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    <title>Dichtheit &amp; Wahrung (hervorgegangen aus Der Kutter. Verdrängung ist, was uns über Wasser hält.)</title>
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    <pubDate>Tue, 21 May 2013 10:07:19 GMT</pubDate>
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      <title>Das Hannover in jedem von uns</title>
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      <description>&lt;b&gt;Der n&amp;auml;chste Bundespr&amp;auml;sident kommt vermutlich aus der gleichen Stadt, die schon Lena Meyer-Landrut von der Leine lie&amp;szlig;. Was ist da los? Wo soll das alles enden?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;Hannover ist aus seiner Mitte gefallen. Die Begeisterung, mit der 40.000 Insassen dieser Stadt Lena Meyer-Landruts R&amp;uuml;ckkehr aus Oslo feierten, hatte tumulthafte Z&amp;uuml;ge. Noch im November hatte sich eine &amp;auml;hnlich gro&amp;szlig;e Menschenmasse versammelt, um gemeinsam und schweigend den Freitod Robert Enkes zu verarbeiten. F&amp;uuml;r eine Stadt wie Hannover, die eigentlich als norddeutsch-n&amp;uuml;chtern, ruhig und unersch&amp;uuml;tterlich gilt, sind das erstaunlich extreme Ausschl&amp;auml;ge auf der Emotionsskala. &amp;raquo;Sturmfest und erdverwachsen&amp;laquo; hat man hier zu sein, folgt man dem traditionellen Niedersachsen-Lied.&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;Bislang funktionierte Hannover vor allem als Klischee. Man kann aus Wanne-Eickel kommen oder aus Gera. Aber wenn man aus Hannover kommt, ist man automatisch Botschafter f&amp;uuml;r ein B&amp;uuml;ndel ewig gleicher Zuschreibungen. Auch in der bundesweiten Lena-Berichterstattung tauchten die &amp;uuml;blichen Verd&amp;auml;chtigen wieder reflexhaft auf, ohne dass sie etwas mit der Sache zu tun hatten: Der Currywurst-Kanzler. Die Scorpions. Das reinste Hochdeutsch. Die Messe. Auch wer noch nie in dieser Stadt war, meint sie zu kennen. Denn Langeweile kennen wir doch alle.&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;Der Hannoveraner ist stolz auf seine Stadt, f&amp;uuml;hlt sich aber immer unter Rechtfertigungsdruck: F&amp;uuml;r eine Stadt dieser Gr&amp;ouml;&amp;szlig;enordnung sei das kulturelle Angebot nun wirklich herausragend! Die kurzen Wege! Das viele Gr&amp;uuml;n! Die hohe Lebensqualit&amp;auml;t! Der ausgezeichnete &amp;ouml;ffentliche Personennahverkehr! &amp;Uuml;berhaupt die guten Verkehrsanbindungen! Und erst der Zoo! Alles richtig. Und alles egal. Denn jenseits des Ortschilds steht Hannover f&amp;uuml;r Langeweile, Biederkeit und Provinzialit&amp;auml;t. Und wie &amp;uuml;berall in der Provinz wird das, was die Ausw&amp;auml;rtigen sagen, allemal wichtiger genommen als das eigene Empfinden.&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;b&gt;Nirgendwo kann man besser sehen, dass die Zukunft ihre beste Zeit schon hinter sich hat&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;Insofern kann vieles, was in dieser Stadt geschieht, als Kompensation eines Minderwertigkeits-Komplexes verstanden werden: Die &amp;raquo;erste Weltausstellung auf deutschem Boden&amp;laquo;. Die Management-Hochschule. Das Hirnforschungszentrum. Nat&amp;uuml;rlich immer alles Exzellenz im Weltma&amp;szlig;stab &amp;#8211; so wie die Scorpions (und letztere sogar mit einem ausk&amp;ouml;mmlichen Gesch&amp;auml;ftsmodell). &amp;raquo;Hannover hat ein neues Selbstbewusstsein entwickelt&amp;laquo;, erkl&amp;auml;rt der nieders&amp;auml;chsische Noch-Ministerpr&amp;auml;sident Christian Wulff, wenn er auf die Sp&amp;auml;tfolgen der Expo 2000 angesprochen wird. &amp;Uuml;ber das alte Selbstbewusstsein sagt das erst mal nichts Gutes. Und &amp;uuml;berhaupt: Wer selbstbewusst ist, redet nicht dr&amp;uuml;ber.&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;Nirgendwo kann man besser sehen, dass die Zukunft ihre beste Zeit schon hinter sich hat, als auf dem Expo-Gel&amp;auml;nde, das sich zu einer charmanten Mischung aus Gewerbegebiet und Geisterstadt gemausert hat. &amp;raquo;Es sieht aus wie der ausgetr&amp;auml;umte Traum vom Kapitalismus&amp;laquo;, berichtet Christian Petzold, der wesentliche Teile seines Gespensterfilms &amp;raquo;Yella&amp;laquo; hier gedreht hat, &amp;raquo;so futuristisch wie Brasilia, so k&amp;uuml;nstlich, so unendlich weit entfernt von jedem Zentrum&amp;laquo;, dass Zinedine Zidane vermutlich hier &amp;raquo;die Idee zu seinem Kopfsto&amp;szlig;&amp;laquo; gehabt habe. Wer hat vergleichbares schon einmal &amp;uuml;ber Berlin geh&amp;ouml;rt?&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;Noch heute gedenkt man der wartezeitenintensiven Weltausstellung gelegentlich durch rituelles Schlangestehen &amp;#8213; allerdings nicht mehr auf dem Expo-Gel&amp;auml;nde, sondern vor der Marktkirche mitten im Epizentrum hannoverscher Stadtlichkeit. N&amp;auml;mlich dann, wenn Margot K&amp;auml;&amp;szlig;mann wieder einmal predigt, dass niemand tiefer fallen k&amp;ouml;nne als in Gottes Hand. Was im Falle Hannovers (55 Meter &amp;uuml;ber dem Meeresspiegel) nicht gerade von einer stolzen Fallh&amp;ouml;he zeugt &amp;#8213; und ansonsten leider offen l&amp;auml;sst, was Gott derweil mit seiner anderen Hand treibt.&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;Hannover war aber nicht nur Austragungsort der Expo, sondern einer weiteren Veranstaltung von internationalem Renommee: der Chaostage, eines buntscheckigen, von Tom Clancy zum literarischen Topos geadelten Punktertreffens, das zumeist feucht-friedlich verlief, manchmal aber eben nicht. Als w&amp;auml;hrend der gewaltsamen Ausschreitungen des 1995er Jahrgangs ein schon etwas angeschickerter Punk von Journalisten gefragt wurde, warum man ausgerechnet diese Stadt in Schutt und Asche legen wolle, erkl&amp;auml;rte dieser nach einigem Insistieren: Hannover sei schei&amp;szlig;e, denn es k&amp;ouml;nnte &amp;uuml;berall sein.&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;Hannover ist tats&amp;auml;chlich &amp;uuml;berall. Der Wille, der eigenen Provinzialit&amp;auml;t zu entrinnen, indem man Investitionsruinen in die Landschaft stellt, ist ja kein nieders&amp;auml;chsisches Alleinstellungsmerkmal. Das Desaster am N&amp;uuml;rburgring, die Kongresszentrums-Posse in Bonn und die potemkinsche Hauptstadtkulisse, die sich Berlin hingeklotzt hat: Alle diese putzigen und zugleich kosteninvensiven Versuche, dem Fluch der Peripherie zu entkommen, kamen auch ohne Hilfe aus Hannover zustande. Und selbst die stolzen Hamburger &amp;uuml;bernehmen sich gerade mit einer Elbphilharmonie.&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;Mehr sein zu wollen, als die anderen in einem sehen: Diese Sehnsucht ist nur allzu menschlich, und insofern steckt Hannover in jedem von uns. In Hannover ist Deutschland ganz bei sich. Insofern ist es auch kein Zufall, dass mit Gottfried Wilhelm Leibniz der letzte Universalgelehrte ausgerechnet in Hannover wirkte. Und genauso wenig ist es ein Zufall ist, dass die notorischsten Hannover-Sp&amp;ouml;tter aus m&amp;uuml;rben Siedlungen mit Namen wie N&amp;uuml;rtingen kommen. Wenn irgendwo Hannover durch den Kakao gezogen wird, arbeitet sich meist blo&amp;szlig; wieder jemand an seiner  Jugend zwischen den Reihenhauskolonnen einer Berufspendlersiedlung im Einzugsbereich einer regionalen Mittelmetropole mit angrenzendem Naherholungsgebiet ab.&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;Und so ist auch die Liebe der Hannoveraner zu Robert Enke nicht nur mit seinen sportlichen Leistungen zu erkl&amp;auml;ren. Sondern auch mit einem etwas ungl&amp;auml;ubigen Stolz darauf, dass &amp;raquo;so einer&amp;laquo; tats&amp;auml;chlich seine Zelte in Hannover aufgeschlagen hat, ohne bei der n&amp;auml;chsten sich bietenden Gelegenheit gleich weiterzuziehen. Enke war nicht nur eine Identifikationsfigur, sondern auch ein Ausweis daf&amp;uuml;r, dass man mehr als nur Mittelma&amp;szlig; vorzuweisen habe.&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;Nach Enkes Tod wirkte die ganze Stadt wie bet&amp;auml;ubt, und tats&amp;auml;chlich scheint sich in jenen Tagen, die von vielen als hysterisch empfunden wurden, ein neues Zusammengeh&amp;ouml;rigkeitsgef&amp;uuml;hl entwickelt zu haben, das &amp;uuml;ber die Trauerreden der offiziellen Repr&amp;auml;sentanten hinausweist. Das hat sich im dramatischen Kampf von Hannover 96 um den Bundesliga-Klassenerhalt gezeigt, beim Gewinn der Eishockey-Meisterschaft durch die Hannover Scorpions (ja, die Scorpions sind allgegenw&amp;auml;rtig) &amp;#8211; und nun eben beim Grand-Prix-Triumph von Lena Meyer-Landrut.&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;b&gt;Wir k&amp;ouml;nnen alles &amp;#8211; au&amp;szlig;er Berlinmitte!&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;Heute ist der Hannoveraner bereit, sich selbst zu feiern. Schwierig zu sagen, ob das ein Fortschritt ist. Aber noch w&amp;auml;hrend der Expo war das g&amp;auml;nzlich anders, als beispielsweise die kritische Berichterstattung &amp;uuml;ber verfehlte Ziele und m&amp;auml;&amp;szlig;igen Unterhaltungswert dieser Veranstaltung heftigst bek&amp;ouml;hlert wurde als heimt&amp;uuml;ckische Verschw&amp;ouml;rung h&amp;auml;mischer Hannover-Hasser, die der Stadt nichts Gutes g&amp;ouml;nnen w&amp;uuml;rden.&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;Doch wirklich im Reinen ist der Hannoveraner mit sich selbst und seinem Hannoversein auch heute noch nicht. Sonst w&amp;uuml;rde er nicht ebenso langweilig wie vergeblich gegen das &amp;uuml;berm&amp;auml;chtige Langeweile-Image anreden, sondern es selbstbewusst umarmen und damit endlich bei sich selbst ankommen: &amp;Uuml;berall ist Krise und Kuddelmuddel &amp;#8211; hier ist es ruhig! Wir k&amp;ouml;nnen alles &amp;#8211; au&amp;szlig;er Berlinmitte! Das Beste an Hannover sei die N&amp;auml;he zu Hamburg? Fast: Noch besser ist, dass sich trotz der N&amp;auml;he kaum je ein Hamburger nach Hannover verirrt.&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;Wer sich jedoch nach Hannover verirrt, berichtet bisweilen seltsames. Ein weitgereister Mann antwortete einmal auf die Frage, was Hannover einzigartig mache: Dass die Menschen hier auch dann noch unbeirrbar aus dem Fenster starren, wenn die U-Bahn l&amp;auml;ngst in den Tunnel gefahren ist. Man bleibt unbehelligt in dieser Stadt, und wenn mal wieder Messe ist, &amp;uuml;bergibt man einfach die Schl&amp;uuml;ssel den G&amp;auml;sten.&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;Was das alles mit Christian Wulff zu tun hat? Nichts. Der kommt aus Osnabr&amp;uuml;ck.&amp;#10;</description>
      <pubDate>Fri, 04 Jun 2010 22:56:00 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>kutter</dc:creator>
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    </item>
    <item>
      <title>Schlafes Schwester, Potemkins Läden.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Schwerinensien VIII: Ein lange angekündigter Abschied von der Abgeschiedenheit</title>
      <link>http://Kutter.antville.org/stories/1099164/</link>
      <description>So zauberhaft Schwerin auch sein kann und allzu h&amp;auml;ufig ist, es gibt diese Tage, an denen man den Dr.-Joel-Fleischman-Blues&lt;a href="http://kutter.antville.org/stories/592055/"&gt;&lt;sup&gt;1&lt;/sup&gt;&lt;/a&gt; bekommen kann in dieser Stadt, und es gibt Tage, es sind nicht viele, aber es gibt sie, an denen man wei&amp;szlig;, was der englische S&amp;auml;nger Morrissey mit seinem Lied &lt;i&gt;&amp;raquo;&lt;a href="http://www.arrakis.es/~insano/singles/everyday.htm"&gt;Everyday Is Like Sunday&lt;/a&gt;&amp;laquo;&lt;/i&gt; gemeint hat:&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;i&gt;&lt;div class="quote"&gt;in the seaside town&lt;br /&gt;&amp;#10;...that they forgot to bomb&lt;/div&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&amp;#10;Nun ist Schwerin zwar, wie wir alle wissen, keine Stadt am Meer, wohl aber eine mit zw&amp;ouml;lf Seen, von denen der wasserverw&amp;ouml;hnte Stadtinsasse allenfalls die sieben gr&amp;ouml;&amp;szlig;ten &amp;uuml;berhaupt der Z&amp;auml;hlung f&amp;uuml;r w&amp;uuml;rdig befindet (daher die launige Selbstanklage &amp;raquo;Stadt der sieben Seen&amp;laquo;), und das Meer ist blo&amp;szlig; eine gute halbe Stunde entfernt (sofern Sie eine mitteleurop&amp;auml;ische Fahrweise zugrunde legen. Fahren Sie wie ein Einheimischer, sind sie in zwanzig Minuten da, aber in f&amp;uuml;nfzehn Minuten tot). Und strenggenommen hat man Schwerin auch nicht vergessen zu bombardieren &amp;#8212; es war nur schon im Krieg nichts da, was als kriegsentscheidend zu bombardieren sich gelohnt h&amp;auml;tte. Also beschr&amp;auml;nkten sich die Alliierten auf den Bahnhof, verwechselten ihn mit dem Stra&amp;szlig;enbahndepot, wo sich ebenfalls viele Gleise verknoteten, und lie&amp;szlig;en den Bahnhof folglich stehen. Da steht er heute immer noch, und das macht ihn schon fast zu einer Art Wahrzeichen dieser Stadt, denn in Schwerin steht so einiges. Ein der Stadt liebevoll zugeneigter Sch&amp;ouml;ngeist, ans&amp;auml;ssig wie jeder heutzutage selbstverst&amp;auml;ndlich in Berlin, erkl&amp;auml;rte es mir einmal diplomatisch: &amp;raquo;Schwerin ist ja nicht so, nun ja, sagen wir: &lt;i&gt;tosend&lt;/i&gt;.&amp;laquo;  Und keinem Sch&amp;ouml;ngeist, sondern Bismarck wird der Satz zugeschrieben: &amp;raquo;Wenn die Welt untergeht, gehe ich nach Mecklenburg, denn dort geht sie 50 Jahre sp&amp;auml;ter unter.&amp;laquo; Und so steht noch heute die von Demmler &amp;amp;al. zur&amp;uuml;ckgelassene Bausubstanz an allen Ecken und Enden herum, weil sich gl&amp;uuml;cklicherweise niemand je die M&amp;uuml;he machen wollte, diese wegzur&amp;auml;umen (Vermutlich gab es immer einfach zu viel davon, um einfach mal damit anzufangen. Als Hannoveraner wei&amp;szlig; man so etwas zu sch&amp;auml;tzen; der Wiederaufbau der Stadt nach 1945 wird hier liebevoll-zutreffend gern auch als &amp;raquo;zweite Zerst&amp;ouml;rung&amp;laquo; bezeichnet.)&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;i&gt;&lt;div class="quote"&gt;this is the coastal town&lt;br /&gt;&amp;#10;that they forgot to close down&lt;/div&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&amp;#10;Wenn Schwerin Dynamik entwickelt, dann vor allem beim Schrumpfen. Menschen ohne Job zieht es in prosperierendere Gebiete, oft in den Westen; Menschen in prospektierlichen Positionen zieht es aus der st&amp;auml;dtebaulich umwerfenden Stadt hinaus ins landschaftlich noch umwerfendere Umland. Als ich mich vor zwei Jahren beim Einwohnermeldeamt als neuer B&amp;uuml;rger der Stadt eintragen lie&amp;szlig;, wurde ich behandelt wie eine seltene Pflanze. (Die Einfuhr seltener Pflanzen muss allerdings auch hier ohne falsche Scheu vor b&amp;uuml;rokratischem Aufwand korrekt abgewickelt werden.) Im vorletzten Jahr sank die Einwohnerzahl erstmals unter die magische Einhundertausender-Marke, Schwerin verlor seinen Gro&amp;szlig;stadtstatus &amp;#8212; ein traumatisches Ereignis f&amp;uuml;r die kleine Landeshauptstadt. Laut einer Eurostat-Studie ist Schwerin (gleichauf mit Frankfurt/Oder) die am drittschnellsten schrumpfende Stadt in der Europ&amp;auml;ischen Union; der durchschnittliche Bev&amp;ouml;lkerungsr&amp;uuml;ckgang betr&amp;auml;gt 2,7 Prozent pro Jahr (Spitzenreiter: Maribor mit 3,1 Prozent). Dennoch sind in den vergangenen Jahren Gewerbefl&amp;auml;chen in spektakul&amp;auml;rem Ausma&amp;szlig; entstanden, zun&amp;auml;chst auf der gr&amp;uuml;nen Wiese (das &amp;raquo;Sieben-Seen-Center&amp;laquo;, das &amp;uuml;brigens seines sch&amp;ouml;nen Namens zum Trotz ein stilisiertes B&amp;auml;umchen im Logo f&amp;uuml;hrt), vor f&amp;uuml;nf Jahren dann mitten in der Innenstadt das &amp;raquo;Schlosspark-Center&amp;laquo; &lt;i&gt;(Schlopaz)&lt;/i&gt;, eine Shopping-Mall &amp;uuml;ber drei Etagen mit zerhackte Wasserstrahlen speienden Froschbrunnen im Erdgeschoss. &lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;Wachsende Gewerbefl&amp;auml;chen bei sinkender Einwohnerzahl und abnehmender Kaufkraft (nirgendwo in Deutschland soll es mehr Gesch&amp;auml;ftsfl&amp;auml;che pro Einwohner geben als in Schwerin, berichtet der Fahrer der Peterm&amp;auml;nnchen-Stadtrundfahrt den staunenden Reisenden): diese Entwicklung der letzten Jahre hat viele kleine Gesch&amp;auml;fte in den vorbildlich restaurierten H&amp;auml;usern der Innenstadtstra&amp;szlig;en vor ernste Schwierigkeiten gestellt. Leere Schaufenster, mal mit Packpapier verklebt, mal nicht, geh&amp;ouml;ren l&amp;auml;ngst zum gewohnten Stadtbild wie die Touristengruppen, die die klassizistischen Fassaden drumherum bewundern. Allenfalls Ultra-Discounter f&amp;uuml;r Ramsch und ramschverwandte Waren sto&amp;szlig;en in die L&amp;uuml;cken. Sogar die bestgelegene und gutbesuchte McDonald's-Filiale der Stadt wurde geschlossen, was zwar kein wirklicher Verlust, aber ebenso wie die allgegenw&amp;auml;rtig an den H&amp;auml;userw&amp;auml;nden prangenden Gro&amp;szlig;transparente von Maklern ein Hinweis auf die zutiefst problematische Lage einer an und f&amp;uuml;r sich malerischen Innenstadt ist. &lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;span class="small"&gt;&lt;br&gt;(Nach dem Arnie-van-Lent'schen Verelendungsgesetz erkennt man eine wirtschaftlich underperformenende Stadt &amp;uuml;brigens daran, dass man bei McDonald's von Deutschen bedient wird. Was man nach dem Kutterschen Effizienzabwesenheitsgesetz wiederum daran erkennt, dass grunds&amp;auml;tzlich die H&amp;auml;lfte der Bestellung nicht vorr&amp;auml;tig ist, sondern erst auf Anfrage zusammengebaut wird. Und zwar einzeln. &amp;raquo;Hier ist Ihre Nummer, ich bring's Ihnen gleich an den Tisch.&amp;laquo; Sie bezahlen also erstmal, setzen sich, und irgendein gewitzter Rotzl&amp;ouml;ffel mit Skateboard unter'm Arm schnappt Ihnen dann den BigMac weg. Hallooo!)&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;i&gt;&lt;div class="quote"&gt;Armageddon - come Armageddon!&lt;br /&gt;&amp;#10;Come Armageddon! Come!&lt;/div&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&amp;#10;Vor einiger Zeit richtete sich in einem Haus in der Puschkinstra&amp;szlig;e, das leer steht, seit ich in dieser Stadt lebe, ein neues Gesch&amp;auml;ft ein. Das war durchaus &amp;uuml;berraschend. Dass es sich hierbei um ein Bestattungsinstitut &lt;i&gt;(&amp;raquo;Bestattungen Preussler&amp;laquo;)&lt;/i&gt; handelte, schien zun&amp;auml;chst nur logisch zu sein, schlie&amp;szlig;lich verlassen &amp;uuml;berwiegend junge Menschen die Stadt und verwandeln Schwerin damit schon fr&amp;uuml;hzeitig in eine Art Vorposten von Methusalem City. Und gestorben wird immer; selbst der trotzigste Mecklenburger muss schlie&amp;szlig;lich irgendwann den L&amp;ouml;ffel in den Besteckkasten zur&amp;uuml;cklegen. Viel bezeichnender war es dann jedoch, dass sich die vermeintliche mutige Neugr&amp;uuml;ndung als Filmkulisse f&amp;uuml;r einen &lt;i&gt;&amp;raquo;Polizeiruf&amp;laquo;&lt;/i&gt;-Dreh vom Studio Hamburg herausstellte. Mittlerweile ist das Team l&amp;auml;ngst wieder abger&amp;uuml;ckt, der Film ausgestrahlt, der Laden steht leer wie immer. Das Haus ist in tadellosem Zustand. Die Schaufenster sind nicht verklebt. Falls Sie Interesse haben, besorg ich Ihnen die Nummer vom Makler.&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;1990 ist Schwerin &amp;#8211; unter immer noch ungekl&amp;auml;rten, manche munkeln: unter herbeigehoyzerten Umst&amp;auml;nden &amp;#8211; zwar Landeshauptstadt geworden. Ernst genommen wird das Fleckchen trotzdem nicht, schon gar nicht von den Einwohnern des n&amp;auml;chstgelegenen Dorfes (wir sprechen hier von der pulsierenden Wirtschaftsmetropole und Bundesligastadt Rostock). Das versetzt dem Schweriner einen fortw&amp;auml;hrenden Stich ins Herz. So bodenst&amp;auml;ndig und bescheiden er sonst auch ist &amp;#8211; in dieser Frage hat er einen geh&amp;ouml;rigen Minderwertigkeitskomplex entwickelt, und die unz&amp;auml;hligen Versuche, diesen zu &amp;uuml;berwinden, treiben bisweilen bizarre Bl&amp;uuml;ten. Zuletzt wurde allen Ernstes diskutiert, im Schlossgarten, diesen wundersch&amp;ouml;nen von Jean Legeay und Theodor Klett gestalteten Park inmitten der Stadt (und folglich direkt am See), ein gro&amp;szlig;es Autorennen zu veranstalten und daf&amp;uuml;r sogar eine Pontonbr&amp;uuml;cke rund ums Schweriner Schloss zu bauen. Die Gespr&amp;auml;chspartner, mit denen man verhandelt hatte, stellten sich gl&amp;uuml;cklicherweise schnell als niedere Chargen heraus, und au&amp;szlig;er dem Schweriner Stadtrat hatte das Projekt nie jemand sonderlich ernst genommen.&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;Gegenstand der absurdesten Umnutzungsphantasien ist jedoch seit jeher der Pfaffenteich. Schwerin und seine Insassen verweisen allzeit gern darauf und auch die einschl&amp;auml;gige Schwerinreiseliteratur kommt nur selten ohne den Hinweis aus, dass sich dieser pittoreske Innenstadtsee ohne weiteres mit Hamburgs Binnenalster vergleichen lie&amp;szlig;e bzw. dieses sehr wohl auch geschehe. Der Vergleich freilich hinkt in zweierlei Hinsicht. Zum einen ist es einem am Schweriner Pfaffenteich ungleich wohliger und pittoresker zumute als an der Hamburger Binnenalster &amp;#8212; jedenfalls bislang, denn zum anderen k&amp;auml;me in Hamburg und nie und nimmer einer auf den Gedanken, seine sch&amp;ouml;ne Binnenalster mit einem dunkelgr&amp;uuml;nen mannshohen Maschendrahtzaun G&amp;uuml;teklasse Obi zu umziehen, als gelte es, einen zerkl&amp;uuml;fteten Hinterhof zu parzellieren. Wenn man allerdings bedenkt, dass hier auch schon eine Wasserski-Anlage errichtet werden oder ein Gastronomieschiff vor Anker gehen sollte, ist man f&amp;uuml;r diese vergleichsweise zur&amp;uuml;ckhaltende Verschandelung fast wieder dankbar.&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;Aus eigener leidvoller Erfahrung ist mir bewusst, dass Bemerkungen wie die vorangestellten allzu h&amp;auml;ufig nicht als das verstanden und gew&amp;uuml;rdigt werden, als das sie gemeint sind: als eine Liebeserkl&amp;auml;rung an eine Stadt, die den Beinamen &amp;raquo;Schlafes Schwester&amp;laquo; tragen sollte, und dies mit Stolz und ohne Scham. Wer dies nicht versteht, der war nie hier oder tr&amp;auml;gt Unheil im Herzen. Von letzterem, und auch hier kann ich aus selbst herbeihalluzinierter Erfahrung sprechen, kann einen diese Stadt heilen. Und vielleicht sogar ein bisschen, auch wenn sie nicht so aussehen, ihre Bewohner. Denn die Mecklenburger sind grundanst&amp;auml;ndige Menschen, geradeheraus und bescheiden und nach bereits kurzer Antauphase au&amp;szlig;erordentlich hilfsbereit und nahezu unf&amp;auml;hig zur Verschlagenheit. Letzteres macht sich bisweilen im Service bemerkbar, was insbesondere Menschen westdeutscher Herkunft immer wieder irritiert, weil sie immer gerne glauben und best&amp;auml;tigt bekommen m&amp;ouml;chten, man hielte sie tats&amp;auml;chlich f&amp;uuml;r K&amp;ouml;nige, wo sie dann doch blo&amp;szlig; immer wieder Kunden sind. Solch Kaiser Kleider sind dem Mecklenburger jedoch fremd; er verh&amp;auml;lt sich in dieser Hinsicht angenehm republikanisch. Daf&amp;uuml;r kann man sich sicher sein: &lt;i&gt;Wenn&lt;/i&gt; er freundlich ist, dann meint er es auch so. Was die Landeshymne &amp;uuml;ber den gemeinen Niedersachsen sagt, n&amp;auml;mlich er sei sturmfest und erdverwachsen, das trifft noch deutlicher auf den M&amp;auml;kelborger zu. Durchaus stur und dickk&amp;ouml;pfig. Also k&amp;ouml;nnte man auch sagen: mit Prinzipien. Und mit gro&amp;szlig;em Herzen. Und einem gro&amp;szlig;en Magen. Und bei Gott, trinkfest ist er auch!&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;Vor einem Monat habe ich Schwerin den R&amp;uuml;cken gekehrt. Dies ist meine Abschiedsrede, die ich gleichwohl nicht ausklingen lassen m&amp;ouml;chte, ohne einen direkten Appell an die ortsans&amp;auml;ssige Bev&amp;ouml;lkerung zu richten: Sie sind schon in Ordnung so wie Sie sind, aber bitte, bitte, bitte unterlassen Sie k&amp;uuml;nftig das kolonnenhafte &amp;Uuml;berholen auf kurvenreichen Stra&amp;szlig;en in dichten Waldst&amp;uuml;cken! Lassen Sie es sich nur einziges Mal von einem zu- (und wieder ab-) gereisten Besserwessi gesagt sein: Auch wenn ein Land so d&amp;uuml;nn besiedelt ist wie Ihres &amp;#8212; Gegenverkehr existiert! &lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;Vielen Dank f&amp;uuml;r Ihre Anteilnahme.&amp;#10;</description>
      <pubDate>Sat, 16 Apr 2005 17:33:00 GMT</pubDate>
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      <title>Montag, 21. Januar 2013</title>
      <link>http://Kutter.antville.org/stories/2149621/#2149639</link>
      <description>&amp;Uuml;berall hei&amp;szlig;t es &amp;uuml;ber R&amp;ouml;sler und  der nieders&amp;auml;chsischen FDP, sie seien Stehaufm&amp;auml;nnchen. Das sind sie nicht! Sie sind mit lauer CDU-Luft aufgeblasene  Figuren- und Modellierballons.&amp;#10;</description>
      <pubDate>Mon, 21 Jan 2013 09:37:01 GMT</pubDate>
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      <dc:date>2013-01-21T09:37:01Z</dc:date>
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      <title>Die Erben, revisited</title>
      <link>http://Kutter.antville.org/stories/2149621/</link>
      <description>Politische Erben, die im Verlauf einer Legislaturperiode in das Amt des Ministerpr&amp;auml;sidenten rutschen, haben bei der n&amp;auml;chsten Wahl oft mit einer Art "Amtsmalus" zu k&amp;auml;mpfen, schrieb ich &lt;a href="http://kutter.antville.org/stories/2053043/"&gt;letztes Jahr im M&amp;auml;rz&lt;/a&gt; und sagte deshalb u.a. dem nieders&amp;auml;chsischen Wulff-Erben David McAllister einige Probleme beim Amtserhalt voraus. Nach der gestrigen Landtagswahl scheint sich diese Einsch&amp;auml;tzung nun best&amp;auml;tigt zu haben. Allerdings scheint sie das nur. Denn nicht nur haben zwischenzeitlich mit Annegret Kramp-Karrenbauer und Erwin Sellering zwei andere Legislatur-Erben jeweils ihren ersten eigenen Wahlkampf gewonnen. Auch die nieders&amp;auml;chsische CDU mit David McAllister als Spitzenkandidat ist bei der gestrigen Landtagswahl st&amp;auml;rkste Kraft geworden. Dies zwar mit deutlichen Einbu&amp;szlig;en, aber wenn man bedenkt, dass vielen CDU-Anh&amp;auml;ngern die Fortsetzung der schwarz-gelben Koalition offenbar so wichtig war, dass sie McAllisters wenig subtilen Signalen gefolgt sind und die FDP in den Landtag gehievt haben, spricht das nicht gerade f&amp;uuml;r einen Mangel an Autorit&amp;auml;t des Ministerpr&amp;auml;sidenten im eigenen Lager. McAllister hat es als Machterbe in seiner vergleichsweise kurzen Amtszeit zu beachtlicher Popularit&amp;auml;t im Land gebracht und h&amp;auml;tte ohne FDP-Leihstimmen ein Ergebnis von &amp;uuml;ber 40 Prozent f&amp;uuml;r seine Partei einfahren k&amp;ouml;nnen. Dass das nicht so kam und dass es f&amp;uuml;r sein Lager letztlich nicht zur Mehrheit gereicht hat, hat verschiedene Gr&amp;uuml;nde, eine Best&amp;auml;tigung meiner Erben-These kann man daraus aber nur bedingt ableiten. Nach den Wahlen im Saarland, in Mecklenburg-Vorpommern und nun in Niedersachsen motte ich die sch&amp;ouml;ne Theorie deshalb erst einmal ein &amp;#8213; und warte die Performance von Volker Bouffier in Hessen und Malu Dreyer in Rheinland-Pfalz ab...&amp;#10;</description>
      <pubDate>Mon, 21 Jan 2013 06:26:00 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>kutter</dc:creator>
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    </item>
    <item>
      <title>Sonntag, 2. Dezember 2012</title>
      <link>http://Kutter.antville.org/stories/2144213/#2145103</link>
      <description>A = Das Land hat eine totalit&amp;auml;re Gleichschaltung durchlaufen.&lt;br /&gt;&amp;#10;B = Das Land hat Fahrpl&amp;auml;ne f&amp;uuml;r Synchronschwimmerbahnen.&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;&amp;laquo;Wenn B, dann A.&amp;raquo;&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;A &amp;#8743; B &amp;#8658; wahr (Hannover)&lt;br /&gt;&amp;#10;A &amp;#8743; &amp;not;B &amp;#8658; wahr (Dortmund, Italien)&lt;br /&gt;&amp;#10;&amp;not;A &amp;#8743; &amp;not;B &amp;#8658; wahr (Paris?)&lt;br /&gt;&amp;#10;&amp;not;A &amp;#8743; B &amp;#8658; falsch (London?)&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;(Sollten jetzt hier Dortmund-Patrioten aufschlagen: Nein.)&amp;#10;</description>
      <pubDate>Sun, 02 Dec 2012 15:31:41 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>goncourt</dc:creator>
      <dc:date>2012-12-02T15:31:41Z</dc:date>
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    <item>
      <title>Freitag, 23. November 2012</title>
      <link>http://Kutter.antville.org/stories/2144213/#2144295</link>
      <description>Ich stehle mich einfach mal billig aus der Aff&amp;auml;re und sage wahrheitsgem&amp;auml;&amp;szlig;: Das italienische Untergrundbahnsystem ist mir nicht n&amp;auml;her bekannt. Italien kenne ich nur als Fu&amp;szlig;g&amp;auml;nger und (ich bin durchaus abenteuerlustig) als Autofahrer. &amp;#10;</description>
      <pubDate>Fri, 23 Nov 2012 07:34:36 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>kutter</dc:creator>
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      <title>Ergänzend...</title>
      <link>http://Kutter.antville.org/stories/2144213/#2144280</link>
      <description>...Mir ist schon klar, dass mein Italien-Beispiel nicht gegen Ihre Beobachtung spricht. Das w&amp;auml;re strenggenommen ja nur der Fall, wenn 'Land X' keine dementsprechende Vergangenheit gehabt h&amp;auml;tte, aber dennoch &amp;uuml;ber ein derartiges Nahverkehrssystem verf&amp;uuml;gt, wie Sie es illustriert haben. Abgesehen davon, dass sich Kandidaten daf&amp;uuml;r auftreiben lie&amp;szlig;en, ist diese Sonderrolle Italiens aber doch ph&amp;auml;nomenal; dice mio cuore, o?&amp;#10;</description>
      <pubDate>Fri, 23 Nov 2012 03:39:37 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>soen soensen</dc:creator>
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      <title>Benito</title>
      <link>http://Kutter.antville.org/stories/2144213/#2144279</link>
      <description>Auf Japan l&amp;auml;sst sich Ihr formuliertes Soziologiegesetz beispielhaft zweifellos best&amp;auml;tigend &amp;uuml;bertragen. Wie es aber um den Positivismus steht, wenn man allerdings in Betracht zieht, dass in Italien kaum ein Fahrplan aush&amp;auml;ngt - und falls Fahrpl&amp;auml;ne aushingen, sich kaum kein Fahrer, geschweige denn ein Passagier, an sie hielte, bleibt Ihrer Analyse &amp;uuml;berlassen. Ich bin gespannt :) &amp;#10;</description>
      <pubDate>Fri, 23 Nov 2012 03:31:45 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>soen soensen</dc:creator>
      <dc:date>2012-11-23T03:31:45Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>Naheliegendes zum hannoverschen Nahverkehr</title>
      <link>http://Kutter.antville.org/stories/2144213/</link>
      <description>Ob die beinahe schon be&amp;auml;ngstigende Pr&amp;auml;zision des Taktverkehrs, in dessen Rhythmus die U-Bahnz&amp;uuml;ge verschiedener Linien des hannoverschen &amp;ouml;ffentlichen Personennahverkehrs synchronschwimmerinnenartig nahezu zeitgleich in eine Zentralstation mit Mittelbahnsteig wie &amp;#8222;Aegidientorplatz&amp;#8220; hinein- und wieder hinausgleiten und so den gleichwohl m&amp;uuml;rrischen Fahrg&amp;auml;sten ein nahezu versp&amp;auml;tungs- und wartezeitenfreies Umsteigen gew&amp;auml;hrleisten, letztlich nur in einer Gesellschaft denk- und organisierbar ist, die die Erfahrung einer brutalen faschistischen Gleichschaltungsdiktatur durchlaufen hat?&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;Ich denke ja.&amp;#10;</description>
      <pubDate>Thu, 22 Nov 2012 13:50:00 GMT</pubDate>
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      <title>Samstag, 10. November 2012</title>
      <link>http://Kutter.antville.org/stories/2142795/#2143090</link>
      <description>Das glaube ich auch.&amp;#10;</description>
      <pubDate>Sat, 10 Nov 2012 09:48:09 GMT</pubDate>
      <guid>http://Kutter.antville.org/stories/2142795/#2143090</guid>
      <dc:creator>kutter</dc:creator>
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    </item>
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      <title>Wenn ich ein bisschen</title>
      <link>http://Kutter.antville.org/stories/2142795/#2143065</link>
      <description>wortklauben darf: Un&amp;uuml;bersichtlicher mag das US-amerikanische Wahlsystem sein, weil es eben zu einem beachtlichen teil Recht der Bundesstaaten ist. Aber komplex ist das "Muster" eines Flickenteppichs eigenentlich nicht. &lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;Das aktuell geltende deutsche Bundeswahlrecht verstanden zu haben n&amp;uuml;tzt wenig, da dieses noch vor der n&amp;auml;chsten Wahl ge&amp;auml;ndert werden muss. Und ich prognostiziere: Es wird deutlich komplizierter.&amp;#10;</description>
      <pubDate>Fri, 09 Nov 2012 21:27:04 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>phaeake</dc:creator>
      <dc:date>2012-11-09T21:27:04Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>Freitag, 9. November 2012</title>
      <link>http://Kutter.antville.org/stories/2142795/#2142990</link>
      <description>Dass das Ausz&amp;auml;hlungs- und Stimmengewichtungsverfahren in Deutschland sich in eine befremdliche Richtung entwickelt hat und nur noch schwer nachzuvollziehen ist: keine Frage. Aber das Wahlsystem der USA erscheint mir dennoch komplexer als unsere relative simple Mischung aus Mehrheits- und Verh&amp;auml;ltniswahlrecht. &lt;br /&gt;&amp;#10;Auch in den USA schlummern unter der Oberfl&amp;auml;che der Stimmabgabe eine Vielzahl befremdlicher Regelungen. Das geht schon damit los, wie in einigen Staaten &amp;uuml;berhaupt erst die Teilnahme an der Wahl reglementiert wird. &lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;Vielleicht schlie&amp;szlig;e ich da aber auch einfach nur unzul&amp;auml;ssigerweise von mir selbst aufs Wahlsystem: Ich meine das deutsche Wahlrecht halbwegs verstanden zu haben. Das amerikanische Wahlrecht - ein wahrer Flickenteppich an Regeln - ist f&amp;uuml;r mich immer noch voller blinder Flecken.&amp;#10;</description>
      <pubDate>Fri, 09 Nov 2012 07:21:27 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>kutter</dc:creator>
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    <item>
      <title>US-Wahlsystem komplexer?</title>
      <link>http://Kutter.antville.org/stories/2142795/#2142965</link>
      <description>Finden Sie das US-Wahlsystem wirklich komplexer als das Deutsche. Mit &amp;Uuml;berhangsmandaten, Landeslisten und der M&amp;ouml;glichkeit eines negativen Stimmgewichts. Ganz zu schweigen davon, dass wir immer noch nicht wissen, nach welchem Wahlrecht wir in ca. 10 Monaten w&amp;auml;hlen werden? Ich nicht.&amp;#10;</description>
      <pubDate>Thu, 08 Nov 2012 20:29:48 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>phaeake</dc:creator>
      <dc:date>2012-11-08T20:29:48Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>"Bias":</title>
      <link>http://Kutter.antville.org/stories/2142795/#2142941</link>
      <description>Vielleicht hilft ihm, dass er in North Dakota einen Republikaner vorne sah, w&amp;auml;hrend dann eine Demokratin gewonnen hat. &amp;#10;</description>
      <pubDate>Thu, 08 Nov 2012 17:20:46 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>boecker</dc:creator>
      <dc:date>2012-11-08T17:20:46Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>Donnerstag, 8. November 2012</title>
      <link>http://Kutter.antville.org/stories/2142795/#2142940</link>
      <description>Freut mich f&amp;uuml;r ihn, weil er zuletzt ziemlich angefeindet wurde. Er war ja einer der Hauptadressaten des "liberal bias"-Vorwurfs. Verfolge sein Wirken sehr genau. Habe &amp;uuml;brigens gerade sein Buch "The Signal And The Noise" angefangen. Bis hierhin sehr interessant. Dabei bin ich sonst eigentlich gar nicht so empf&amp;auml;nglich f&amp;uuml;r Nerd-Krams.&amp;#10;</description>
      <pubDate>Thu, 08 Nov 2012 17:03:27 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>kutter</dc:creator>
      <dc:date>2012-11-08T17:03:27Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>NYT-Nate-Silver:</title>
      <link>http://Kutter.antville.org/stories/2142795/#2142937</link>
      <description>Hat die Resultate aller Staaten korrekt vorhergesagt und lag bei den Senatssitzen lediglich ein einziges Mal falsch: North Dakota ging nicht an die Blauen, sondern an die Roten. Silver sa&amp;szlig; erst bei Stephen Colbert und dann bei Jon Stewart, ich fand ihn interessant (auch wenn er offensichtlich einige Male ein irres Lachen unterdr&amp;uuml;cken musste). &amp;#10;</description>
      <pubDate>Thu, 08 Nov 2012 16:37:06 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>boecker</dc:creator>
      <dc:date>2012-11-08T16:37:06Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>Wer ist Der Kutter?</title>
      <link>http://Kutter.antville.org/stories/1289799/</link>
      <description>Man kann es albern und wichtigtuerisch finden oder aber sehr geheimnisvoll und mithin sexy: anonymes oder pseudonymes Bloggen. Nun konnte man bislang nicht den Eindruck gewinnen, dass die Frage, wer hinter dem Pseudonym Kutter stecke, die Blogosph&amp;auml;re um ihren Sch&amp;ouml;nheitsschlaf gebracht h&amp;auml;tte. Und doch kursieren einige diesbez&amp;uuml;gliche Theorien.&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;div class="quote"&gt;&lt;i&gt;&amp;raquo;der Nate Silver aus Hannover&amp;laquo;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&amp;#10;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;a href="https://twitter.com/Elfengleich/status/266216189569683457"&gt;Sandra Wiegard&lt;/a&gt;&lt;/div&gt; &lt;br /&gt;&amp;#10;&amp;#10;&lt;div class="quote"&gt;&lt;i&gt;&amp;raquo;der Klassizist unter den Blocksatzbloggern&amp;laquo;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&amp;#10;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;a href="http://twitter.com/#!/goncourt/status/90162274647556096"&gt;Goncourt&lt;/a&gt;&lt;/div&gt; &lt;br /&gt;&amp;#10;&amp;#10;&lt;div class="quote"&gt;&lt;i&gt;&amp;raquo;der vangoch vom Internetz&amp;laquo;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&amp;#10;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;a href="http://kutter.antville.org/stories/1107705/#1107877"&gt;supatyp&lt;/a&gt;&lt;/div&gt; &lt;br /&gt;&amp;#10;&amp;#10;&lt;div class="quote"&gt;&lt;i&gt;&amp;raquo;der ist in Wirklichkeit bestimmt eh Finne und verdient sich seinen Lebensunterhalt als Tango-Eint&amp;auml;nzer in Samischen Rentierkolonien.&amp;laquo;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&amp;#10;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;a href="http://elektrosmog.antville.org/stories/1287534"&gt;mikro_robert (Elektrosmog)&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&amp;#10;&amp;#10;&lt;div class="quote"&gt;&lt;i&gt;&amp;raquo;Dabei bin ich mir eigentlich sicher, dass Kutter nicht 18 ist und nicht Finne.&amp;laquo;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&amp;#10;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;a href="http://kleingarten.antville.org/stories/1318431/"&gt;etc.pp&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&amp;#10;&amp;#10;&lt;div class="quote"&gt;&lt;i&gt;&amp;raquo;kutter war redenschreiber von helmut kohl!&amp;laquo;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&amp;#10;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;a href="http://kutter.antville.org/stories/562531/#563534"&gt;the_frank&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&amp;#10;&amp;#10;&lt;div class="quote"&gt;&lt;i&gt;&amp;raquo;Beichtvater&amp;laquo;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&amp;#10;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;a href="http://kutter.antville.org/stories/642489/#642871"&gt;supatyp&lt;/a&gt;&lt;/div&gt; &lt;br /&gt;&amp;#10;&amp;#10;&lt;div class="quote"&gt;&lt;i&gt;&amp;raquo;die perfekte neue Klum&amp;laquo;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&amp;#10;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;a href="http://kleingarten.antville.org/stories/1637344/"&gt;etc.pp&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&amp;#10;&amp;#10;&lt;div class="quote"&gt;&lt;i&gt;&amp;raquo;(a) maritime vessel whose interest in the masses&amp;#8217; true concerns is hardly greater than an oil tanker&amp;#8217;s care for birds&amp;#8230;&amp;laquo;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&amp;#10;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;a href="http://campcatatonia.org/article/1582/superstar-speech-for-the-masses"&gt;Camp Catatonia&lt;/a&gt;&lt;/div&gt; &lt;br /&gt;&amp;#10;&amp;#10;&lt;div class="quote"&gt;&lt;i&gt;&amp;raquo;was zum spielen&amp;laquo;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&amp;#10;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;a href="http://derbe.blogger.de/stories/292148/#292824"&gt;Lu (Miagolare)&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&amp;#10;&amp;#10;&lt;div class="quote"&gt;&lt;i&gt;&amp;raquo;kutter, der zw&amp;ouml;lfj&amp;auml;hrige Nobelpreistr&amp;auml;ger&amp;laquo;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&amp;#10;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;a href="http://kutter.antville.org/stories/88983/#89326"&gt;katatonik&lt;/a&gt; (hier die &lt;a href="http://kutter.antville.org/static/Kutter/images/nobelpreis1.jpg"&gt;Verleihungsurkunde&lt;/a&gt;)&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&amp;#10;&amp;#10;&lt;div class="quote"&gt;&lt;i&gt;&amp;raquo;K&amp;ouml;nig der subtilen Schm&amp;auml;hung&amp;laquo;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&amp;#10;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;a href="http://bov.antville.org/stories/359042/"&gt;bov (Eier Erbsen Schleim &amp;amp; Zeug)&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&amp;#10;&amp;#10;&lt;div class="quote"&gt;&lt;i&gt;&amp;raquo;Niederbayer ehrenhalber&amp;laquo;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&amp;#10;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;a href="http://bov.antville.org/stories/359042/"&gt;gHack&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&amp;#10;&amp;#10;&lt;div class="quote"&gt;&lt;i&gt;&amp;raquo;Beipackzettelbleisetzer&amp;laquo;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&amp;#10;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;gHack (hirnverbr.antville.org; leider abgeklemmt)&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&amp;#10;&amp;#10;&lt;div class="quote"&gt;&lt;i&gt;&amp;raquo;Kafka- und Goethe-Kenner&amp;laquo;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&amp;#10;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;a href="http://tomorrow.msn.de"&gt;Tomorrow&lt;/a&gt; (10/2004)&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&amp;#10;&amp;#10;&lt;div class="quote"&gt;&lt;i&gt;&amp;raquo;Kutter ist ja sehr schlau &amp;#8212; aber das in seinem Logo ist kein Kutter, sondern ein Schlepper. Ein Kutter ist ein Fischerboot, oft ein Spitzgatter, klassisch in Klinkerbauweise, und aus Holz. Auf jeden Fall ist das keiner. Das mu&amp;szlig;te mal klargestellt werden.&amp;laquo;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&amp;#10;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;a href="http://www.monoklon.de/dachboden/2002/08/20/#1040"&gt;Bastardo&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&amp;#10;&amp;#10;&lt;div class="quote"&gt;&lt;i&gt;&amp;raquo;Kutter ist selber Edo&amp;laquo; (Reents)&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&amp;#10;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;a href="http://www.erratika.de/2008/04/10/die-begeisterung-der-feuilletons"&gt;Erratika&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&amp;#10;&amp;#10;&lt;div class="quote"&gt;&lt;i&gt;&amp;raquo;Bester nebensachenbetoner seit bernd protzner&amp;laquo;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&amp;#10;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;a href="http://kutter.antville.org/stories/1861792/#1861951"&gt;boecker&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&amp;#10;&amp;#10;&lt;div class="quote"&gt;&lt;i&gt;&amp;raquo;eine pleitegegangene Ich-AG, keiner kennt den Konkursverwalter und niemand weiss, wer nun die Anteile h&amp;auml;lt.&amp;laquo;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&amp;#10;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;a href="http://www.heise.de/newsticker/foren/S-Re-LOL-2002-http-kutter-antville-org-stories-126836/forum-165694/msg-17361464/read/"&gt;oas&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&amp;#10;&amp;#10;&amp;Uuml;brigens: Der Kutter wird empfohlen von der Zeitschrift &lt;i&gt;&amp;Ouml;koTest&lt;/i&gt; (02/06), weil er in seinem Bekenntnis zu den Zielen des Kyoto-Protokolls die freiwillige Selbstverpflichtung eingegangen ist, den Textaussto&amp;szlig; dieses Weblogs deutlich zu reduzieren &amp;#8212; mit Erfolg, meine Damen und Herren, mit Erfolg!&amp;#10;</description>
      <pubDate>Wed, 22 Feb 2006 20:33:00 GMT</pubDate>
      <guid>http://Kutter.antville.org/stories/1289799/</guid>
      <dc:creator>kutter</dc:creator>
      <dc:date>2006-02-22T20:33:00Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>Eher zäh als knapp: &lt;br&gt;Zum Ausgang der &lt;br&gt;US-Präsidentschaftswahlen</title>
      <link>http://Kutter.antville.org/stories/2142795/</link>
      <description>Bei den amerikanischen Pr&amp;auml;sidentschaftswahlen sind die Stimmen in 50 von 51 Staaten&lt;sup&gt;1&lt;/sup&gt; bereits so weit ausgez&amp;auml;hlt, dass jeweils ein Sieger feststeht. Diese 50 Staaten habe ich &lt;a href="http://kutter.antville.org/stories/2142650/"&gt;in meiner Wahlprognose&lt;/a&gt; allesamt richtig prognostiziert. &lt;i&gt;"50 out of 50 ain't bad"&lt;/i&gt;, k&amp;ouml;nnte man sagen - aber ein wichtiger Punkt ist noch offen.&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;In meiner Prognose hatte ich zwei Szenarien f&amp;uuml;r den wahrscheinlichsten Wahlausgang erkl&amp;auml;rt, die von einer Ausnahme abgesehen identisch sind. Diese Ausnahme war der Staat Florida. Das ist jetzt auch genau der Staat, in dem der Wahlausgang offiziell noch immer offen ist. In meinem "konservativen" Szenario f&amp;auml;llt Florida an Romney, der Wahlausgang betr&amp;auml;gt dann 303:235 Electoral Votes f&amp;uuml;r Obama. Im "aggressiveren" Szenario verteidigt Obama Florida. Dann betr&amp;auml;gt der Wahlausgang  332:206 Electoral Votes f&amp;uuml;r Obama. Genau zwischen diesen beiden von mir in Aussicht gestellten Szenarien h&amp;auml;ngt derzeit auch der tats&amp;auml;chliche finale Wahlausgang in der Schwebe, so lange in Miami-Dade County nach teilweise chaotischen Wahlbedingungen noch gez&amp;auml;hlt wird.&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;b&gt;Wie steht's denn jetzt in Florida?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;Eine Entscheidung zwischen diesen beiden Szenarien fiel mir im Vorfeld schwer, weil die Kandidaten in den floridanischen Umfragen auch bei verschiedenen Betrachtungsweisen zuletzt immer gleichauf lagen. Einer Entscheidung auszuweichen und einfach "Toss-up" zu tippen, empfand ich allerdings als uncool. Aus einem Bauchgef&amp;uuml;hl heraus hatte ich mich deshalb schlie&amp;szlig;lich f&amp;uuml;r das konservative Szenario (303:235) entschieden, damit dann wieder gehadert, kurz mit einer Korrektur gelieb&amp;auml;ugelt, es dann aber schlie&amp;szlig;lich dabei belassen. &lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;Auch wenn es in Florida noch keinen offiziellen Sieger gibt, scheint aber mittlerweile klar zu sein, wohin die Reise geht. Der Staat ist praktisch ausgez&amp;auml;hlt, ein knapper Obama-Vorsprung ist seit etlichen Stunden stabil, Gr&amp;uuml;nde f&amp;uuml;r gr&amp;ouml;&amp;szlig;ere Wahlbeschwerden und Recounts gibt es eigentlich nicht, weil das Gesamtergebnis eh nicht mehr gedreht werden kann. Sollten Floridas Wahlm&amp;auml;nner also an Obama gehen, wovon man derzeit ausgehen kann, h&amp;auml;tte ich in diesem einen Fall aufs falsche Pferd gesetzt. &lt;i&gt;"50 out of 51"&lt;/i&gt; w&amp;auml;re zwar immer noch eine ziemlich gute Quote - zumal die Kandidaten in Florida derzeit nur um rund 46.000 Stimmen oder einen halben Prozentpunkt auseinanderliegen. Aber nat&amp;uuml;rlich w&amp;auml;re eine Punktlandung grandios gewesen.&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;b&gt;Wie eng war denn nun das Kopf-an-Kopf-Rennen?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;Wie auch immer der endg&amp;uuml;ltige Wahlausgang aussehen wird: Der Abstand zwischen Obama und Romney betr&amp;auml;gt mindestens 68, wahrscheinlich sogar 126 Wahlm&amp;auml;nnerstimmen. Das ist kein knappes Ergebnis, &lt;a href="http://kutter.antville.org/stories/2142488/"&gt;das ist auch kein Kopf-an-Kopf-Rennen&lt;/a&gt;. Diesem im Gegenteil sehr deutlichen Ergebnis liegen zwar mehrere knappe Rennen in den Einzelstaaten zugrunde, aber bei aller Knappheit waren die Mehrheiten dort &amp;uuml;ber einen l&amp;auml;ngeren Zeitraum durchgehend stabil. Das Ergebnis ist also nicht so &amp;uuml;berraschend, wie man es nach Zeitungslekt&amp;uuml;re und Fernsehkonsum in den letzten Wochen h&amp;auml;tte vermuten k&amp;ouml;nnen.&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;Deshalb m&amp;ouml;chte ich auch die Bedeutung einer &lt;i&gt;"50 out of 51"&lt;/i&gt;-Trefferquote in der Prognose etwas relativieren: Bei diesen 50 richtig getippten Rennen war es nicht so irrsinnig schwierig, 49mal richtig zu liegen, wenn man rechnen kann, auf die heute &amp;ouml;ffentlich zug&amp;auml;nglichen Umfrage- und Prognosedaten zugreift und sich die M&amp;uuml;he gibt, ein wenig in die Zahlen (und das Wahlrecht) einzusteigen. Arbeitsweisen, die im klassischen Journalismus allerdings weitgehend verp&amp;ouml;nt zu sein scheinen: Dort greift man sich lieber einfach die letzte US-weite Popular-Vote-Umfrage, die gerade &amp;uuml;ber den Ticker kommt (Aktualit&amp;auml;ts-Gebot!), ignoriert alle methodischen Besonderheiten der Umfrange sowie das Wahlsystem (Nerd-Kram!) und ruft auf dieser Grundlage einfach fr&amp;ouml;hlich-fahrl&amp;auml;ssig einen nationalen Trend aus (Relevanz-Gebot!). So entstehen dann Kopf-an-Kopf-Rennen. Genauso spielt man &amp;uuml;brigens auch Fu&amp;szlig;ball-Toto.&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;Spannend wurde es neben Florida eigentlich nur in Virginia (und f&amp;uuml;r etwa ein halbes St&amp;uuml;ndchen originellerweise auch noch einmal in Ohio). In Virginia werden die Wahlergebnisse aus den traditionell demokratisch gepr&amp;auml;gten, bev&amp;ouml;lkerungsstarken n&amp;ouml;rdlichen Wahlkreisen f&amp;uuml;r gew&amp;ouml;hnlich deutlich sp&amp;auml;ter gemeldet als die aus den republikanischn gepr&amp;auml;gten l&amp;auml;ndlichen Bezirken. Deshalb war klar, dass Romney hier lange in F&amp;uuml;hrung liegen und die tats&amp;auml;chliche Entscheidung erst sp&amp;auml;t kommen w&amp;uuml;rde. Dass Romney aber &lt;i&gt;soo&lt;/i&gt; lange vorne liegen w&amp;uuml;rde wie es gestern Abend der Fall war, hatte mich zwischendurch dann doch beunruhigt. Am Ende betrug der Vorsprung Obamas aber auch hier recht komfortable drei Prozentpunkte.&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;Beachtlich ist, dass es Obama gestern letztlich gelungen ist, seine historische Wahlm&amp;auml;nner-Koalition, die er bei seinem Erdrutschsieg im Jahr 2008 geschmiedet hatte, weitgehend zusammenzuhalten. Nur zwei Staaten, die er vor vier Jahren erobern konnte, musste er in diesem Jahr wieder abgeben: Indiana und North Carolina (mit insgesamt 26 Electoral Votes, die hier auch entsprechend prognostiziert wurden&lt;sup&gt;2&lt;/sup&gt;). Von einem "Denkzettel" also keine Spur.&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;Es war durchaus unterhaltsam, in der Wahlnacht die Entwicklungen in einzelnen Staaten wie Florida, Virginia, Ohio oder Colorado zu verfolgen und sich etwa von CNNs John King die einzelnen Wahlbezirke auf der Magic Wall erkl&amp;auml;ren zu lassen - gerade weil die Ergebnisse in diesen Staaten lange auf sich warten lie&amp;szlig;en. &amp;Uuml;berraschungen gab es unterm Strich jedoch keine, und eine gro&amp;szlig;e Spannung, was den endg&amp;uuml;ltigen Wahlausgang betrifft, kam ebenfalls zu keinem Zeitpunkt auf. Dass das Rennen ausgehen w&amp;uuml;rde, wie man es erwarten durfte, zeichnete sich zudem bereits relativ fr&amp;uuml;h ab, auch wenn offizielle Best&amp;auml;tigungen lange auf sich warten lie&amp;szlig;. Es war eher ein z&amp;auml;hes als ein enges Rennen mit einigen durchaus knappen, aber stabilen Mehrheiten. Ein Rennen ohne Ausreisser, ohne Sensationen - und wenn ich darauf noch einmal herumreiten darf: kein Kopf-an-Kopf-Rennen.&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;b&gt;Und wie steht's beim Popular Vote?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;Auch beim Popular Vote liegt Obama mittlerweile mit 2,5 Millionen Stimmen oder rund zwei Prozentpunkten vor Romney. Dass das in der Wahlnacht zun&amp;auml;chst lange Zeit anders aussah, war ebenfalls abzusehen. Diese Dynamik hat etwas mit den verschiedenen Zeitzonen, verschiedenen &amp;Ouml;ffnungszeiten von Wahllokalen und der geographischen Lage bestimmter "sicherer" Staaten zu tun. Aus dem gleichen Grund lag Romney in der Wahlnacht auch in der Wahlm&amp;auml;nner-Z&amp;auml;hlung zun&amp;auml;chst l&amp;auml;ngere Zeit vorn, ohne dass das irgendeine Aussagekraft &amp;uuml;ber den endg&amp;uuml;ltigen Wahlausgang hatte.&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;Der Vorsprung Obamas beim Popular Vote d&amp;uuml;rfte sogar noch ganz leicht zunehmen, weil insbesondere an der Westk&amp;uuml;ste, wo die Demokraten traditionell die Nase vorn haben, noch nicht alle Bezirke ausgez&amp;auml;hlt sind. Das Popular Vote-Ergebnis wird zwar sicherlich kein Erdrutschsieg mehr werden, aber es gibt Obama bereits jetzt die Legitimation, die Wahl nicht nur aufrund wahlrechtssystematischer Besonderheiten, sondern durch ein (knappes) W&amp;auml;hlervotum gewonnen zu haben. Wer allerdings den Anspruch hatte oder hat, Aussagen &amp;uuml;ber die Wahrscheinlichkeit bzw. nun &amp;uuml;ber das Ausma&amp;szlig; des Wahlausgangs zu treffen, f&amp;uuml;r den sind diese Zahlen allenfalls indirekt relevant.&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;b&gt;Wie geht's weiter im gespaltenen Amerika?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;Man sollte aus dem knappen Popular-Vote-Ergebnis auch nicht reflexhaft eine tiefe Spaltung der USA ableiten. Anders als die zuspitzungs- und erregungsfreudige Inszenierung der Medienwirklichklichkeit durch die von durchpartisanisierten Pundit-Panels gepr&amp;auml;gten Cable News-Sendern nahelegt, ist nicht jeder Romney-W&amp;auml;hler ein Obama-Hasser, und nicht jeder Obama-Anh&amp;auml;nger ist ein Romney-Ver&amp;auml;chter. Solche Radikalisierungen gibt es zwar durchaus, aber die Mitte Amerikas tickt nicht wie das politische Washington.&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;Das bringt Obama allerdings wenig. Die Republikaner haben ihre Mehrheit im Repr&amp;auml;sentantenhaus verteidigt, die Demokraten die ihre im Senat. F&amp;uuml;r den Pr&amp;auml;sidenten werden die n&amp;auml;chsten zwei Jahre also nicht sch&amp;ouml;ner werden als es die letzten beiden Jahre waren. Auch wenn Amerika nicht so tief gespalten ist wie es den Anschein hat - der Kongress ist es durchaus. Anlass zur Hoffnung gibt hier allerdings der Umstand, dass die fundamentalistische Tea Party-Bewegung innerhalb der Republikaner bei den Kongresswahlen geschw&amp;auml;cht wurde. Sollte dadurch ihr Einfluss innerhalb der Mehrheitsfraktion im Repr&amp;auml;sentantenhaus schwinden, w&amp;auml;re wieder - trotz aller Gr&amp;auml;ben - ein etwas konstruktiverer Umgang zwischen den politischen Lagern denkbar.&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;b&gt;Was haben wir aus dieser Wahlnacht gelernt?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;IT'S THE DATA, STUPID! Es war richtig, im Vorfeld der Wahlnacht wie die Demokraten n&amp;uuml;chtern auf "cold, hard data" (David Axelrod) zu setzen und sich vom Gerede der "Experten" und Pundits nicht verr&amp;uuml;ckt machen zu lassen. Es lohnt sich, sich mit dem Wahlrecht und mit der Logik und Qualit&amp;auml;t von Umfragen zu besch&amp;auml;ftigen. Es ist sinnvoll, sich ein Bild davon zu machen, welche Daten einem helfen, die Wahl und ihren Ausgang zu verstehen - und welche nicht. Das gilt auch und insbesondere f&amp;uuml;r Menschen, die sich aufgrund ihres Berufsbilds eigentlich nicht als Zahlenknechte, sondern als M&amp;auml;nner und Frauen des Wortes verstehen.&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;HOPE BY NUMBERS: Wir haben in dieser Wahl so deutlich wie vielleicht nie zuvor gesehen, dass Wahlkampf heute nicht mehr nur bedeutet, die Interpretationshoheit &amp;uuml;ber Themen und politische Gegner zu erlangen, sondern auch &amp;uuml;ber die Prognosen. Wer heute im Wahlkampf ein Hoffnungstr&amp;auml;ger sein will, muss diesen Anspruch mit Daten unterf&amp;uuml;ttern k&amp;ouml;nnen. Als die Datenlage einen klaren und konsistenten Trend zugunsten Obamas ergab, beklagten die Republikaner und viele konservative Websites eine angeblich "liberal Verzerrung" der Umfrage- und Prognosemodelle und entwarfen ein Paralleluniversium, in dem sie sich sogar eine Chance in Pennsylvania ausrechneten. Das hat zwar viele professionelle Beobachter wunschgem&amp;auml;&amp;szlig; verunsichert, aber in der Wahlnacht erwies sich die M&amp;auml;r vom &lt;i&gt;"liberal bias"&lt;/i&gt; der Daten als Pfeifen im Walde - und wohl auch als Selbstbetrug, der manche strategische Entscheidung im Nachhinein als zweifelhaft erscheinen l&amp;auml;sst.&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;GET OUT THE VOTE! Obamas Wahlsieg ist das Ergebnis eines pr&amp;auml;zisen, planvollen, datengest&amp;uuml;tzten Mobilisierungsprozesses. Mit einer intelligenten, zielgerichteten Allokation der finanziellen und personellen Kampagnen-Ressourcen konnte deshalb die "Firewall" in allen entscheidenen Swing States kontinuierlich aufrecht erhalten werden. Wahlkampf ist damit heute deutlich mehr als das Buchen von Werbezeiten im Fernsehm&amp;auml;rkten. Wie erfolgreiche Kampagnen heute ihre "Get-out-the-vote"-Bem&amp;uuml;hungen steuern, ist aber ein Thema f&amp;uuml;r sich.&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;PINCH AND DRAG: &amp;Ouml;ffentlich-rechtliche Fernsehmacher konnten in dieser Wahlnacht wieder einmal lernen, wie man Touchscreen-W&amp;auml;nde im Wahlstudio nicht nur als modisches Gimmick, sondern auch als m&amp;auml;chtiges Instrument zum Verst&amp;auml;ndnis der politischen Prozesse einsetzen kann. Stattdessen wird sich aber vermutlich in den Redaktionen die Erkenntnis durchsetzen, dass man eine solche Analysetiefe einem deutschen Geb&amp;uuml;hrenzahler leider nicht zumuten kann. Allerdings ist das US-Wahlsystem auch deutlich komplexer als das hiesige und braucht deshalb andere Vermittlungsformen. &lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;Man muss das amerikanische Wahlsystem nicht m&amp;ouml;gen, und man kann die Parteien und Politiker, die sich in USA zur Wahl stellen, ablehnen. Dass in jedem Wahlkampf neue Rekordsummen an Spendengeldern verbrannt werden und aufwendiges Data-Mining betrieben wird, sind bedenkliche Entwicklungen. Mir f&amp;auml;llt es aber dennoch schwer, dem aufgeregten Pathos, mit dem die Amerikaner ihr durchaus verkn&amp;ouml;chertes, anachronistisches Wahlrecht pflegen und leben, nicht mit einer gewissen R&amp;uuml;hrung und Sympathie zu begegnen.&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;______________________________&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;div class="small"&gt;&lt;br&gt;&lt;sup&gt;1&lt;/sup&gt; Der sprachlichen Einfachheit halber z&amp;auml;hlen wir das District of Columbia zu den Staaten.&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;sup&gt;2&lt;/sup&gt; Interessanterweise sind dies auch exakt jene beiden Staaten, bei denen ich mich &lt;a href="http://Kutter.antville.org/stories/1851717/"&gt;vor vier Jahren&lt;/a&gt; geirrt und diese f&amp;uuml;r McCain getippt hatte.&lt;/div&gt;&amp;#10;</description>
      <pubDate>Wed, 07 Nov 2012 14:39:00 GMT</pubDate>
      <guid>http://Kutter.antville.org/stories/2142795/</guid>
      <dc:creator>kutter</dc:creator>
      <dc:date>2012-11-07T14:39:00Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>Die QTR Electoral Vote Prognose 2012</title>
      <link>http://Kutter.antville.org/stories/2142650/</link>
      <description>Dem US-Politikberater und demokratischen Wahlkampfmanager James Carville habe ich diese ganze US-Wahl-Obsession &amp;uuml;berhaupt nur zu verdanken. Und James Carville, der sonst nie um eine knackige Meinung oder Behauptung verlegen ist, hat jetzt &lt;a href="http://edition.cnn.com/ELECTION/2012/ecalculator#?carville"&gt;seine Wahlprognose&lt;/a&gt; abgegeben. Er sieht Obama als Sieger, traut sich aber eine Prognose f&amp;uuml;r Colorado, Iowa und Florida nicht zu.&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;Ich schon. Am Ende muss man sich halt entscheiden, auch auf die Gefahr hin, kr&amp;auml;ftig daneben zu langen. Wobei ich mich bei Florida auch besonders schwer tue. Gestern noch deuteten sich dort hauchd&amp;uuml;nne Vorteile f&amp;uuml;r Romney an, heute k&amp;ouml;nnte Obama ganz leicht vorne liegen - wenn man ehrlich ist, ist hier keine seri&amp;ouml;se Prognose zu treffen. Man kann raten oder eine M&amp;uuml;nze werfen oder nach dem Bauchgef&amp;uuml;hl gehen. Aber wie Chicken James die Festlegung einfach zu verweigern ist uncool.&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;Hier ist deshalb QTR Electoral Vote Prediction f&amp;uuml;r die US-Pr&amp;auml;sidentschaftswahlen 2012:&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;a href="http://kutter.antville.org/static/Kutter/images/EV2012Map_big.jpg"&gt;&lt;img title="US-Wahlprognose 2012: Wieviele Wahlm&amp;auml;nner gehen an Obama und Romney?" height="262" src="/static/Kutter/images/EV2012Map.jpg" border="0" alt="US-Wahlprognose 2012: Wieviele Wahlm&amp;amp;auml;nner gehen an Obama und Romney?" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;Ich habe meinem Gef&amp;uuml;hl nachgegeben und Florida an Romney gegeben. Damit sehe ich Obama bei 303 Electoral Votes in 25 Staaten sowie dem District of Columbia und Romney bei 235 EVs in ebenfalls 25 Staaten. Das bedeutet mithin einen Vorsprung von 68 Wahlm&amp;auml;nnern und &lt;a href=""&gt;damit nicht gerade ein knappes Ergebnis&lt;/a&gt;. Das w&amp;auml;re der von mir gew&amp;auml;hlte konservative Ansatz. In einem etwas aggressiveren Szenario k&amp;ouml;nnte auch Florida an Obama fallen. Dann w&amp;uuml;rde das Wahlm&amp;auml;nner-Verh&amp;auml;ltnis 332 zu 206 und der Abstand 126 EVs betragen. Diese beiden Szenarien halte ich f&amp;uuml;r die wahrscheinlichsten.&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;Aber auch Colorado sieht wahnsinnig knapp aus, New Hampshire und Iowa ebenfalls, und Karl Rove h&amp;auml;lt sogar Pennsylvania f&amp;uuml;r ebenso eng wie Florida - aber das muss man wohl nicht so ernst nehmen. Die Romney-Kampagne hat viel in Pennsylvania investiert, scheint dort aber nicht wirklich vorangekommen zu sein - &amp;auml;hnliche wie Obamas Leute in Arizona.&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;Mit meiner Prognose bin ich aus zwei Gr&amp;uuml;nden ungl&amp;uuml;cklich: Zum einen fu&amp;szlig;t sie diesmal weitgehend auf den ver&amp;ouml;ffentlichten Prognosen anderer und kaum auf eigenen Annahmen und Berechnungen. Das macht nur wenig Spa&amp;szlig;. Es f&amp;uuml;hlt sich nicht an wie etwas eigenes. (Vor vier Jahren habe ich mit Notebook und Notizblock bei den Nordischen Filmtagen in L&amp;uuml;beck im Kino gesessen und zwischen den Filmen gerechnet wie ein Teufel.) &lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;Und das f&amp;uuml;hrt direkt zum zweiten Grund: Das Ergebnis ist wie bef&amp;uuml;rchtet ziemlich unoriginell. Obama bei 303 EVs ist eine Prognose, die man derzeit an vielen Orten gratis nachgeschmissen bekommt. Ich habe deshalb kurz &amp;uuml;berlegt, Florida doch noch bei Obama einzusortieren und damit mutig voran zu schreiten. Aber irgendetwas in mir str&amp;auml;ubt sich dagegen. (Das letzte Mal, als ich gegen mein Gef&amp;uuml;hl getippt habe, war beim Super Tuesday 2008, als ich Kalifornien an Obama gegeben habe. Hillary hat's dann gemacht. Diesmal bleibe ich lieber bei meinem Gef&amp;uuml;hl.)&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;Ein anst&amp;auml;ndiges Ergebnis w&amp;auml;re, nicht mehr als zwei von 51 Staaten falsch vorhergesagt zu haben. (Also nicht schlechter als vor vier Jahren abzuschneiden.) Hoffen wir, dass es nicht eine allzu lange Nacht werden wird. Vieles spricht daf&amp;uuml;r allerdings nicht. Und am morgigen Mittwoch d&amp;uuml;rfen Sie dann schon herzlich &amp;uuml;ber meine Annahmen und Vorhersagen lachen, w&amp;auml;hrend ich noch im Bett liege und ausschlafe. Na, ist das ein Deal?&lt;br /&gt;&amp;#10;_______________________________&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;div class="small"&gt;  &lt;/div&gt;&amp;#10;State-by-State-Prognose: &lt;a href="http://Kutter.antville.org/files/QTR+2012+EV+Spreadsheet/" title="QTR 2012 State-by-State Electoral Vote Spreadsheet"&gt;QTR 2012 EV Spreadsheet&lt;/a&gt; &amp;#10;&lt;span class="small"&gt;&amp;#10;   (application/pdf, 58 KB)&amp;#10;&lt;/span&gt;&amp;#10; &lt;br /&gt;&amp;#10;Swing States-Auszug: &lt;a href="http://Kutter.antville.org/files/QTR+2012+EV+Watchlist/" title="QTR 2012 Electoral Vote Watchlist"&gt;QTR 2012 EV Watchlist&lt;/a&gt; &amp;#10;&lt;span class="small"&gt;&amp;#10;   (application/pdf, 44 KB)&amp;#10;&lt;/span&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;_______________________________&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;div class="small"&gt;  &lt;/div&gt;&amp;#10;Der Kutter zur Wahl, live bei Twitter: &lt;a href="https://twitter.com/derkutter"&gt;https://twitter.com/derkutter&lt;/a&gt;&amp;#10;</description>
      <pubDate>Tue, 06 Nov 2012 14:26:00 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>kutter</dc:creator>
      <dc:date>2012-11-06T14:26:00Z</dc:date>
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      <title>Florida</title>
      <link>http://Kutter.antville.org/stories/2142650/#2142742</link>
      <description>The Penis of America.&amp;#10;</description>
      <pubDate>Tue, 06 Nov 2012 22:24:27 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>tobi</dc:creator>
      <dc:date>2012-11-06T22:24:27Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>Dienstag, 6. November 2012</title>
      <link>http://Kutter.antville.org/stories/2142523/#2142682</link>
      <description>Ach, h&amp;ouml;r doch auf. Man wird den Leuten da drau&amp;szlig;en doch noch mal den Umstand nahebringen d&amp;uuml;rfen, dass lauter knappe Wahlausg&amp;auml;nge in der Summe eben nicht zwangsl&amp;auml;ufig einen knappen Wahlausgang bedeuten. Gleich kommt &amp;uuml;brigens meine Prognose, &amp;uuml;ber die Ihr dann irgendwann im Laufe des morgigen Mittwochs herzlich lachen k&amp;ouml;nnt, w&amp;auml;hrend ich mich ausschlafe.&amp;#10;</description>
      <pubDate>Tue, 06 Nov 2012 15:32:42 GMT</pubDate>
      <guid>http://Kutter.antville.org/stories/2142523/#2142682</guid>
      <dc:creator>kutter</dc:creator>
      <dc:date>2012-11-06T15:32:42Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>Brack Bamma</title>
      <link>http://Kutter.antville.org/stories/2142523/#2142662</link>
      <description>habe ich geklaut - und dann die Protagonistin auch noch falsch zitiert: &lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=OjrthOPLAKM" title="http://www.youtube.com/watch?v=OjrthOPLAKM"&gt;www.youtube.com&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;Au&amp;szlig;erdem: Du Wackeldackel! &amp;#10;</description>
      <pubDate>Tue, 06 Nov 2012 15:13:31 GMT</pubDate>
      <guid>http://Kutter.antville.org/stories/2142523/#2142662</guid>
      <dc:creator>boecker</dc:creator>
      <dc:date>2012-11-06T15:13:31Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>&lt;b&gt;Neues aus den Rasierklingenstaaten&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;Relativierende Anmerkungen zur US-Präsidentschaftswahl</title>
      <link>http://Kutter.antville.org/stories/2142523/</link>
      <description>Beim Fu&amp;szlig;ball war ich nie besonders gut am Ball (lange Schlakse bewegen sich selten elegant). Also spielte ich an der rechten Au&amp;szlig;enlinie, wo ich mir den Ball weit vorlegen und mich dann darauf verlassen konnte, dass ich meistens schneller war als meine Gegenspieler. Ich stratzte also los, h&amp;auml;ngte den Gegner ab, erwischte den Ball kurz vor der Grundlinie und flakte ihn irgendwie rein. Niemand kann sich meine Genugtuung vorstellen, als ein Spieler namens David Odonkor 2006 pl&amp;ouml;tzlich in den WM-Kader r&amp;uuml;ckte. Ich f&amp;uuml;hlte mich im Nachhinein best&amp;auml;tigt und sah meinen als technisch limitiert bel&amp;auml;chelten Spielstil rehabilitiert.&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;Genauso wie beim Fu&amp;szlig;ball halte ich es mit Prognosen: Man muss sich den Ball weit vorlegen. Prognosen m&amp;uuml;ssen klar und scharfkantig sein, egal wie un&amp;uuml;bersichtlich die Lage ist. Prognosen m&amp;uuml;ssen sich weit aus dem Fenster lehnen, selbst bei Absturzgefahr. Und gerade dann: Eine gute Prognose braucht Fallh&amp;ouml;he. Vorsichtige Prognosen minimieren das Irrtumsrisiko, vor allem aber minimieren sie den Spa&amp;szlig; bei der Sache.  Vorsichtige Einerseits-Andererseits-Abw&amp;auml;gungen braucht kein Mensch. &lt;a href="http://kutter.antville.org/stories/2142488/"&gt;Gestern habe ich&lt;/a&gt; dem Affen mal wieder Zucker gegeben und das Kopf-an-Kopf-Rennen im US-Pr&amp;auml;sidentschafts-Wahlkampf abgesagt.&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;Dabei bleibe ich auch. Aber einige relativierende Anmerkungen k&amp;ouml;nnen nicht schaden. Ich glaube nach wie vor, dass das Wahlergebnis schlussendlich nicht sonderlich knapp sein und ein relativ klarer Vorsprung f&amp;uuml;r "Brack Bamma", wie ein einzelner Herr aus der kleinen, verbliebenen Restleserschaft dieses Blogs ihn gerne nennt, herausspringen wird.&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;Diesem Endergebnis werden aber in den Schwingstaaten (wie der gleiche Herr die ausgeweideten Kampfzonen nennt) eine Menge sehr knapper Wahlausg&amp;auml;nge zu Grunde liegen, von denen Obama die Mehrzahl zwar f&amp;uuml;r sich entscheiden k&amp;ouml;nnen d&amp;uuml;rfte - dies zum Teil aber eben sehr knapp. Das ist meine Annahme.&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;Knappe Wahlausg&amp;auml;nge in einigen Staaten (oder Wahlbezirken) k&amp;ouml;nnen zu langen Ausz&amp;auml;hlungszeiten f&amp;uuml;hren. Knappe Ausz&amp;auml;hlungsergebnisse k&amp;ouml;nnen angefochten werden und Neuz&amp;auml;hlungen zur Folge haben. In manchen Staaten f&amp;uuml;hren bestimmte Schwellen automatisch zu Recounts. Das bedeutet: Bis ein Wahlsieger einigerma&amp;szlig;en verl&amp;auml;sslich ausgerufen werden kann, kann es sehr, sehr sp&amp;auml;t respektive sehr, sehr fr&amp;uuml;h werden. Es k&amp;ouml;nnte auch passieren, dass es am Mittwoch noch keinen Wahlsieger gibt. Es k&amp;ouml;nnte sogar passieren, dass wir - wie 2000 - einige Wochen auf ein endg&amp;uuml;ltiges Wahlergebnis werden warten m&amp;uuml;ssen. Dieses Wahlergebnis w&amp;uuml;rde dann - daran glaube ich weiterhin - zwar nicht allzu knapp sein. Die Art und Weise, wie dieses Ergebnis zustande kommt, punktuell allerdings schon.&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;Ich glaube nicht, dass am Ende die Wahlm&amp;auml;nnerstimmen eines einzigen Staates den Unterschied ausmachen werden wie 2000 im Rennen Bush vs. Gore. Und wenn beispielsweise ein eher EV-schwacher Staat wie New Hampshire oder Colorado nachgez&amp;auml;hlt werden sollte, muss das nicht bedeuten, das damit die ganze Wahl in der Schwebe h&amp;auml;ngt. Wenn anderswo bereits genug Wahlm&amp;auml;nnerstimmen f&amp;uuml;r eine Seite verteilt wurden, kann ein Sieger ausgerufen werden, auch wenn irgendwo noch gez&amp;auml;hlt wird.&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;Malen wir also den Teufel nicht an die Wand. Mittwoch morgen sollten wir zumindest grob wissen, wohin die Reise geht. Ein Kopf d&amp;uuml;rfte dann h&amp;auml;ngen und einer hoch erhoben sein. Wie fr&amp;uuml;her beim Fu&amp;szlig;ball.&amp;#10;</description>
      <pubDate>Tue, 06 Nov 2012 06:29:00 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>kutter</dc:creator>
      <dc:date>2012-11-06T06:29:00Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>&lt;b&gt;Was geht ab beim Schwingstaaten-Sextett?&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;Vorläufige Anmerkungen zur US-Präsidentschaftswahl</title>
      <link>http://Kutter.antville.org/stories/2142488/</link>
      <description>Es gibt kein Kopf-an-Kopf-Rennen, es gibt keinen knappen Vorsprung: Barack Obama wird die Pr&amp;auml;sidentschaftswahlen in den USA voraussichtlich mit einem relativ deutlichen Wahlm&amp;auml;nner-Vorsprung gewinnen. Ungeachtet der US-weiten Meinungsumfragen zum so genannten &amp;#8222;Popular Vote&amp;#8220;, die immer wieder die Berichterstattung der Medien bestimmen, zeichnet sich dieses Ergebnis bereits seit Monaten nahezu unver&amp;auml;ndert ab. Fraglich war hierbei immer nur der Abstand der beiden Kandidaten &amp;#8211; oder deutlicher gesagt: das Ausma&amp;szlig; von Obamas Vorsprung.&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;Dass die Umfragen nach der ersten Fernsehdebatte in Denver kurzzeitig nahelegten, dass der denkbare Vorsprung auf bis zu drei&amp;szlig;ig Electoral Votes zusammendampfen k&amp;ouml;nnte, hat dem Rennen kurzzeitig etwas W&amp;uuml;rze verliehen: Was k&amp;ouml;nnte passieren, wenn dieser Trend wom&amp;ouml;glich anh&amp;auml;lt? Doch das Zwischenhoch von Romneys Umfragewerten war nur von kurzer Dauer, wenn man sich die Auswirkungen auf m&amp;ouml;gliche Wahlm&amp;auml;nner-Verteilungen anschaut. Und das Wahlm&amp;auml;nner-System ist nun mal die Grundlage des amerikanischen Pr&amp;auml;sidentschafts-Wahlrechts. Die Nase vorn hatte Romney dabei nie.&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;Dass die Entwicklungen von Popular Vote und Electoral Vote sich zeitweilig zu entkoppeln schienen, ist ein durchaus interessantes und diskussionsw&amp;uuml;rdiges Ph&amp;auml;nomen &amp;#8211; h&amp;auml;tte vor allem aber ein Anlass f&amp;uuml;r Vorsicht sein sollen f&amp;uuml;r alle jene, die pl&amp;ouml;tzlich einen nachhaltigen Romney-Aufschwung beobachtet haben wollen. Grunds&amp;auml;tzlich gilt in diesem wie in jedem Wahljahr die goldene Faustregel: Ein Korrespondenten-Bericht, der Aussagen zum m&amp;ouml;glichen Wahlausgang auf der Grundlage einer oder mehrerer nationaler Popular-Vote-Umfragen trifft, kann getrost ignoriert werden. &lt;sup&gt;1&lt;/sup&gt;&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;b&gt;Vom Sandy-Boost zum Denkzettel?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;Mittlerweile stellen sich auch die Medien, die bislang immer von einem knappen Rennen ausgegangen waren, darauf ein, dass das tats&amp;auml;chliche Wahlergebnis nicht allzu knapp ausfallen wird. Das ist bl&amp;ouml;derweise erkl&amp;auml;rungsbed&amp;uuml;rftig, und als Erkl&amp;auml;rung wird nun (beispielsweise im Aufmacher der heutigen &lt;i&gt;SZ)&lt;/i&gt; deshalb gerne &amp;#8222;Sandy&amp;#8220; angef&amp;uuml;hrt: Der Hurrikan habe Obama gewisserma&amp;szlig;en auf den letzten Metern kr&amp;auml;ftigen R&amp;uuml;ckenwind gegeben. Die Auswirkungen, die der Sturm und Obamas Krisenmanagement auf das W&amp;auml;hlerverhalten haben k&amp;ouml;nnten, lassen sich heute allerdings kaum valide bewerten. Zudem war der Vorsprung Obamas auch vor Ausbruch des Sturms zwar nicht &amp;uuml;berm&amp;auml;&amp;szlig;ig komfortabel, aber zumindest deutlich.&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;Auch wenn der Wahlausgang diesmal etwas enger werden wird, ist der Wahlkampf 2012 langweiliger als der vor vier Jahren. Im September &lt;a href="https://twitter.com/derkutter/status/249075381792014336"&gt;twitterte&lt;/a&gt; ich in der mir eigenen selbstherrlichen Art: "Obama vs. Romney ist kein Kopf-an-Kopf-Rennen, ist es seit Monaten nicht, und wird es voraussichtlich auch nicht mehr werden." Bereits Anfang August &lt;a href="https://twitter.com/derkutter/statuses/230993526203228160"&gt;posaunte&lt;/a&gt; ich: &amp;#8222;Falls kein unvorhersehbarer crazy shit mehr passiert, sehe ich derzeit kein Szenario, bei dem Mitt auf &amp;uuml;ber 255 EVs kommt. Eher drunter.&amp;#8220; Wie ich nun genau auf 255 gekommen bin (krude Zahl eigentlich!), erschlie&amp;szlig;t sich mir heute nicht mehr, aber auch das war schon als theoretisches Maximalszenario gedacht. &lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;Aus meiner heutigen Sicht liegt ein realistischer Wahlausgang f&amp;uuml;r Mitt Romney zwischen 206 und 244 Electoral Votes. Um die Wahl zu gewinnen, ben&amp;ouml;tigt Romney allerdings mindestens 270 EVs. Dementsprechend sehe ich Obamas EV-Range bei 294 bis 332 EVs. Im schlechtesten Fall besteht sein Vorsprung damit aus 50 Wahlm&amp;auml;nnern. Selbst das w&amp;auml;re zwar nicht gerade ein Erdrutschsieg, aber alles andere als ein knapper Ausgang. M&amp;ouml;glich w&amp;auml;re aber auch ein Vorsprung von bis zu 126 Wahlm&amp;auml;nnern. Selbst dann werden es sich die deutschen Medien aber vermutlich nicht nehmen lassen, das Ergebnis als einen D&amp;auml;mpfer f&amp;uuml;r Obama auszulegen, weil er die historische 364-Wahlm&amp;auml;nner-Marke von vor vier Jahren nicht wiederholt haben wird. Das k&amp;ouml;nnte dann der ber&amp;uuml;hmte &amp;#8222;Denkzettel&amp;#8220; sein, ein Bild, das deutsche Journalisten &amp;uuml;ber alles lieben.&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;b&gt;Prognose-Profis greifen an&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;Ich habe in diesem Jahr kein eigenes Prognose-Modell mehr aufgesetzt. Nate Silver von &lt;a href="http://fivethirtyeight.blogs.nytimes.com/"&gt;Fivethirtyeight/NYT&lt;/a&gt;, Drew Linzer von &lt;a href="http://votamatic.org/"&gt;Votamatic&lt;/a&gt; oder Sam Wang vom &lt;a href="http://election.princeton.edu/"&gt;Princeton Election Consortium&lt;/a&gt; haben das Prognose-Gesch&amp;auml;ft sowohl methodologisch als auch von der Datengrundlage her mittlerweile so weit verfeinert und professionalisiert, dass es ein sinnloses Unterfangen geworden ist, mit den bescheidenen eigenen Mitteln hier noch mithalten zu wollen.&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;Deshalb &amp;#8211; und aus profanen Zeitgr&amp;uuml;nden &amp;#8211; habe ich in diesem Wahlkampf keine Prim&amp;auml;rdaten (insbesondere Einzelstaaten-Umfragen) mehr ausgewertet und gewichtet, sondern schaue mir nur noch die verschiedenen Prognose-Modelle (und nur noch in Zweifelsf&amp;auml;llen einzelne, allgemein zug&amp;auml;ngliche Umfragen) an und bilde mir eine mittelm&amp;auml;&amp;szlig;ig informierte Meinung. Ein Abweichen von Mainstream oder gar Originalit&amp;auml;t darf man von meiner Wahlprognose in diesem Jahr also nicht erwarten. &lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;Trotz deutlich h&amp;ouml;heren Aufwands in den Vorjahren ist mir eine originelle, abweichende Prognose aber eh nur im Jahr 2000 gelungen, mit der ich dann auch kr&amp;auml;ftig falsch gelegen habe. 2004 lag ich um einen Staat oder f&amp;uuml;nf EVs neben dem Endergebnis (wegen eines hauchzarten 8.400-Stimmen-Vorsprungs von Bush in New Mexico). &lt;a href="http://kutter.antville.org/stories/1851717/"&gt;2008&lt;/a&gt; verfehlte ich das offizielle Endergebnis um zwei Staaten oder 26 EVs (Indiana und North Carolina hatte ich McCain zugeschlagen).&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;b&gt;Was passiert in der Wahlnacht?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;F&amp;uuml;r dieses Jahr nun hat die &lt;i&gt;New York Times&lt;/i&gt; eine sch&amp;ouml;ne &lt;a href="https://www.nytimes.com/interactive/2012/11/02/us/politics/paths-to-the-white-house.html"&gt;interaktive If-Then-Graphik&lt;/a&gt; ver&amp;ouml;ffentlicht, die alle 512 halbwegs realistischen Wahlm&amp;auml;nner-Konstellationen durchspielt. 431 davon bedeuten einen Sieg f&amp;uuml;r Obama, nur auf 76 dieser Wege kommt Romney ins Ziel.&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;Um das das Wirrwarr etwas &amp;uuml;bersichtlicher zu machen, gehen wir mal systematisch an die Sache heran: Bei 39 Staaten steht bereits lange fest, wie die Wahl ausgeht. 382 Wahlm&amp;auml;nner sind somit bereits aus der Verlosung. Bei dieser ersten Betrachtung f&amp;uuml;hrt Obama mit 201 EVs knapp vor Romney (181).&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;Bei den verbleibenden zw&amp;ouml;lf Staaten mit insgesamt 156 Wahlm&amp;auml;nnern lohnt sich ein n&amp;auml;heres Hinsehen. Diese zw&amp;ouml;lf Staaten lassen sich noch einmal aufteilen: In sechs Staaten zeichnet sich bereits eine einigerma&amp;szlig;en deutliche Tendenz ab, wie es jeweils ausgehen d&amp;uuml;rfte (Pennsylvania, Michigan, Wisconsin und Nevada gehen an Obama, North Carolina und Missouri gehen an Romney). Bei dieser Betrachtung f&amp;uuml;hrt Obama mit 253 EVs vor Romney (206).&lt;sup&gt;2&lt;/sup&gt; Gewonnen hat damit noch keiner.&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;Die verbleibenden Staaten, in denen der Wahlausgang voraussichtlich sehr knapp ausfallen wird, sind Colorado, Florida, Iowa, New Hampshire, Ohio und Virginia. &lt;sup&gt;3&lt;/sup&gt; Diese Staaten bringen gemeinsam 79 Wahlm&amp;auml;nner auf die Waage. Von diesen braucht Obama voraussichtlich nur noch 17, um seine Wiederwahl zu sichern. Damit Romney Pr&amp;auml;sident werden kann, m&amp;uuml;sste er schon 64 der 79 Wahlm&amp;auml;nnerstimmen gewinnen. Oder anders gerechnet: Romney muss in mindestens vier der sechs Staaten gewinnen, Obama reichen bestenfalls schon ein Staat (Florida oder Ohio) oder zwei (falls er Virginia gewinnt). In keinem Szenario ben&amp;ouml;tigt er mehr als drei der sechs Staaten.&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;Geht man nach den g&amp;auml;ngigen Prognose-Modellen, scheinen f&amp;uuml;nf dieser sechs Staaten ganz leicht zu Obama zu neigen (Colorado, Iowa, New Hampshire, Ohio und Virginia). In Florida ist der Ausgang v&amp;ouml;llig offen, hier deuten sich derzeit minimale Vorteile f&amp;uuml;r Romney an. Mit 29 Wahlm&amp;auml;nnern ist Florida allerdings auch der gewichtigste Brocken in diesem Schwingstaaten-Sextett. Wenn das Gerede und Geschreibe &amp;uuml;ber den angeblichen Romney-Aufschwung jemals einen Sinn ergeben hat, dann vermutlich &amp;uuml;berhaupt nur hier in Florida, wo Obama einmal knapp die Nase vorn hatte.&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;Auf dieses Schwingstaaten-Sextett wird in der Wahlnacht also zu achten sein &amp;#8211; und das erst recht, wenn es in dem vorgelagerten Tendenzstaaten-Sextett noch zu einer &amp;Uuml;berraschung kommen sollte. Sollte es Obama beispielsweise &amp;uuml;berraschend gelingen, in North Carolina oder Missouri zu gewinnen, zeichnet sich f&amp;uuml;r Romney ein Desaster ab. Ein &amp;uuml;berraschender Romney-Sieg in Pennsylvania, Michigan und/oder Wisconsin hingegen k&amp;ouml;nnte f&amp;uuml;r Obama doch noch ein b&amp;ouml;ses Erwachen bedeuten. Denn wenn Romney das gelingt, k&amp;ouml;nnte er unter Umst&amp;auml;nden sogar eine Niederlage in Ohio verschmerzen.&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;b&gt;Der Kongress tanzt&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;Zur&amp;uuml;ck zur &amp;#8222;D&amp;auml;mpfer&amp;#8220;-These. Man kann eine selbst relativ klare Wiederwahl Obamas als Ohrfeige oder zumindest Denkzettel werten, weil Obama die Staaten-Koalition von 2008 nicht zusammengehalten hat &amp;#8211; aufgrund der vielen Erwartungen, die er zun&amp;auml;chst geweckt hatte, dann aber nicht erf&amp;uuml;llen konnte. Wenn man die bisherige Bilanz Obamas bewerten m&amp;ouml;chte, kommt man nicht umhin, einen Schnitt in der Mitte seiner Pr&amp;auml;sidentschaft zu machen. In den ersten beiden Jahren hat er zwar nicht alle Wahrversprechen einl&amp;ouml;sen, aber einige beachtliche Erfolge erzielen k&amp;ouml;nnen. In den letzten beiden Jahren fehlte Obama eine Mehrheit im Repr&amp;auml;sentantenhaus, seitdem ist das politische Washington mehr oder weniger blockiert. &lt;sup&gt;4&lt;/sup&gt;&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;Mindestens genauso spannend werden daher auch die aktuellen Kongresswahlen, von deren Ausgang die Handlungsf&amp;auml;higkeit des neuen Pr&amp;auml;sidenten ma&amp;szlig;geblich abh&amp;auml;ngen wird. Im Repr&amp;auml;sentantenhaus scheinen die Republikaner die Nase relativ deutlich vorn zu haben. Etwas un&amp;uuml;bersichtlicher ist die Lage im Senat, wo es nicht sicher ist, ob die Demokraten ihre aktuelle knappe Mehrheit werden verteidigen k&amp;ouml;nnen. Mit anderen Worten: Mit klaren Mehrheitsverh&amp;auml;ltnissen braucht man f&amp;uuml;r die n&amp;auml;chsten zwei Jahre eher nicht zu rechnen. Voraussichtlich wird ein demokratischer Pr&amp;auml;sident erneut einem gespaltenen Kongress gegen&amp;uuml;berstehen. &lt;sup&gt;5&lt;/sup&gt;&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;Morgen ver&amp;ouml;ffentliche ich hier meine Electoral Vote-Prognose. Wie ich mich bei Florida entscheiden werde, ist mir selbst noch v&amp;ouml;llig unklar. Und falls dann Mittwoch morgen alles ganz anders aussieht und wir in Romneyworld aufwachen, freue ich mich schon auf das Gel&amp;auml;chter &amp;uuml;ber diese allzu selbstgewissen Ausf&amp;uuml;hrungen...&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;________________________________&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;div class="small"&gt;&lt;br&gt;&lt;sup&gt;1&lt;/sup&gt; So schrieb etwa die &lt;i&gt;Welt am Sonntag&lt;/i&gt; in ihrem gestrigen Aufmacher: &amp;#8222;Die amerikanische Internetseite Real Clear Politics kommt bei einer Auswertung der zehn wichtigsten Umfragen der vergangenen Tage auf einen Vorsprung Obamas von nur 0,1 Prozentpunkten &amp;#8211; 47,4 zu 47,3 Prozent.&amp;#8220; Etwas sp&amp;auml;ter folgt noch ein wenig weiterf&amp;uuml;hrender Verweis auf eine Studie &amp;uuml;ber Wetterf&amp;uuml;hligkeit und Parteipr&amp;auml;ferenz.&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;sup&gt;2&lt;/sup&gt; Wer zu &amp;uuml;berm&amp;auml;&amp;szlig;iger Vorsicht neigt, kann auch noch auf Maine, Minnesota, New Mexico und Arizona acht geben.&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;sup&gt;3&lt;/sup&gt; Die &lt;i&gt;New York Times&lt;/i&gt; z&amp;auml;hlt beispielsweise auch Wisconsin dazu, das wir hier aber bereits in die Obama-Spalte einsortiert haben. Auch, weil die 6-plus-6-Staaten-Logik einfach sch&amp;ouml;ner aussieht.&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;sup&gt;4&lt;/sup&gt; Einen spannenden Einblick in diese Zeit bietet beispielsweise David Corns gut informiertes, zugegebenerma&amp;szlig;en aber etwas parteiisches Buch &lt;i&gt;"&lt;a href="http://www.amazon.de/Showdown-Inside-Fought-Against-Boehner/dp/0062107992/ref=sr_1_7?ie=UTF8&amp;amp;qid=1352150966&amp;amp;sr=8-7"&gt;Showdown&lt;/a&gt;".)&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;sup&gt;5&lt;/sup&gt; Wer sich auf die Kongresswahlen vorbereiten m&amp;ouml;chte, f&amp;uuml;r den gibt es einen sch&amp;ouml;nen &lt;a href="http://de.scribd.com/doc/111942790/RPR-Election-Night-Guide-11-2-12"&gt;One-Pager&lt;/a&gt; von &lt;i&gt;&lt;a href="http://rothenbergpoliticalreport.com/news/article/one-page-election-night-guide"&gt;Rothenberg Political Report&lt;/a&gt;.&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&amp;#10;</description>
      <pubDate>Mon, 05 Nov 2012 18:18:00 GMT</pubDate>
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      <dc:date>2012-11-05T18:18:00Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>Dienstag, 30. Oktober 2012</title>
      <link>http://Kutter.antville.org/stories/2141863/</link>
      <description>Als ich als junger Mann Arno Schmidt, Flann O'Brien, Albert Camus entdeckte und darauf mein weiteres Leben zwar nicht ganz, aber doch weithin der Literatur zuwendetete, verdankte ich das nicht meinen Lehrern und nicht meinem Elternhaus, sondern dem Malibu Plattenversand aus Hamburg. &lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;span class="small"&gt;&lt;br&gt;#zulangf&amp;uuml;rtwitter&lt;/span&gt;&amp;#10;</description>
      <pubDate>Tue, 30 Oct 2012 06:57:00 GMT</pubDate>
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      <dc:date>2012-10-30T06:57:00Z</dc:date>
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