Dichtheit & Wahrung. Hervorgegangen aus Der Kutter. Verdrängung ist, was uns über Wasser hält. http://kutter.antville.org/
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» Yay, das sieht sehr fein...
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» Very fab, Mr. Tobi, Sir.
Beitrag von gHack | 09.04.16 14:07
» Das mit den Zeilenlängen war...
Beitrag von tobi | 09.04.16 14:04

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Zwei Jahre später ist es nur noch beachtlich, wie selbstverständlich sich mittlerweile die millionenfach wiederholten Aufnahmen der Flugzeugeeinschläge in das World Trade Center als gängige, routiniert benutzte Vokabeln unserer Bildsprache etabliert haben. Sie haben sich lediglich von Verben in Substantive verwandelt.




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supatyp  |  14. September 2003 14:54:47 MESZ

solingen

mit den resten des abgefackelten hauses damals war genauso


 
kutter  |  14. September 2003 20:15:20 MESZ

Solingen: eine Vokabel, die mittlerweile fast wieder vergessen wurde. Die aber auch nie den Anspruch erhoben hat, nach ihr werde nie wieder irgendetwas so sein wie es einmal war. Tatsache aber ist: Es geht immer so weiter. Kein Symbol, das nicht absorbiert werden könnte.


 
gHack  |  14. September 2003 20:29:26 MESZ

Vor einigen Wochen sprach ich mit dem Schriftsteller Thomas Hettche über dieses Thema. Er hat vor einigen Jahren einen Roman über die Nacht des Mauerfalls in Berlin geschrieben ("Nox"). Er meinte, dass es von diesem historischen Ereignis zuerst zahlreiche Bilddokumente gegeben habe. Seiner Beobachtung nach hätten sich über die Jahre die Anzahl dieser Bilddokumente im Verlauf eines Symbolisationsprozesses ausgedünnt, bis schliesslich nur noch ein bis zwei symbolisierte Bilder übriggeblieben seien. Daraus leitete er dann eine spezifische Eigenschaft (wenn nicht sogar einen Auftrag) der Literatur ab: Diesen komprimierenden Ausleseprozessen der audiovisuellen Medien etwas Komplexeres entgegensetzen zu können.


 
kutter  |  14. September 2003 23:52:42 MESZ

Die Bilder davor bewahren, unter den Tisch zu fallen? Oder der Auslese eigene Bilder entgegensetzen?


 
gHack  |  14. September 2003 23:55:23 MESZ

Es ging um die Vermittlung der Graustufen. Die Geschichte dreht beim Abspeichern die Kontraste hoch, weil Schwarzweissbilder weniger Speicherplatz brauchen.





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katatonik  |  14. September 2003 23:59:39 MESZ

Mal gespielt naiv gefragt: Was genau ist daran beachtlich? Dass Bilder von Katastrophen im Laufe der Zeit ihre Schockwirkung verlieren, ist insofern nicht beachtlich, als man es erwarten könnte - als man es sich anders vielleicht gar nicht vorstellen könnte. Aber wie ist es dann beachtlich?
Oder: War das bei anderen Katastrophen anders? Weniger rasch, die Abnützung? Weil weniger weit verbreitet, die Bilder? Weil andere Bilder? Bei dieser Katastrophe sind es ja vorwiegend Bilder von Feuersbrunst, Flugzeug und Wolkenkratzer, nicht Bilder von fallenden, sterbenden, toten Menschen. Oder?


 
gHack  |  15. September 2003 00:17:19 MESZ

Aus einem medial dokumentierten Ereignis werden audiovisuelle Elemente herausgelöst, die als Symbole in fortgeschriebenen Erzählungen verwendet werden. Mit der Herauslösung verlieren diese Elemente an Unmittelbarkeit und Wucht. Also kann es sein, dass gerade die Einschreibung in die mediale Zeitlinie die Erinnerung an ein Ereignis verwaschen hilft.


 
katatonik  |  15. September 2003 00:25:33 MESZ

... die Erinnerung an ein Ereignis, das ja selbst (für unsereinen) nur über seine Bilder erfahren wurde. Der Verwaschungseffekt im Prinzip, ja, klar, aber meint ihr, dass es in diesem Fall Besonderheiten gibt? Im Ausmaß der Verwaschung, in ihrer Qualität?


 
godany  |  15. September 2003 01:04:15 MESZ

die besonderheit war wohl die menge. obwohl man nicht dabei war, dieser voyouristische, ja pornographische overflow. es war nur mehr eine art unbewusstes begeilen an diesen überall immerwiederkehrenden bildern. mit logischer schneller sättigung.


 
ak  |  15. September 2003 10:05:36 MESZ

@Katatonik: Erst zwei Jahre später zum ersten Mal in diesem Artikel ein Bild eines stürzenden Menschen zu sehen. War erschrocken.


 
kutter  |  15. September 2003 10:25:29 MESZ

Dass die Schockwirkung nachlässt, ist klar und gut so. Ohnehin ist es ja die Verdrängung, die uns über Wasser hält (ich muss mal Sweatshirts davon drucken lassen.) Dass solche Bilder sich zu Symbolen wandeln, die dann ikonenhaft für eine bestimmte Ära einstehen, ist ebenfalls nichts neues - Kollege Hack hat das Beispiel Mauerfall genannt, dessen Bild exemplarisch für das Ende eines jahrzehntelangen Kalten Krieges steht.
Was ich nicht unbedingt neu, aber jedenfalls im Ausmaß beachtlich finde (und hier habe ich reichlich unpräzise formuliert), ist etwas anderes. Zum einen die unglaubliche Fallhöhe des Symbols WTC, dessen Einsturzbilder vor zwei Jahren kommentiert wurden, als würde die Zeitrechnung nach Christi Geburt nun hinfällig werden, die heute aber als Symbol seltsam kraftlos erscheinen, obwohl sie immerhin für eine weltpolitische Entwicklung stehen, die bislang mit zwei Kriegen zu Buche schlägt. Zudem sind die weltpolitischen Auswirkungen des Angriffs auf das WTC heute bei weitem umfassender als das isolierte Ereignis selbst. Gleichwohl gibt es für das, was danach kam, aus mehreren guten Gründen kein vergleichbares Symbol.
Je näher man ein Wort anschaue, desto ferner schaue es zurück, hat Alexander Kluge einmal festgestellt, und so ist es vielleicht auch mit der Vokabel WTC in unserer Bildsprache. Sie umfasst einen umfassenden Diskurs in einem Bild bzw. einer kurzen Sequenz: tausende Opfer, zwei Kriege, Verwerfungen in den internationalen Beziehungen, Radikalisierung der inneren Sicherheit. (Vom Kampf der Architekten ganz zu schweigen.) Und doch ist dieses Symbol bereits heute so seltsam ausgewaschen wie beinahe jedes andere aus einem beliebigen Jahresrückblick.
Die Bildmaschine, der wir ausgesetzt sind und mit der wir ja auch selbst täglich arbeiten, ist ein großer Allesfresser. Und wenn sie ersteinmal ein Ereignis als Bild verdaut hat, sieht das Ergebnis im Grunde immer gleich aus. Bildkot. Und auf den stürzen sich dann die Experten, und Joh. B. Kerner baut sein Partyzelt aus Erfurt wieder auf.
Deshalb würde ich in der Tat Herrn Hack zustimmen, dass es die Aufgabe der Kunst ist, hier andere, sprechfähigere, ausdifferenziertere Bilder zu schaffen. Was im Umkehrschluss aber auch heißt: Wir sind unfähig, die Realität so zu nehmen wie sie ist, weil wir sie nur als Abbildung begreifen und von dieser Basis aus gewissermaßen dann mit Funktionsgleichungen arbeiten (was mit mathematischem Sachverstand betrachtet vermutlich großer Humbug ist).


 
gHack  |  15. September 2003 13:47:42 MESZ

Die Sonntagszeitung hatte gerade ein ausführlicheres Interview mit Johnathan Franzen im Blatt, in dem das Thema auch angesprochen wurde.


 
kutter  |  15. September 2003 14:44:56 MESZ

Ein Sleater-Kinney-Hörer. Wie sümpathisch.


 
tim  |  16. September 2003 01:41:23 MESZ

ak: Mir ging es genauso mit diesem Artikel:
www.esquire.com















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