Dichtheit & Wahrung. Hervorgegangen aus Der Kutter. Verdrängung ist, was uns über Wasser hält. http://kutter.antville.org/
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» im grunde isses skandalös
Beitrag von kleinzwolferl | 28.02.17 21:11
» Ich denke, dass das Bloggen...
Beitrag von gHack | 28.02.17 20:39
» Das stimmt. Ich habe es...
Beitrag von kutter | 27.02.17 17:57
» Hm.
Beitrag von gHack | 27.02.17 15:48
» Yay, das sieht sehr fein...
Beitrag von kutter | 11.04.16 08:16
» Very fab, Mr. Tobi, Sir.
Beitrag von gHack | 09.04.16 14:07
» Das mit den Zeilenlängen war...
Beitrag von tobi | 09.04.16 14:04
» OK, ich seh’s. Werd’s mir...
Beitrag von tobi | 08.04.16 23:35
» Teils, teils. Die Mac-Browser sind...
Beitrag von kutter | 08.04.16 11:39
» jeweils neueste Versionen von FF...
Beitrag von tobi | 04.04.16 15:35

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»... und kocht ansonsten um sein Leben«: Das Internet erzählt immer noch die besten Geschichten.

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Unser Mann für hinten links.

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Künstlicher Regen auf kupferne Eingeweide

Walter Benjamin: natürlich der Pionier der Shopping Mall-Kritik. Mit der Beschreibung einer neueröffneten Passage in der Pariser Avenue des Champs-Elysées, einer mit moderner Technik angefüllten, funktionalen und ästhetisierten Warenwelt, hat er 1927 einen frühen Prototyp des Nicht-Orts beschrieben:

»In der Avenue des Champs-Elysées zwischen neuen Hotels mit angelsächsischen Namen wurden vor kurzem Arkaden eröffnet und die neueste Pariser Passage tat sich auf. Zu ihrer Einweihung blies ein Monstreorchester in Uniform vor Blumenparterres und Springbrunnen. Man staute sich stöhnend über Sandsteinschwellen an Spiegelscheiben entlang, sah künstlichen Regen auf kupferne Eingeweide neuester Autos fallen, zum Beweis der Güte des Materials, sah Räder in Öl sich schwingen, las auf schwarzen Plättchen in Straßchiffren Preise der Lederwaren und Grammophonplatten und gestrickten Kimonos. In diffusem Licht von oben glitt man über Fliesen.«

      Walter Benjamin, »Das Passagen-Werk«, Seite 1042

Die Besucher dieser Passage bleiben passiv und anonym, sie verschmelzen zu einer Masse (»man«), homogenisiert durch eine Architektur, die sie vereinnahmt für eine zwingende Inszenierung der Bewegung, in der die Besuchermasse zum Objekt der Passage wird, durch die sie gleitet, beinahe »geglitten wird«, und die sie nur im Vorbeigleiten wahrnimmt, wie der Parallelismus »Man sah [...], sah [...], las [...]« nachempfindet. Auch die ausgestellte Technik mit den Autokarosserien und Zahnradkonstruktionen ist Bewegungstechnik und zugleich Teil einer reinen Warenwelt, denn anders als in den alten Passagen, in denen die feilgebotenen Waren »undeutlich oder vieldeutig« sind, ist die moderne Passage eine eindeutige Welt mit klaren kommerziellen Funktionen und Zuordnungen, auf »schwarzen Plättchen in Straßchiffren« sind die Preise aller Waren zu lesen, und mit dem Angebot von »gestrickten Kimonos« und dem Umfeld von »Hotels mit angelsächsischen Namen« wird auch der Anspruch einer Globalisierung deutlich, den die Luxuswelt seit jeher erhebt.

Die Inszenierung der Gleitbewegung ist eingebettet in eine ästhetische Inszenierung aus Blumenschmuck, Springbrunnen, Sandsteinschwellen, Spiegelscheiben, künstlichem Regen, Zahnrädern und »diffusem Licht von oben« und scheint nur allzu verwandt zu sein mit den Glas-, Stahl- und Lichtkonstruktionen, aus denen die heutigen »Kauflandschaften« der Shopping Malls hergestellt werden, deren ästhetisierte Oberflächen in keinem Verhältnis stehen zu ihrer Funktion, Umgebung und Geschichte.

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Suizidale Tendenzen von Weblogs frühzeitig erkennen.

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Notizen aus der Arbeitswelt

Material für's Führungskräfteseminar:

»Es stimmt schon, der Boß hat ein paar unerquickliche Angewohnheiten. Nach drei Martinis eröffnet er regelmäßig seinen ›Mitarbeitern‹, wie er uns jovial nennt, wir seien alle Pfundskerle und echt anständige Joes, genau wie er selbst. Aber laß mal einen Angestellten mit ungeputzten Schuhen bei ihm im Büro erscheinen, da läßt er sich ab sofort die Schuhe nicht mehr wienern und bringt das bei jeder Gelegenheit penetrant aufs Tapet. Gegenüber ausländischen Würdenträgern, die er empfängt, entschuldigt er sich wortreich mit dem Hinweis, es handle sich hier bedauerlicherweise um eine neue Regelung, die man im Department gegen seinen Willen durchgesetzt habe. Bis der Angestellte schließlich den Wink mit dem Zaunpfahl versteht und fortan mit Schuhwerk erscheint, dessen edler Glanz einem Spiegel aus Obsidian Konkurrenz machen könnte. Dann setzt der Boß ein zähes Sirup-Lächeln auf und sagt: ›Freut mich, Sie zu sehn…‹«

William S. Burroughs, »Die alten Filme«, übersetzt und herausgegeben vom hochverdienten Carl Weissner.

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»Genau, denn wofür wäre die dumme und freche Vereinnahmungsidee ›Generation‹ sonst auch gut, wenn nicht dafür, dem ›Wir haben von nichts gewußt‹ der kauzigen Großeltern das solidarische ‹Wir auch nicht, jederzeit‹ der lustigen Enkel zur Seite zu stellen?«

Dietmar Dath in der gestrigen FAZ in einer großen Blumfeld-Besprechung unter der Überschrift »Wenn du noch einmal Generation zu mir sagst, passiert was«, auf die Adorno-Berichterstattung der »Generation eins nach Adorno« im Spiegel antwortend.

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Now Playing: Lali Puna, Left Handed

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Escalatio präcox in der Telefonzelle

Vielleicht ist es aber auch so, dass Glanz und Elend von »Phone Booth« (»Nicht auflegen«) (DISTELMEYER | KNÖRER | GRÖNER) einiges verraten über Glanz und Elend des derzeitigen amerikanischen Suspense- und Action-Kinos: über das aberwitzige Wettrüsten der brachialen Showdowns mit ihren scheinbar ausweglosen Zwickmühlen, eigentlich unmöglichen finalen Comebacks der Bösewichter und atemberaubenden Schneisen der Zerstörung, das immer groteskere Formen angenommen hat und an eben jener kritischen Stelle eines Films, an der laut der klassischen Dramaturgie die Klimax zu stehen hätte, nur noch ein Zentrum gähnender erzählerischer Leere plaziert. Laut, aber langweilig transportiert der Showdown nicht mehr eine an sich offene Handlung weiter, sondern ist zu einer reinen Materialschlacht verkommen, in der alles im Bild durcheinander wirbelt, der eigentliche Film jedoch zu einem ächzenden Stillstand gekommen ist. Tatsächlich kann man heute einen solchen Film meist fünfzehn Minuten vor Schluss verlassen oder ausschalten, ohne sich sorgen zu müssen, etwas wesentliches verpasst zu haben. »Im Kino schlafen heißt dem Film vertrauen«, hat Andreas Kilb einmal gesagt, und manchmal rührt Vertrauen einfach daher, dass man hinter einer grimmigen Grimasse doch nur ein harmloses Wesen erkannt hat. Und oft liegt es nur am ohrenbetäubenden Lärm, dass man nicht einschläft.

Vordergründig scheint sich »Nicht auflegen« von diesen Materialschlachten distanzieren zu wollen, indem es eher die Form des Kammerspiels aufnimmt und seine Handlung in einer einzigen Straße und letztlich im engsten Umkreis einer Telefonzelle spielen lässt. Tatsächlich aber haben wir es hier mit einer feindlichen Übernahme zu tun, in der sich der Showdown — wenn auch längst nicht so aufwendig in Szene gesetzt wie bei den aktuellen Action-Flagschiffen — des restlichen Films bemächtigt hat. Natürlich ist es eine reaktionäre Frage, was beispielsweise ein Alfred Hitchcock mit einem Plot wie dem von »Nicht auflegen« angefangen hätte. Aber es erscheint unwahrscheinlich, dass er bereits irgendwann im ersten Drittel des Films den gesamten New Yorker Polizeiapparat aufgefahren hätte mit all seinen Scharfschützen, Sondereinsatzkommandos (aber wo sind die Hubschrauber?!) und einem — allerdings grandiosen — Forest Whitaker, der einen Blick aufsetzt, als hätten zuviele Donuts ähnliche Auswirkungen auf das menschliche Gehirn wie zuviele Joints. Von diesem Moment an wandert zwar gelegentlich noch die Infrarot-Zielvorrichtung des Bösewichts von einer Brust zur anderen, ansonsten aber steht der Film seltsam still, weil das Eskalationspotential ausgeschöpft ist, alle Protagonisten sich gegenseitig im Weg stehen und die Dramaturgie es währenddessen vorzieht, ähnlich ratlos kreuz und quer durch die Gegend zu starren wie die Hauptperson.

Überhaupt die Hauptperson. Wie ein Brennglas soll das Kammerspiel die großen Fragen des menschlichen Seins auf einen räumlich und personell streng umgrenzten Ort konzentrieren, und bereits die Eröffnungseinstellung nimmt diesen Close-Up-Gedanken auf, wenn sie unseren Blick von einem Telekommunikationssatelliten direkt ins pulsierende Herz New Yorks und hier wiederum mitten in die Elektronik eines Mobiltelefons schießen lässt. Und genau damit fängt das Elend an. Während die moderne, modische Ästhetik des Films vor allem durch eine exzellente Kameraführung zu gefallen weiß, sind die menschlichen Abgründe, die ausgelotet werden sollen, nicht viel tiefer als das Fundament einer Telefonzelle auf einem New Yorker Bürgersteig. Wir sehen den schwitzenden und stammelnden, halbseidenen (gibt es andere?) PR-Berater Stu, der kurz davor steht, vielleicht eventuell seine Frau unter Umständen möglicherweise betrügen zu wollen, der ansonsten vor allem Klatschkolumnistinnen am Telefon belügt (geht es anders?) und dessen Uhr eine Billigkopie ist: mehr Abgrund mochte das Drehbuch nicht spendieren. Darauf eine Katharsis-Szene aufzubauen, in der Stu mit weit ausgebreiteten Armen wie einst Brutus seine Brust den Blitzen darbietet, gehört zu den lächerlichsten Szenen, die in den letzten Monaten im Kino zu bestaunen waren. Danach lässt einen das obligatorische überraschende Ende, ohne das ein Film heute auch nicht mehr auszukommen scheint, reichlich gleichgültig. Diese Szene soll beunruhigen, doch der Film ist schlichtweg zu vertrauenswürdig.

Eine mögliche Fortsetzung von »Nicht auflegen« könnte folgerichtig »Nicht rausgehen« heißen: Wenn Sie das Kino vor dem Abspann verlassen oder einfach einschlafen, töten wir diese Frau. Eine sehr gut aussehende Frau natürlich, wie ich hinzufügen möchte.

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In Feindesland

Am heutigen Tage aus einer vagen Laune heraus einen kleinen Hannover 96-Pin am Anzugrevers tragend, erfahre ich zum wiederholten Male Ansprache durch mir bis dahin unbekannte schweriner Einheimische, die mir in bestimmtem Tone mitteilen, unser heutiger Gegner sei der FC Hansa Rostock, was mir durchaus schon zuvor geläufig gewesen war, und dass der FC Hansa Rostock uns heute ferner — sinngemäß gesprochen — mächtig den Hintern versohlen werde. Hier allerdings irrt der Einheimische, wovon freundlich zu künden ich nicht müde werde. Der Osten ist lange genug belogen worden.

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Thank God it's Monday! Montag morgens bekommt das Nichtstun endlich wieder eine strukturierte Form.

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Glücklicher Abschluss

»Der Krieg hat die überragende Macht des Bildes und Films als Aufklärungs- und Beeinflussungsmittel gezeigt. […] Auch für die fernere Kriegsdauer wird der Film seine gewaltige Bedeutung als politisches und militärisches Beeinflussungsmittel nicht verlieren. Gerade aus diesem Grund ist es für einen glücklichen Abschluß des Krieges unbedingt erforderlich, daß der Film überall da, wo die deutsche Einwirkung noch möglich ist, mit dem höchsten Nachdruck wirkt.«

Erich Ludendorff in einem Brief vom 4. Juli 1917 an das kaiserliche Kriegsministerium

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»It's wrong. It's oh so wrong. But I want it (to be right).«


      Rockers HiFi, »Going Under«

»Er hat alles getan, um möglichst wenig Gewohnheiten anzunehmen. Die Gewöhnung an die Geräusche aber hat er nicht vermeiden können.«

      Michelangelo Antonioni, »Bowling am Tiber«

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Sarah Gordon, »The Generic Virus Writer«. [VIA OVERSTATED]

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Das sympathische Patchwork-Betriebssystem

Kleiner Vorschlag für die Microsoft-Krisen-PR-Abteilung: Da die Löcher in Eurer Software offenbar größer sind als die Software selbst, die die Löcher ringsherum zusammenhalten soll, solltet Ihr — statt ständig neue Flicken unter's Volk zu werfen — endlich Eure Definitionsmacht offensiv nutzen und Eure Sicherheitslücken als windows of opportunity für eine völlig neue Dimension grenzenloser Kommunikation verkaufen. Stoßt die Fenster weit auf, soviel Interaktivität war nie! Get in touch with other people! Whom do you want to meet today (in your system)? Das ist doch der wahre Geist des Internetz: Datenaustausch ohne Schranken! (Stand XP nicht eh schon immer für Export?)

Es gibt einen Dilbert-Cartoon, in dem ein Microsoft-Mitarbeiter merkt, dass er aus Versehen ein Wort in falscher Schreibweise in die Rechtschreibprüfung einer neuen Word-Version eingebaut hat, die gerade millionenfach ausgeliefert wurde. Bill Gates beschließt daraufhin, nicht etwa ein Patch auszuliefern, sondern die falsche Schreibweise mit aller Marktmacht als neuen Standard durchzudrücken. Das ist der Geist!

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Hinterher ist man immer klüger. Denn im Grunde genommen sind Ursache und Umstände des Endes Schills von Anfang an im Signum seiner Partei, nämlich in der schon als Begriff äußerst ambivalent schillernden Rechtsstaatlichen Offensive eingeschrieben. Rechtsstaatliche Offensive! Welche Ironie.

Der Rechtstaat schilenischer Prägung, haha. Man fragt sich im Übrigen unweigerlich, was der ehrenwerte Staatsrat Wellinghaus so alles über Ronald Schill wissen muss, dass dieser nicht nur so weit für ihn ging, sondern auch nach seiner eigenen Entlassung an keiner Kamera vorbeigehen kann, ohne die hervorragende Untadeligkeit seines ehemaligen Untergebenen zu würdigen.

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Liebes-Akte 03

Natürlich habe er nichts gegen Homosexuelle. Aber der von Beust: homosexuell! Der Kusch: homosexuell! Zeugen hätten ihn angesprochen! Dinge im Bereich der Wohnung ließen auf Liebesakte schließen! Ronald Schill beugt sich weit vor, der Oberkörper schwebt beinahe waagerecht über dem Tisch, seine Augen rufen: Das muss man sich mal vorstellen! Dabei sei man Freunde gewesen. Dankbar sei der Ole gewesen, weil der Ronald einmal, also, wo ihm ein Reporter, schlagfertig sei er da gewesen. Und was habe er gelitten! Und sei es denn nicht ein Skandal? Aber natürlich gehöre so etwas nicht an die Öffentlichkeit. Auf die Zunge habe er sich gebissen. Nichts hätte er gesagt. Aber unmoralisch sei das schon: in der gleichen Wohnung!

Wird Ronald Schill (dem übrigens der erste KUTTER-Eintrag gewidmet war) schon bald wieder seinen bürgerlichen Beruf ausüben: den des Richters? Das jedenfalls würde uns in unserem Vertrauen in den Rechtstaat bestärken, den Schills Partei im Untertitel trägt und den wir vor allem deshalb schätzen, weil er zuverlässig den Pöbel von der Straße holt: Juristen.

Für die Partei, die bis gestern mit Schills Namen warb, um sich ab heute auf ihre drei Buchstaben zu setzen, spricht nun ein Mann mit einem Gesicht, das zu seinem Namen passt: Mario Mettbach. Er immerhin kein Jurist. Und von dem weiß man wenigstens, dass er mit Frauen.

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Der Hosenträger-Zyklus

Man müsse jetzt raus aus den Aktien, doziert der Hosenträgermann. Alle seien jetzt wieder voll investiert in Aktien und erwarteten nun den Aufschwung. Aber wenn alle schon voll in Aktien stünden, gäb's kaum Kurspotential mehr. Er selbst bevorzuge einen antizyklischen Anlagestil und empfehle: rin in die Anleihen! Die seien jetzt billig und würden noch billiger, aber der nächste Konjunktureinbruch komme bestimmt, und dann...! Der Arm des Hosenträgermannes beschreibt die Bewegung einer Rakete.

Während ich mir überlege, dass der Hosenträgermann noch während Booms am Neuen Markt ein bekennender Prozykliker war und ich mich frage, ob der aktuelle Antizyklismus möglicherweise nur eine neue, etwas ausdifferenziertere Ausdrucksform des gleichen Herdenverhaltens ist, das zuvor für das gemeinschaftliche Aufpumpen verschiedenster Spekulationsblasen verantwortlich war, wofür im Übrigen spräche, dass ich die These des Hosenträgermannes bereits gestern früh nahezu wortgleich im Handelsblatt gelesen habe, währenddessen wird mir bewusst, dass mein konventioneller Anlagestil (Bücher, CDs, warme Mahlzeiten) mich bislang deutlich weniger gekostet hat als den Hosenträgermann sein Internetaktien-Altpapier, während ich gleichzeitig überhaupt kein Problem damit habe, für meinen prozyklischen Bauchumfang jederzeit einen passenden Gürtel zu finden.

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Helmut Rahn † und Lothar Emmerich †, Lothar Emmerich und Helmut Rahn, beide ereilt der Tod am selben Tag, nur wenige Stunden auseinander; — wer mag da noch an Zufall glauben? Wer immer da aus dem Hintergrund… aber wo ist eigentlich der Herr von Bühlowbröckers, wenn man ihn braucht?

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Der heutige Aufmacher der Börsen-Zeitung klingt mindestens nach einem teuflischen Plan von Dr. Evil: »UBS festigt paneuropäisches Netz zum Fang großer Privatvermögen«. Geldsäcke: Obacht!

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Vieles wäre einfacher, manches klarer, wenn wir einmal das Betriebssystem als den eigentlichen Virus anerkennen würden.

In meiner Windows-Phase hatte ich deutlich mehr system- als virusbedingte Abstürze. Kein Virenschutzprogramm, keine Firewall kann einen davor bewahren. Und das Ausmaß der Ausbreitung dieses ganzen gigabyteschweren Unfugpakets ist wirklich nur noch mit epidemologischen Maßstäben zu fassen. Virus XP. Morbus Gates.

Andererseits: Gates-Bashing. Auch nicht wirklich spannend. Lassen wir das.

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»When a word is given new, more impressive duties, people can be so resentful! But if those duties are worth doing and the word can still handle its old job, too, what's the problem?« []

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Zitatebringdienst

Phone Booth

Kleines Zitat, das immer passt, von »Big Brother« über »Star Search« bis zu »Phone Booth« (»Nicht auflegen«) (LOB | TADEL), man muss es nur genügend beugen:

»Derjenige, welcher der Sichtbarkeit unterworfen ist und dies weiß, übernimmt die Zwangsmittel der Macht und spielt sie gegen sich selber aus; er internalisiert das Machtverhältnis, in welchem er gleichzeitig beide Rollen spielt; er wird zum Prinzip seiner eigenen Unterwerfung.« []
Michel Foucault, »Überwachen und Strafen« (S. 260). Föjetongism made easy.

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Kritische Meteorologie

Was wir brauchen, ist eine Kritische Meteorologie. Eine Meteorologie, die sich nicht länger damit begnügt, die herrschenden Wetterverhältnisse bloß zu beschreiben bzw. in die Zukunft fortzuschreiben und sich damit als willfähriger Büttel der klimatischen Klasse anzudienen.

»Der Hauptmangel aller bisherigen Meteorologie (…) ist, dass der Gegenstand, die Wirklichkeit, Sinnlichkeit nur unter der Form des Objekts oder Anschauung gefasst wird; nicht aber als sinnlich menschliche Tätigkeit, Praxis, nicht subjektiv. (…) Die Meteorologen haben das Wetter nur verschieden interpretiert, es kommt drauf an, es zu verändern.« (aus: Elf Thesen über Kachelmann von Kuddel Kuttersen)

Die Kritik des Wetters kann das Wetter der Kritik nicht ersetzen.

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Drei Farben Rot

Ein Blick auf die durchgehend rot eingefärbte Europa-Wetterkarte in der Zeitung kann einen für einen Augenblick Glauben machen, die Kommunisten hätten doch gewonnen.

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