Dichtheit & Wahrung. Hervorgegangen aus Der Kutter. Verdrängung ist, was uns über Wasser hält. http://kutter.antville.org/
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» im grunde isses skandalös
Beitrag von kleinzwolferl | 28.02.17 21:11
» Ich denke, dass das Bloggen...
Beitrag von gHack | 28.02.17 20:39
» Das stimmt. Ich habe es...
Beitrag von kutter | 27.02.17 17:57
» Hm.
Beitrag von gHack | 27.02.17 15:48
» Yay, das sieht sehr fein...
Beitrag von kutter | 11.04.16 08:16
» Very fab, Mr. Tobi, Sir.
Beitrag von gHack | 09.04.16 14:07
» Das mit den Zeilenlängen war...
Beitrag von tobi | 09.04.16 14:04
» OK, ich seh’s. Werd’s mir...
Beitrag von tobi | 08.04.16 23:35
» Teils, teils. Die Mac-Browser sind...
Beitrag von kutter | 08.04.16 11:39
» jeweils neueste Versionen von FF...
Beitrag von tobi | 04.04.16 15:35

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Schnüff.

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Papst Benedikt XVI ist besorgt über die »Entleerung der Seelen« []. Guter Hinweis. Ich habe vor allen Dingen ein Problem mit den Entleerungszeiten. Immer dieser Lärm in aller Herrgottsfrüh!

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Die Mauer wieder hoch? Aber warum denn? Sie steht doch noch:

München, Hauptbahnhof. "Einmal die Schweriner Volkszeitung, bitte." - "Wir führen nur deutsche Zeitungen."

Minden, Bahnhof. "'tschudigung, die Sächsische Zeitung haben Sie wohl nicht zufällig?" - Die Bedienung kommt hinter ihrem Tresen hervor und steuert zum Nachgucken zielstrebig die Sex-Zeitschriften an.

Noch ein Unterschied zwischen West und Ost: Wessis denken, ich hätte mir diese Anekdoten ausgedacht, Ossis glauben sie sofort.

(Die Münchner Zeitungsfrau übrigens war klasse. Sardonisch nennt man wohl das Grinsen, das ihre Worte unterstrich.)

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Generation JP2 Ratze. Jetzt wird Deutschland Fußball-Weltmeister!

Mit Ethnic Klinsi als Präfekt der Ansichglaubens-Kongregation. Und vorne hilft der liebe Gott.

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60 Jahre danach ist 10 Jahre nach 50 Jahre danach und 10 Jahre vor 70 Jahre danach

Schröder und Hitler: Charakterlich sei das das Gleiche, sagt der ehemalige Infanterist aus der 606., der das Schlachtfeld von damals besucht.

Holocaust?

Er schaut lange zur Seite. Er weiß, daß er nicht sagen kann, was er sagen will. Er findet einen Ausweg. Das sei ungerecht. Schröder regiere in Friedenszeiten, also müsse man ihn mit Hitler in Friedenszeiten vergleichen. Und in Friedenszeiten habe Hitler die Juden nicht vergast.

Ihm ist allerdings wichtig zu sagen, daß er damals gar nicht für Hitler gekämpft hat, sondern für Deutschland.

Wir gehen dann die kleine Friedhofskapelle in Ortwig angucken. Ihre Rückwand ist schrundig. Millionen von Granaten haben im Oderbruch 1945 noch "eine blutige Ernte eingefahren", wie es in den Büchern der Schlachten-Bummler heißt. Ob so ein Chefredakteur eigentlich vorschreibe, welche politische Ausrichtung die Artikel hätten, fragt er.

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Dittsche denken I

Die ganze Zeit schon meine ich diese Bewegung wiederzuerkennen, aber erst am Sonntag hat es mich durchschossen wie 'n Bandscheibenvorfall.

Also:

Manchmal nimmt Dittsche beide Ellenbogen in die Waagerechte, während er vorn die Hände fast zusammenführt. Er ruckt dann auf die Zehenspitzen wie Franz-Josef Hohlmeier selig und - jetzt lommt's - kippt kurz den Kopf nach rechts. Und wippt nach.

Glaubt's oder glaubt's nicht: Aber das ist 1:1 aus der Augsburger Puppenkiste, immer dann, wenn einer der Blechmänner was betonen will.

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Schlafes Schwester, Potemkins Läden.

Schwerinensien VIII: Ein lange angekündigter Abschied von der Abgeschiedenheit

So zauberhaft Schwerin auch sein kann und allzu häufig ist, es gibt diese Tage, an denen man den Dr.-Joel-Fleischman-Blues1 bekommen kann in dieser Stadt, und es gibt Tage, es sind nicht viele, aber es gibt sie, an denen man weiß, was der englische Sänger Morrissey mit seinem Lied »Everyday Is Like Sunday« gemeint hat:

in the seaside town
...that they forgot to bomb

Nun ist Schwerin zwar, wie wir alle wissen, keine Stadt am Meer, wohl aber eine mit zwölf Seen, von denen der wasserverwöhnte Stadtinsasse allenfalls die sieben größten überhaupt der Zählung für würdig befindet (daher die launige Selbstanklage »Stadt der sieben Seen«), und das Meer ist bloß eine gute halbe Stunde entfernt (sofern Sie eine mitteleuropäische Fahrweise zugrunde legen. Fahren Sie wie ein Einheimischer, sind sie in zwanzig Minuten da, aber in fünfzehn Minuten tot). Und strenggenommen hat man Schwerin auch nicht vergessen zu bombardieren — es war nur schon im Krieg nichts da, was als kriegsentscheidend zu bombardieren sich gelohnt hätte. Also beschränkten sich die Alliierten auf den Bahnhof, verwechselten ihn mit dem Straßenbahndepot, wo sich ebenfalls viele Gleise verknoteten, und ließen den Bahnhof folglich stehen. Da steht er heute immer noch, und das macht ihn schon fast zu einer Art Wahrzeichen dieser Stadt, denn in Schwerin steht so einiges. Ein der Stadt liebevoll zugeneigter Schöngeist, ansässig wie jeder heutzutage selbstverständlich in Berlin, erklärte es mir einmal diplomatisch: »Schwerin ist ja nicht so, nun ja, sagen wir: tosend.« Und keinem Schöngeist, sondern Bismarck wird der Satz zugeschrieben: »Wenn die Welt untergeht, gehe ich nach Mecklenburg, denn dort geht sie 50 Jahre später unter.« Und so steht noch heute die von Demmler &al. zurückgelassene Bausubstanz an allen Ecken und Enden herum, weil sich glücklicherweise niemand je die Mühe machen wollte, diese wegzuräumen (Vermutlich gab es immer einfach zu viel davon, um einfach mal damit anzufangen. Als Hannoveraner weiß man so etwas zu schätzen; der Wiederaufbau der Stadt nach 1945 wird hier liebevoll-zutreffend gern auch als »zweite Zerstörung« bezeichnet.)

this is the coastal town
that they forgot to close down

Wenn Schwerin Dynamik entwickelt, dann vor allem beim Schrumpfen. Menschen ohne Job zieht es in prosperierendere Gebiete, oft in den Westen; Menschen in prospektierlichen Positionen zieht es aus der städtebaulich umwerfenden Stadt hinaus ins landschaftlich noch umwerfendere Umland. Als ich mich vor zwei Jahren beim Einwohnermeldeamt als neuer Bürger der Stadt eintragen ließ, wurde ich behandelt wie eine seltene Pflanze. (Die Einfuhr seltener Pflanzen muss allerdings auch hier ohne falsche Scheu vor bürokratischem Aufwand korrekt abgewickelt werden.) Im vorletzten Jahr sank die Einwohnerzahl erstmals unter die magische Einhundertausender-Marke, Schwerin verlor seinen Großstadtstatus — ein traumatisches Ereignis für die kleine Landeshauptstadt. Laut einer Eurostat-Studie ist Schwerin (gleichauf mit Frankfurt/Oder) die am drittschnellsten schrumpfende Stadt in der Europäischen Union; der durchschnittliche Bevölkerungsrückgang beträgt 2,7 Prozent pro Jahr (Spitzenreiter: Maribor mit 3,1 Prozent). Dennoch sind in den vergangenen Jahren Gewerbeflächen in spektakulärem Ausmaß entstanden, zunächst auf der grünen Wiese (das »Sieben-Seen-Center«, das übrigens seines schönen Namens zum Trotz ein stilisiertes Bäumchen im Logo führt), vor fünf Jahren dann mitten in der Innenstadt das »Schlosspark-Center« (Schlopaz), eine Shopping-Mall über drei Etagen mit zerhackte Wasserstrahlen speienden Froschbrunnen im Erdgeschoss.

Wachsende Gewerbeflächen bei sinkender Einwohnerzahl und abnehmender Kaufkraft (nirgendwo in Deutschland soll es mehr Geschäftsfläche pro Einwohner geben als in Schwerin, berichtet der Fahrer der Petermännchen-Stadtrundfahrt den staunenden Reisenden): diese Entwicklung der letzten Jahre hat viele kleine Geschäfte in den vorbildlich restaurierten Häusern der Innenstadtstraßen vor ernste Schwierigkeiten gestellt. Leere Schaufenster, mal mit Packpapier verklebt, mal nicht, gehören längst zum gewohnten Stadtbild wie die Touristengruppen, die die klassizistischen Fassaden drumherum bewundern. Allenfalls Ultra-Discounter für Ramsch und ramschverwandte Waren stoßen in die Lücken. Sogar die bestgelegene und gutbesuchte McDonald's-Filiale der Stadt wurde geschlossen, was zwar kein wirklicher Verlust, aber ebenso wie die allgegenwärtig an den Häuserwänden prangenden Großtransparente von Maklern ein Hinweis auf die zutiefst problematische Lage einer an und für sich malerischen Innenstadt ist.

(Nach dem Arnie-van-Lent'schen Verelendungsgesetz erkennt man eine wirtschaftlich underperformenende Stadt übrigens daran, dass man bei McDonald's von Deutschen bedient wird. Was man nach dem Kutterschen Effizienzabwesenheitsgesetz wiederum daran erkennt, dass grundsätzlich die Hälfte der Bestellung nicht vorrätig ist, sondern erst auf Anfrage zusammengebaut wird. Und zwar einzeln. »Hier ist Ihre Nummer, ich bring's Ihnen gleich an den Tisch.« Sie bezahlen also erstmal, setzen sich, und irgendein gewitzter Rotzlöffel mit Skateboard unter'm Arm schnappt Ihnen dann den BigMac weg. Hallooo!)

Armageddon - come Armageddon!
Come Armageddon! Come!

Vor einiger Zeit richtete sich in einem Haus in der Puschkinstraße, das leer steht, seit ich in dieser Stadt lebe, ein neues Geschäft ein. Das war durchaus überraschend. Dass es sich hierbei um ein Bestattungsinstitut (»Bestattungen Preussler«) handelte, schien zunächst nur logisch zu sein, schließlich verlassen überwiegend junge Menschen die Stadt und verwandeln Schwerin damit schon frühzeitig in eine Art Vorposten von Methusalem City. Und gestorben wird immer; selbst der trotzigste Mecklenburger muss schließlich irgendwann den Löffel in den Besteckkasten zurücklegen. Viel bezeichnender war es dann jedoch, dass sich die vermeintliche mutige Neugründung als Filmkulisse für einen »Polizeiruf«-Dreh vom Studio Hamburg herausstellte. Mittlerweile ist das Team längst wieder abgerückt, der Film ausgestrahlt, der Laden steht leer wie immer. Das Haus ist in tadellosem Zustand. Die Schaufenster sind nicht verklebt. Falls Sie Interesse haben, besorg ich Ihnen die Nummer vom Makler.

1990 ist Schwerin – unter immer noch ungeklärten, manche munkeln: unter herbeigehoyzerten Umständen – zwar Landeshauptstadt geworden. Ernst genommen wird das Fleckchen trotzdem nicht, schon gar nicht von den Einwohnern des nächstgelegenen Dorfes (wir sprechen hier von der pulsierenden Wirtschaftsmetropole und Bundesligastadt Rostock). Das versetzt dem Schweriner einen fortwährenden Stich ins Herz. So bodenständig und bescheiden er sonst auch ist – in dieser Frage hat er einen gehörigen Minderwertigkeitskomplex entwickelt, und die unzähligen Versuche, diesen zu überwinden, treiben bisweilen bizarre Blüten. Zuletzt wurde allen Ernstes diskutiert, im Schlossgarten, diesen wunderschönen von Jean Legeay und Theodor Klett gestalteten Park inmitten der Stadt (und folglich direkt am See), ein großes Autorennen zu veranstalten und dafür sogar eine Pontonbrücke rund ums Schweriner Schloss zu bauen. Die Gesprächspartner, mit denen man verhandelt hatte, stellten sich glücklicherweise schnell als niedere Chargen heraus, und außer dem Schweriner Stadtrat hatte das Projekt nie jemand sonderlich ernst genommen.

Gegenstand der absurdesten Umnutzungsphantasien ist jedoch seit jeher der Pfaffenteich. Schwerin und seine Insassen verweisen allzeit gern darauf und auch die einschlägige Schwerinreiseliteratur kommt nur selten ohne den Hinweis aus, dass sich dieser pittoreske Innenstadtsee ohne weiteres mit Hamburgs Binnenalster vergleichen ließe bzw. dieses sehr wohl auch geschehe. Der Vergleich freilich hinkt in zweierlei Hinsicht. Zum einen ist es einem am Schweriner Pfaffenteich ungleich wohliger und pittoresker zumute als an der Hamburger Binnenalster — jedenfalls bislang, denn zum anderen käme in Hamburg und nie und nimmer einer auf den Gedanken, seine schöne Binnenalster mit einem dunkelgrünen mannshohen Maschendrahtzaun Güteklasse Obi zu umziehen, als gelte es, einen zerklüfteten Hinterhof zu parzellieren. Wenn man allerdings bedenkt, dass hier auch schon eine Wasserski-Anlage errichtet werden oder ein Gastronomieschiff vor Anker gehen sollte, ist man für diese vergleichsweise zurückhaltende Verschandelung fast wieder dankbar.

Aus eigener leidvoller Erfahrung ist mir bewusst, dass Bemerkungen wie die vorangestellten allzu häufig nicht als das verstanden und gewürdigt werden, als das sie gemeint sind: als eine Liebeserklärung an eine Stadt, die den Beinamen »Schlafes Schwester« tragen sollte, und dies mit Stolz und ohne Scham. Wer dies nicht versteht, der war nie hier oder trägt Unheil im Herzen. Von letzterem, und auch hier kann ich aus selbst herbeihalluzinierter Erfahrung sprechen, kann einen diese Stadt heilen. Und vielleicht sogar ein bisschen, auch wenn sie nicht so aussehen, ihre Bewohner. Denn die Mecklenburger sind grundanständige Menschen, geradeheraus und bescheiden und nach bereits kurzer Antauphase außerordentlich hilfsbereit und nahezu unfähig zur Verschlagenheit. Letzteres macht sich bisweilen im Service bemerkbar, was insbesondere Menschen westdeutscher Herkunft immer wieder irritiert, weil sie immer gerne glauben und bestätigt bekommen möchten, man hielte sie tatsächlich für Könige, wo sie dann doch bloß immer wieder Kunden sind. Solch Kaiser Kleider sind dem Mecklenburger jedoch fremd; er verhält sich in dieser Hinsicht angenehm republikanisch. Dafür kann man sich sicher sein: Wenn er freundlich ist, dann meint er es auch so. Was die Landeshymne über den gemeinen Niedersachsen sagt, nämlich er sei sturmfest und erdverwachsen, das trifft noch deutlicher auf den Mäkelborger zu. Durchaus stur und dickköpfig. Also könnte man auch sagen: mit Prinzipien. Und mit großem Herzen. Und einem großen Magen. Und bei Gott, trinkfest ist er auch!

Vor einem Monat habe ich Schwerin den Rücken gekehrt. Dies ist meine Abschiedsrede, die ich gleichwohl nicht ausklingen lassen möchte, ohne einen direkten Appell an die ortsansässige Bevölkerung zu richten: Sie sind schon in Ordnung so wie Sie sind, aber bitte, bitte, bitte unterlassen Sie künftig das kolonnenhafte Überholen auf kurvenreichen Straßen in dichten Waldstücken! Lassen Sie es sich nur einziges Mal von einem zu- (und wieder ab-) gereisten Besserwessi gesagt sein: Auch wenn ein Land so dünn besiedelt ist wie Ihres — Gegenverkehr existiert!

Vielen Dank für Ihre Anteilnahme.

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Dichtheit & Wahrung, XX. Lieferung

Schöne Grüße vom Todesstern.

] & [
War längere Zeit in Outloggistan™. Recht interessant da! Sollten Sie auch mal wieder vorbeischauen!

] & [
Hatte gestern dreimal freies Schussfeld auf Putin und dabei alle Zeit der Welt. Das russische Blut in mir im Konzert mit meiner untadeligen Gesinnung hat schlimmeres verhindert.

] & [
Rent A German. Danke, ich hab schon welche.

] & [
Lochscheibenwechsel beim Hackfleisch

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Vielleicht...

... verstehe ich ja auch nichts vom modernen Autoren-, Konzept- oder System-Fußball oder wie immer man das jetzt nennt, von ballorientierter Raumdeckung, Forechecking und Pressing, Liberos, Quarterbacks, Dreier- und Viererketten, von der Automatisierung von Pass- und Laufwegen, situativem Verschieben und Zustellen, Überzahlbildung, linearen und zonalen Aufgabenzuweisungen, vertikalen und horizontalen Linien, gedoppelter Deckung, Spielentschleunigung, integrierten Defensiv-/Offensiv-Konzepten, atmenden Mannschaftsverbünden, retardierendem Konterspiel, Ausschwärmen und Kontrahieren, Pärchenbildung auf den Flügeln, rochierenden Stürmern, von antizipierender präsumptiver dreidimensionaler Spieleröffnung, der heiligen Dreieinigkeit Pressure-Cover-Balance, dem Strukturvertrieb des Balles, Abbau der Risikoaktiva, balancierenden Scorern, 3-5-2, 4-4-2, 4-3-3 und 9-11. Vielleicht bin ich ja bloß ein Vertreter der Fußball-Steinzeit, der sich nach Vorstoppern, kontrollierter Offensive und blankem Kick and Rush zurücksehnt, als ein Kampfname wie "Kloppo" noch das bedeutete, was sich jeder darunter vorstellen kann und ein Stürmer mit blutdurchtränktem Stirnverband zum Kopfstoß ansetzte, die gute alte Zeit halt, Rote Erde. Vielleicht. Aber ich werde einfach WAHNSINNIG, wenn wir direkt nach der Balleroberung im eigenen Strafraum Querpass spielen. Querpass im eigenen Strafraum! Da werde ich WAHNSINNIG!

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Junker & Landser

Erst habe ich mich fünf Tage mit der Bodenreform in der SBZ beschäftigt, dann fünf Tage mit dem Weltkriegsende im Oderbruch ("Seelower Höhen"). Ich brauche jetzt sehr dringend ein sehr starkes und sehr schnell wirkendes Gegengift.

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"Confidence"

heißt mein neues Zahnpastagel (von Colgate). Zwei Fragen wirft es auf: Gibt es die Geschmacksrichtung "Arrogance"? Und: Ob's hilft? (Stay tuned.)

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