Dichtheit & Wahrung. Hervorgegangen aus Der Kutter. Verdrängung ist, was uns über Wasser hält. http://kutter.antville.org/
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» im grunde isses skandalös
Beitrag von kleinzwolferl | 28.02.17 21:11
» Ich denke, dass das Bloggen...
Beitrag von gHack | 28.02.17 20:39
» Das stimmt. Ich habe es...
Beitrag von kutter | 27.02.17 17:57
» Hm.
Beitrag von gHack | 27.02.17 15:48
» Yay, das sieht sehr fein...
Beitrag von kutter | 11.04.16 08:16
» Very fab, Mr. Tobi, Sir.
Beitrag von gHack | 09.04.16 14:07
» Das mit den Zeilenlängen war...
Beitrag von tobi | 09.04.16 14:04
» OK, ich seh’s. Werd’s mir...
Beitrag von tobi | 08.04.16 23:35
» Teils, teils. Die Mac-Browser sind...
Beitrag von kutter | 08.04.16 11:39
» jeweils neueste Versionen von FF...
Beitrag von tobi | 04.04.16 15:35

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Otto Mohl fühlt sich wohl am Pol ohne Atomstrom

Was schlimmer sei, fragt die FAZ den SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel: der nukleare GAU oder die Klimakatastrophe? Gabriels Antwort: »Die Atomkraft ist dauerhaft das größte Risiko, weil wir sie im Fall eines Unfalls nicht beherrschen.« Man kann diese Priorisierung des Schreckens teilen oder auch nicht, man kann sich auch fragen, ob Gabriel womöglich meint, all die kleinen und großen Naturkatastrophen beherrschen zu können, die in ihrer Gesamtheit ja erst das ergeben, was wir der Einfachheit halber Klimakatastrophe nennen.

Aber der Fehler liegt eher in der Frage als in der Antwort, nämlich in der Behauptung eines scheinbar unvereinbaren Widerspruchs, der einen dann letztlich zur Entscheidung zwingt. Als Gedankenspiel ist die Frage dennoch interessant: Warum erscheint uns der Atomausstieg heute eigentlich wesentlich wichtiger als noch vor einigen Jahren, als wir mit Groll nach Kopenhagen schauten, weil »die Politik« einmal mehr die Rettung vor dem Klima-GAU versaubeutelt zu haben schien?

Atombefürworter, die uns heute als Atomausstiegsentschleuniger begegnen, haben dafür eine einfache Erklärung: Panik und Hysterie. Diese Erklärung deckt sich allerdings kaum mit dem, was ich in meinem Alltag erlebe. Könnte es statt dessen sein, dass wir heute dazu neigen, dem Ziel des möglichst raschen Atomausstiegs ― und um hier keine Zweifel aufkommen zu lassen: ich bin dafür ― auch deshalb höchste Priorität einzuräumen, weil uns Fukushima noch einmal die simple Tatsache verdeutlicht hat, dass der GAU diejenigen am härtesten trifft, in deren Nachbarschaft er passiert? Wohingegen die Auswirkungen der Klimakatastrophe unabhängig vom Sitz der Hauptverursacher zunächst einmal andere, ärmere, entferntere Teile der Welt in Mitleidenschaft ziehen, von wo aus sie uns dann schließlich als schockierende, aber letztlich auch beruhigend fremde Bilder erreichen, auf denen wir eine Natur wüten sehen, mit der wir nichts zu tun haben wollen?

Wer es sich leicht macht und sagt: Atomausstieg vor Klimaschutz, der trifft letztlich die bequeme Entscheidung, die katastrophalen Auswirkungen unverantwortlichen Handelns in möglichst entfernte Regionen abzuschieben. Und ähnlich unschön ist leider auch die umgekehrte Priorisierung: Klimaschutz vor Atomausstieg ― so als ob die kaum beherrschbare, ewig strahlenden Abfall produzierende Atomenergie ein geeignetes Mittel im Kampf gegen die Erderwärumung sein könnte.

Bei all den falschen Widersprüchen, die uns zwischen Pest und Cholera wählen lassen sollen, ist es nahezu schon wieder erhellend, dass die japanische Reaktorkatastrophe durch einen Tsunami ausgelöst wurde. Es ist zwar nicht unumstritten, aber auch keineswegs widerlegt, dass die Tsunamis der letzten Jahre beunruhigende Indikatoren eines sich verschärfenden Klimawandels sein können, und auch wenn gerade jener Tsunami, der für das Unglück von Fukushima verantwortlich war, durch ein kräftiges Erdbeben und nicht durch schleichende Erderwärumung ausgelöst wurde, so ist uns doch bewusster geworden, dass für Atomkatastrophen nicht nur Schlamperei auf dem Leitstand, mangelhafte Dichtungsringe oder ein Flugzeugabsturz, sondern sehr wohl auch Naturkatastrophen verantwortlich sein können. Schon deshalb macht es keinen Sinn, einen Widerspruch zwischen Atomausstieg und Klimaschutz zu konstruieren: weil die Klimakatastrophe atomare Katastrophen auslösen kann.

Aber höchstwahrscheinlich eben nicht bei uns. Deshalb diskutieren wir hier lieber über Dinge, die uns betreffen und von denen wir etwas verstehen: etwa den Strompreis.














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