Dichtheit & Wahrung. Hervorgegangen aus Der Kutter. Verdrängung ist, was uns über Wasser hält. http://kutter.antville.org/
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» im grunde isses skandalös
Beitrag von kleinzwolferl | 28.02.17 21:11
» Ich denke, dass das Bloggen...
Beitrag von gHack | 28.02.17 20:39
» Das stimmt. Ich habe es...
Beitrag von kutter | 27.02.17 17:57
» Hm.
Beitrag von gHack | 27.02.17 15:48
» Yay, das sieht sehr fein...
Beitrag von kutter | 11.04.16 08:16
» Very fab, Mr. Tobi, Sir.
Beitrag von gHack | 09.04.16 14:07
» Das mit den Zeilenlängen war...
Beitrag von tobi | 09.04.16 14:04
» OK, ich seh’s. Werd’s mir...
Beitrag von tobi | 08.04.16 23:35
» Teils, teils. Die Mac-Browser sind...
Beitrag von kutter | 08.04.16 11:39
» jeweils neueste Versionen von FF...
Beitrag von tobi | 04.04.16 15:35

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Das Hannover in jedem von uns

Der nächste Bundespräsident kommt vermutlich aus der gleichen Stadt, die schon Lena Meyer-Landrut von der Leine ließ. Was ist da los? Wo soll das alles enden?

Hannover ist aus seiner Mitte gefallen. Die Begeisterung, mit der 40.000 Insassen dieser Stadt Lena Meyer-Landruts Rückkehr aus Oslo feierten, hatte tumulthafte Züge. Noch im November hatte sich eine ähnlich große Menschenmasse versammelt, um gemeinsam und schweigend den Freitod Robert Enkes zu verarbeiten. Für eine Stadt wie Hannover, die eigentlich als norddeutsch-nüchtern, ruhig und unerschütterlich gilt, sind das erstaunlich extreme Ausschläge auf der Emotionsskala. »Sturmfest und erdverwachsen« hat man hier zu sein, folgt man dem traditionellen Niedersachsen-Lied.

Bislang funktionierte Hannover vor allem als Klischee. Man kann aus Wanne-Eickel kommen oder aus Gera. Aber wenn man aus Hannover kommt, ist man automatisch Botschafter für ein Bündel ewig gleicher Zuschreibungen. Auch in der bundesweiten Lena-Berichterstattung tauchten die üblichen Verdächtigen wieder reflexhaft auf, ohne dass sie etwas mit der Sache zu tun hatten: Der Currywurst-Kanzler. Die Scorpions. Das reinste Hochdeutsch. Die Messe. Auch wer noch nie in dieser Stadt war, meint sie zu kennen. Denn Langeweile kennen wir doch alle.

Der Hannoveraner ist stolz auf seine Stadt, fühlt sich aber immer unter Rechtfertigungsdruck: Für eine Stadt dieser Größenordnung sei das kulturelle Angebot nun wirklich herausragend! Die kurzen Wege! Das viele Grün! Die hohe Lebensqualität! Der ausgezeichnete öffentliche Personennahverkehr! Überhaupt die guten Verkehrsanbindungen! Und erst der Zoo! Alles richtig. Und alles egal. Denn jenseits des Ortschilds steht Hannover für Langeweile, Biederkeit und Provinzialität. Und wie überall in der Provinz wird das, was die Auswärtigen sagen, allemal wichtiger genommen als das eigene Empfinden.

Nirgendwo kann man besser sehen, dass die Zukunft ihre beste Zeit schon hinter sich hat

Insofern kann vieles, was in dieser Stadt geschieht, als Kompensation eines Minderwertigkeits-Komplexes verstanden werden: Die »erste Weltausstellung auf deutschem Boden«. Die Management-Hochschule. Das Hirnforschungszentrum. Natürlich immer alles Exzellenz im Weltmaßstab – so wie die Scorpions (und letztere sogar mit einem auskömmlichen Geschäftsmodell). »Hannover hat ein neues Selbstbewusstsein entwickelt«, erklärt der niedersächsische Noch-Ministerpräsident Christian Wulff, wenn er auf die Spätfolgen der Expo 2000 angesprochen wird. Über das alte Selbstbewusstsein sagt das erst mal nichts Gutes. Und überhaupt: Wer selbstbewusst ist, redet nicht drüber.

Nirgendwo kann man besser sehen, dass die Zukunft ihre beste Zeit schon hinter sich hat, als auf dem Expo-Gelände, das sich zu einer charmanten Mischung aus Gewerbegebiet und Geisterstadt gemausert hat. »Es sieht aus wie der ausgeträumte Traum vom Kapitalismus«, berichtet Christian Petzold, der wesentliche Teile seines Gespensterfilms »Yella« hier gedreht hat, »so futuristisch wie Brasilia, so künstlich, so unendlich weit entfernt von jedem Zentrum«, dass Zinedine Zidane vermutlich hier »die Idee zu seinem Kopfstoß« gehabt habe. Wer hat vergleichbares schon einmal über Berlin gehört?

Noch heute gedenkt man der wartezeitenintensiven Weltausstellung gelegentlich durch rituelles Schlangestehen ― allerdings nicht mehr auf dem Expo-Gelände, sondern vor der Marktkirche mitten im Epizentrum hannoverscher Stadtlichkeit. Nämlich dann, wenn Margot Käßmann wieder einmal predigt, dass niemand tiefer fallen könne als in Gottes Hand. Was im Falle Hannovers (55 Meter über dem Meeresspiegel) nicht gerade von einer stolzen Fallhöhe zeugt ― und ansonsten leider offen lässt, was Gott derweil mit seiner anderen Hand treibt.

Hannover war aber nicht nur Austragungsort der Expo, sondern einer weiteren Veranstaltung von internationalem Renommee: der Chaostage, eines buntscheckigen, von Tom Clancy zum literarischen Topos geadelten Punktertreffens, das zumeist feucht-friedlich verlief, manchmal aber eben nicht. Als während der gewaltsamen Ausschreitungen des 1995er Jahrgangs ein schon etwas angeschickerter Punk von Journalisten gefragt wurde, warum man ausgerechnet diese Stadt in Schutt und Asche legen wolle, erklärte dieser nach einigem Insistieren: Hannover sei scheiße, denn es könnte überall sein.

Hannover ist tatsächlich überall. Der Wille, der eigenen Provinzialität zu entrinnen, indem man Investitionsruinen in die Landschaft stellt, ist ja kein niedersächsisches Alleinstellungsmerkmal. Das Desaster am Nürburgring, die Kongresszentrums-Posse in Bonn und die potemkinsche Hauptstadtkulisse, die sich Berlin hingeklotzt hat: Alle diese putzigen und zugleich kosteninvensiven Versuche, dem Fluch der Peripherie zu entkommen, kamen auch ohne Hilfe aus Hannover zustande. Und selbst die stolzen Hamburger übernehmen sich gerade mit einer Elbphilharmonie.

Mehr sein zu wollen, als die anderen in einem sehen: Diese Sehnsucht ist nur allzu menschlich, und insofern steckt Hannover in jedem von uns. In Hannover ist Deutschland ganz bei sich. Insofern ist es auch kein Zufall, dass mit Gottfried Wilhelm Leibniz der letzte Universalgelehrte ausgerechnet in Hannover wirkte. Und genauso wenig ist es ein Zufall ist, dass die notorischsten Hannover-Spötter aus mürben Siedlungen mit Namen wie Nürtingen kommen. Wenn irgendwo Hannover durch den Kakao gezogen wird, arbeitet sich meist bloß wieder jemand an seiner Jugend zwischen den Reihenhauskolonnen einer Berufspendlersiedlung im Einzugsbereich einer regionalen Mittelmetropole mit angrenzendem Naherholungsgebiet ab.

Und so ist auch die Liebe der Hannoveraner zu Robert Enke nicht nur mit seinen sportlichen Leistungen zu erklären. Sondern auch mit einem etwas ungläubigen Stolz darauf, dass »so einer« tatsächlich seine Zelte in Hannover aufgeschlagen hat, ohne bei der nächsten sich bietenden Gelegenheit gleich weiterzuziehen. Enke war nicht nur eine Identifikationsfigur, sondern auch ein Ausweis dafür, dass man mehr als nur Mittelmaß vorzuweisen habe.

Nach Enkes Tod wirkte die ganze Stadt wie betäubt, und tatsächlich scheint sich in jenen Tagen, die von vielen als hysterisch empfunden wurden, ein neues Zusammengehörigkeitsgefühl entwickelt zu haben, das über die Trauerreden der offiziellen Repräsentanten hinausweist. Das hat sich im dramatischen Kampf von Hannover 96 um den Bundesliga-Klassenerhalt gezeigt, beim Gewinn der Eishockey-Meisterschaft durch die Hannover Scorpions (ja, die Scorpions sind allgegenwärtig) – und nun eben beim Grand-Prix-Triumph von Lena Meyer-Landrut.

Wir können alles – außer Berlinmitte!

Heute ist der Hannoveraner bereit, sich selbst zu feiern. Schwierig zu sagen, ob das ein Fortschritt ist. Aber noch während der Expo war das gänzlich anders, als beispielsweise die kritische Berichterstattung über verfehlte Ziele und mäßigen Unterhaltungswert dieser Veranstaltung heftigst beköhlert wurde als heimtückische Verschwörung hämischer Hannover-Hasser, die der Stadt nichts Gutes gönnen würden.

Doch wirklich im Reinen ist der Hannoveraner mit sich selbst und seinem Hannoversein auch heute noch nicht. Sonst würde er nicht ebenso langweilig wie vergeblich gegen das übermächtige Langeweile-Image anreden, sondern es selbstbewusst umarmen und damit endlich bei sich selbst ankommen: Überall ist Krise und Kuddelmuddel – hier ist es ruhig! Wir können alles – außer Berlinmitte! Das Beste an Hannover sei die Nähe zu Hamburg? Fast: Noch besser ist, dass sich trotz der Nähe kaum je ein Hamburger nach Hannover verirrt.

Wer sich jedoch nach Hannover verirrt, berichtet bisweilen seltsames. Ein weitgereister Mann antwortete einmal auf die Frage, was Hannover einzigartig mache: Dass die Menschen hier auch dann noch unbeirrbar aus dem Fenster starren, wenn die U-Bahn längst in den Tunnel gefahren ist. Man bleibt unbehelligt in dieser Stadt, und wenn mal wieder Messe ist, übergibt man einfach die Schlüssel den Gästen.

Was das alles mit Christian Wulff zu tun hat? Nichts. Der kommt aus Osnabrück.

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Kutter lässt einen twittern,
VI. Lieferung

Lesen Sie hier, was sich (in der gewohnten umgekehrten chronologischen Reihenfolge) in den letzten Tagen auf meinem Twitter-Account ereignet hat, oder besser noch: lassen Sie es bleiben. (Verzweigte Diskussionen habe ich aus Faulheit abgeschnitten.)

Ich bin ein Verfolgter des Twitter-Regimes!
Ich persönlich benutze Facebook ja hauptsächlich als Schreibmaschine.
Jaja, Ihr schimpft über Koch, Köhler, Leyen, Wulff. Ich aber sage Euch: Ihr habt ja noch keine Ahnung, was mit McAllister auf Euch zukommt!
Matussek oder Winkler, Winkler oder Matussek: Ich kann mich nicht entscheiden, welcher dieser beiden Poseure mir mehr auf den Sack geht.
Nach Lena ("hart freuen") und Merkel ("hart bedauern"): Wird "hart" das neue "krass"?
Auch heute fallen mir zu Köhler nur Platitüden ein. Was im Zweifel ja auch etwas über ihn aussagt (und nicht nur über mich)
Bundesratspräsident Burn Zen
Bundesratspräsident Burns sen.?? Und apropos Bouffier: Ist das nicht die Familie von Marge Simpson?
#We_All_Live_In_A_Simpsons_Episode
Globalisierung ist, wenn die Rücktrittsgrippe jetzt sogar schon in Japan um sich greift. #die_große_flatter
The Flight of the Conchords put the "Dance" in "Redundance"
Welcher Autodesigner ist eigentlich auf die Idee gekommen, allen neuen Opel-Modellen eine Bügelfalte zu verpassen?
Impfpass gefunden. Seit Ewigkeiten völlig ungeschützt. Rätselhaft, wie ich meine Reisetätigkeit überleben konnte. Fühle mich plötzlich schwa
Du weißt, dass Deutschland ein Problem hat, wenn SpOn die Präsidenten-Kandidaten vorstellt und zu N. Lammert schreibt: "Der Intellektuelle"
Du bist offenkundig urlaubsreif, wenn Du... [A] versuchst, Deine Wohnungstür mit der Chipkarte fürs Büro zu öffnen, [B] darüber twitterst.
Raw and Messy: Alabama Primary Preview (tinyurl.com)
Und der Grüß-August grinst vor sich hin wie der Katzenbus und lässt schön von der Kanzlerin grüßen
Hannover hat einen Ernst-August und einen Grüß-August. Letzterer steht gerade in HAJ doof auf dem Tarmac herum.
Charlotte Roche und ich werden den nächsten #ESC moderieren. Ihr Englisch und ihr Charme sind perfekt, ich hab 1 Latinum und Seitenscheitel.
Ich finde, so langsam kann die FAZ ihre Roland-Koch-Festspiele mal auslaufen lassen. Man denkt ja, der Messias sei von uns gegangen.
Sie wollen die Stadt jetzt umbenennen in Lenover. Von mir aus. War eh nie ein Fan von diesem Hanno.
Das wird vermutlich ein interessanter Sonntag für alle Hannover-Insassen. #Sondermaschine #Polizeikorso #GoldenesBuch #NDR_Showbühne. Weia.
#esc-Tweets aus meiner Verfolgten-Liste gelesen. Interessant die Mischung aus echter Faszination und demonstrativer ironischer Distanzierung
WTF! Das war KNAPP! #puck
Dass hier eben ein Eishockey-Puck durchs Büro flog, muss man wohl zu den Absonderlichkeiten des Lebens zählen, die hinzunehmen sind.
Es hätte natürlich M-L heißen müssen. Keine Ahnung, warum ich vor diesem Kürzel instinktiv zurückgezuckt bin.
Und wer ist eigentlich dieser "Olaf", von dem #Lena M-R andauernd singt? #esc
Ich muss schon sagen: Die Hessen-CDU war, ist und bleibt ein unfasslicher Quell von Sympathieträgern. Wie machen die das bloß?
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Im aktuellen Spiegel berichtet Matthias Matussek in einer ausführlichen Geschichte darüber, wie er in die USA einreist, mit Passkontrolle und allem Pipapo. Donnerwetter, verrückter Kerl, das!

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Der Seitenaussteiger: Hier gehe ich, ich kann nicht anders

Wenn es jemand an Respekt für das Amt des Bundespräsidenten hat mangeln lassen, dann wohl am ehesten der bisherige Amtsinhaber selbst, der nicht einmal genug Professionalität zeigte, um zumindest bis zur Wahl eines Nachfolgers im Amt zu bleiben. Ihm ging es offensichtlich nicht um den Schutz der Würde eines Amtes, sondern um den Knalleffekt, und es ist unwahrscheinlich, dass einige vollzogene oder angedrohte Rücktritte aus der jüngeren Vergangenheit hier nicht als Inspiration gedient haben sollen. Margot Käßmann hat vorgemacht, wie man an einem Rücktritt wachsen kann. Auch Roland Koch scheint sein Rücktritt bestens geglückt zu sein. Und selbst Theodor Guttenberg, der sich seinen Rücktritt entweder nicht traute oder diesen nicht durchsetzen konnte, hat aus dieser eher peinlichen Episode erstaunliches Kapital schlagen können.

Und nun wirft Köhler die Brocken hin. Dabei hatte sein Autoritätsverlust keinesfalls erst mit seinen jüngsten Äußerungen zum Sinn und Zweck von Militäreinsätzen eingesetzt. Was an Köhlers Rücktritt so fassungslos macht, ist weniger die mimosige Dünnhäutigkeit, die darin zum Ausdruck kommt, sondern vielmehr der unglaubliche Dilettantismus, mit dem er vollzogen wurde. Selbst Lafontaines dramatische Flucht aus Berlin hatte wenigstens noch etwas schwefelig-mephistophelisches an sich. Aber Köhlers aufgesetzte, großäugige »Hier-gehe-ich,-ich-kann-nicht-anders«-Attitüde, mit der er vorgeblich wohl irgendein Fanal zur Rettung der Amtswürde setzen, vor allem aber Respekt für seine eigene Person einsammeln und endlich den Schritt vom ewigen Seiteneinsteiger zum König aller Querdenker und Klartextredner vollziehen wollte, war so jämmerlich, dass es auch mit professioneller Beratung nicht mehr möglich sein wird, aus diesem Rücktritt noch irgendeinen Nutzen zu ziehen.

Eine Wiederaufstehung wie für Käßmann wird es für den Seitenaussteiger nicht geben. Er wird vermutlich ein Rechtfertigungsbuch über diese Episode schreiben (oder ein Gesprächsbuch mit HMV machen), das in sechs bis zwölf Monaten in den Handel kommen und sich nur mäßig verkaufen wird, er wird dann durch einige ausgewählte Talk Shows tapern (Auftakt bei Beckmann) und als graumeliertes Schaf in die Riege der abgedankten Elder Statesmen einrücken. Dann wird man einschätzen können, ob der Respekt vor dem hohen Amt tatsächlich gelitten hat. Dass aber der Respekt vor seinem einstmaligen Inhaber innerhalb weniger Stunden förmlich verdampft ist, wissen wir schon heute. Köhler steht jetzt irgendwo zwischen Philipp Jenninger und Eva Hermann. Und wenn man ehrlich ist, war das vor seinem Rücktritt kaum anders.

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Wo ist mein Reisepass?!

Wie man mit einem Gedankenexperiment eine einfache Straßenbahnfahrt zum schweißtreibenden Horrortrip machen kann: Stell Dir vor, es gibt eine neue faschistische Bewegung in Deutschland. Ihr Erkennungszeichen sind weiße Ohrhörer mit weißen Kabeln.

FILE UNDER: RAAAH! SIE SIND ÜBERALL!!

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