Dichtheit & Wahrung. Hervorgegangen aus Der Kutter. Verdrängung ist, was uns über Wasser hält. http://kutter.antville.org/
Seit 16. Dezember 2001 und 6394 Tagen täglich fangfrisch. Außer manchmal.

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» LUX Luxemburg
Beitrag von Luxpark Luxemburg | 23.10.18 21:35
» P3 Parkplatz Flughafen Weeze
Beitrag von Parkplatzvergleich | 22.09.18 11:55
» kein Hund erwähnt
Beitrag von bubo | 15.08.18 16:31
» im grunde isses skandalös
Beitrag von kleinzwolferl | 28.02.17 21:11
» Ich denke, dass das Bloggen...
Beitrag von gHack | 28.02.17 20:39
» Das stimmt. Ich habe es...
Beitrag von kutter | 27.02.17 17:57
» Hm.
Beitrag von gHack | 27.02.17 15:48
» Yay, das sieht sehr fein...
Beitrag von kutter | 11.04.16 08:16
» Very fab, Mr. Tobi, Sir.
Beitrag von gHack | 09.04.16 14:07
» Das mit den Zeilenlängen war...
Beitrag von tobi | 09.04.16 14:04

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Wer hier schon etwas länger mitliest, weiß, dass ich in ohne Rest durch 4 teilbaren Jahren weitgehend durch die amerikanischen Präsidentschaftswahlen konsumiert und für andere Themen nur noch bedingt ansprechbar bin. Ich erinnere bloß daran, beim letzten Mal das Endergebnis auf lächerliche fünf Wahlmänner genau vorhergesagt zu haben. (Okay, ich gebe zu, diese Geschichte wäre glaubhafter, hätte ich damals meine Prognose vorab veröffentlicht. Ebenso wie meine diesjährige Vorhersage, dass — egal wer die Caucuses in Iowa gewinnt, und ich hatte hier auf Obama gesetzt — weder Obama noch Clinton den zweiten Platz machen würden, sondern der, der es dann auch tat.)

Eine gute Übersicht der grundlegenden Fakten (auch zu Details des Wahlsystems) und bisherigen Ergebnisse bieten das Election Center von CNN und der Election Guide der New York Times. Eine gute Presseschau gibt es bei Real Clear Politics nebst eigener Umfrage-Sektion.

It's the numbers, stupid! Da Umfragen der Treibstoff sind, der den Motor der amerikanischen Politik befeuert — und hier sollte man sich nie darauf verlassen, was deutsche Medien darüber berichten —, erhält man umfassende aktuelle Daten nebst gelegentlich süffisanter Kommentierung beim Votemaster von Electoral Vote. Für solche Seiten wurde das Internet erfunden: kein professionelles Angebot, sondern die exzellente, enthusiastische (allerdings nicht unbedingt schön gestaltete) Arbeit des Informatikers Andrew Tanenbaum, der auch mal darauf hinweist, wo Umfragen an ihre Grenzen stoßen. Beispielsweise in New Hampshire.

Noch tiefer in die Demographie eingraben kann man sich bei Political Artihmetik und bei pollster.com. Denn es ist ja nicht immer die gute alte Sonntagsfrage auch die entscheidende. Ständige Begleiter durch die Berichterstattung und die Umfragenmeteorologie sind außerdem das Campaign Desk der Columbia Journalism Review oder Teagan Goddards Political Wire, Kommentierungen aus dem Betrieb gibt es bei Politico von Capitol News, The Hill oder auf der Website des Magazins Campaigns and Elections. Und natürlich gibt es tausende von Blogs, die ich allerdings weitgehend meide, weil ich um die Sogwirkung dieses ganzen Irrsinns nur allzu gut weiß. Ein gutes Journalisten-Blog (ich glaub ja immer noch, dass das geht) schreibt Marc Ambinder für den Atlantic (wo im Dezember übrigens zwei exzellente Stücke über Barack Obama und Hillary Clinton erschienen sind: 1 | 2). <Nachtrag: Und was ich noch vergessen hatte zu erwähnen: die Blogs auf RealClearPolitics: Jay Costs HorseRaceBlog, Reid Wilsons Politics Nation und das RCP Blog sowie eine praktische Blog-Rundschau.>

Mit dieser — unrepräsentativen und etwas willkürlichen — Erst- und Grundausstattung ist man erst einmal recht unabhängig von den Meinungen und Deinungen deutscher USA-Korrespondenten, deren Analyse selten der politischen Dynamik, ja oft kaum den Gegebenheiten des Wahlsystems gerecht wird. Die beschreiben sehr schön das echte oder falsche Lächeln der Kandiaten und interviewen ansonsten reihenweise freiwillige Wahlhelfer oder obskure Politikprofessoren (weil die entscheidenden Repräsentanten der Kampagnen sich meist nur Zeit für die wahlentscheidenden US-Medien nehmen, von den Kandidaten ganz zu schweigen.) Das sorgt für nettes Kolorit, aber eben auch nicht für sehr viel mehr. Da darf man sich dann nicht wundern, wenn nach Iowa plötzlich Obama als neuer Favorit der Demokraten ausgerufen wird. Wobei man fairerweise sagen muss, dass die Berichterstattung amerikanischer Medien nicht weniger hypegetrieben ist und damit nicht dazu beiträgt, das ganze Geschäft berechenbarer zu machen. Und einräumen muss man fairerweise auch, dass die politische Dynamik der primary season so immens ist, dass allein die Zeitverschiebung in entscheidenden Phasen zu beachtlichen Aktualitätsverlusten führen kann.

Im Grunde ist eh alles egal: Time hat das ganze Rennen gerade für unberechenbar erklärt. Schuld seien die Wähler: Die machten einfach, was sie wollen. Das mag schon sein. Aber mal ehrlich: Unter Dick Morris oder Karl Rove wäre das nicht passiert!

<Nachtrag: Meine Linkliste Primary Sources>














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