Dichtheit & Wahrung. Hervorgegangen aus Der Kutter. Verdrängung ist, was uns über Wasser hält. http://kutter.antville.org/
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Vorwärts, dem Vergessen entgegen!
(Noch ein nutzloses Blogger-Manifest)

Unerkannt kommen wir aus der Dunkelheit, niemand weiß, wann und wo einer oder eine von uns das nächste Mal zuschlägt. Wir posten unsere Texte und verschwinden wieder in den Tiefen des Webs. Wir sind Guerilla-Publizisten. Wir sind Blogger.

Wir sind kleine, mobile Einheiten. Wir fliegen unterhalb des Radars der Verlage und der Meinungsindustrie. Wenn es eine von uns erwischt, sind genügend andere da, die ihre Stelle einnehmen. Sie können uns nicht fassen.

Wir graben mit bloßen Händen in der großen stinkenden Müllhalde, die sich weltweites Netz nennt. Wir machen uns die Hände schmutzig. Machen die Drecksarbeit, für die sich andere zu schade sind. Wir würzen unsere Funde mit ein bisschen Selbstbespiegelung. Nicht weil wir es brauchen, sondern weil es sonst auch niemand braucht. Wir leisten uns den Luxus, nichtsnutzig zu sein.

Den »eigenen Chefredakteur« | | | | * , der ja jeder Blogger sein soll, habe ich abgesetzt. Er wollte jeden Tag eine gute Story von mir. Ich sollte jeden Tag an die Leser denken. Auf die Statistiken achten, Auflage machen gewissermaßen. Er war mir zu journalistisch verdorben. Mein »eigener Chefredakteur« muss jetzt werktags arbeiten gehen, um den Blogger durchzuschleppen.

Journalismus... Journalismus ist kein Ansporn. Er formatiert nur die Wirklichkeit in Layout-Raster und Auflagen-Optimierungsstrategien. Journalisten werden bezahlt und entlassen. Blogger nicht. Nichts ist so alt wie die Zeitung von heute. Scheckbuch-Blogger wird es niemals geben.

Literatur? Literatur ist nicht der Anspruch. Literatur will bleiben. Ein Blog hingegen rollt langsam nach unten weg, dem Vergessen entgegen. Es löst sich immer wieder selbst ab. Selbstobsoleszierung.

Nutzlos, vergänglich, unbedeutend zu sein: Ist nicht vielleicht das die vollkommene Freiheit? Wir sind Blogger. Viele von uns sind gut. Sollten wir vielleicht »etwas daraus machen«? Nein. Genau das erwarten sie doch, dass wir das tun.

NEU! FÜR DIE GANZ OBERSCHLAUEN JETZT AUCH MIT INTERPRETATION DES AUTORS! <<<




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MH  |  16. August 2002 23:02:41 MESZ

Auch du entkommst nicht

Alles falsch. Adorno weiss es: Schon "ich" zu sagen, heißt Chef eines Flohsacks von Ich-Anteilen zu sein, der im Kontext der Konkurrenzgesellschaft nach den Prinzipien einer Räuberbande organisiert ist. Herrschaft über dich selbst und Einfühlung in die Ware sind dir in dieser Gesellschaft unvermeidlich. Sowas sollte ein Käptn Kutter aus dem goldbetreßten Ärmel schütteln können. Mein Chefredakteur meint, ich muß das genaue Zitat raussuchen. Der kann mich.


 
kutter  |  17. August 2002 12:12:33 MESZ

Erratum

Also gut, Kollege Hammerschmitt, ich korrigiere: Den eigenen Chefredakteur hat mein räuberbandengleicher Flohzirkus von Ich-Anteilen (nachfolgend kurz als "Ich-AG" bezeichnet) längst gestürzt.


 
MH  |  17. August 2002 12:49:12 MESZ

So schon besser. Sagt auch der Chef.





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roland  |  16. August 2002 23:16:52 MESZ

lustischer blödsinn

musst ich drüber lachen, aber voller sympathie natürlich





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alex63  |  17. August 2002 01:14:15 MESZ

gut

geschrieben. bloggen ist vielleicht die letzte grassroots bewegung. anarchie auf jeden fall. und viel selbstbespiegelung.
warum blogge ich? diese frage beantwortest du nicht. ich für meinen teil blogge, um mit anderen gleichgesinnten zu kommunizieren. um diese überhaupt ausfindig zu machen. was sogar manchmal gelingt.
ich werfe nun ne münze, ob der kommentar in den orkus oder ins blog geht. das brandenburger tor hat gewonnen.





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kutter  |  10. Oktober 2005 22:58:47 MESZ

Unvergessenes Vergessen


Es kann für die besondere handwerkliche Qualität eines parodistischen Textes sprechen, wenn er für genau das gehalten wird, was er eigentlich karikieren soll, seine karikierende Absicht also unerkannt bleibt (ich erinnere mich immer noch mit Freude an die vermeintliche Gründung der asr). Es kann im Gegenteil auch gerade gegen die handwerkliche Qualität des Textes sprechen, wenn es dem Autor offenbar nicht gelingt, sich verständlich und damit auch unmissverständlich zu machen, beispielsweise bei einem Versuch des uneigentlichen Sprechens. Jeder glaubt ja von sich, er beherrsche so etwas, aber ganz so einfach ist es eben nicht.

Als ich vor gut drei Jahren obiges zügig runtergehämmerte Blogger-Manifest veröffentlichte, freute mich über die überwiegend belustigten Reaktionen, denn ernst zu nehmen war der Text ja offenkundig kaum. Anstatt jedoch in Vergessenheit zu geraten, wie es angemessen gewesen wäre und am Ende des Textes angeraten wird, wird dieser Text auch heute noch gelegentlich verlinkt und bisweilen abgedruckt — nicht selten aus einem Mißverständnis heraus, wobei ich offen lassen möchte, ob dieses nun in der gelungenen oder aber gerade in der mangelnden Eignung des Textes begründet liegt, seine Absicht in geeigneter Weise zu transportieren. Manche Menschen jedenfalls finden darin ihr Selbstverständnis und Empfinden als Blogger, sozusagen ihre Blogger-Befindlichkeit schön treffend auf den Punkt gebracht (z.B. „ich hätte es nicht schöner sagen können“, was meistens stimmt). Andere Menschen nehmen ihn zum Beispiel, um sich über Blogger-Nabelschau, -Wichtigtuerei und -Selbstüberschätzung zu echauffieren oder lustig zu machen (z.B. „spätpubertärer Erguss“).

Letzteres ist im Prinzip ein ehrenwerter Ansatz. Nur leider auch meiner, weil der Text genau das, was ihm zugute bzw. vorgehalten wird, persifliert. Er parodiert den Duktus einiger Dokumente seiner Zeit, die mittlerweile zu Recht in Vergessenheit geraten sind. Er karikiert dieses Blogger-Feeling, bei dem die Publikationsform Weblog wichtiger genommen wird als der Inhalt, der eigentlich publiziert werden soll. Und so lesen sich die meisten Blogs dann auch. Wenn ich diesem als Manifest (hört, hört!) angekündigten Text etwas vorwerfen sollte, dann noch am ehesten, wie wenig subtil er seine parodistische Absicht (vom zaunpfahlschwenkenden Attribut "nutzlos" im Untertitel über die völlig überdrehte Sprache mit einigen krachledernen literarischen Anspielungen bis hin zu einem weiteren, einordnenden Blogeintrag vom selben Tag) zu verbergen versucht. Von einer gewissen Inkonsistenz in der Sprechhaltung (es gibt da einen unverkennbaren Bruch in der Mitte des Textes) ganz zu schweigen.

Man muss diesen Text also beileibe nicht für gelungen und auch nicht für witzig halten, bloß: Wie man ihn halbwegs wachen Kopfes für bare Münze nehmen kann, bleibt mir rätselhaft. Nun ist es mir eigentlich egal, wer jeweils was aus diesem Text herausliest, und ich möchte ja auch keinem den Spaß an einem kräftigen Diss nehmen. Was mir allerdings wirklich nicht behagt, ist auf der anderen Seite die distanzlose Affirmation, die dieser Text gelegentlich hervorruft. Daher möchte ich heute gerne jenen, die sich von mir so gut verstanden fühlen und sich so schön heimelig in diesem Manifest wiederfinden, folgendes zurufen: Freunde, Ihr seid auf dem Holzweg! Ihr seid nichts besonderes, bloß weil Ihr Blogger seid und von dem fiebrigen Gefühl gekostet habt, das einen befällt, wenn man mal einen Gedanken veröffentlicht und dafür sogar Resonanz geerntet hat. (Dieses Gefühl kennen wir alle, und deshalb habe ich schon immer gesagt, dass Weblogs keine Konkurrenz für den Journalismus sind, sondern für die Druckkostenzuschuss-Verlage und für BoD). Als Blogger seid Ihr erst etwas besonderes, wenn sich in Eurem Weblog etwas besonderes findet, etwas eigenes, etwas verschrobenes, etwas unverwartetes, vollkommen unerwartbares, vielleicht auch gescheitertes. Etwas, das man lange suchen musste, ohne dass man wusste, was es sein würde. Lasst Euer Leben und Eure Meinungen und den ersten Gedanken, den Ihr zu einem Thema habt, also alles Naheliegende mal beiseite und wagt etwas, das missverstanden werden kann. Das unverstanden bleiben könnte. Etwas, das zu Unrecht vergessen werden wird – denn vergessen werden wird es auf jeden Fall. Ich habe es bislang nur zu einem Text gebracht, der zu Unrecht nicht vergessen wird. Daher geht der Kampf für dieses tarnfarbene Guerilla-Blog (da! er tut's schon wieder!) auch munter weiter.

Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. Ich verschwinde jetzt wieder in der Dunkelheit der Nacht.


 
kutter  |  12. September 2009 15:24:34 MESZ

Nach Meinung einiger liefert das obige, doch etwas sehr ausführlich geratene Postscriptum angesichts aktueller Debatten womöglich einen Schlüssel. Man sollte da skeptisch bleiben.





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ambigue  |  31. Januar 2010 02:15:48 MEZ

Einfach schön zu lesen.

Ich hatte diese Seite heute "zufällig entdeckt".

Fortan wird ein "Lesezeichen" unter der Rubrik "Kunst" meinem Vergessen mit Nachsicht begegnen.

Mit herzlichem Gruß















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