Dichtheit & Wahrung. Hervorgegangen aus Der Kutter. Verdrängung ist, was uns über Wasser hält. http://kutter.antville.org/
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» im grunde isses skandalös
Beitrag von kleinzwolferl | 28.02.17 21:11
» Ich denke, dass das Bloggen...
Beitrag von gHack | 28.02.17 20:39
» Das stimmt. Ich habe es...
Beitrag von kutter | 27.02.17 17:57
» Hm.
Beitrag von gHack | 27.02.17 15:48
» Yay, das sieht sehr fein...
Beitrag von kutter | 11.04.16 08:16
» Very fab, Mr. Tobi, Sir.
Beitrag von gHack | 09.04.16 14:07
» Das mit den Zeilenlängen war...
Beitrag von tobi | 09.04.16 14:04
» OK, ich seh’s. Werd’s mir...
Beitrag von tobi | 08.04.16 23:35
» Teils, teils. Die Mac-Browser sind...
Beitrag von kutter | 08.04.16 11:39
» jeweils neueste Versionen von FF...
Beitrag von tobi | 04.04.16 15:35

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Primary Sources

Wer hier schon etwas länger mitliest, weiß, dass ich in ohne Rest durch 4 teilbaren Jahren weitgehend durch die amerikanischen Präsidentschaftswahlen konsumiert und für andere Themen nur noch bedingt ansprechbar bin. Ich erinnere bloß daran, beim letzten Mal das Endergebnis auf lächerliche fünf Wahlmänner genau vorhergesagt zu haben. (Okay, ich gebe zu, diese Geschichte wäre glaubhafter, hätte ich damals meine Prognose vorab veröffentlicht. Ebenso wie meine diesjährige Vorhersage, dass — egal wer die Caucuses in Iowa gewinnt, und ich hatte hier auf Obama gesetzt — weder Obama noch Clinton den zweiten Platz machen würden, sondern der, der es dann auch tat.)

Eine gute Übersicht der grundlegenden Fakten (auch zu Details des Wahlsystems) und bisherigen Ergebnisse bieten das Election Center von CNN und der Election Guide der New York Times. Eine gute Presseschau gibt es bei Real Clear Politics nebst eigener Umfrage-Sektion.

It's the numbers, stupid! Da Umfragen der Treibstoff sind, der den Motor der amerikanischen Politik befeuert — und hier sollte man sich nie darauf verlassen, was deutsche Medien darüber berichten —, erhält man umfassende aktuelle Daten nebst gelegentlich süffisanter Kommentierung beim Votemaster von Electoral Vote. Für solche Seiten wurde das Internet erfunden: kein professionelles Angebot, sondern die exzellente, enthusiastische (allerdings nicht unbedingt schön gestaltete) Arbeit des Informatikers Andrew Tanenbaum, der auch mal darauf hinweist, wo Umfragen an ihre Grenzen stoßen. Beispielsweise in New Hampshire.

Noch tiefer in die Demographie eingraben kann man sich bei Political Artihmetik und bei pollster.com. Denn es ist ja nicht immer die gute alte Sonntagsfrage auch die entscheidende. Ständige Begleiter durch die Berichterstattung und die Umfragenmeteorologie sind außerdem das Campaign Desk der Columbia Journalism Review oder Teagan Goddards Political Wire, Kommentierungen aus dem Betrieb gibt es bei Politico von Capitol News, The Hill oder auf der Website des Magazins Campaigns and Elections. Und natürlich gibt es tausende von Blogs, die ich allerdings weitgehend meide, weil ich um die Sogwirkung dieses ganzen Irrsinns nur allzu gut weiß. Ein gutes Journalisten-Blog (ich glaub ja immer noch, dass das geht) schreibt Marc Ambinder für den Atlantic (wo im Dezember übrigens zwei exzellente Stücke über Barack Obama und Hillary Clinton erschienen sind: 1 | 2). <Nachtrag: Und was ich noch vergessen hatte zu erwähnen: die Blogs auf RealClearPolitics: Jay Costs HorseRaceBlog, Reid Wilsons Politics Nation und das RCP Blog sowie eine praktische Blog-Rundschau.>

Mit dieser — unrepräsentativen und etwas willkürlichen — Erst- und Grundausstattung ist man erst einmal recht unabhängig von den Meinungen und Deinungen deutscher USA-Korrespondenten, deren Analyse selten der politischen Dynamik, ja oft kaum den Gegebenheiten des Wahlsystems gerecht wird. Die beschreiben sehr schön das echte oder falsche Lächeln der Kandiaten und interviewen ansonsten reihenweise freiwillige Wahlhelfer oder obskure Politikprofessoren (weil die entscheidenden Repräsentanten der Kampagnen sich meist nur Zeit für die wahlentscheidenden US-Medien nehmen, von den Kandidaten ganz zu schweigen.) Das sorgt für nettes Kolorit, aber eben auch nicht für sehr viel mehr. Da darf man sich dann nicht wundern, wenn nach Iowa plötzlich Obama als neuer Favorit der Demokraten ausgerufen wird. Wobei man fairerweise sagen muss, dass die Berichterstattung amerikanischer Medien nicht weniger hypegetrieben ist und damit nicht dazu beiträgt, das ganze Geschäft berechenbarer zu machen. Und einräumen muss man fairerweise auch, dass die politische Dynamik der primary season so immens ist, dass allein die Zeitverschiebung in entscheidenden Phasen zu beachtlichen Aktualitätsverlusten führen kann.

Im Grunde ist eh alles egal: Time hat das ganze Rennen gerade für unberechenbar erklärt. Schuld seien die Wähler: Die machten einfach, was sie wollen. Das mag schon sein. Aber mal ehrlich: Unter Dick Morris oder Karl Rove wäre das nicht passiert!

<Nachtrag: Meine Linkliste Primary Sources>

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O Wort! Das neue große Ding: Zwölftonbloggen!

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Barack Obama ist Matt Santos 2.0

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William Shakespeare, Sonnet 76

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Das große Glitschen

Früher, als ich noch ein Weblog führte, war ich glücklich, wusste es aber noch nicht. Heute, wenn ich mal Gedankengang habe oder etwas passiert, glimmt da gelegentlich dieser Impuls auf: Wenn ich jetzt ein Weblog hätte, ich würde das aufschreiben.

Jedoch: Versuchen Sie mal einen klaren Gedanken zu fassen oder gar zu formulieren, wenn Ihnen morgens um 7 Uhr einer den großen Absaugschlauch ans Hinterkopfgewinde anschließt und mit Verweis auf gewisse vertragliche Vereinbarungen damit anfängt, alles, was da so sprudelt und gluckert, abzupumpen, so dass Ihnen abends um 23 Uhr, wenn der Schlauch wieder abgeschraubt und eingerollt wird, nichts anderes übrig bleibt, als vom Nachhall des Pumpenaggregats betäubt in einen unruhigen Schlaf zu schrammen.

Das ist wahrlich kein Spaß, denke ich mir, es ist mir aber eigentlich gleich, weil ich hier natürlich nicht aus eigener Erfahrung sprechen kann. Ich lebe ja insgesamt und insbesondere ein arg beschauliches Leben und beschäftige mich vornehmlich mit Dingen, von denen meine Mutter einst sehr zutreffend sagte, dass das ja nun wahrlich keine richtige Arbeit sei. Vor allem wenn man bedenkt, dass Arbeit heute ganz offensichtlich darin besteht, sich mit einem Notebook in einer Kaffeebrutzelbude einzurichten und den Studentinnen hinterherzugucken. Wahlweise nennt man das auch Projekt, habe ich mir sagen lassen. Ich hingegen habe mein Notebook das letzte Mal im Frühjahr 2005 vom Schreibtisch weggenommen, als ich damals umgezogen bin.

Kürzlich bin ich mit ausgewählten Teilen der Anverwandtschaft für einige Tage in ein Hotel verschwunden. Es war empfohlen, im Internet hinreichend beschaut und anschließend gebucht worden. Die Route war geplant, ein Stapel Stullen geschmiert und die Reise begonnen worden. Dann bogen wir am Zielort um die Ecke, ich sah das Hotel von weitem, und da wurde mir schlaggleich klar: Ich war hier schon mal. Drei Jahre vorher. Ich hatte keine Erinnerung mehr daran gehabt, diesen Landstrich, diesen Ort, dieses Hotel je betreten zu haben. Bis zu diesem Zeitpunkt des neuerlichen Eintreffens, als mir einfiel, dass ich mir damals ein Prospekt eingesteckt hatte, weil ich dachte: Dies ist der perfekte Ort, um mit Teilen der Anverwandtschaft mal für einige Tage zu verschwinden. Nach der Rückkehr fand ich das Prospekt wie erwartet im Hängeregister "Reisen".

Was will ich damit sagen? Was ich damit sagen will, ist dies: Es glitscht uns alles zwischen den Fingern weg. Wir können zwar versuchen, das irgendwie aufzuhalten. Es gibt Gemüse, das die Soße vom Teller aufnimmt, damit das Fett nicht über die Spülmaschine ins Grundwasser gelangt. Die Menschen werden immer dicker, weil so viel Fett im Grundwasser ist. Und es gibt Weblogs, in die wir Dinge schreiben, damit diese Dinge kein anderweitiges Eigenleben entwickeln, von dem keiner sagen kann, wo es hinführt. Denn die Dinge, und das ist das einzige von Belang, was ich (neben dem Begriff Wupptizität) je gelernt habe, sind unberechenbar in jeder außer in dieser einen Hinsicht: Letztlich glitscht einem immer alles weg. Nehmen Sie's nicht zu persönlich, es hat nichts mit Ihnen zu tun. Wie Sie dazu stehen, ist dingperspektivisch betrachtet vollkommen wumpe.

Das ist es, verehrte Entitäten, geschätzte Umstehende, liebe Mitlesende, was ich Ihnen in all den Jahren mit auf den Weg geben wollte. Es wird Ihnen nicht immer klar gewesen sein. Das lag dann an meinem eigenen beträchtlichen Unvermögen, mich hier begreiflich zu machen. Es ist auch mir nicht immer klar gewesen, und das würde ich dann im Gegenzug gern Ihrem Unvermögen anlasten. Machen Sie sich nichts daraus: Auch das ist dingperspektivisch gesehen letztlich vollumfänglich wumpe. Verdrängung ist, was uns über Wasser hält. Sagen Sie nicht, ich hätte es Ihnen nicht gesagt.

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