln. Leider entwickelt sich der Atlantic aber nur in Richtung Focus. Beides doof

Wenn es eine Tablette gäbe, die wirksam meinen aktuellen, verheerenden Zustand lindern könnte, hätte ich zu viel Schiss, sie zu nehmen.

Und immer diese befremdeten Blicke, wenn ich im Café mit dem Kugelschreiber Korrekturen in den Zeitungen vornehme (insb. bei öden Headlines)

"Der Jurist aus Altendiez"

Junge Kollegin versucht einem älteren Kollegen den Sinn der Chuck-Norris-Sprüche zu erklären. Es ist, als ob ein Tumbleweed durchs Büro weht

Die Frau in meinem Bett sagt, Manuel Neuer werde irgendwann so aussehen wie Rainer Hunold.

Ich habe gelernt, die hohe Komplexität einer Subway-Bestellung zu meistern, aber an meiner äußerst luziden Dissertation bin ich gescheitert.

Ich hole mir jetzt was zu essen. Ich dachte, das solltet Ihr wissen.

Ich solle mich melden, falls Lähmungserscheinungen auftreten, sagt mein Arzt. Oder Kopfschmerzen. Oder irgendwas ungewöhnliches.

Ich finde es gut, dass mein Arzt eine zweite Fachmeinung einholt. Aber ich sehe die Germanistik hier differentialdiagnostisch nicht berührt.

Der Arzt hat angerufen. Die Befunde könnten alles mögliche bedeuten. Was ich denn meinen würde. #Postmoderne

(Meine Pseudonyme hätten aber mittlerweile das Problem, dass sie eine kleinere Halle anmieten müssten, wenn sie sich alle treffen wollten.)

Manchmal habe ich das Gefühl, meine vielen Pseudonyme treffen sich hinter meinem Rücken und reden schlecht über mich.

"Einsatz, Selbstüberwindung und nie nachlassendes Bemühen führen zu atemberaubenden Ergebnissen." (Lustiges Taschenbuch Nr. 395, S. 58) #LTB

Vorratsdatenspeicherung? Pfffff! Von einem GUTEN Geheimdienst erwarte ich, dass er die Daten kennt, BEVOR sie gespeichert werden!

Immer wieder ein seltsames Gefühl, wenn man seinem eigenen Hund unvermutet im Park begegnet.

Wenn das so weitergeht, könnte ich mich auch bald zu Tweets über das Wetter und den Sommer provoziert fühlen. Dies ist die letzte Warnung!

Es gibt keinen besseren Weg, seine eigene Denkfaulheit zu demonstrieren, als andere Menschen mit dem Adjektiv "selbsternannt" zu belegen.

Wenn auf dem Zettel am Teebeutel steht: "2 bis 3 Minuten ziehen lassen", dann stoppe ich exakt 2:30 Minuten. #männer #entscheidungsneurosen

Würde den heutigen Tag gern mit einem zusammenfassenden Tweet beschließen. Er geht so: Pffffffft...

Wo war eigentlich Wolfgang Menge in den letzten zwei Jahren?

Wieso fällt mir eigentlich die habituelle, phänotypische und intellektuelle Nähe von Sarrazin zu Alfred Tetzlaff erst heute auf?

Mein Gott, jetzt kramen sie wieder die Krawallschachtel Sarrazin hervor. Wiederholt lieber mal wieder Ekel Alfred! Das hatte noch Esprit!

Ich hatte bislang keine Vorstellung von georgischer Küche, nicht einmal ein Vorurteil. Jetzt bin ich schwer geflasht. #mjam

Diese frühversterbenden Rock'n'Roll-Kids halten einfach nicht so lange durch wie Harald Juhnke, das ist doch die Wahrheit!

Was ist eigentlich armseliger: gefakete Twitter-Accounts für fiktive West-Wing-Charaktere zu betreiben oder diesen zu folgen?

Ach, übrigens, ich bin auch Experte: Wer einen Bio-Bauernhof betreibt und Kunstdünger kauft, dem kann man nicht trauen. #indizien

Nach diesem Satz hab ich gestern lange gesucht, Niggemeier (@niggi) hat ihn gefunden: "Wer solche Experten hat, braucht keine Laien mehr."

Hat eigentlich schon jemand Elmar #Theveßen nach der Todesursache von #Amy Winehouse gefragt?

Wieder zurück in Gefilden, in denen es Mobilfunknetz gibt.

Piszczek... Piszczek... hieß das früher nicht mal Urinprobe? #BVB

Unterwegs an der Spitze des längsten Haares am Arsch der Welt.

"Es fährt ein Zug nach Nirgendwo", sagte Chr. Anders. Aber wenn das stimmt, wo ist dann hier bitte schön der Bahnhof?

Für Journalisten sind Menschen, die das Internet nutzen und dabei sogar Zeichenfolgen hinterlassen, immer noch "User". #Party_Like_It's_1999

"schrieb ein User" schrieb ein Journalist.

(Ich gebe zu, andere Leute haben Freitag abend vermutlich bessere Laune.)

Zweitens, Twitter, kannst Du Dir Dein "Ups" sonstwo hinstecken. Und drittens wüsste ich nicht, dass wir per Du wären!

Ist denn das zu fassen? Da sagt einem Twitter doch glatt: "Ups, Du hast das bereits getwittert." Erstens, Twitter, bin ich nicht senil.

Rumble in the Jungle? Radau in Kalau!!

Ich wiederhole gleich einen Tweet von heute morgen. Warum? Weil ich es kann. Und weil mir danach ist!

Friday is Take out the trash Day!

Mein Arzt hat wie immer praktische Tipps für mein bevorstehendes Bauvorhaben. Ich nenne ihn nicht umsonst: den Hausarzt.

Tetris, oder wie ich es gerne nenne: Die Schule des Lebens

Kreuzfahrten statt Kreuzzüge - nach Sarrazin scheint mir das ein sehr ermutigendes Zeichen der #SPD zu sein.

Rumble in the Jungle? Radau in Kalau!

Im Gegensatz zu seinem älteren Bruder Eduard hat Andy Schleck den Adelstitel schon in jungen Jahren abgelegt. #RadauInKalau

Ich weiß, Ihr betet alle zu MILES, aber für mich gibt es nichts packenderes als Lee Morgan im Zusammenspiel mit Art Blakey.

ICH BRAUCHE MEHR DETAILS!

Entscheidungen, Entscheidungen: Esse ich jetzt ein Schnitzel oder eine Currywurst in der Handelsbörse?

Ich liebe U-Boot-Filme, und ich liebe Eishockey-Filme. Und ich grübele schon lange darüber nach, ein Crossover zu schreiben.

So viel falsche Bescheidenheit, wie ich bräuchte, um über meine Unbescheidenheit hinwegzutäuschen, passt nicht in 140 Zeichen

Dass mein hermeneutisch polyvalentes (L. Favre) Fußball-Haiku nur einen Fav erhalten hat, beweist, dass Twitter Unterschichteninternet ist.


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Hat eigentlich schon jemand Elmar Theveßen nach der Todesursache von Amy Winehouse gefragt?

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Kutter lässt einen twittern,
XIV. Lieferung

Lesen Sie hier, was sich (in der gewohnten umgekehrten chronologischen Reihenfolge) in den letzten Wochen auf meinem Twitter-Account ereignet hat, oder besser noch: lassen Sie es bleiben.

Topaktuell zum Ausgang der Frauen-Fußball-WM hier noch einmal mein berühmtes Haiku: Fußball in Japan / die Räume werden enger / im 5-7-5

Im Rahmen meines andauernden CD-Sammlungs-Rippens jetzt bei den #Spex-CDs angelangt. Stand: Nr. 35 von 97 läuft gerade durch.

Striesow ist wirklich ein grandioser Im-Raum-rumsteh-Schauspieler. Wie der nahezu (!) ungerührt im Raum stehen kann, ist große Kunst.

Habe ein bisschen gebraucht, bis ich verstanden habe, was er meinte, als er über den "Gruhf" meiner Texte redete.

Die neuen Dauerkarten sind heute gekommen. Das Leben geht also weiter. #Vierschanzentournee #H96

(Täusche ich mich, oder kommt, obwohl Keynes am Ende gewinnt, Hayek besser weg? Oh, fuck, spoiler! Sorry! Egal: econstories.tv)

Geiler Scheiß: Fight of the Century - Keynes vs. Hayek Round Two - econstories.tv

Ich kenne Euch zwar nicht, aber eines weiß ich genau: meine Woche war beknackter als Eure Woche.

Die gute Nachricht: Das neue Dan-Mangan-Album scheint großartig zu werden. Die schlechte Nachricht: Es kommt erst im Herbst. #danmangan

Die FutureZone-App heißt FuZo. Das gefällt mir, denn es erinnert mich daran, dass ich nachher in der FuZo noch ein Eis essen möchte.

Heute zweiter Tag im Büro, obwohl ich eigentlich im Urlaub bin. Das entscheidende Wort ist wie so oft im Leben "eigentlich".

Ist es nicht eigentlich eine gute Nachricht, dass Deutschlands Freiheit nun auch zwischen Rotem Meer und Persischem Golf verteidigt wird?

Pippi geht von Bord in meiner Hose #verbessertefilmtiteldurchhinzufügenvoninmeinerhose

Ich glaube, dies wird wieder so ein Tag, den man an den Schultern packen muss und durchschütteln, bis er zur Besinnung kommt.

Nehme ich jetzt das rote Pesto oder das grüne Pesto? #entscheidungsneurosen

Da müht man sich jahrelang ab, damit der Arsch fest und straff bleibt, und dann kauft man SOLCHE Hosen!

Wer eine gute Definition von Midlife Crisis sucht, sollte sich die beiden Hosen ansehen, die ich mir gestern gekauft habe.

Innerhalb eines Wochenendes hintereinander beide Mesrine-Filme sowie den kompletten "Carlos" gesehen. Für klassische Büroberufe nun verloren

Anhand der Punkt-/Strich-Syntax in Mailadressen herausfinden, wo der Vorname aufhört und der Nachname anfängt. #TheInternational

Wenn ich mir etwas aus meiner sog. "Schweriner Periode" bewahrt habe, dann die absolut unironisch verwandte Begrüßungsformel "Tachschön!"

werkadäquat: bei meinen Eltern, im sog. Dichterviertel, ist die Wolfgang-Borchert-Straße die kürzeste.

Hätte mir heute fast "Party-Garnelen" gekauft. Dann aber gedacht: Der Kühlschrank ist auch so schon laut genug.

Über Birgit Prinz lesen, an Michael Ballack denken. Feststellen, dass man beide "Fälle" nicht vergleichen kann. Und dann doch vergleichen.

Ich bin ein Wurstmann.

Die Wohnung war halbseitig gelähmt.

@etcpp Machete don't text. And Kutter don't Google+.

Ballerkalle-Inferno in Hannover

Habe es immer bedauert, dass es im Deutschen kein adäquates Verb für "to carpet bomb" gibt (as in "Hey, let's carpet bomb Latvia!").

Heute in einer Besprechung gesagt: "That's the beauty of it!" Ich weiß auch nicht, was los ist. Wahrscheinlich die Medikamente.

"Mad Man" mit einem Glas Whiskey in der Hand zu schauen fühlt sich in der vierten Staffel auch nicht mehr so gut an.

Im Kampf gegen die Apfelwickler werde ich heute Schlupfwespen ausbringen. #Hortihochkultur

Ich warte schon lange auf die ARD-#Tatort-App mit Zugriff aufs gesamte tatort.de-Archiv. (Damit sollten wohl auch die Verlage leben können.)

I get the news I need on the weather report.

Das WLAN in dem Asia-Imbiss heißt "Tittensuppe". #tweetsausdemasiaimbiss

Außerdem steht da was von "Differentialdiagnose". Und als geduldiger Dr.-House-Seher weiß ich spätestens jetzt, dass die Kacke am Dampfen ist

"Nachgewiese Banden". Ich habe also "nachgewiesene Banden" in meinem Blut (aus meinem serologischen Befund)

Mein Hausarzt hat eine sehr pragmatische Art. Ich würde ihn auch jederzeit meinen Abfluss oder den Auspuff reparieren lassen.

"Was das genau ist, können Sie dann bei Wikipedia nachlesen", sagte der Hausarzt, als er mir den Laborbefund in die Hand drückte.

"Immer feste druff!", sagte mein Hausarzt, als er das Rezept schrieb.

Hmmm... drei Tage Schlesiertreffen in Hannover? Da gibt's bestimmt lecker Wurst!

"Shine A Light" gesehen. Feststellen müssen, dass die Rolling Stones eine nicht zu unterschätzende Live Band sind.

Gedicht für meinen Hausarzt: "Ich neige ja nicht zur Selbstdiagnose / doch ich würde mal sagen: Borreliose!" #daslyrischewerk

Live Tweet: Mein ChronoSync-Backup ist jetzt bei 7,9 von 8,8 Zentimetern angelangt. #geodreieck #fortschrittsbalken

Ich würde auch gern TV-Ereignisse livetwittern. Der Reiz: Ich gucke meist zeitversetzt vom Festplattenrekorder und wäre 3 Stunden hinterher

Aktueller Anlass, schlimme Dialoge, krampfige Fußballbezüge, peinliche Laiendarsteller, DIY-Musik: ein erschütternd furchtbarer #Tatort

Der #Tatort gestern abend war wirklich ein mit dem pädagogischen Drehmomentschlüssel überspanntes Lehrstück. Peinlich noch in jedem Detail.

Nehme gerade an einem Auto-Flashmob auf der A2 teil.

Ich lüfte ein wenig meine sorgsam gehütete Anonymität: Auf S. 81 der Ausgabe 17 des #H96-Stadionhefts "mein magazin" kann man mich sehen.

ChronoSync-Backup hat sich von 4,0 auf 4,1 (von 8,8) cm vorgearbeitet. Bin von Zollstock auf Geodreieck umgestiegen. #Fortschrittsbalken

50% meines aktuellen Textausstoßes sind Captchas.

"Blocken und als Spam melden": fühlt sich ja doch immer wieder blockwartstyle denunziantenmäßig an. Egal: weg, weg, weg!

To-Do-Liste fürs Blog: Bericht über die Plattenkäufe der ersten Jahreshälfte

To-Do-Liste fürs Blog: Text über die wahren Hintergründe der Erfindung der Currywurst schreiben (Berlin wird zittern!)

To-Do-Liste fürs Blog: Text über iTunes-Mediathek-Pflege und die richtige Verwendung von ID3-Tags schreiben

Mein ChronoSync-Backup ist jetzt bei 4,0 von 8,8 Zentimetern. #fortschrittsbalken

Eben mit dem Zollstock (!) den Fortschrittsbalken ausgemessen, weil Chronosync keine Prozent- oder Restlaufzeitangaben macht. #fail! #fail!

Voll verpasst, deshalb herzlichen Glückwunsch nachträglich: 10 Jahre @antville! Kaum einer weiß, was ich denen verdanke. about.antville.org

Heute kommt Kleiner Hund in die Hundelandverschickung. Die gute Nachricht für Euch: zwei Wochen lang keine Hunde-Tweets mehr von mir!

Letzte Datenaufräumarbeiten nach dem Notebook-Crash. Das wichtigste: Die iTunes-Mediathek ist unbeschädigt. War aber auch doppelt gesichert.

Hänge seit Minuten über Seite 27 der FAS und frage mich nicht zum ersten Mal: Was bloß ist an Frauen mit schweren Waffen so faszinierend?

Markus Lanz zitiert auf NDR2 Bernd Begemann.

I'm persuing a rather sober, pragmatic shoot-first-shoot-again-later-then-poke-the-body-with-a-stick-to-see-if-he's-dead approach.

Ich hab übrigens unterschrieben. Um den Rest kümmern sich jetzt die Anwälte.

Heute sage ich, eingedenk der Erfahrungen der vergangenen zwei Wochen: "Kinder, vergesst mir das Backup nicht!"

Früher sagte ich: "Backup ist für Memmen!" Früher sagte ich: "Wer speichert, hat Angst!" But not today!

»Besser« ist eine Hyperbel, die sich unendlich der Achse »Gut« annähert, ohne diese je zu erreichen. (Das soll ICH mal geschrieben haben?!)

Dass man in schleswig-holsteinischen Dorftankstellen (hier: Hem in Fleckeby) einfach so Uludağ kaufen kann, versöhnt mich mit dieser Welt.

Steinbrück als Kanzlerkandidat? Einmal im Leben ist er schon mal als Spitzenkandidat angetreten. Danach regierte in NRW überraschend die CDU

Menschen, die #Hannover aus seiner legendären, oft beklagten Langeweile, Biederkeit & Mittelmäßigkeit herausheben wollen. Sie sind der Feind

Nichts gegen die Wahrheit, aber ich persönlich hab auch nichts gegen ein paar Alternativen.

Habe wegen Kopfschmerzen seit 5 Tagen keinen Alkohol getrunken. Kopfschmerzen sind immer noch da. Jetzt fühle ich mich natürlich verarscht!

Ich weiß, dass montags Ruhetag ist. Aber das heißt doch nicht automatisch, dass das auch an Pfingstmontag gilt! "Doch"? Wie, "doch"?!

Wer Internet hat, braucht keine Mutter mehr.

Das Mettbrötchen von der Raststätte Allertal löst bei zwei von zwei Versuchspersonen gerade Spontan-Ehec aus.

Letzte Dinge, z.B.: Letzte Tankstelle vor der Bundesgrenze

Dabei war ich einfach noch nicht richtig wach

Moderne Ängste: dass mich wegen meines mürrischen Gegrummels eben die jungen Türkinnen für einen Sarrazin-Leser halten könnten.

Sei Motor: twitpic.com/4k93h4. Bye bye, Yanmar.

Die Papageien, die in Bud-Spencer-Filmen die Schlägereien kommentieren, sind letztlich eine Hommage an den Chor in der griechischen Tragödie

26% aller Tweets weltweit werden vom Klo aus getwittert. 43% des Rests wären besser, wären sie vom Klo aus getwittert worden #twitterscience

Zu Besuch bei Freunden auf der Gästetoilette eine Haifisch-Wasserpistole gefunden. Ist das jetzt eine Aufforderung?

Am Minigolfplatz hatten sie keinen Flutschfinger. Ein verlorener Tag.

Wären im Fernsehen ab morgen Buzzer verboten, müssten 70% der Sendeplätze neu befüllt werden.

Wir spielen in der ersten DFB-Pokal-Runde also gegen Anker Wismar? Not cool! Die haben uns 2009 schon mal verdient 2:1 geschlagen! #H96

Auf dem Weg zu meinen Eltern am alten Probenraum von "Saddam's Lost Children" vorbeigefahren. Dem Erdboden gleichgemacht. Warn das die Amis?

Ich brauche mehr Details!

Großmutter nannte ihre Katze immer nur "die Katz" (Rufname: "Katz!"). Wohl deshalb nenne ich meinen #Corgi "Kleiner Hund" (Rufname: "Hund!")

(Was natürlich die Frage aufwirft, warum mein Hund eine Mailadresse hat. Oder einen Facebook-Account.)

Facebook informiert gerade per Mail meinen Hund über den Umstand, dass seine Freunde auf eine Antwort warten.

@etcpp Damit etwas verpönt ist, muss es zunächst einmal gepönt werden. Wir sollten alle mehr pönen!

Heute gefragt worden, ob ich die Treppe runtergefallen bin. Wegen neuer Kurzhaarfrisur. Mann, es ist super, in den 50er Jahren zu leben!

Sehe gerade: bin vor zwei Wochen mal "Jochen" genannt worden. Diese Welt wird auch immer verrückter.

Wer "verpönt" sagt, sagt bestimmt auch "töricht".

Uff, guter Spruch vom Hosenträgermann, jetzt bloß schnell was schlagfertiges einfallen lassen. "Du aber auch!" Puh, geschafft.

"Geht auch ganz schnell!" ist das letzte, was man hört vor: "Sorry, ich dachte, es geht schneller..."

Natürlich ist uns allen klar, dass es so nicht weitergehen kann.

Germany's Next Mopptrottel, die große Casting-Show für ungeschickte Reinigungskräfte #gntm

dieses fiebrige, befriedigende Gefühl der Selbstjustiz, wenn ich meinem Hund die Zecken aus dem Fell ziehe und sie platt mache

@mediumflow @goncourt @malomalo Die Welt ist doch letztlich auch nur eine einzige Biotonne.

Wie Sie unschwer erkennen können, hole ich in diesen Tagen gerade einige verpasste Pflichtfilme der letzten Jahre nach.

"The Wrestler" ist "Crazy Heart" ohne Gitarre. "Crazy Heart" ist "The Wrestler" ohne Rasierklingen. Beide Aussagen sind natürlich quatsch.

Gestern endlich "Somewhere" gesehen. Nach "Lost in Translation" und dem hier weiß ich nun über Filmstars, die in einer Blase wabern, genug.

Ui, gegen "Harry Brown" ist "Gran Torino" ja ein ziemlich betulicher Heimatfilm. #selbstjustiz

Todesfalle Biotonne

Sofia Coppola... die Tochter von Martin Scorsese, glaube ich

Erinnert sich noch jemand an das Buch "Dulle schwer genervt"? Ersetze "Dulle" durch "Kutter".

"Der Feind im Essen"? Ernsthaft, #SPIEGEL, das ist Euer neuer Titel?! War die Pulle Schluck mal wieder der letzte Freund beim Titelmachen?

Harhar! Das Gehirn wurde in einen neuen Körper verpflanzt und kann nun im neuen Wirtstier weiterleben! (neues Notebook, alte Festplatte)

Update: Notebook immer noch kaputt. Heute kommst Du ins Heim! Ich hab noch drei Monate Apple Care, sucker!

Der Winter war eindeutig zu mild und zu kurz.

Sprossen sind der neue Kachelmann.

Jim Messina schnorrt mich schon wieder an.

Mein Lieblings-Superschurke aus der Realität ist übrigens Abdul Qadeer Khan. (Ich erwähne das nicht ohne Grund.)

Mittlerweile ist es mir gleich, welche Nahrungsketten abreißen, Ökosysteme umkippen und Arten aussterben, wenn man alle Mücken ausrottet!

Update: Mein Notebook ist immer noch kaputt. Ich sehe hier ein Muster. Langsam glaube ich, dass es nicht mehr wieder von alleine heil wird.

"Frauenmannschaft"? Was für einen Sinn ergibt bitteschön das??

Jetzt aber nichts wie weg hier!

Boule ist ein alberner Sport, der es vermag, die männlichen Zopf- und Pferdeschwanzträger aller Generationen friedlich zu vereinen.

Boule ist ein alberner Sport, d.v. seltsamen Menschen betrieben wird. Vermisse beim Boulefest trotzdem die Frauenmannschaft "Die Bouletten"

Boule ist ein alberner Sport, der von seltsamen Menschen betrieben wird. Trotzdem gibt es beim Boule-Fest im Georgengarten kein WLAN!! #fail

Boule ist ein alberner Sport, der von seltsamen Menschen betrieben wird. Aber er hat eine geradezu hypnotische Wirkung auf Kleiner Hund!

Boule ist ein alberner Sport, der von seltsamen Menschen betrieben wird. Aber die Bio-Brtatwurst beim Boule-Fest im Georgengarten: not bad!

Bitte senden Sie eine SMS mit dem Buchstaben "C" an eine Nummer Ihrer Wahl. Oder an mehrere Nummern. Hauptsache "C".

Morgen Vortrag, heute Notebook kaputt. Was tun? A) Präsentation auf iPhone hinfieseln? B) ins Internetcafé gehen? C) morgen freestylen?

Das beste an #Tetris ist das troubleshooting, das Aufräumen des selbstangerichteten Chaos. Also ganz anders als im richtigen Leben.

Mann, bin ich froh, dass es nicht mein Lübecker Lieblingsrestaurant unter den alteingesessenen Traditionshäusern erwischt hat. #ehec

mein Notebook ist kaputt, und mein iPhone hat gerade noch 18% Akkuladung.

Manchmal kommt mit mein Leben so vor, als wäre ich ein menschliches USB-Hub. #lebenmitkabeln

Notebook immer noch kaputt. Keine Sorge, ich halte Euch mit weiteren Updates auf dem Laufenden!

Ha! Die neuen Nachbarn haben offenbar Twitter. Klavierspiel soeben schlagartig verstummt. Auf gute Nachbarschaft, Ihr Lutscher!

Hey Nachbarn! Ich hab ne fette Engl/Marshall-Kombo und kann "Pour Elise" auf meiner Les Paul! Wenn Ihr Krieg wollt, könnt Ihr Krieg haben!

Neue Nachbarn mit Klavier eingezogen. Na gut. Was ist das erste, was gespielt wird? Natürlich "Pour Elise". Und nochmal. Und nochmal. Raaah!

Herbert Grönemeyer war in Hannover. Ich war in Brandenburg. Ganz erstaunlich, wie sich alles immer wieder fügt im Leben.

Kann mich immer noch nicht entscheiden, was besser ist: mein Rührei m. getrockneten Tomaten und Feta oder das m. Wasabi, Sesam und Koriander

Ich wusste es! Irgendwann würde es sich einmal auszahlen, dass ich den Apple Care Protection Plan abgeschlossen habe.

Wenn Ihr es schon nicht schafft, EHEC auf die Spur zu kommen, könntet Ihr wenixtens mal klären, wieso mein Notebook die Grätsche gemacht hat

Das Kind des Korrespondenten sagte, "ich habe gerade einen Pups veröffentlicht." #keinscheiß

Was die komplette derzeitige deutschsprachige Popmusik im Radio verbindet: unerträglich humorloses Pathos in Text und Sound

FAS titelt heute: "Gefährliche Gurken". Klingt für mich wie die gefährlichste Bedrohung seit "Zärtliche Cousinen".

Mückenstiche. Als ob mir jemand "Krieg und Frieden" in Brailleschrift auf den Körper appliziert hätte. Aber wer sollte so etwas tun?

Back to obscurity

Wetter hin oder her: ich bin einfach ein Freund des umbauten Raumes.

Ein Bierhumpen ohne Bier ist dann doch immer nur: ein Humpen.

Soeben die innerdeutsche Grenze überschritten. Jede Menge D-Mark in der Unterhose versteckt, aber keiner hat kontrolliert. (?!?!)

An manchen Tagen glaube ich, Kleiner Hund leidet unter dem Tourette-Syndrom. #corgi

Heute geht's nach Bouncin' Brandenburg. Boring Berlin lassen wir dabei einfach rechts liegen.

Einige sagen jetzt, ich sei schuld.

Die Welt hat Masern. (Erkenntnisse aus meinem iPhone-Bewegungsprofil)

Es gibt im Leben nicht viel schöneres als am Morgen die Zeitungen zu filetieren. #einaltersackerzählt


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