Dichtheit & Wahrung. Hervorgegangen aus Der Kutter. Verdrängung ist, was uns über Wasser hält. http://kutter.antville.org/
Seit 16. Dezember 2001 und 5729 Tagen täglich fangfrisch. Außer manchmal.

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Quelle: http://Kutter.dev.antville.org/
» im grunde isses skandalös
Beitrag von kleinzwolferl | 28.02.17 21:11
» Ich denke, dass das Bloggen...
Beitrag von gHack | 28.02.17 20:39
» Das stimmt. Ich habe es...
Beitrag von kutter | 27.02.17 17:57
» Hm.
Beitrag von gHack | 27.02.17 15:48
» Yay, das sieht sehr fein...
Beitrag von kutter | 11.04.16 08:16
» Very fab, Mr. Tobi, Sir.
Beitrag von gHack | 09.04.16 14:07
» Das mit den Zeilenlängen war...
Beitrag von tobi | 09.04.16 14:04
» OK, ich seh’s. Werd’s mir...
Beitrag von tobi | 08.04.16 23:35
» Teils, teils. Die Mac-Browser sind...
Beitrag von kutter | 08.04.16 11:39
» jeweils neueste Versionen von FF...
Beitrag von tobi | 04.04.16 15:35

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instant entities, vol. 4

»Es fährt ein Zug nach Nirgendwo« (Chr. Anders). Man kann aber auch die Autobahn nach Lübeck nehmen.

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instant entities, vol. 3

Verdrängung ist, was uns über Wasser hält. Die Schraube ist's, die uns nach vorne treibt.

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instant entities, vol. 2

Die Sicherheit Deutschlands wird weiterhin am Hindukusch verteidigt. Deutsche Leben rettet die dazugehörige Gesellschaft derweil an den heimischen Küstenlinien.

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instant entities, vol. 1

Die Rettung der Seelen ist eine zu ernste Angelegenheit, als dass sie auf die Standstreifen der Autobahnen begrenzt bleiben dürfte.

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Das Trümmerkleid des Kapitalismus

Klicken zum Vergrößern: Don Rosa, Attack of the Hideous Space Varmints / Reisende durch die Ewigkeit. In: Onkel Dagobert, Bd. 20. Stuttgart: Ehapa, 1999. (Erst-VÖ 1997)

(klicken zum vergrößern)

Don Rosa, Attack of the Hideous Space Varmints / Reisende durch die Ewigkeit. In: Onkel Dagobert, Bd. 20. Stuttgart: Ehapa, 1999. (Erst-VÖ 1997)

Vor der Finanzkrise brauchte es noch Terroristen, um ein unerschütterlich erscheinendes Symbol des weltweiten Finanzkapitalismus wie das World Trade Center zu zerstören. Mittlerweile schafft der Kapitalismus das auch selbst. Das fiktive Geld aus Derivaten und Leveraging hat die alten Geldspeicher, die die Banken einmal waren, mit einem Energiefeld umgeben, das sie unkontrollierbar gemacht hat. Dass die Geldspeicher verrückt spielen, das zeigen uns die Lehman-Brüder, diverse Rettungsschirme und Schuldenkrisen. Ob die Kunst gut beraten wäre, nun das Trümmerkleid des Kapitalismus aufzutragen, wäre eine ganz andere Frage.

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Im Zentrum des Textes ist es ruhig

Über eine statistische Anomalie an einem 11. September vor zehn Jahren

Es war der Tag, vor dem alles so gewesen war, wie es war.

Ich saß, vermutlich wie üblich etwas vornübergebeugt, an meinem Schreibtisch. Es waren fünf wichtige oder zumindest dringende Texte zu schreiben, am Abend hatten sie fertig zu sein, es gab nichts, was diese Deadline verschieben konnte. Es war ruhig im Büro, niemand rief an, weil niemand sich traute. Der muss jetzt erstmal die Texte fertig machen. Wenn der seine Texte fertig hat, kann man wieder mit ihm reden.

Als mein Telefon klingelte, waren noch vier Texte zu schreiben. Eine Kollegin sagte, ich müsse sofort den Fernseher einschalten, ein Flugzeug sei in das World Trade Center geflogen. Sie klang nicht aufgeregt, eher erstaunt.

Warum sie mich anrief, war natürlich klar. Der einzige Fernseher im Gebäude stand in meinem Büro. Ein Privileg, das nicht immer nur ein Vorteil war und das mir gewährt wurde, weil man dachte, es wäre gut, wenn ich mitbekäme, was in der Welt so los ist. Es stand sogar ein Videorekorder daneben, den ich noch nie eingeschaltet hatte. Die einzige Videokassette in meinem Büro hatte mein Vorgänger aufgenommen.

Ein Flugzeug, das in das World Trade Center geflogen war. Das versprach Bilder, die mir in den Abendnachrichten bestimmt auffallen würden, falls ich bis dahin mit den Texten fertig sein sollte. Ich bin kein mitleidloser Mensch, ich weine sogar gelegentlich im Kino. Aber immerzu gab es diese Zugunglücke und Flugzeugsabstürze und Seilbahnrisse und Wirbelstürme und Tunnelbrände und Hochwasser und Attentate. Das Flugzeug, das in das World Trade Center geflogen war, würde nun in diesen nie versiegenden Strom von Katastrophenbildern, den wir Zeitgeschichte nennen, einfließen. Aber das Leben wird nicht besser und die Schrecken, die das Leben bereitet, werden nicht kleiner, wenn man sich diese verwackelten grobkörnigen Ereignisse auch noch live anschaut. Nach den Abendnachrichten würde es bestimmt eine Sondersendung geben, die mich über alles notwendige in Kenntnis setzen würde, und am Jahresende würde ich mich bei einem der zahllosen Jahresrückblicke vielleicht sogar an sie erinnern.

Die letzte große Live-Katastrophe, die mir in den Sinn kam, war das Zugunglück von Eschede. Der deutsche Lokalreporter, der die Hubschrauberbilder für CNN per Telefon kommentiert hatte, hieß Michael Ende. Jemand erklärte, Eschede würde »das Vietnam-Trauma des deutschen Rettungswesens« werden. Am Tag nach dem Unglück wurden mir auf einem Supermarkt-Parkplatz in Schleswig seltsame Betroffenheitsbekundungen entgegengebracht, weil ich aus einem Auto mit Celler Kennzeichen stieg, das mir nicht einmal gehörte. Mitgefühl schien eine beliebig abrufbare Ressource zu sein, die sich mehr auf das eigene Sensationsempfinden als auf das eigentliche Unglück zu richten schien.

Ich erinnerte mich daran, dass vor ein paar Jahren in den Niederlanden ein Flugzeug in einen Vorort gestürzt war. Nach dem »heute journal« mit spektakulären Bildern vom blaulichtblinkenden Chaos am Unglücksort zeigte das ZDF programmgemäß einen mittelmäßigen Zeitreise-Film. Er beginnt mit einem Flugzeugabsturz in ein Wohngebiet. »Wer war der erste am Unfallort?«, fragte ein Ermittler. »Der Pilot«, antwortete ein anderer. In diesem Moment wussten mindestens zwei Bedienstete des ZDF, dass sie am nächsten Morgen ein unangenehmes Gespräch miteinander führen würden.

Um am nächsten Morgen nicht selbst ein unangenehmes Gespräch führen zu müssen, schaltete ich den Fernseher nicht ein, sondern begann die Arbeit am nächsten Text. Die Institution, für die ich regelmäßig arbeitete und gelegentlich schrieb, hatte mich mit der Leitung einer kleinen Entität betraut, die im Organigramm etwas abseits vom Rest der lotrecht aufgehängten Kästchen schwebte und etwas mysteriös mit einem einzelnen Buchstaben aus der zweiten Hälfte des Alphabets bezeichnet war. Wenn mich jemand fragte, was ich beruflich trieb, sagte ich, ich arbeitete für die Regierung. In gewisser Weise war das nicht falsch. Ich hatte mir abgewöhnt, die Wahrheit zu sagen, und ich hatte mir abgewöhnt zu lügen. Ich sprach überhaupt nicht allzu viel, und ich benutzte viele Worte, um darüber hinwegzutäuschen.

Die Kollegin rief wieder an. Ob ich meinen Fernseher endlich eingeschaltet hätte. Es sei gerade noch ein zweites Flugzeug eingeschlagen. In den anderen Turm. Ich rief mir das World Trade Center vor Augen. Richtig, zwei Türme. In »Die drei Tage des Condors« hatten sie geschimmert wie eine Kathedrale. Ich dachte an khlav kalash.

Das zweite Flugzeug. Dies ist der Moment, von dem jeder meiner Kollegen, meiner Freunde, all der klugen Menschen, mit denen ich zur Interaktion verdammt bin, sagt, da habe er gleich gewusst, was die Stunde geschlagen hat: Das bedeutet Krieg. Eine neue Weltordnung. Clash der Zivilisationen. Christen gegen Muslime. Asymmetrische Bedrohungslagen, Erschütterungen der geostrategischen Tiefentektonik. Krieg gegen den Terror, der neue heiße kalte Krieg. So sind sie, die Menschen, mit denen ich zu tun habe. Sie sind nicht doof. Sie wissen sofort Bescheid, und sie finden für alles einen Kontext.

Alles, was ich in diesem Moment dachte, war: »Mein Gott, zwei Flugzeuge, zwei Türme, wie statistisch unwahrscheinlich ist das denn bitte?« Mit Unwillen registrierte ich, wie meine Neugier wuchs. Dieser Vorfall war nicht nur als statistische Anomalie auffällig. Das hatte emblematisches Potential. Ich könnte das vielleicht in den Texten verwenden.

Menschen standen in meiner Tür und fragten, ob sie den Fernseher einschalten dürften. Ich kannte das schon, einige von ihnen schauten sich auch ausgewählte Sportereignisse in meinem Büro an. Mich störte das nicht. Solange ich nicht reden muss, kann ich auch schreiben. Offenbar liefen nun auf allen Kanälen Live-Bilder vom Unglücksort, die sich endlos mit Aufzeichnungsschnippseln der Flugzeugeinschläge abwechselten und mit staunendem Entsetzen von den Umstehenden kommentiert wurden. Gelegentlich schwoll abrupt ein Raunen an und ab wie im Stadion. Das Büro wurde immer voller, verschiedene Gesprächsfetzen krallten sich aneinander. Es wurde lauter. Ich arbeitete im Text. Im Zentrum des Textes ist es immer ruhig.

Zwischen den Schultern und Köpfen der anderen flimmerte der Fernsehschirm, und als ich kurz aufschaute, erkannte ich einen dunklen Punkt, der aus dem Hochhaus stürzte und dabei seinen Umriss veränderte. Einige Kollegen stöhnten wie unter Schmerzen auf. Wir wussten noch nicht, dass dies der Tag vor dem Tag war, an dem die Redewendung »jemand in den Türmen verloren haben« in unseren Sprachschatz einging. Ich schrieb den letzten Text fertig und ging nach Hause. Ich verpasse keine Deadlines.

Am Abend erreichte mich meine Mutter am Telefon. Sie hatte sich Sorgen gemacht und war froh, mich zu hören. Ich war verwirrt. Was hätte mir passieren sollen? Im Fernsehen hörte ich verschiedene Variationen des Satzes, nichts würde nach diesem Tag mehr so sein wie es war. Aber wie war es eigentlich? Wie war es bis zu diesem Tag gewesen? Ich versuchte, mir darüber klar zu werden. Ich wusste es nicht. So war es immer, und ich befürchtete, dass es auch nach diesem Tag so bleiben würde.

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Kutter lässt einen twittern,
XV. Lieferung

Lesen Sie hier, was sich (in der gewohnten umgekehrten chronologischen Reihenfolge) in den letzten Wochen auf meinem Twitter-Account ereignet hat, oder besser noch: lassen Sie es bleiben.

enge Mütze
Danke für die Klarstellung: "Zukunftsgerichtete Aussagen sind Aussagen, die nicht Tatsachen der Vergangenheit beschreiben." #disclaimerland
"Essential Killing" gesehen. Fühle mich in meiner Abneigung gegen Wanderurlaube bestätigt.
Dieses Jahr muss ich bei den Nordischen Filmtagen zwischen Lübeck und Kopenhagen hin- und herpendeln. Wie soll ich so in den Rhythmus kommen
Wenn der Tag so weitergeht wie er angefangen hat, wird er nicht weitergehen.
Ich bin kein Donaldist, aber wenn ich in der einen Hand das Bier halte und in deren die Bratwurst, rufe ich im Stadion "Klatsch, Klatsch!"
Ich arbeite derzeit an der Neuentwicklung eines Wortes, dass sowohl "verflixt!" und "oho!" als auch "Prost!" bedeuten kann.
Gut fürs Budget: Früher, als ich noch jung war, musste ich doppelt so viel trinken, um SO betrunken zu sein...
Falls Ihr 'ne Überraschungsparty für mich plant: Dan Mangan (Vorgruppe: Golden Kanine) im Schrebergarten von Feinkost Laube wär voll dufte!
Und schon wieder: breit wie'n Schifferklavier
Alter, so teuer, wie die Drinks vorne sind, verlange ich hier hinten aber was anderes als Ideal-Standard-Becken!
Und hier noch ein schöner Disclaimer für den kleinen Mann: "Ich habe Rechtschutzversicherung!"
Nach einem Tag haben sie bemerkt, dass es ihnen schmeichelt. Seither rechne ich mir Chancen aus, dass es umgesetzt wird.
Habe Legal Department vorgeschlagen, den Disclaimer von zwei Seiten auf einen Satz herunterzukürzen: "Unsere Anwälte sind besser als Eure Anwälte!"
Sigmar Gabriel wirft Westerwelle Orientierungslosigkeit vor. Das muss man ernstnehmen, denn niemand kennt sich besser damit aus.
Die Bento-Box, der Setzkasten der asiatischen Küche
Konsumkritik: Ketchup-Pringles. Upside: schmecken ein bisschen wie Salt & Vinegar. Downside: habe jetzt Pickel wie ein Fünfzehnjähriger.
Superzelle über Hannover. Das Ende scheint nah. Keine Ahnung, ob wir's schaffen. Falls wir uns nicht mehr hören: Es war schön mit Euch.
Sehe ich das richtig: Rummenigge vergleicht Blatter mit Mubarak? Vielleicht sollte er ein kleines Revolutionsgedicht schreiben! #killerkalle
Wusste gar nicht, dass THE RUM DIARY mit Johnny Depp verfilmt wird/wurde! (Weder das eine noch das andere.)
Sagt man heute noch "Mitschnitt"? Ich glaube, "Aufnahme" hat sich durchgesetzt.
Leider ist mein Mitschnitt des fulminanten Dominik-Graf-Polizeirufs nur von sehr erbärmlicher Qualität. Nie habe ich so einen Krimi gesehen!
Die Aeronauten hatten schon recht: "Da ist immer ein Tunnel am Ende des Lichts."
Ich muss damit aufhören, jedesmal ein Problem zu wittern, wenn sich Legal Department meldet. Ich muss unbedingt damit aufhören, jedes mal…
@goncourt Regen ist die Zärtlichkeit der Wolken.
@goncourt "Gewitter ist Niederschlach plus Elektrifizierung des ganzen Himmels."
Die Kritik des Wetters kann das Wetter der Kritik nicht ersetzen.
Die Meteorologen haben das Wetter nur verschieden interpretiert, es kommt drauf an, es zu verändern.
Fuck Yeah!!! #H96 mit FC Kopenhagen in einer Gruppe! Das heißt: vier Heimspiele für mich! (Schade, dass Malmö nicht noch dazugekommen ist.)
Gestern Abend nach dem Spiel habe ich mehr Glückwunsch-SMS bekommen als damals, als ich... naja, egal, Schwamm drüber.
Sevilla war stärker, aber: Sie haben kein Tor geschafft und ihnen blieb ein Elfer erspart. #H96 nach Kraftakt und Hinspiel verdient weiter.
Emanuel Pogatetz sieht mehr und mehr aus wie Konstantin Neven DuMont.
Vierschanzentournee! #H96
Zwei Tore geschossen. "Und gut ist." #Slomka #H96
Danke, liebe libyschen Freiheitskämpfer, dass Ihr meine gesammelten bit.ly-Kurzlinks aus den Klauen dieses irren Diktators befreit habt!
Der Arzt rät mir zu Sport ("wäre eine gute Idee"). Und dafür brauchte er all diese Tests und das teure Studium?
Seien Sie live dabei, wenn ich heute Abend um 22:55 Uhr twittere: "und gut ist." #H96 #Slomka
"Die Großen fallen am schönsten." (H. Stanislawski)
Die Frau, die ich liebe, reist an und bringt "Gnarr" und "Jeg reiser alene" mit! Ich hüpaventiliere! Ich kreische wie ein Beatles-Mädchen!
Als ich heute morgen in den Spiegel schaute, sah ich aus wie Max Goldt. Ich muss dringend irgendetwas tun! #moppel-ich
Warnhinweis: Stehe kurz davor, ein öffentliches Personennahverkehrsmittel zu benutzen und meine Laune ist miserabel.
Deshalb bellt mein Hund auch immer den Hund von Uli Hoeneß an, wenn der im Fernsehen einen Hund im Fernsehen anbellt. Mir wird schwindlig.
Mein Hund bellt auch immer Hunde im Fernsehen an so wie der Hund von Uli Hoeneß.
Was auch immer geschehen wird, für mich wird Mario Gomez auf ewig der Riestermeister bleiben!
Und wieso fordert mich mein Fernseher bei der Sat1-Übertragung des Spiels Zürich-Bayern dazu auf, meine Jugendschutz-PIN einzugeben?
Hey Twitter, versuchst Du mir etwa seit einer halben Stunde mitzuteilen, dass gerade Fußi läuft?
Loriot ist tot, aber wir haben immer noch Mario Barth.
Ein trauriger Tag für Freunde des Qualitätshumors. #loriot
"Der Thrilla von Sevilla" (Neue Presse) #H96
Oh. Es ist wirklich mein Magen!
Sie sagt, draußen sei es tüchtig am Gewittern. Und ich dachte, dieses tiefe Grollen wäre mein Magen.
Hey, 96: Nichts für ungut, aber "We Will Rock You" als Auflaufmusik nervt. Nichts ist abgenudelter und phantasieloser als das.
Ich lebe in einem Paralleluniversum, in dem Berlin nicht existiert. Heute Heimspiel gegen ein Team aus einer Stadt namens "Hertha". #H96
Nichts kann mich darüber hinwegtäuschen, dass das Wochenende auch schon wieder zu drei Vierteln durch ist.
Nachdem ich ein Jahr lang auf Gatsby Moving Rubber Air Rise gesetzt habe, entdecke ich gerade Crude Clay von Sebastian wieder. #hairstyling
Seit Jahren hängt in meinen Büros das „The Revolution starts here“-Plakat der Tagung Marxism '95 in London. Jetzt lächelt niemand mehr darüber
"fútbol vertical, ajeno a todo artificio, y su defensa de acero": Marca über "del equipo de Mirko Slomka" #H96
Bin breit wie ein Schifferklavier.
Die Spielqualität von Jan Schlaudraff wächst umgekehrt proportional zur Dichte seines Haarkranzes. #H96 #Vierschanzentournee
Siehst Du, Jogi, so wird das gemacht! #H96
Wah? UEFA schreibt vor: im Stadion nur alkoholfreies Bier? Fehlt bloß noch Zwang zur vegetarischen Bratwurst! #WTF! #Temperenzler-League
Kleiner Hund hat vermutlich eine einseitige Blockade am Kreuzdarmbeingelenk. Typisch, dass sie sich mal wieder so nen fancy stuff aussucht!
Kleiner Hund hinkt wie Rosa Luxemburg.
Ich lebe in einer Parallelwelt, in der Berlin gar nicht existiert. Und ich muss sagen, wir kommen hier eigentlich ganz gut über die Runden!
In 26 Stunden wird schon 10 Minuten gespielt worden sein. #H96
Oft, wenn ich nicht mehr weiter weiß, frage ich mich: Was würde Dr. Theo Zwanziger an meiner Stelle tun?
Was will mein Körper mir sagen, wenn er mich unentwegt dazu auffordert, ihm beachtliche Mengen Nahrung zuzuführen? Bin ich schwanger?
Warst Du mal auf einer Panda-Safari? Irrsinniges Rumgeballer, aber das Fleisch schmeckt nur so mittel.
Dieses knuspernde Geräusch, das die Festplatte heute morgen macht, lässt nur einen Schluss zu: Es gibt Kekse zum Frühstück!
Bei @Antville war ich noch User #347, bei Twitter bin ich nur noch #13052442. Irgendwo dazwischen habe ich den Early Mover Advantage verloren
Seltsam: Jedesmal, wenn ich über die umständliche SAP-Software schimpfe, kommt aus dem Rechner plötzlich so ein fieser schriller Pfeifton!
Ich befinde mich in einem Zustand, in dem ich meine Müdigkeit nicht mehr empirisch aus der Menge oder einem Mangel an Schlaf herleiten kann.
Tickets für #H96-Sevilla endlich eingetroffen! Werde bis Do., 20:30 sämtliche Vitalfunktionen einstellen. Bloß keine Karmaschäden riskieren
Keiner kommt hier lesend raus.
Die Renaissance des Aphoristischen als Folge der Beschränkung auf 140 Zeichen. #WhyTwitterSucksExactly
Nur wenn man groß denkt, macht das Scheitern Spaß!
Oh mein Gott, ich muss hier RAUS!!! (Damit meine ich jetzt vor allem und insbesondere meine Schuhe.)
Schön, dass jemand die gute alte K-Gruppen-Tradition des gegenseitigen Ausschließens und Abspaltens fortführt... #CCC #OpenLeaks
Zurück in dem Land, in dem man kostbaren freien WLANs nachspürt wie ein Wünschelrutengänger.
Der Adler ist gelandet.
Ich reise mit einer Frau, die ihr Steak rare done bestellt. #liebe
Nur noch gute zwei Stunden bis zum Wiedereintritt in die Euro-Zone.
Ist das jetzt ein gutes Omen, dass mein Flug von Gate C4 geht? #kastrup #semtex
Deutsche Touristen erkennt man daran, dass sie ihr Gespräch mitten im Satz abbrechen, sobald man ihnen auf Hörweite entgegengekommen ist.
Ich bin so sozialisiert, dass ich alles, was in Microgramma beschriftet ist, automatisch für eine Raumstation aus der Zukunft halte.
Die Boote der Konkurrenz sind in Microgramma beschriftet, unseres in Centurion Old.
Und dann macht er sogar das 2:0 gegen Djurgården, der Sack: Valdet Rama, ex- #h96
Ne halbe Stunde hab ich gebraucht, bis ich gemerkt hab, wer da im Trikot von Örebro SK vor meiner Nase hin- und herläuft: Valdet Rama! #h96
Jag är här: Stockholms Stadion, sektion E vänster, rad 5, plads 37+38, Allsvenskan match Djurgårdens IF - Örebro SK
"Von Vegesack bis Titisee" (F. Asmussen)
Ich könnte den ganzen Tag hier sitzen und den Schiffen hinterhergucken. Und genau genommen tue ich das ja auch. twitpic.com
Diese Landschaft zu ignorieren ist eine Form der Arroganz der Natur gegenüber, die ich mir gerne herausnehme. #skärgården
Ich bin einer der weltbesten Landschaftsverschläfer.
Er kann nicht wirklich gut singen, hat aber eine spielfreudige Band: Bedroom Eyes im Debaser Slussen, STHLM. twitpic.com/65ndkb
F90-Brandschutzanstriche für Stahlträger #DingeUmDieIchMichKümmernMuss
Ich so: "Wir müssen nicht shoppen." -- Sie so: -- "Doch." -- Ich so: "..." Sie so: "Wir müssen shoppen." -- [gehen jetzt shoppen.]
Eben meinen ersten clooney-style kapselgebrühten Espresso getrunken. Ging sogar!
Hotelpersonal mag mich für etwas wunderlich halten, aber ich verreise selbstverständlich nie ohne mein Morrissey-Bild! twitpic.com/65a74n
So angenehm wechgetütert war ich auch schon lange nicht mehr, nech!
Zimmer mit Aussicht. Saltsjön. twitpic.com/64ygha
Auf dem Weg nach Stockholm: Bedroom Eyes-Konzert im Debaser Slussen, Klara Lidén im Moderna Museet, Djurgårdens IF vs Örebro BK im Stadion.
Das Taumeln der Märkte lässt mich eher kalt, da ich einen sehr konservativen Anlagestil pflege (Bücher, CDs, warme Mahlzeiten, Longdrinks)
Ein Antizykliker ist eigentlich auch nichts anderes als ein antizipierender Prozykliker.
Melde mich aus dem Büro. Die Stimmung ist, naja... ganz gut.
Ich melde mich aus der U-Bahn. Die Stimmung ist gut!
Ich melde mich aus der kleinen italienischen Strehfresse hier bei mir um die Ecke. Die Stimmung ist gut!
Ich habe noch nie so oft Tweet-Anzüge im Hochsommer getragen wie in diesem Jahr. Traumhaft!
Das Internet ist schuld, dass ich so bin.
Hallo Frau Kramp-Karrenbauer, willkommen im Mappus-Club! Genießen Sie die drei Jahre: kutter.antville.org/stories/205304… (kleiner Vanity-Link aufs Blog)
Jürgen Bergener (ARD Sport) erinnert mich sehr an Ted McGinley ("Eine schrecklich nette Familie")
Deutschland mit Tempofußball wie Hannover 96 - und das, obwohl gar kein 96er auf dem Platz steht! #GER #H96
"Und die nächste Nacht steht London erst bevor." Tom Buhrow, am Abend
"Quelle: Fremdmaterial." Danke, ARD!
Bemerke gerade, dass ich mich nicht rasiert hab. Tag ist so hektisch, dass ich erst jetzt (17:00) dazu gekommen bin, mich am Kinn zu kratzen
Das letzte mal, als ich den Blackberry Messenger benutzte, lautete die Message übrigens "Test". Es kam keine Antwort.
Besuche übrigens am Wochenende die Stockholm Riots.
#LondonRiots, pah! In Hannover hatten wir sowas früher jedes Jahr! #Chaostage
Huch! Und Golden Kanine kommen ja aus Helsingborg! Gewissermaßen mein home ground. Ich verliere echt den Anschluss. #einaltersackerzählt
Hätte schwören können, dass The Robot Heart aus Reykjavik kommen.
"Hach, was für ein liebenswerter Chaot ich doch bin!"
"Narr, du prahlst, ich befried'ge dich nicht! Am Mindervollkommnen sich erfreuen zeigt Geist, nicht am Vortrefflichen, an!" #Kleist
Don't worry, people, markets are just having a little tea party!
Arbeite an einem Roman, der die Sujets Typographie, Finanzmärkte, Internetpr0n und Eishockey verbindet. Klassische Liebesgeschichte halt.
Jetzt weist sich, wessen Nerven stark genug sind für den Kapitalismus. Die der Investoren sind es nicht. #ChickenRun
Klarnamenzwang bei E-Mail-Adressen: damit würde die Hemmschwelle für Spammer gleich viel höher! Nie mehr Post von pinky69@hotmail.com!
Ich hätte da ein neues, lohnendes Projekt für Innenminister #Friedrich: Klarnamenzwang bei E-Mail-Adressen! Überfällig!! #politikberatung
Hey, tea party! Happy now?
"Geht die Welt bankrott?", fragt nicht nur der Spiegel, und als Self-made-Marxist kann ich nicht so tun, als wäre ich von alledem überrascht.
Ich freu mich immer, wenn mir einer sagt, mein Deutsch sei ja nahezu akzentfrei.
Mein Hund ist übrigens ein Befürworter der Klarnamen-Politik. Hab ich eben auf seiner Facebook-Seite gelesen.
Und dann dieses anonyme Einkaufen von Leuten, die im Supermarkt bar bezahlen. Der Supermarkt ist kein rechtsfreier Raum! Namenschildpflicht!
Bin gespannt, wie mir #Friedrich erklärt, dass ich unter Pseudonym Romane und Zeitungsartikel veröffentlichen, aber nicht bloggen darf.
Eben an einer Firma vorbeigefahren, die "Blähton Bausysteme" heißt. Hießen vorher wahrscheinlich FurzTrockenbau. #Baubranche im Abwind.
Willkommen im Internet, wo Enden geboren werden.
@supatyp @goncourt The Times They Are New Roman
@goncourt @supatyp Times New Roman (fett, zentriert, unterstrichen): die Schrift für patzige Aushänge von Hausmeistern und -verwaltungen.
@supatyp Ich finde Times New Roman, diesen hingeschluderten Mist, sogar noch unentschuldbarer als Comic Sans!
Verleser: eben Font- statt Foht-Affäre gelesen.Wäre eine Welt nicht schön, in der unsachgemäßer Gebrauch von Schrift einen Skandal auslöste?
[Ich hoffe, ich verharmlose nicht den Sprachgebrauch der Nazis, wenn ich sage:] Heute kommt Kleiner Hund wieder in die Hundelandverschickung
Konzipiere eine TV-Show. Tragende Elemente: "Lustige" Straßeninterviews mit Passanten; Prominente, die hektisch auf sogenannte Buzzer hauen.
Mann, Mann, Mann, Mann, Mann! Diese Saison geht auch schon wieder genauso los wie die letzte!!! #H96
Bundesliga geht los, ich muss ins Stadion, und nennt mich ruhig ein Mädchen, aber ich bin schon ganz aufgeregt: Was soll ich bloß anziehen?
Gelernt: Wer wie ich zwischenzeitlich kurz auf Champions League spekuliert und gehofft hatte, muss nun auch mit Sevilla zufrieden sein. #H96
Und endlich kehrt die Bundesliga zurück in die Stadt. Rejoice, rejoice!
Aus einem Zeitungsimpressum kann ich Dinge herauslesen, die selbst einem langgedienten Redakteur nicht klar waren (vermutlich alles Quatsch)
Bei Zeitungen bin ich auch ein geradezu leidenschaftlicher und gründlicher Leser des Impressums.
Ich lese ja im Kino nicht nur gerne den ganzen Abspann, obwohl die Wahrscheinlichkeit, dass jemand dabei ist, den ich kenne, eher gering ist
Weil das Trinkgeld angeblich zu hoch war, wurden wir genötigt, weitere Drinks aufs Haus anzunehmen. Na gut, man will ja nicht unhöflich sein
Nach dem dritten Gin Tonic sagte sie: "Hauptsache die Frisur sitzt und das Bad ist gefliest."
Muss ich jetzt für das Auswärtsspiel in und gegen Sevilla den Termin für mein Belastungs-EKG am 25.8. verschieben? #vierschanzentournee #H96
Kollegen berichten, gegen 14 Uhr seien "Fuck, fuck, fuck!"-Rufe durch die Etage gegellt. Ich: "Ach ja?" #vierschanzentournee #H96 #losglueck
Uffz. Ausgerechnet Sevilla. Was, bitte schön, wäre denn gegen ein schönes Städtchen wie Brügge oder Stoke einzuwenden gewesen? #H96
The Revolution may not be televised, but the Europa League Play-off draws will: morgen, 13:30 auf Eurosport. #H96 #Vierschanzentournee
Ein Vorschlag zur Güte: Sarrazin unterirdisch in Stuttgart verlegen und S21 mitten auf den Kreuzberger Gemüsemarkt stellen.
Ob ich den totalen Krieg will, tut hier nichts zur Sache. Was ich ganz bestimmt will: mit Eurem #%§$ß! Bahnhof nicht weiter behelligt werden
Obwohl im ICE von Hannover nach Berlin Schokolade (!) verteilt wurde, ist er pünktlich (!) eingetroffen. Die Bahn wird immer unberechenbarer
Dank moderner Kommunikationsmittel erfahre ich soeben, dass im ICE von Hannover nach Berlin gerade Schokolade verteilt wird.
Fein gegeben: »Wer sind viele Leute, wer ist das?« — »Zum Beispiel Hörer des Deutschlandfunks.« — »Ach so. Das sind aber nicht viele Leute.«
"Tack, tack, tacktacktack": Wenn man beim Einkaufen in Schweden die Augen schließt, mag man glauben, man stehe in einem Wald voller Spechte.
Zum ersten Mal seit dem Zwischenfall am Ketchup-Spender habe ich heute wieder meinen dunkelblauen Anzug an.
Ein Zeichen! Aber wofür? Habe heute meinen Knax-Club-Ausweis wiedergefunden.
A message by our sponsors: @derkutter vertraut den Haarstylingprodukten von Gatsby.
Das wollt Ihr doch alles gar nicht wissen.
Flucht ins 20. Jahrhundert: Ich bin sooo kurz davor, einen STEMPEL in Auftrag zu geben. #FrüherWarAllesBesser #Papierkriegsveteran
Hitzefrei. Oder wie man heute sagt: Sommergrippe.
Hannover 96 scheidet nicht in der ersten Runde des DFB-Pokals aus. Oder wie die BILD diesen Umstand überschreibt: "Pokal-Sensation!" #H96
HEY! THE TWEETS ARE COMING FROM INSIDE THE BUILDING!
Bei mir stehen demnächst wieder drakonische Abo-Kündigungen an. Anleger sollten Verlagsaktien schon mal vorsorglich auf Talfahrt schicken.
Weimer wollte den Focus in Richtung Atlantic Monthly entwickeln. Leider entwickelt sich der Atlantic aber nur in Richtung Focus. Beides doof
Wenn es eine Tablette gäbe, die wirksam meinen aktuellen, verheerenden Zustand lindern könnte, hätte ich zu viel Schiss, sie zu nehmen.
Und immer diese befremdeten Blicke, wenn ich im Café mit dem Kugelschreiber Korrekturen in den Zeitungen vornehme (insb. bei öden Headlines)
"Der Jurist aus Altendiez"
Junge Kollegin versucht einem älteren Kollegen den Sinn der Chuck-Norris-Sprüche zu erklären. Es ist, als ob ein Tumbleweed durchs Büro weht
Die Frau in meinem Bett sagt, Manuel Neuer werde irgendwann so aussehen wie Rainer Hunold.
Ich habe gelernt, die hohe Komplexität einer Subway-Bestellung zu meistern, aber an meiner äußerst luziden Dissertation bin ich gescheitert.
Ich hole mir jetzt was zu essen. Ich dachte, das solltet Ihr wissen.
Ich solle mich melden, falls Lähmungserscheinungen auftreten, sagt mein Arzt. Oder Kopfschmerzen. Oder irgendwas ungewöhnliches.
Ich finde es gut, dass mein Arzt eine zweite Fachmeinung einholt. Aber ich sehe die Germanistik hier differentialdiagnostisch nicht berührt.
Der Arzt hat angerufen. Die Befunde könnten alles mögliche bedeuten. Was ich denn meinen würde. #Postmoderne
(Meine Pseudonyme hätten aber mittlerweile das Problem, dass sie eine kleinere Halle anmieten müssten, wenn sie sich alle treffen wollten.)
Manchmal habe ich das Gefühl, meine vielen Pseudonyme treffen sich hinter meinem Rücken und reden schlecht über mich.
"Einsatz, Selbstüberwindung und nie nachlassendes Bemühen führen zu atemberaubenden Ergebnissen." (Lustiges Taschenbuch Nr. 395, S. 58) #LTB
Vorratsdatenspeicherung? Pfffff! Von einem GUTEN Geheimdienst erwarte ich, dass er die Daten kennt, BEVOR sie gespeichert werden!
Immer wieder ein seltsames Gefühl, wenn man seinem eigenen Hund unvermutet im Park begegnet.
Wenn das so weitergeht, könnte ich mich auch bald zu Tweets über das Wetter und den Sommer provoziert fühlen. Dies ist die letzte Warnung!
Es gibt keinen besseren Weg, seine eigene Denkfaulheit zu demonstrieren, als andere Menschen mit dem Adjektiv "selbsternannt" zu belegen.
Wenn auf dem Zettel am Teebeutel steht: "2 bis 3 Minuten ziehen lassen", dann stoppe ich exakt 2:30 Minuten. #männer #entscheidungsneurosen
Würde den heutigen Tag gern mit einem zusammenfassenden Tweet beschließen. Er geht so: Pffffffft...
Wo war eigentlich Wolfgang Menge in den letzten zwei Jahren?
Wieso fällt mir eigentlich die habituelle, phänotypische und intellektuelle Nähe von Sarrazin zu Alfred Tetzlaff erst heute auf?
Mein Gott, jetzt kramen sie wieder die Krawallschachtel Sarrazin hervor. Wiederholt lieber mal wieder Ekel Alfred! Das hatte noch Esprit!
Ich hatte bislang keine Vorstellung von georgischer Küche, nicht einmal ein Vorurteil. Jetzt bin ich schwer geflasht. #mjam
Diese frühversterbenden Rock'n'Roll-Kids halten einfach nicht so lange durch wie Harald Juhnke, das ist doch die Wahrheit!
Was ist eigentlich armseliger: gefakete Twitter-Accounts für fiktive West-Wing-Charaktere zu betreiben oder diesen zu folgen?
Ach, übrigens, ich bin auch Experte: Wer einen Bio-Bauernhof betreibt und Kunstdünger kauft, dem kann man nicht trauen. #indizien
Nach diesem Satz hab ich gestern lange gesucht, Niggemeier (@niggi) hat ihn gefunden: "Wer solche Experten hat, braucht keine Laien mehr."
Hat eigentlich schon jemand Elmar #Theveßen nach der Todesursache von #Amy Winehouse gefragt?
Wieder zurück in Gefilden, in denen es Mobilfunknetz gibt.
Piszczek... Piszczek... hieß das früher nicht mal Urinprobe? #BVB
Unterwegs an der Spitze des längsten Haares am Arsch der Welt.
"Es fährt ein Zug nach Nirgendwo", sagte Chr. Anders. Aber wenn das stimmt, wo ist dann hier bitte schön der Bahnhof?
Für Journalisten sind Menschen, die das Internet nutzen und dabei sogar Zeichenfolgen hinterlassen, immer noch "User". #Party_Like_It's_1999
"schrieb ein User" schrieb ein Journalist.
(Ich gebe zu, andere Leute haben Freitag abend vermutlich bessere Laune.)
Zweitens, Twitter, kannst Du Dir Dein "Ups" sonstwo hinstecken. Und drittens wüsste ich nicht, dass wir per Du wären!
Ist denn das zu fassen? Da sagt einem Twitter doch glatt: "Ups, Du hast das bereits getwittert." Erstens, Twitter, bin ich nicht senil.
Rumble in the Jungle? Radau in Kalau!!
Ich wiederhole gleich einen Tweet von heute morgen. Warum? Weil ich es kann. Und weil mir danach ist!
Friday is Take out the trash Day!
Mein Arzt hat wie immer praktische Tipps für mein bevorstehendes Bauvorhaben. Ich nenne ihn nicht umsonst: den Hausarzt.
Tetris, oder wie ich es gerne nenne: Die Schule des Lebens
Kreuzfahrten statt Kreuzzüge - nach Sarrazin scheint mir das ein sehr ermutigendes Zeichen der #SPD zu sein.
Rumble in the Jungle? Radau in Kalau!
Im Gegensatz zu seinem älteren Bruder Eduard hat Andy Schleck den Adelstitel schon in jungen Jahren abgelegt. #RadauInKalau
Ich weiß, Ihr betet alle zu MILES, aber für mich gibt es nichts packenderes als Lee Morgan im Zusammenspiel mit Art Blakey.
ICH BRAUCHE MEHR DETAILS!
Entscheidungen, Entscheidungen: Esse ich jetzt ein Schnitzel oder eine Currywurst in der Handelsbörse?
Ich liebe U-Boot-Filme, und ich liebe Eishockey-Filme. Und ich grübele schon lange darüber nach, ein Crossover zu schreiben.
So viel falsche Bescheidenheit, wie ich bräuchte, um über meine Unbescheidenheit hinwegzutäuschen, passt nicht in 140 Zeichen
Dass mein hermeneutisch polyvalentes (L. Favre) Fußball-Haiku nur einen Fav erhalten hat, beweist, dass Twitter Unterschichteninternet ist.
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Hat eigentlich schon jemand Elmar Theveßen nach der Todesursache von Amy Winehouse gefragt?

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Kutter lässt einen twittern,
XIV. Lieferung

Lesen Sie hier, was sich (in der gewohnten umgekehrten chronologischen Reihenfolge) in den letzten Wochen auf meinem Twitter-Account ereignet hat, oder besser noch: lassen Sie es bleiben.

Topaktuell zum Ausgang der Frauen-Fußball-WM hier noch einmal mein berühmtes Haiku: Fußball in Japan / die Räume werden enger / im 5-7-5
Im Rahmen meines andauernden CD-Sammlungs-Rippens jetzt bei den #Spex-CDs angelangt. Stand: Nr. 35 von 97 läuft gerade durch.
Striesow ist wirklich ein grandioser Im-Raum-rumsteh-Schauspieler. Wie der nahezu (!) ungerührt im Raum stehen kann, ist große Kunst.
Habe ein bisschen gebraucht, bis ich verstanden habe, was er meinte, als er über den "Gruhf" meiner Texte redete.
Die neuen Dauerkarten sind heute gekommen. Das Leben geht also weiter. #Vierschanzentournee #H96
(Täusche ich mich, oder kommt, obwohl Keynes am Ende gewinnt, Hayek besser weg? Oh, fuck, spoiler! Sorry! Egal: econstories.tv)
Geiler Scheiß: Fight of the Century - Keynes vs. Hayek Round Two - econstories.tv
Ich kenne Euch zwar nicht, aber eines weiß ich genau: meine Woche war beknackter als Eure Woche.
Die gute Nachricht: Das neue Dan-Mangan-Album scheint großartig zu werden. Die schlechte Nachricht: Es kommt erst im Herbst. #danmangan
Die FutureZone-App heißt FuZo. Das gefällt mir, denn es erinnert mich daran, dass ich nachher in der FuZo noch ein Eis essen möchte.
Heute zweiter Tag im Büro, obwohl ich eigentlich im Urlaub bin. Das entscheidende Wort ist wie so oft im Leben "eigentlich".
Ist es nicht eigentlich eine gute Nachricht, dass Deutschlands Freiheit nun auch zwischen Rotem Meer und Persischem Golf verteidigt wird?
Pippi geht von Bord in meiner Hose #verbessertefilmtiteldurchhinzufügenvoninmeinerhose
Ich glaube, dies wird wieder so ein Tag, den man an den Schultern packen muss und durchschütteln, bis er zur Besinnung kommt.
Nehme ich jetzt das rote Pesto oder das grüne Pesto? #entscheidungsneurosen
Da müht man sich jahrelang ab, damit der Arsch fest und straff bleibt, und dann kauft man SOLCHE Hosen!
Wer eine gute Definition von Midlife Crisis sucht, sollte sich die beiden Hosen ansehen, die ich mir gestern gekauft habe.
Innerhalb eines Wochenendes hintereinander beide Mesrine-Filme sowie den kompletten "Carlos" gesehen. Für klassische Büroberufe nun verloren
Anhand der Punkt-/Strich-Syntax in Mailadressen herausfinden, wo der Vorname aufhört und der Nachname anfängt. #TheInternational
Wenn ich mir etwas aus meiner sog. "Schweriner Periode" bewahrt habe, dann die absolut unironisch verwandte Begrüßungsformel "Tachschön!"
werkadäquat: bei meinen Eltern, im sog. Dichterviertel, ist die Wolfgang-Borchert-Straße die kürzeste.
Hätte mir heute fast "Party-Garnelen" gekauft. Dann aber gedacht: Der Kühlschrank ist auch so schon laut genug.
Über Birgit Prinz lesen, an Michael Ballack denken. Feststellen, dass man beide "Fälle" nicht vergleichen kann. Und dann doch vergleichen.
Ich bin ein Wurstmann.
Die Wohnung war halbseitig gelähmt.
@etcpp Machete don't text. And Kutter don't Google+.
Ballerkalle-Inferno in Hannover
Habe es immer bedauert, dass es im Deutschen kein adäquates Verb für "to carpet bomb" gibt (as in "Hey, let's carpet bomb Latvia!").
Heute in einer Besprechung gesagt: "That's the beauty of it!" Ich weiß auch nicht, was los ist. Wahrscheinlich die Medikamente.
"Mad Man" mit einem Glas Whiskey in der Hand zu schauen fühlt sich in der vierten Staffel auch nicht mehr so gut an.
Im Kampf gegen die Apfelwickler werde ich heute Schlupfwespen ausbringen. #Hortihochkultur
Ich warte schon lange auf die ARD-#Tatort-App mit Zugriff aufs gesamte tatort.de-Archiv. (Damit sollten wohl auch die Verlage leben können.)
I get the news I need on the weather report.
Das WLAN in dem Asia-Imbiss heißt "Tittensuppe". #tweetsausdemasiaimbiss
Außerdem steht da was von "Differentialdiagnose". Und als geduldiger Dr.-House-Seher weiß ich spätestens jetzt, dass die Kacke am Dampfen ist
"Nachgewiese Banden". Ich habe also "nachgewiesene Banden" in meinem Blut (aus meinem serologischen Befund)
Mein Hausarzt hat eine sehr pragmatische Art. Ich würde ihn auch jederzeit meinen Abfluss oder den Auspuff reparieren lassen.
"Was das genau ist, können Sie dann bei Wikipedia nachlesen", sagte der Hausarzt, als er mir den Laborbefund in die Hand drückte.
"Immer feste druff!", sagte mein Hausarzt, als er das Rezept schrieb.
Hmmm... drei Tage Schlesiertreffen in Hannover? Da gibt's bestimmt lecker Wurst!
"Shine A Light" gesehen. Feststellen müssen, dass die Rolling Stones eine nicht zu unterschätzende Live Band sind.
Gedicht für meinen Hausarzt: "Ich neige ja nicht zur Selbstdiagnose / doch ich würde mal sagen: Borreliose!" #daslyrischewerk
Live Tweet: Mein ChronoSync-Backup ist jetzt bei 7,9 von 8,8 Zentimetern angelangt. #geodreieck #fortschrittsbalken
Ich würde auch gern TV-Ereignisse livetwittern. Der Reiz: Ich gucke meist zeitversetzt vom Festplattenrekorder und wäre 3 Stunden hinterher
Aktueller Anlass, schlimme Dialoge, krampfige Fußballbezüge, peinliche Laiendarsteller, DIY-Musik: ein erschütternd furchtbarer #Tatort
Der #Tatort gestern abend war wirklich ein mit dem pädagogischen Drehmomentschlüssel überspanntes Lehrstück. Peinlich noch in jedem Detail.
Nehme gerade an einem Auto-Flashmob auf der A2 teil.
Ich lüfte ein wenig meine sorgsam gehütete Anonymität: Auf S. 81 der Ausgabe 17 des #H96-Stadionhefts "mein magazin" kann man mich sehen.
ChronoSync-Backup hat sich von 4,0 auf 4,1 (von 8,8) cm vorgearbeitet. Bin von Zollstock auf Geodreieck umgestiegen. #Fortschrittsbalken
50% meines aktuellen Textausstoßes sind Captchas.
"Blocken und als Spam melden": fühlt sich ja doch immer wieder blockwartstyle denunziantenmäßig an. Egal: weg, weg, weg!
To-Do-Liste fürs Blog: Bericht über die Plattenkäufe der ersten Jahreshälfte
To-Do-Liste fürs Blog: Text über die wahren Hintergründe der Erfindung der Currywurst schreiben (Berlin wird zittern!)
To-Do-Liste fürs Blog: Text über iTunes-Mediathek-Pflege und die richtige Verwendung von ID3-Tags schreiben
Mein ChronoSync-Backup ist jetzt bei 4,0 von 8,8 Zentimetern. #fortschrittsbalken
Eben mit dem Zollstock (!) den Fortschrittsbalken ausgemessen, weil Chronosync keine Prozent- oder Restlaufzeitangaben macht. #fail! #fail!
Voll verpasst, deshalb herzlichen Glückwunsch nachträglich: 10 Jahre @antville! Kaum einer weiß, was ich denen verdanke. about.antville.org
Heute kommt Kleiner Hund in die Hundelandverschickung. Die gute Nachricht für Euch: zwei Wochen lang keine Hunde-Tweets mehr von mir!
Letzte Datenaufräumarbeiten nach dem Notebook-Crash. Das wichtigste: Die iTunes-Mediathek ist unbeschädigt. War aber auch doppelt gesichert.
Hänge seit Minuten über Seite 27 der FAS und frage mich nicht zum ersten Mal: Was bloß ist an Frauen mit schweren Waffen so faszinierend?
Markus Lanz zitiert auf NDR2 Bernd Begemann.
I'm persuing a rather sober, pragmatic shoot-first-shoot-again-later-then-poke-the-body-with-a-stick-to-see-if-he's-dead approach.
Ich hab übrigens unterschrieben. Um den Rest kümmern sich jetzt die Anwälte.
Heute sage ich, eingedenk der Erfahrungen der vergangenen zwei Wochen: "Kinder, vergesst mir das Backup nicht!"
Früher sagte ich: "Backup ist für Memmen!" Früher sagte ich: "Wer speichert, hat Angst!" But not today!
»Besser« ist eine Hyperbel, die sich unendlich der Achse »Gut« annähert, ohne diese je zu erreichen. (Das soll ICH mal geschrieben haben?!)
Dass man in schleswig-holsteinischen Dorftankstellen (hier: Hem in Fleckeby) einfach so Uludağ kaufen kann, versöhnt mich mit dieser Welt.
Steinbrück als Kanzlerkandidat? Einmal im Leben ist er schon mal als Spitzenkandidat angetreten. Danach regierte in NRW überraschend die CDU
Menschen, die #Hannover aus seiner legendären, oft beklagten Langeweile, Biederkeit & Mittelmäßigkeit herausheben wollen. Sie sind der Feind
Nichts gegen die Wahrheit, aber ich persönlich hab auch nichts gegen ein paar Alternativen.
Habe wegen Kopfschmerzen seit 5 Tagen keinen Alkohol getrunken. Kopfschmerzen sind immer noch da. Jetzt fühle ich mich natürlich verarscht!
Ich weiß, dass montags Ruhetag ist. Aber das heißt doch nicht automatisch, dass das auch an Pfingstmontag gilt! "Doch"? Wie, "doch"?!
Wer Internet hat, braucht keine Mutter mehr.
Das Mettbrötchen von der Raststätte Allertal löst bei zwei von zwei Versuchspersonen gerade Spontan-Ehec aus.
Letzte Dinge, z.B.: Letzte Tankstelle vor der Bundesgrenze
Dabei war ich einfach noch nicht richtig wach
Moderne Ängste: dass mich wegen meines mürrischen Gegrummels eben die jungen Türkinnen für einen Sarrazin-Leser halten könnten.
Sei Motor: twitpic.com/4k93h4. Bye bye, Yanmar.
Die Papageien, die in Bud-Spencer-Filmen die Schlägereien kommentieren, sind letztlich eine Hommage an den Chor in der griechischen Tragödie
26% aller Tweets weltweit werden vom Klo aus getwittert. 43% des Rests wären besser, wären sie vom Klo aus getwittert worden #twitterscience
Zu Besuch bei Freunden auf der Gästetoilette eine Haifisch-Wasserpistole gefunden. Ist das jetzt eine Aufforderung?
Am Minigolfplatz hatten sie keinen Flutschfinger. Ein verlorener Tag.
Wären im Fernsehen ab morgen Buzzer verboten, müssten 70% der Sendeplätze neu befüllt werden.
Wir spielen in der ersten DFB-Pokal-Runde also gegen Anker Wismar? Not cool! Die haben uns 2009 schon mal verdient 2:1 geschlagen! #H96
Auf dem Weg zu meinen Eltern am alten Probenraum von "Saddam's Lost Children" vorbeigefahren. Dem Erdboden gleichgemacht. Warn das die Amis?
Ich brauche mehr Details!
Großmutter nannte ihre Katze immer nur "die Katz" (Rufname: "Katz!"). Wohl deshalb nenne ich meinen #Corgi "Kleiner Hund" (Rufname: "Hund!")
(Was natürlich die Frage aufwirft, warum mein Hund eine Mailadresse hat. Oder einen Facebook-Account.)
Facebook informiert gerade per Mail meinen Hund über den Umstand, dass seine Freunde auf eine Antwort warten.
@etcpp Damit etwas verpönt ist, muss es zunächst einmal gepönt werden. Wir sollten alle mehr pönen!
Heute gefragt worden, ob ich die Treppe runtergefallen bin. Wegen neuer Kurzhaarfrisur. Mann, es ist super, in den 50er Jahren zu leben!
Sehe gerade: bin vor zwei Wochen mal "Jochen" genannt worden. Diese Welt wird auch immer verrückter.
Wer "verpönt" sagt, sagt bestimmt auch "töricht".
Uff, guter Spruch vom Hosenträgermann, jetzt bloß schnell was schlagfertiges einfallen lassen. "Du aber auch!" Puh, geschafft.
"Geht auch ganz schnell!" ist das letzte, was man hört vor: "Sorry, ich dachte, es geht schneller..."
Natürlich ist uns allen klar, dass es so nicht weitergehen kann.
Germany's Next Mopptrottel, die große Casting-Show für ungeschickte Reinigungskräfte #gntm
dieses fiebrige, befriedigende Gefühl der Selbstjustiz, wenn ich meinem Hund die Zecken aus dem Fell ziehe und sie platt mache
@mediumflow @goncourt @malomalo Die Welt ist doch letztlich auch nur eine einzige Biotonne.
Wie Sie unschwer erkennen können, hole ich in diesen Tagen gerade einige verpasste Pflichtfilme der letzten Jahre nach.
"The Wrestler" ist "Crazy Heart" ohne Gitarre. "Crazy Heart" ist "The Wrestler" ohne Rasierklingen. Beide Aussagen sind natürlich quatsch.
Gestern endlich "Somewhere" gesehen. Nach "Lost in Translation" und dem hier weiß ich nun über Filmstars, die in einer Blase wabern, genug.
Ui, gegen "Harry Brown" ist "Gran Torino" ja ein ziemlich betulicher Heimatfilm. #selbstjustiz
Todesfalle Biotonne
Sofia Coppola... die Tochter von Martin Scorsese, glaube ich
Erinnert sich noch jemand an das Buch "Dulle schwer genervt"? Ersetze "Dulle" durch "Kutter".
"Der Feind im Essen"? Ernsthaft, #SPIEGEL, das ist Euer neuer Titel?! War die Pulle Schluck mal wieder der letzte Freund beim Titelmachen?
Harhar! Das Gehirn wurde in einen neuen Körper verpflanzt und kann nun im neuen Wirtstier weiterleben! (neues Notebook, alte Festplatte)
Update: Notebook immer noch kaputt. Heute kommst Du ins Heim! Ich hab noch drei Monate Apple Care, sucker!
Der Winter war eindeutig zu mild und zu kurz.
Sprossen sind der neue Kachelmann.
Jim Messina schnorrt mich schon wieder an.
Mein Lieblings-Superschurke aus der Realität ist übrigens Abdul Qadeer Khan. (Ich erwähne das nicht ohne Grund.)
Mittlerweile ist es mir gleich, welche Nahrungsketten abreißen, Ökosysteme umkippen und Arten aussterben, wenn man alle Mücken ausrottet!
Update: Mein Notebook ist immer noch kaputt. Ich sehe hier ein Muster. Langsam glaube ich, dass es nicht mehr wieder von alleine heil wird.
"Frauenmannschaft"? Was für einen Sinn ergibt bitteschön das??
Jetzt aber nichts wie weg hier!
Boule ist ein alberner Sport, der es vermag, die männlichen Zopf- und Pferdeschwanzträger aller Generationen friedlich zu vereinen.
Boule ist ein alberner Sport, d.v. seltsamen Menschen betrieben wird. Vermisse beim Boulefest trotzdem die Frauenmannschaft "Die Bouletten"
Boule ist ein alberner Sport, der von seltsamen Menschen betrieben wird. Trotzdem gibt es beim Boule-Fest im Georgengarten kein WLAN!! #fail
Boule ist ein alberner Sport, der von seltsamen Menschen betrieben wird. Aber er hat eine geradezu hypnotische Wirkung auf Kleiner Hund!
Boule ist ein alberner Sport, der von seltsamen Menschen betrieben wird. Aber die Bio-Brtatwurst beim Boule-Fest im Georgengarten: not bad!
Bitte senden Sie eine SMS mit dem Buchstaben "C" an eine Nummer Ihrer Wahl. Oder an mehrere Nummern. Hauptsache "C".
Morgen Vortrag, heute Notebook kaputt. Was tun? A) Präsentation auf iPhone hinfieseln? B) ins Internetcafé gehen? C) morgen freestylen?
Das beste an #Tetris ist das troubleshooting, das Aufräumen des selbstangerichteten Chaos. Also ganz anders als im richtigen Leben.
Mann, bin ich froh, dass es nicht mein Lübecker Lieblingsrestaurant unter den alteingesessenen Traditionshäusern erwischt hat. #ehec
mein Notebook ist kaputt, und mein iPhone hat gerade noch 18% Akkuladung.
Manchmal kommt mit mein Leben so vor, als wäre ich ein menschliches USB-Hub. #lebenmitkabeln
Notebook immer noch kaputt. Keine Sorge, ich halte Euch mit weiteren Updates auf dem Laufenden!
Ha! Die neuen Nachbarn haben offenbar Twitter. Klavierspiel soeben schlagartig verstummt. Auf gute Nachbarschaft, Ihr Lutscher!
Hey Nachbarn! Ich hab ne fette Engl/Marshall-Kombo und kann "Pour Elise" auf meiner Les Paul! Wenn Ihr Krieg wollt, könnt Ihr Krieg haben!
Neue Nachbarn mit Klavier eingezogen. Na gut. Was ist das erste, was gespielt wird? Natürlich "Pour Elise". Und nochmal. Und nochmal. Raaah!
Herbert Grönemeyer war in Hannover. Ich war in Brandenburg. Ganz erstaunlich, wie sich alles immer wieder fügt im Leben.
Kann mich immer noch nicht entscheiden, was besser ist: mein Rührei m. getrockneten Tomaten und Feta oder das m. Wasabi, Sesam und Koriander
Ich wusste es! Irgendwann würde es sich einmal auszahlen, dass ich den Apple Care Protection Plan abgeschlossen habe.
Wenn Ihr es schon nicht schafft, EHEC auf die Spur zu kommen, könntet Ihr wenixtens mal klären, wieso mein Notebook die Grätsche gemacht hat
Das Kind des Korrespondenten sagte, "ich habe gerade einen Pups veröffentlicht." #keinscheiß
Was die komplette derzeitige deutschsprachige Popmusik im Radio verbindet: unerträglich humorloses Pathos in Text und Sound
FAS titelt heute: "Gefährliche Gurken". Klingt für mich wie die gefährlichste Bedrohung seit "Zärtliche Cousinen".
Mückenstiche. Als ob mir jemand "Krieg und Frieden" in Brailleschrift auf den Körper appliziert hätte. Aber wer sollte so etwas tun?
Back to obscurity
Wetter hin oder her: ich bin einfach ein Freund des umbauten Raumes.
Ein Bierhumpen ohne Bier ist dann doch immer nur: ein Humpen.
Soeben die innerdeutsche Grenze überschritten. Jede Menge D-Mark in der Unterhose versteckt, aber keiner hat kontrolliert. (?!?!)
An manchen Tagen glaube ich, Kleiner Hund leidet unter dem Tourette-Syndrom. #corgi
Heute geht's nach Bouncin' Brandenburg. Boring Berlin lassen wir dabei einfach rechts liegen.
Einige sagen jetzt, ich sei schuld.
Die Welt hat Masern. (Erkenntnisse aus meinem iPhone-Bewegungsprofil)
Es gibt im Leben nicht viel schöneres als am Morgen die Zeitungen zu filetieren. #einaltersackerzählt
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Insellösung

Wenn man immer wieder hört, Griechenland solle gefälligst ein paar seiner Inseln verkaufen, dann erkennt man, dass die Zukunft, die uns Günter Hack in »ZRH« in Aussicht gestellt hat, bereits eingetroffen ist (Stw. Leasing-Kantone, Exilzahnärzte).

Man fragt sich allerdings, ob ausgerechnet mehr Privatinseln diese Welt zu einem besseren Ort machen.

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Tatort:
Frauenfußball und die Kerlwelt

Was an der Frauenfußball-WM nervt, das ist eigentlich nur die gut gemeinte volkspädagogische Medien- und Werbeoffensive, die versucht, mit einem Augenzwinkern die Vorherrschaft des Männerfußballs zu ironisieren, dabei aber durch die ständige Bezugnahme auf die Kerlwelt einen gewissen Minderwertigkeitskomplex bespielt, von dem ich mal vermute, dass er in der Realität schon gar nicht mehr existiert, und die sich dabei ästhetisch des »Freche-junge-Frauen-setzen-sich-in-Männerberufen-durch«-Genres der 80er Jahre bedient. Naiv wie ich bin, hätte ich gedacht, dass der Feminismus uns alle schon ein wenig weiter gebracht hätte. Trauriger Höhepunkt war (und wird es wohl auch bleiben) der »Tatort« am gestrigen Abend in der ARD, ein mit dem pädagogischen Drehmomentschlüssel völlig überspanntes Lehrstück, das im besten brechtschen Sinne wohl hauptsächlich deswegen aufgeführt wurde, weil es den Beteiligen (i.e. den Laiendarstellern) als eine gute Idee erschien. Gut gemeinte und damit letztlich schon wieder herablassende Dialoge, krampfig herbeigezwungene Dauerfußballbezüge, Laiendarsteller der Berti-Vogts-Klasse (und der T20 war noch nicht einmal der schlechteste), ja selbst die Do-It-Yourself-Musik: das Gesetz, dass ein Tatort aus aktuellem Anlass immer ein schlechter Tatort und oft schon ein Propagandafilm ist, wurde gestern eindrucksvoll und für die Ewigkeit bestätigt. Was man daraus für die anstehende WM lernen kann? Das gleiche, was schon bei den Männern geholfen hat: Geht's raus und spuits Fußball.

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Form und Inhalt:
Die verlorene Ehre des Michael Ballack

Das hätten wir nun auch nicht gedacht, dass »Form und Inhalt« im Denken von Michael Ballack so zentrale Kategorien sind, dass sie in seiner von seinem Berater Dr. Michael Becker vertriebenen kurzen Stellungnahme zum Ende seiner Nationalmannschafts-Laufbahn gleich zweimal angeführt werden. »Form und Inhalt« der Erkärung von Joachim Löw würden Ballack überraschen und enttäuschen, heißt es dort, und gleich darauf, »Form und Inhalt« seien leider bezeichnend für Löws Verhalten ihm gegenüber. Wer hätte das gedacht, dass sich ein Fußball-Haudegen wie Ballack nach all den Jahren im Profisport immer noch einen schönen Rest an Unschuld bewahrt hat und folglich immer noch überrascht und enttäuscht werden kann von Dingen, die bezeichnend sind für die Erfahrungen, die er zuvor gemacht hat. Vielleicht hat sein Berater aber, als die Erklärung aufgesetzt wurde, auch einfach nur ein wenig uninspiriert in seinem Fundus von Textbausteinen herumgewühlt, aus dem dann neben dem Klugscheißer-Kompositum »Form und Inhalt« auch gleich noch der unausrottbare Superlativ von »kein« herausgerutscht ist (»in keinster Weise«). Und es wäre wohl besser gewesen, man hätte sich auch drei Sätze danach mit einigen handelsüblichen Floskeln beholfen. Statt dessen heißt es dort zu einem möglichen letzten Einsatz in einer Art Abschiedsspiel: »Ich weiß, dass ich meinen Fans dieses Spiel eigentlich schuldig bin«. Spielschulden sind Ehrenschulden, mag ein Schelm da denken, aber wie so oft folgt, wie zum Beweis, dass das zuvor Gesagte »in keinster Weise« ernst gemeint gewesen ist, auf das »eigentlich« ein »aber«. (Je mehr man darüber nachdenkt, könnte man allerdings zu dem Schluss gelangen, dass das Wörtchen »eigentlich« eigentlich die gesamte Karriere von Michael Ballack geradezu leitmotivisch überschreibt.) Hinzu kommen noch ein paar Standardvokabeln der Empörung wie »Scheinheiligkeit« und »Farce«, und sehr viel mehr lässt sich dann über Form und Inhalt dieser Erwiderung schon gar nicht mehr sagen. Was schade ist, denn gerade von der Combo Ballack & Becker hätte man eigentlich gern mehr zum Thema »Form und Inhalt« erfahren.

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»Form und Inhalt«: klingt wie eine neue Literaturzeitschrift, die von Michael Ballack M.A. und Dr. Michael Becker herausgegeben werden wird.

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Kutter lässt einen twittern,
XIII. Lieferung

Lesen Sie hier, was sich (in der gewohnten umgekehrten chronologischen Reihenfolge) in den letzten Wochen auf meinem Twitter-Account ereignet hat, oder besser noch: lassen Sie es bleiben.

Titel der neuen "brand eins": "Es gibt intelligentes Leben im Konzern." Gegenbeweis: Jeder zählt sich selbst dazu.
In den Rossbreiten mit Jeffrey Foucault
Bob Dylan zum 70.: 70 Dylan-Cover-Versionen bei boogiewoogieflu.blogspot.com
Die 80er Jahre, Frühstyxradio. Kurt Krampmeier sagt, wie es ist: "DAS IST DOCH ALLES GURKENIDEOLOGIE!!"
Ich bin nicht als Kind in dem Bewusstsein aufgewachsen, jeden Tag in einem Atomkrieg verglühen zu können, um jetzt Angst vor GURKEN zu haben
"In Worten: Die Bilder". Unter michaelalthen.de entsteht gerade ein Online-Archiv der Texte von Michael Althen. Das ist toll.
Leute, die sich in der U-Bahn danach aufstellen, auf welcher Seite an ihrer Haltestelle die Türen aufgehen, sind die Spießer des Nahverkehrs
Immer wieder sehr meditativ und schön: verbrennendem Geld beim Knistern zuhören. bit.ly #stundenamkamin
Bin ein Strukturvertrieb für Ideen: Eigentlich wollen Sie eine gute Idee, aber als Beimischung verkaufe ich Ihnen noch vier schlechte dazu.
I put the edit in kredit. Hat der Mann von der Bank nicht verstanden, aber egal. Kohle kommt trotzdem. Die sind doch auch alle wahnsinnig!
Meine Nebenhöhlen sind so dicht wie ich damals am Abend der... naja, lange her.
Ich bin nicht als Kind in dem Bewusstsein aufgewachsen, jeden Tag in einem Atomkrieg verglühen zu können, um jetzt Angst vor GURKEN zu haben!
Bitte verzeihen Sie, dass ich den vorherigen Tweet dreimal gepostet habe. So gut war er nun auch wieder nicht.
Gestern im Fernseh den Spitzenkandidaten #Börnsen reden und gestikulieren gehört und gesehen. Dieser Mann ist Frank Elstner! #Bremen #Wahl
Burn-Zen
Nur zwei Prozent - trotz #servergate? Mobilisierung geht anders, #Piraten, solche Momente muss man nutzen. Vorne schießt man Tore!
Jetzt weiß ich wieder, warum ich kein Architekt geworden bin. Wegen Leuten wie mir.
"Die Situation ist voraussichtlich beherrschbar", sagt der Chef der Bundesnetzagentur. Na, da bin ich ja voraussichtlich beruhigt!
Wenn die #Piraten sich nicht ganz blöd anstellen, ist #servergate keine Beeinträchtigung, sondern eine vom Himmel geschickte Wahlkampfhilfe
Schüler krakelt Hausaufgaben im Stehen in der rüttelnden Straßenbahn. Schaue ihm über die Schulter, lese "des weiteren". #diejugendvonheute
Meine etwas verquere Leidenschaft für den VfL Bochum bringt mich gegenüber meinen Gladbachfanfreunden etwas in die Bredullje.
Daytrip to Schwerin. Ich hatte schon ganz vergessen, wie sehr ich Büchen hasse
Merke: Wenn man schon 'nen Wallander drehen will, dann besser nicht als Bremer #Tatort mit Postelmommsen!
Höhepunkte der deutschen Sprache: das Wort "Absetzmulde"
Entschlossen wie eine Horde deutscher Touristen fällt die Verwandtschaft in die Küche ein. Sie haben beschlossen, ein Glas Wasser zu trinken
Deutschland mit albertspeerscher Lichtdomästhetik #esc
Habe die moldawische Landestracht übergestreift und die kegelförmige schwarze Filzmütze aufgesetzt: #ESC kann losgehen!
Habe mir fünf Alben von Zdob şi Zdub besorgt und damit meine Vorbereitung auf das ESC-Finale abgeschlossen. #moldova #esc
Kernkompetenzen: das allmorgendliche Filetieren der Zeitungen
Seit die @PiratenHannover ihren Stammtisch nicht mehr in der Stammkneipe meines Hundes abhalten, ist die Partei für mich praktisch unwählbar
Ist die Merkelfigur auf Seehofers Eisenbahn nun aus Plastik oder aus Holz? Wir Wähler haben einen Anspruch darauf, dies zu erfahren!
Mein Gefühl gegenüber dem #ESC ist seit vielen Jahren, und dies gänzlich unironisch, am treffendsten wohl mit "Rührung" zu beschreiben
Estland schickt das Fähnlein Fieselschweif #esc
Für mich ist der #ESC soeben entschieden: MOLDOVA!
Johnny Logan sieht auch aus wie Klaus Wowereit. #esc
Ach du Scheiße. Michael Althen ist tot. www.faz.net
Meine Facebook-Freunde sterben wie die Fliegen. Bin schon gespannt, was #fb mir demnächst anbietet, um die Lücken aufzufüllen.
Sie sagte doch eben tatsächlich: "der redaktionelle Teil der Steuererklärung"
Ja! Altin Lala hat seinen Vertrag verlängert! Jetzt wird's dann aber auch langsam mal Zeit mit dem zweiten Treffer, nicht wahr? #h96
Gute Ideen killen und Spaß dabei!
Kommentar via Telefon. Wie bei HSV gegen Dinamo Tiflis, 1979. #esc
Jetzt hat Kloppo endlich mal was anderes gewonnen als nen Fernsehpreis.
Lindner, Bahr, Rösler. Das adäquate Adjektiv zur Beschreibung der FDP scheint mir derzeit zu sein: adrett
Heute mittag voll in die Currywurst-Falle getappt.
Heute morgen voll in die Rockismus-Falle getappt.
Am Samstag zweimal 2TB Festplattenkapazität für Backup-Zwecke gekauft. Wann verdammt nochmal ist dieser Datenwahnsinn so explodiert?!
Wenn ich den Kerl erwische, der hier dauernd meterweise Klopapier in die Toilette stopft und Fäkalienstrudel provoziert, gibts Backenfutter!
Hey, @supatyp! Bitte mehr #poptheorienbiszumabwinken! Das hat Potential für ne Serie!
Sätze vom Wochenende: "Da musste ich dann gar nicht rumtouretten."
Der Tag, an dem das Wort "töricht" in meinen aktiven Wortschatz zurückgekehrt ist.
[Wiedervorlage für 12.01.2012: Grünkohl ist der Spargel des Winters.]
Spargel ist der Grünkohl des Sommers.
Aus dem Leben eines Twitterers: Klopapier ist alle!
Heute ist #Marathon in #Hannover. You can run, but you can't hide!
Pimp your ecosystem
In meinem Schädel geht's grad zu, als würden sie da drinnen "World Invasion: Battle Los Angeles II" drehen.
Aha. Jetzt ist man also in dem Alter, in dem die weiblichen Gäste auf Parties aussehen wie Manuela Schwesig.
Partygespräche über DIN 45500.
Schon wieder Besuch in der Bude. Würde ich ein Hotel betreiben, hätte ich wenigstens mal Betriebsferien.
Viele Follower hab ich ja nicht. Aber solange man immer noch mehr Follower hat als man Leuten selbst folgt, ist ja wohl alles in Ordnung.
Ein deutsches WIRED als Beilage der GQ??!! Und ich beschwere mich immer, dass niemand mehr bereit ist, verlegerische Risiken einzugehen...
Halt, den deutschen "Atlantic" wollte W. Weimer ja schon mit "Cicero" erschaffen. Stattdessen wird der "Atlantic" zum amerikanischen "Focus"
Ich denke, es wird Zeit für einen deutschen "Atlantic". Als Beilage in "Fit for Fun"! Condé Nast, übernehmen Sie!
Ein deutsches WIRED als Beilage zur GQ?! Echt crazy drauf, die Tüpen bei Condé Nast. Fehlt bloß noch die Rückkehr von Vanity Fair! Oh, wait!
Wenn meine Bank erstmal merkt, dass ich keine Erben zeuge, die meine Schuldenlast weiter abtragen dürfen, muss sie Staatshilfen beantragen.
Schön, dass mein Finanzberater zu meinen Plänen sagt: "Geld ist genug da!" Für das Geld zahle ich ja auch ca. 250 Jahre lang Zinsen.
Wäre beim vorhergegangenen Tweet noch Platz gewesen, hätte ich den Hashtag #Pharisäer angefügt. Aber das #Eingangsfluchen war mir wichtiger.
Die ver&%$§en IBM-Spacken, die mich derzeit zwingen, mit einen ThinkPad zu arbeiten, klappen bei Meetings was auf? Nagelneue MacBookPros!
Ich arbeite mit Menschen zusammen, die so jung sind, dass der Satz "Vertrauen Sie mir, ich weiß, was ich tue" keinerlei Schrecken auslöst.
Als ob man ausgerechnet mit der Veröffentlichung von Fotos ausgerechnet Verschwörungstheoretikern begegnen könnte! (Und überhaupt: wozu?)
Mache heute mal was verrücktes und gucke Champions League. Langsam muss man ja mal anfangen, sich auf die nächste Saison vorzubereiten...
Sollte man sich vor dem Rausgehen eine Jacke anziehen? Sie checkt das Wetter auf dem Balkon, ich checke auf dem Klo die iPhone-Wetter-App.
It's all in the game... all in the game...
Bei Anna Järvinens "Uppåt framåt på finska" erscheint einem völlig schlüssig, dass das Chanson eine urschwedische Kunstform ist.
Als das Elfmeterschießen losging, stieg die Spannung daheim vor dem Fernseher ins Unerträgliche: bit.ly
Ich habe den Eindruck, seit dieser Hochzeit da neulich hält sich mein kleiner #Corgi irgendwie für was besseres.
Nennt mich Backsteinspießer, aber diese Energiesparnazis und Wärmedämmfaschisten wollen mir alles schön verschalen und verputzen!
Dem Bewegungsprofil meines iPhones zufolge war ich gar nicht in Hong Kong. Das macht meine VISA-Abrechnungen umso rätselhafter!
Das Bewegungsprofil meines iPhones zeigt mir, dass das Ding offenbar ein geheimes Eigenleben hat. ICH war jedenfalls noch NIE in Düsseldorf!
Bernd #Begemann hat den heutigen #Tatort schon vor Jahren vertont in dem Song "Sie werden wahnsinnig in diesen Häusern".
Berechenbarkeit im St.-Pauli-Shirt: die Hälfte von Axel Prahls Text besteht aus "Moinsen" und "Vattern!" #Tatort
So, so. Michel Houellebecq hat also auch einen Welsh #Corgi.
Jetzt hat Kloppo endlich mal was anderes gewonnen als nen Fernsehpreis. #Fußball #BVB
96 heute so schwach, dass man die Niederlage gegen die mäßigen Gladbacher nicht mal dem schlechten Schiedsrichter anhängen kann. #H96
Gladbach-Fans rufen schon wieder an.
Gladbach-Fans rufen dich an.
Frauenstimme in der Umkleide: "Das ist doch auch so 'ne Muschihose! Hinten sieht sie ja ganz gut aus, aber vorn ist das 'ne Muschihose!"
Die Songs von The Andersen Tapes habe alle ich geschrieben! Vor ca. 20 Jahren! Wo sind meine alten Demo-Tapes, wenn mein Anwalt sie braucht?
Eben im Deutschlandfunk: "Ich bin kein Psychologe." --- "Aber Sie sind Brite!" #royalwedding
Erst säuft mir der Besuch die halbe Hausbar leer (Journalisten!). Und dann kriege ICH auch noch Kopfschmerzen!
@malomalo Berlin ist mir zu egal, um ihm das anzutun. #kreuzkölln
Vollrausch in Stereo.
Scheiß auf Prinzipien: Noch fünf Tage, dann bin ich, so alles glatt geht, ein lupenreiner Gentrifizierer. Nächste Ausfahrt: Privatinsolvenz
Schicksal, Du Sau!
»Da krieg' ich so den Ball, und das ist ja immer mein Problem.« G. Asamoah
Kann man eigentlich auch ironisch faven?
I am
not* the fucking story!!
Mein Lieblingsfleischklopfer. Manchmal nehme ich ihn sogar mit auf Reisen. twitpic.com
Traditioneller Osterspargel mit Schnitzel in the making. Viele Menschen wissen gar nicht, dass ich drei verschiedene Fleischklopfer habe.
Der dritte Platz am 31. Spieltag wird heute beim Altenboitzener Osterfeuer hinreichend gefeiert. #Alkohol #Bratwurst #H96
Und wieder mal Platz 3... #H96
Frauenstimme in der Umkleide: "Das ist doch auch so 'ne Muschihose! Hinten sieht sie ja ganz gut aus, aber vorn ist das 'ne Muschihose!"
Bin jetzt auf bestem Wege, ein waschechter Gentrifizierer zu werden.
"Materie hat kein Wesen, Ingo!" #Dittsche
Zum Glück fällt der Tag zwischen Karfreitag und Ostersonntag in diesem Jahr auf einen Samstag. So krieg ich wenigstens meine Zeitungen.
Fun fact: Nicht jeder Mann, der aussieht wie Chief Wiggum, ist mein Hausarzt.
Immer wenn ich durch die Waschstraße fahre, fühle ich mich wie im Arsch von Grobi.
Nennt mich einen sentimentalen Sack, aber für den Rosi freut mich unser Gegentor sogar irgendwie ein bisschen. #H96
"Wohin mit dem Hass?" ist eine durchaus berechtigte Frage, "wohin mit dem Hund?" die durchaus interessantere.
Hey, dpa: "perfekt" ist kein Superlativ. Nichts zu danken.
I am not the story.
Dass die SPD Sarrazin nicht rausgeworfen hat, beraubt diesen zumindest der Gelegenheit, sich schon wieder als verfolgte Unschuld zu gerieren
Dache im ersten Moment, das Profilbild von @nurganzanders sei ein Detail aus einem Bild von #Hammershøi.
Horst Hrubesch, der Gunter Gabriel des Fußballs. Gunter Gabriel: der Horst Hrubesch des Country. #eviltwins
Und wieder einmal steht #Ostern vor der Tür. Die Zeit des Jahres, in der man Christen ans Kreuz nagelt. #Tradition #Folklore
Nachdem die SPD den Clement nicht rausgeschmissen hatte, ist der spaßeshalber einfach selbst ausgetreten. Aber Sarrazin ist kein Spaßtyp.
||: Europapokal, Vierschanzentournee :|| #H96
Immer wenn ich durch die Waschstraße fahre, fühle ich mich wie im Arsch von Grobi.
Ersetzen Sie bitte handschriftlich in meinem letzten Tweet "Donnerstag" durch "nächsten Freitag". #weltfremdheit
Denke darüber nach, mir für den Donnerstag frei zu nehmen, um auf vier Kanälen simultan Ausschau nach Corgis zu halten.
Ich leide - wir alle leiden - unter Corporate Alzheimer. (Aus meinen Notizen von vor drei Jahren. Hatte ich zwischenzeitlich vergessen.)
Auf dem Spiegel-Cover sind diese Woche lauter Leute, die ich nicht kenne - und ein #Corgi!!!!
@derkutter Selbstkorrektur: Dass das neue Art Brut-Album nicht so enervierend sloganistisch-deklamatorisch ist, macht es nicht so schlecht.
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Wie Thor Kunkel sich sinkend über Wasser hält

Glaubt man dem Waschzettel des Verlags, schreibt Thor Kunkel in seinem neuen Roman »Subs«:

»Mit der heutigen Gesellschaft verhält es sich wie mit einem sinkenden Schiff: Was den maroden Kahn über Wasser hält, ist allein die Verdrängung. Machen Sie sich das Leben nicht unnötig schwer.«

Mal abgesehen davon, dass wir hier auf dem Kutter, die wir von der Verdrängung bekanntermaßen seit 2001 über Wasser gehalten werden, literarische Verneigungen auch von einem wie Thor Kunkel so stoisch entgegennehmen wie die Queen, die an ihren Untertanen vorüberfährt, mal abgesehen davon fragen wir uns schon: Wie kann etwas sinken, das über Wasser gehalten wird? Wie kann etwas, das sich über Wasser hält, gleichzeitig sinken? *

Als »topaktuell, provozierend, subversiv« bewirbt der Verlag das Buch, und für alle, für die das zu deutlich oder nicht deutlich genug ist, schiebt er nach: »die deutsche Antwort auf Bret Easton Ellis und Michel Houllebecq«. Wowo ist die Frage auf die Antwort des Dada, sagte der hannoversche Wowoist Friedrich Kändler, aber welche Frage Houllebecq gestellt haben könnte, die nun durch einen wie Thor Kunkel tiptopaktuell beantwortet würde, will man lieber gar nicht wissen. Man möchte sich das Leben schließlich nicht unnötig schwer machen.

(* Wie schrieb Arnievanlent einmal so schön auf diesen Seiten? »Aussterbende Berufe: Scherenschleifer, Glasmacher, Lektor.«

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Als die Ultras streikten

Als die Ultras streikten, kam die Erinnerung daran zurück, wie es früher war, als sich die Stimmung im Stadion noch organisch aus dem Spiel heraus entwickelte, als die Vorgänge auf den Rängen noch in einer Verbindungen zu jenen auf dem Rasen standen, die mal rätselhaft war, meist aber auf der Hand lag. Wie Wellen schwollen die Gesänge, die Pfiffe, das Raunen und Murren, die brandende Begeisterung und die fiebrige Erregung an und ab, oder wie ein Schwarm Vögel, der sich plötzlich von der Wiese erhebt und in die Luft steigt. Damals war Stadion Magie, nicht Lärmtapete. Es war schön, als die Ultras heute streikten.

Als die Ultras nicht mehr streikten, war es aber auch ganz schön, es war laut, frenetisch, energetisch. Bis das Spiel dann längst vorbei war und die Stadionregie die Gesänge der Fans, die bis dahin sehr gut selbst mit ihrer Freude zurechtgekommen waren, mit Bumstechno überdröhnte. Schließlich war eine Party angekündigt worden, und dann gibt es kein Pardon, dann gibts nen Kessel Lautes. Aber direkt nach dem Abpfiff, als wir ganz bei uns waren, als wir unsere Lieder sangen, als die Mannschaft winkte und übermütig Bälle ins Publikum schoss, da konnte ich meinen Blick nicht vom Mittelkreis wenden, in dem vor gut eineinhalb Jahren ein einsamer Sarg stand. Damals war alles ganz leise. Heute war es ganz laut.

Und es war gut.

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Schicksal, Du Sau!

Im Jahre 1992 kämpfte sich ein blasser Zweitligist Runde für Runde durch den DFB-Pokal, schaltete im Halbfinale überraschend den Vorjahressieger Werder Bremen aus, schlug im Finale die stark favorisierte Mannschaft von Borussia Mönchengladbach ― und qualifizierte sich damit erstmals in der Vereinsgeschichte für einen europäischen Wettbewerb*, der damals und in diesem Falle noch den ruhmreichen Namen Europapokal der Pokalsieger trug. Der Zweitligist, dem dieses Fußballwunder gelang, hieß und heißt natürlich Hannover 96, und der Zufall wollte es, dass diesem Zweitligisten, der nun von Fahrten ins exotische Ausland träumte, in der ersten Runde des Europapokals als erster Gegner der automatisch wiederqualifizierte Vorjahressieger zugelost wurde: Werder Bremen. Wer auch nur etwas vom Schicksal versteht und vom traurigen Lauf der Dinge, der weiß, wie das Abenteuer Europa für Hannover 96 ausging. Man schied sang- und klanglos in der ersten Runde aus. Gegen Bremen. Der Europapokal führte die Mannschaft gerade einmal gute 100 Kilometer Luftlinie aus der eigenen Stadt heraus. So ist das, so war es immer mit Hannover 96, dem Verein, der vier Jahre später zu seinem hundertsten Geburtstag in die Bundesliga aufsteigen wollte und stattdessen in die dritte Liga abstieg.

Diese Geschichte kennt jeder, der in diesen euphorischen Tagen im Niedersachsenstadion das Lied »Europapokal, Vierschanzentournee« anstimmt. Neunzehn Jahre nach dem Bremen-Trauma ist eine Teilnahme an der Champions League nicht mehr gänzlich ausgeschlossen, ansonsten winkt die Europa League, und zwei Dinge weiß man in Hannover besonders zu schätzen: dass Werder Bremen mit allen diesen Wettbewerben nichts zu tun haben wird ― und dass man in der Champions League-Qualifikation nicht den Vorjahressieger zugelost bekommt. Selbst wenn der aus Gelsenkirchen käme.

Bitte betrachten Sie es vor diesem historischem Hintergrund nicht als Ausdruck banalen FC-Bayern-Hasses, wenn ich heute nachmittag der Eintracht Frankfurt beide Daumen drücke, sofern ich sie zwischenzeitlich nicht zur Betätigung der Leertaste benötige.

(* Korrektur: nicht erstmals, sondern erstmals seit 1969, seit Hannover 96 im sog. »Messepokal« gegen Ajax Amsterdam spielte.

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Kutter lässt einen twittern,
XII. Lieferung

Lesen Sie hier, was sich (in der gewohnten umgekehrten chronologischen Reihenfolge) in den letzten Wochen auf meinem Twitter-Account ereignet hat, oder besser noch: lassen Sie es bleiben.

Charlie Brooker: How To Report The News (www.youtube.com)
Das neue Art Brut-Album gniedelt aber auch eher so lau vor sich hin. Die gute neue The Kills hingegen klingt fast ein bisschen gefährlich.
Das neue Spex-Layout sieht irgendwie nicht dolle aus. Eher so undoll.
Vielleicht wäre ich dieses Jahr ja auch zur republica gefahren. Aber ick trau mir nich, weil ich nur ein altes iPhone 3GS habe #rp11
Atombefürworter, oder wie man heute sagt: Atomausstiegsentschleuniger.
Sollten wir in die Champions League kommen, scheiden wir bestimmt in der ersten Runde gegen den Vorjahressieger aus. In Gelsenkirchen. #h96
||: Europapokal, Vierschanzentournee :||
Nichts sagt mehr aus über das Menschenbild bei Facebook als die Mails über nahende Geburtstage von Freunden: "Hilf ihnen beim Feiern!"
"Von meinem iPhone gesendet" --- "Von meinem Klo getwittert"
Meine derzeit meistgehassten Buchstaben: Q und A.
Ein Jarle Klepp reist alleine. Damit das mal klar ist!
Na toll: Die FDP ist #Westerwelle los, wir alle haben ihn weiterhin am Hals. Was wurde aus dem Satz: Erst das Land, dann die Partei?
Ich stehe kurz davor, aufregende Zukunftsentscheidungen zu treffen, die mich schon in wenigen Jahren in die Privatinsolvenz treiben werden.
Dan Mangan löst The Wooden Sky als Lieblingsalbumurheber 2010 ab. So oder so: Was für ein alter Sack bin ich eigentlich geworden?
Es musste erst April 2011 werden, bis ich mein Lieblingsalbum des Jahres 2010 gefunden hatte: Dan Mangan, "Nice, Nice, Very Nice".
ICH BRAUCHE MEHR DETAILS!
Ich stelle immer wieder fest, dass ich keine Refrains mehr mag (überraschender Befund von einem Mann, der früher "Chorus Boy" genannt wurde)
Kantine, heute. Ketchupspender vor mir explodiert. Blauer Anzug, weißes Hemd einmal diagonal rot bespritzt. Axtmörder-Look schafft Respekt.
Schröder holte Wahlverlierer Klimmt, Eichel ins Kabinett. Wird Mappus Atomminister, wenn Röttgen als Oppositionsführer nach NRW wechselt?
Klimmt, Gabriel, Beckstein, Ahlhaus, Mappus: Wer mitten in der Legislaturperiode als MP nachrückt, kackt ab. Demnächst: McAllister, Bouffier
Nichts sagt mehr aus über das Menschenbild bei Facebook als die Mails über nahende Geburtstage von Freunden: "Hilf ihnen beim Feiern!" #fb
Julia Klöckner guckt ergriffen wie eine Standesbeamtin mit Stockholmsyndrom
ICH BRAUCHE MEHR DETAILS!
Treffe heute einen Architekten. Mal sehen, vielleicht ist er danach mein Architekt. Das entscheidet dann wohl vor allem der Bankberater.
Firmennamen (authentisch): Sörgel & Bunsen. Wix & Liesenhoff. Dude & Kuhlmann. #derdeutschemittelstand
Die Rückkehr der Jogger. Die Rückkehr der Griller. 2:0 für die anderen.
Sind Nóra, Moddi, Einar Stray nun mit Zuckerguss fugendicht verspachtelter Kitsch, oder ist das alles von erhabener Schönheit? Wohl beides.
Netzpolitik: Durch die Verwendung des Linkschrumpfers bit.ly fortwährende Awareness für die schreckliche Situation in Libyen schaffen. #ly
Das Stadion singt ||: Europapokal, Vierschanzentournee :|| #h96
Keiner weiß warum, aber mein Patensohn hat mir heute ausrichten lassen: "Fleisch ist mein Hobby."
Heynckes wieder zu Bayern, Rangnick zu Schalke, Magath zu Wolfsburg - wann kommt eigentlich Neururer zurück zu #h96? Oder Lienen?
Die neue #Strokes-LP ist aber auch eher nur so mittel, oder? Eher Carport als Garage.
Die SZ AM WOCHENENDE fragt heute: "Are we Luhmann or are we dancers?"
Die Atomlobby traut sich nicht zu, das Stromnetz ohne Atomkraft stabil zu halten? Wie soll ich denen dann zutrauen, AKWs stabil zu halten?
Hubschrauber-Einsatz und Wasserwerfer: Jetzt gehen sie gegen ihre Reaktoren schon genauso vor wie seit jeher gegen die AtomkraftgegnerIch schlage mich durchs Leben mithilfe einer Vielzahl von Faustregeln. In ihrer Gesamtheit konstituieren sie gewissermaßen mein Faustrecht.
Mann auf dem Wochenmarkt: "Ich bin ja nicht so der Vollkorntyp."
Entscheidungen: releranwanzen, relerangewant vs. releranvanzen, relerangevanzt
Warte ja immer noch auf die BILD-Schlagzeile "Atomkraft nein danke - DAS WIRD MAN JA WOHL NOCH SAGEN DÜRFEN!" Vielleicht morgen?
»Ich habe unter vier Augen eindringlich mit ihm geredet - aber viel gesagt hat er nicht. Er hat im Tee gerührt.« Tönnies über Magath
Ich weiß zwar nicht, wie alt sie ist, aber sie sieht angemessen alt für den Satz aus, für ihr Alter sehe sie immer noch total gut aus.
Entweder der Sicherheitsingenieur in Fukushima heißt Homer J. Simpson, oder aber er hat seinen Doktor in Atomgedöns in Bayreuth gemacht.
Bin ich eigentlich der einzige, der bei den ganzen irren Nachrichten aus Fukushima immer "Sektor 7G! Sektor 7G!" denken muss?
Im Wartezimmer des Arztes einen neuen persönlichen #Tetris-Rekord aufgestellt. Ich fürchte, meine wachsende Anspannung war nicht unauffällig
Mir gegenüber stehen drei Dosen Pripps Blå. Was war das noch mal, was der Apotheker über das Antibiotikum gesagt hatte?
Radio gehört, es lief "Simply the Best" von Tina Turner. Musste sofort an Reykjavik denken.
Die Rückkehr der alten Ordnung, endlich: nach den Banken sind nun wieder die Atomunternehmen die Schurken.
Seit der Islam an allem schuld ist, ist nicht mehr 68 an allem schuld.
Gibt es eigentlich einen Client, der (neben Twitter) mehrere Facebook-Accounts gleichzeitig bespielen kann? (Ich frage für meinen Hund.)
Liege seit vier Tagen krank im Bett. Kleiner Hund kommt dauernd angelaufen und legt Hundespielzeug wie Opfergaben davor ab. Gutes Omen?
Respekt: Während die Atomdebatte gerade neu ausbricht, setzt Sat1 mit der Ausstrahlung von "Monster AG" ein Zeichen für alternative Energien
War gerade mit kleiner Hund draußen und höre aus einem offenen Fenster eine... Schreibmaschine! Mechanisch! Tipp, tipp, tipp, bing - ritsch!
mich heute freudianisch blamiert, als ich vehement gegen eine "Verlängerung der Akkulaufzeiten" agitiert habe.
Irgendwie fühle ich mich auf die Bilder aus Japan seltsam vorbereitet. War das Godzilla-Filme-Gucken in meiner Jugend doch nicht umsonst.
Der Apotheker so: "Dass Sie zu Antibiotika keinen Alkohol nehmen sollten, das kennen Sie ja. Bei diesem Mittel ist das wirklich so!"
Ich schlage mich durchs Leben mithilfe einer Vielzahl von Faustregeln. In ihrer Gesamtheit konstituieren sie gewissermaßen mein Faustrecht.
N. Minkmar: "los wochos des Wahnsinns" www.faz.net
Koan Titel? Von wegen. Der FC Bayern kann immer noch Riestermeister werden! #fcb #h96
FC Bayern München: Abwehrleistung wie #Guttenberg. #h96
Ossy Pfeiffer und Dete Kuhlmann, der Thomas Anders und die Joy Flemming des Niedersachsenstadions. #h96
Hannover 96 - Bayern München. Eines dieser Spiele, bei denen man was für seine Tordifferenz tun kann... #h96
Müsste man einen deutschen Titel für "The Thick Of It" suchen, wäre es natürlich "Malcolm mittendrin"
Gibt es einen wissenschaftlichen Fachbegriff für die Angst vor großen Menschenansammlungen im Internet?
"Wir wolln unsern alten Kaiser Wilhelm wiederham!" Greinenden #Guttenberg-Fans begegnet man am besten mit einem beherzten: "Heul doch!"
Ich sehe mir all diese Leidensmanifestationen der #Guttenberg-Fans ja echt gerne an. Es ist erheiternd und befriedigt die Schadenfreude.
die vorstellung, dass guttenberg immer weiter gemacht hätte, war schlimm genug. aber die heiligsprechung, die jetzt kommt, wird furchtbar
Aus meinen Mails: "Besuche Facebook, um zu sehen, was mit deinen Freunden los ist." Ja, also DAS frage ich mich ja schon lange!
Für diesen Rücktritt, Freunde, werden wir noch teuer bezahlen.Meine Autobiographie wird heißen: »Meine Nächte mit Wulf Blitzer«
Zu Ehren meines Verteidigungsministers trage ich heute einen Cleptomanicx-Hoodie. #guttenberg
Zeitangaben meiner Mutter (2011): "So um zehn, viertel vor zehn, wenn das Fernsehprogramm vorbei ist..."
Die Kommunikationspolitik von #Guttenberg erinnert mich fatal an Christoph Daum: "Reines Gewissen!" - Haarprobe - "Hmm. War wohl 'n Fehler."
Ihrem Gegenstand vollauf angemessen ist die Tatsache, dass die ganze #Guttenberg -Häme im Internet ebenfalls dem Copy-Paste-Prinzip folgt.
»ehrgeizloses vor sich Hingelingen« (bit.ly, @knoerer): klingt wie die Verfilmung meines Lebens
Rührei (mit Creme fraiche, Sesam, gemahlenem Wasabi)
Meine Autobiographie wird heißen: "Meine Nächte mit Wolf Blitzer"
Heute sagte doch tatsächlich jemand zu mir: "Sie als Blattmacher...". Die Leute sind verrückt. Ich bin nicht mal eine Zahnarztfrau!
Sie kennen mich vielleicht auch als Murat Curtis.
Dass mir mittlerweile die Kraft für anständige Blogposts fehlt: okay. Dass mir mittlerweile die Kraft für 140-Zeichen-Tweets fehlt: scary!
Die Sarrazins als Familienfranchise. Demnächst erscheint das Buch von Sarrazins Hund. These: Mischlingshunde werden auch immer blöder!
Ich twittere derzeit nur deswegen nicht, weil ich Magen-Darm-Infekt habe und das Risiko nicht eingehen will, jemand von Euch anzustecken.
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Otto Mohl fühlt sich wohl am Pol ohne Atomstrom

Was schlimmer sei, fragt die FAZ den SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel: der nukleare GAU oder die Klimakatastrophe? Gabriels Antwort: »Die Atomkraft ist dauerhaft das größte Risiko, weil wir sie im Fall eines Unfalls nicht beherrschen.« Man kann diese Priorisierung des Schreckens teilen oder auch nicht, man kann sich auch fragen, ob Gabriel womöglich meint, all die kleinen und großen Naturkatastrophen beherrschen zu können, die in ihrer Gesamtheit ja erst das ergeben, was wir der Einfachheit halber Klimakatastrophe nennen.

Aber der Fehler liegt eher in der Frage als in der Antwort, nämlich in der Behauptung eines scheinbar unvereinbaren Widerspruchs, der einen dann letztlich zur Entscheidung zwingt. Als Gedankenspiel ist die Frage dennoch interessant: Warum erscheint uns der Atomausstieg heute eigentlich wesentlich wichtiger als noch vor einigen Jahren, als wir mit Groll nach Kopenhagen schauten, weil »die Politik« einmal mehr die Rettung vor dem Klima-GAU versaubeutelt zu haben schien?

Atombefürworter, die uns heute als Atomausstiegsentschleuniger begegnen, haben dafür eine einfache Erklärung: Panik und Hysterie. Diese Erklärung deckt sich allerdings kaum mit dem, was ich in meinem Alltag erlebe. Könnte es statt dessen sein, dass wir heute dazu neigen, dem Ziel des möglichst raschen Atomausstiegs ― und um hier keine Zweifel aufkommen zu lassen: ich bin dafür ― auch deshalb höchste Priorität einzuräumen, weil uns Fukushima noch einmal die simple Tatsache verdeutlicht hat, dass der GAU diejenigen am härtesten trifft, in deren Nachbarschaft er passiert? Wohingegen die Auswirkungen der Klimakatastrophe unabhängig vom Sitz der Hauptverursacher zunächst einmal andere, ärmere, entferntere Teile der Welt in Mitleidenschaft ziehen, von wo aus sie uns dann schließlich als schockierende, aber letztlich auch beruhigend fremde Bilder erreichen, auf denen wir eine Natur wüten sehen, mit der wir nichts zu tun haben wollen?

Wer es sich leicht macht und sagt: Atomausstieg vor Klimaschutz, der trifft letztlich die bequeme Entscheidung, die katastrophalen Auswirkungen unverantwortlichen Handelns in möglichst entfernte Regionen abzuschieben. Und ähnlich unschön ist leider auch die umgekehrte Priorisierung: Klimaschutz vor Atomausstieg ― so als ob die kaum beherrschbare, ewig strahlenden Abfall produzierende Atomenergie ein geeignetes Mittel im Kampf gegen die Erderwärumung sein könnte.

Bei all den falschen Widersprüchen, die uns zwischen Pest und Cholera wählen lassen sollen, ist es nahezu schon wieder erhellend, dass die japanische Reaktorkatastrophe durch einen Tsunami ausgelöst wurde. Es ist zwar nicht unumstritten, aber auch keineswegs widerlegt, dass die Tsunamis der letzten Jahre beunruhigende Indikatoren eines sich verschärfenden Klimawandels sein können, und auch wenn gerade jener Tsunami, der für das Unglück von Fukushima verantwortlich war, durch ein kräftiges Erdbeben und nicht durch schleichende Erderwärumung ausgelöst wurde, so ist uns doch bewusster geworden, dass für Atomkatastrophen nicht nur Schlamperei auf dem Leitstand, mangelhafte Dichtungsringe oder ein Flugzeugabsturz, sondern sehr wohl auch Naturkatastrophen verantwortlich sein können. Schon deshalb macht es keinen Sinn, einen Widerspruch zwischen Atomausstieg und Klimaschutz zu konstruieren: weil die Klimakatastrophe atomare Katastrophen auslösen kann.

Aber höchstwahrscheinlich eben nicht bei uns. Deshalb diskutieren wir hier lieber über Dinge, die uns betreffen und von denen wir etwas verstehen: etwa den Strompreis.

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Badezimmer-Akustik

Wenn ich im Bad meinen Kopf in einem ganz bestimmten Winkel neige und mit der elektrischen Zahnbürste eine ganz bestimmte Bewegung vollführe, höre ich ganz leise Obertöne, die mich an mein altes 56k-Modem beim Einwählen erinnern.

Mein Elektrorasierer brummt in G.

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Fernsehwahlberichterstattungs-
nachlese

Okay, Ihr politischen Fernsehjournalisten und angeschlossenen Studiodesigner, Ihr habt da jetzt also endlich auch diese tollen Touchscreens wie die Kollegen vom Sport und könnt jetzt mit den Fingern auf den Schirmen rumwischen wie auf 'nem Riesen-iPad. Das ist echt toll. Wenn Ihr dann noch wissen möchtet, wie man daraus Mehrwert für die politische Analyse zieht statt nur stolz die neue Kulisse vorzuzeigen, indem man ein paar Fraktionsblöcke von links nach rechts zieht, dann schaut Euch vielleicht mal John King und seine "Magic Wall" bei CNN an. Was, so viele Daten kann man den Zuschauern nicht zumuten? Da habt Ihr wahrscheinlich recht. Nicht, wenn sie Gebühren zahlen.

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Die Erben

Was verbindet Reinhard Klimmt, Sigmar Gabriel, Peer Steinbrück, Günther Beckstein, Christoph Ahlhaus und Stefan Mappus? Sie alle waren Ministerpräsidenten (oder wie Ahlhaus Erster Bürgermeister) eines Bundeslandes, und ihnen allen haftete der Makel an, sich nicht als Spitzenkandidat im öffentlichen Schlachtengetümmel eines Wahlkampfes durchgesetzt zu haben. Sie wurden ohne vorheriges Wählervotum innerhalb der Legislaturperiode aus der Mitte ihres Landtages zum Nachfolger eines zwischenzeitlich abhanden gekommenen Landesvaters bestimmt. Die Mehrheit, auf die sie sich beriefen und die sie ins Amt brachte, hatten sie nicht selbst errungen. Sie waren Erben.

Ist das tatsächlich ein Makel? Rechtlich gesehen natürlich nicht. Die jeweiligen Vorgänger – Lafontaine, Glogowski, Clement, Stoiber, von Beust, Oettinger – waren schließlich auch nicht direkt gewählt, sondern vom Parlament. Trotzdem ist es den Nachfolgern allesamt nicht gelungen, ihr Amt zu verteidigen, als sie sich in ihrem ersten Wahlkampf als Zugpferd und Spitzenkandidat bewähren mussten. Im Angesicht des Wählers scheiterten sie. Offenbar gilt der so genannte Amtsbonus nicht für jene, die in das Amt nachgerückt sind. Und möglicherweise muss man sogar von einem Amtsmalus sprechen.

Natürlich gibt es Gegenbeispiele zu dieser These. Zunächst einmal waren einige der genannten Vorgänger – Glogowski, Clement, Stoiber, Oettinger – selbst Erben. Und bis auf den tragischen Fall Glogowski, der nach Gerhard Schröders Wahl zum Bundeskanzler in die niedersächsische Staatskanzlei einzog und dann nicht einmal bis zur nächsten Landtagswahl durchhielt, haben sie zumindest ihren ersten eigenen Wahlkampf erfolgreich bestehen können.

Dann gibt es Kurt Beck, der sich als Nachfolger von Rudolf Scharping etablieren konnte und erst jetzt erste Schrammen abbekommen hat, ohne sein Amt zu verlieren. Oder Matthias Platzeck, der sein Amt von Manfred Stolpe übernahm und es verteidigen konnte, ebenso wie Heide Simonis, die auf Björn Engholm folgte. Stanislaw Tillich wurde von den sächsischen Wählern als Erbe des zurückgetretenen Georg Milbradt bestätigt, der zuvor bereits als Erbe des zurückgetretenen Kurt Biedenkopf bestätigt worden war. Nach dem Tod von Franz Josef Strauß wurde ein gewisser Max Streibl neuer Ministerpräsident und schaffte zwar die Wiederwahl, musste dann aber in der folgenden Legislaturperiode zurücktreten. Anders als Beck und Platzeck wurde Streibl nie zu einer prägenden Figur für sein Land. Erst Edmund Stoiber konnte aus Strauß’ Schatten treten. Damals hatte die CSU noch ein Abonnement auf die Macht, doch schon mit Stoibers Erben Beckstein trat der Amtsmalus des Nachrückers auch in Bayern in Erscheinung. Beckstein schaffte es zwar, die CSU mit Ach und Krach mehrheitsfähig zu halten. Sein Amt war er trotzdem los.

Auch kann man einwenden, Mappus habe nicht etwa mit einem Amtsmalus zu kämpfen gehabt, sondern als bekennender Atomkraftfan mit dem Fukushima-Trauma. Das ist richtig, aber sein Niedergang begann schon vorher. Beim Streit um Stuttgart21 handelte er im besten Falle glücklos. Er agierte sprunghaft und unglaubwürdig und taumelte dem Ende der Legislaturperiode schließlich ähnlich hilflos entgegen wie einst Sigmar Gabriel in Niedersachsen. Der war in kürzester Zeit verglüht wie eine Sternschnuppe.

Trotz einiger Gegenbeispiele ist die Häufung gescheiterter politischer Erben in den letzten Jahren auffällig. Und selbst wenn einem der Nachrücker die Titelverteidigung gelingt, scheint ein schmachvolles Ende, wie viele der Beispiele zeigen, nur aufgeschoben. Lange, ruhmreiche Karrieren winken den Erben eher nicht.

Warum fällt es den Nachrückern so schwer, aus dem Schatten ihrer Vorgänger zu treten? Oft haben sie nicht viel Zeit, um sich in der Fläche des Landes bekannt zu machen, wo die zweite Reihe, aus der sie hervorgetreten sind, weitgehend unbekannt ist. Diesen Nachteil haben allerdings auch die meisten Landespolitiker, die aus der Opposition heraus gegen einen Amtsinhaber antreten und nicht die Profilierungsmöglichkeiten nutzen können, die ein Regierungsamt mit sich bringt. Gerade deshalb spricht man ja vom Amtsbonus.

Auch fehlt den Nachrückern die Wahlkampferfahrung: Es ist etwas völlig anderes, sich als Spitzenkandidat in einem Landtagswahlkampf zu exponieren, als sich um ein Direktmandat im Wahlkreis Goslar zu bewerben. Die Hitze des Gefechts bekommt nicht jedem, der sonst eher Strippen im Hintergrund zog. Aber auch hier gilt: Das geht den meisten Herausforderern aus der Opposition nicht besser. Nicht jedem gewährt die eigene Partei gleich drei Anläufe wie einem Christian Wulff, der schon als Charlie Brown der niedersächsischen Landespolitik galt, bevor ihm als letzte Rettung der Erbe Sigmar Gabriel erschien.

Die genannten Beispiele zeigen, wie verbreitet die Vererbung von landespolitischer Macht geworden ist. Die Zahl der Ministerpräsidenten, die im Laufe der letzten Jahre ihr Amt während einer laufenden Legislaturperiode geerbt haben, ist beachtlich. Es stellt sich die Frage, inwieweit ein gewisser Politikverdruss und eine allgemein abnehmende Identifikation mit den demokratischen Verfahren und Institutionen in der Bevölkerung auch damit zusammenhängt, dass sich Bürger zunehmend mit einigermaßen unbekannten Landesvätern konfrontiert sehen, bei denen sie sich nicht daran erinnern können, für (oder gegen) diese gestimmt zu haben. Dem Eindruck, „die da oben“ würden die Pöstchen ja doch bloß hin- und hermauscheln, tritt man so nicht entgegen. Und wenn man denn seine Stimme schon – womöglich nicht ohne Absicht – für einen siegreichen Spitzenkandidaten abgegeben hat, würde man sich doch freuen, wenn dieser auch das Ende seiner gewählten Amtszeit erreicht statt auf halber Strecke skandalverschlissen ausgewechselt zu werden oder zwischenzeitlich dem Reiz alternativer Karriereoptionen zu erliegen und sich deshalb urplötzlich der politischen Qualitäten des Fraktionsvorsitzenden oder Innenministers (vulgo: "des Kronprinzen") zu erinnern.

Es wäre interessant zu untersuchen, inwieweit es ein verborgenes Unbehagen gegenüber jenen gibt, die die Macht nur geerbt statt sie sich im ehrlichen Kampfe Mann gegen Mann verdient haben. Tatsächlich hat ja der Erbe, „der Sohn“, in der Gesellschaft allgemein einen schweren Stand, er genießt nicht den gleichen Respekt wie der, der ein Erbe aus eigener Arbeit aufgebaut und weitergegeben hat. Den Erben sieht man gerne stolpern und scheitern, man spricht ihm die Legitimation seiner Privilegien ab, und womöglich spielt das auch in mancher Wahlentscheidung eine Rolle.

Das wären dann keine rosigen Aussichten für die nächste Erbengeneration in der Landespolitik: David McAllister in Niedersachsen und Volker Bouffier in Hessen. Beide erscheinen nicht gerade unschlagbar, haben aber bislang schwerwiegende Fehler der Mappus-Klasse oder planloses Irrlichtern à la Gabriel vermieden. [Nachtrag: den Ringstorff-Erben Erwin Sellering in Mecklenburg-Vorpommern habe ich bei der Abfassung vergessen.]

Nicht immer übrigens muss der Verlust der Macht im Land das Karriereende bedeuten. Gerhard Schröder holte Hans Eichel und Reinhard Klimmt (den Erben) nach verlorenen Landtagswahlen in sein Bundeskabinett. Ein halbes Jahr, nachdem er das schlechteste SPD-Ergebnis in Nordrhein-Westfalen einfuhr, rückte Peer Steinbrück (noch ein Erbe) ins Kabinett Merkel ein. Womöglich wird ja auch Stefan Mappus demnächst noch in Berlin gesichtet – vielleicht als neuer Atomminister, wenn Norbert Röttgen als neuer Oppositionsführer nach Düsseldorf wechselt. Vom Erbhof zum Gnadenhof, gewissermaßen.

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Die Formulierung, nach der ich fünfzehn Jahre vergeblich gesucht habe: »ehrgeizloses vor sich Hingelingen« (auch wenn ich mir bei der Groß-, Klein-, Zusammen- und Getrenntschreibung gerade sehr unsicher bin)

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Kurt-Schwitters-Stadt Hannover

Vor dem Spiel: Optimistische Hannover 96-Fans präsentieren eine unerwartete Hommage an den großen Sohn der Stadt, Kurt Schwitters, und treffen damit den richtigen Ton für einen gutgelaunten Tabellenzweiten.

Vorwärts nach weit. Hannover 96-Fans zitieren Kurt Schwitters

»Liest man aber Hannover von hinten, so ergibt sich die Zusammenstellung dreier Worte: ‚re von nah’. Das Wort ‚re’ kann man verschieden übersetzen: ‚rückwärts’ oder ‚zurück’. Ich schlage die Übersetzung ‚rückwärts’ vor. Dann ergibt sich also als Übersetzung des Wortes Hannover von hinten: ‚Rückwärts von nah’. Und das stimmt insofern, als dann die Übersetzung des Wortes Hannover von vorn lauten würde: ‚Vorwärts nach weit’. Das heißt also: Hannover strebt vorwärts, und zwar ins Unermessliche.«
Kurt Schwitters

Nach dem Spiel: Ich gratuliere einigen Schalke-Fans zur nunmehr unausweichlichen Meisterschaft des BVB, die die Schalker durch ihren heutigen Sieg gegen den ersten Verfolger der Dortmunder (Hannover 96) auch noch selbst perfekt gemacht haben. Die Strategie dahinter erschließt sich mir nun wirklich nicht. Als Anwort erhalte ich ein einsichtig-zerknirschtes »Schalalala«. Mit schlechten Gewissen wird außerdem ein »Auswärtssieg« eingeräumt. Dabei habe ich eindeutig eine tendenziell unnötige Heimniederlage gesehen. Komische Menschen.

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Kutter lässt einen twittern,
XI. Lieferung

Lesen Sie hier, was sich (in der gewohnten umgekehrten chronologischen Reihenfolge) in den letzten Wochen auf meinem Twitter-Account ereignet hat, oder besser noch: lassen Sie es bleiben.

Der alte Fernseher ist kaputtgegangen. Das ist besonders schade, weil ich es immer besonders cool fand, einen Fernseher von Nokia zu haben.
Zwonull gewonnen. Und das alles sogar ohne Mike Hanke ihm seine Jokertore! #H96
Wer dereinst von Grönemeyer ihm seiner Alten stumm der "Ausgangstür" verwiesen wurde, kann ja mal an zu Knyphausens "Eingangstür" klopfen.
zur aktuellen Lage bei Hannover 96: "Wahrscheinlich machen die das alles nur, um hinterher die Preise zu erhöhen." bit.ly #h96
Bei Pascal Pinon hört man Blockflöten, die klingen, als hätte Console sie durch den Zick Zick Zyliss gehackt.
"Hannover counter-attack their way into the Bundesliga's rarefied spheres" ― guardian.co.uk ― bit.ly ― #H96
"Wir haben soeben [...] an Sie verschickt. Bitte halten Sie Ausschau."
Überall Piraten und Leaks: Warum ist das Internet eigentlich so seefahrtsfeindlich?
Mein Plan für heute abend: Auf meiner Satzschale im Niedersachsenstadion festfrieren, im März dann wieder abtauen und nach Hause gehen. #h96
Heute meinen Namen in einem Satz gelesen, der mit "Sodann wird" beginnt und mit "gebeten" endet. Sogleich geschmunzelt.
Verstehe ich das richtig und Julian Assange ist jetzt sowas wie der Che Guevara für die geknechtete Internetbevölkerung? #seufz
Ha! iTunes-Mediathek jetzt mit 99.996 Dateien. Die nächsten vier müssen wohlüberlegt sein!
Genauso hab ich mir das damals als pubertierender Vorstadt-Punk gedacht: Dass ich dereinst mal ein Ramones-Shirt bei Tschibo kaufen würde
Kurt Beck sagt, wir bräuchten eine Debatte. Wir müssten reden. Setzen Sie einfach irgendein aktuelles Thema ein, es wird schon stimmen.
Kabeln statt twittern!
... und überhaupt das Verb "kabeln"!
Es gibt Leute, die behaupten, ich würde iPhoto hassen, weil ich es nicht verstehe. Ich aber will eine Fotoverwaltung nicht verstehen müssen.
Niemand kann sich übrigens vorstellen, wie sehr ich iPhoto hasse hasse hasse. Zur Erläuterung: Ich hasse iPhoto wirklich sehr.
Gestern einen sehr seltsamen Likörschnaps getrunken. Den Namen vergessen, irgendwas wie "Kill the bitch". Wundersame Welt des Niederrheins
Auf der Hochzeit. 200 Borussen-Fans können mit dem 1:2 heute ganz gut leben. Aber 1992 in Berlin, das verzeihen die uns nie! #H96
Der Kutter. Auswärts seit neun Jahren ungeschlagen. #H96
Gladbach-Fans um uns herum reden über Heimniederlage. Dabei war das ein klarer Auswärtssieg! #H96
Mein erster Grünkohl mit Bregenwurst in diesem Jahr. Am Nachbartisch spinnt der Piraten-Stammtisch Parteitagsgarn. Geschäftsordnungs-Nerds.
Durchs weiße Schneegestöber stapfen, während die majestetisch schwebende Musik der Reykjaviker Band Nóra durch den Kopfhörer schwelgt: hach!
"Und du?" - "Ich bin in der Drittmittel-Branche tätig."
Ich sehe die Anti-JMStV-Kampagne schon vor mir: KEIN BLOG IST ILLEGAL! #jmstv
Wichtige Einschränkung: "Es gehe bei der kommenden Enthüllung um eine große US-amerikanische Bank, die noch existiert." #wikileaks
Dieses Jahr hat der "Glühwein mit Schuss" auf dem Weihnachtsmarkt irgendwie auch seine Unschuld verloren. #terroooooar!
Der Glaube, dass alles öffentlich werden muss, was geheim ist, bloß weil es geheim ist, ist ein ziemlich dummer Informationstotalitarismus.
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