»Lautmalerisch hart« und überdies »negativ besetzt« sei der Begriff Hartz IV, heißt es neuerdings bei SPD und Bundespresseamt. Das ist zutreffend beobachtet. Nicht jeder kann schließlich so einen weich wogenden Namen wie »Bela Anda« tragen. Man wolle den Begriff (Hartz IV; Bela Anda bleibt vorläufig in Betrieb) daher künftig vermeiden. Da kann man von Glück reden, dass der Kanzler dereinst Peter Hartz nicht zum Bundeswirtschaftsminister ernannt hat. Die FAZ merkt an, dass auch der Name Clement »kein Straßenfeger« sei, was im Angesicht der Demonstrationswelle sehr feinsinnig formuliert ist. Schon Egon Krenz war ja lautmalerisch schwer gehandicapt, und wir alle wissen, was ihm das bei den Montagsdemos I geholfen hat. Die onomatopolitischen Konsequenzen für die lautmalerischen Krisenfälle im Kabinett von Wieczorek-Zeul (zischelnd) bis Struck (struck) sind noch gar nicht abzusehen.
Die Konsequenzen für Hartz IV schon eher. Hier sollte eine schlichte Umbenennung genügen. Entscheiden Sie selbst:
Wie soll Hartz IV künftig heißen?
6,5%
(3 Stimmen)
Hartz VI
10,9%
(5 Stimmen)
Wolke 7
26,1%
(12 Stimmen)
Weserberglandt II
6,5%
(3 Stimmen)
Gesetz für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt
13%
(6 Stimmen)
Orwell 2004
37%
(17 Stimmen)
Fluffy Dream 3003™
Summe:
46 Stimmen
supatyp | 24. August 2004 18:04:18 MESZ